Samstag, 24. Dezember 2011

Frohe Weihnachten!

Das Fest der Liebe verbringt man traditionell im Kreise seiner Liebsten. Der Weihnachtsbaum wird gemeinsam ausgesucht und geschmückt, Geschenke werden ausgepackt, es wird angestoßen und nicht zuletzt wird gemeinsam gegessen.

Die Mahlzeiten haben während der Weihnachtszeit einen großen Stellenwert! Das meist einfache, schnelle Gericht am Heiligen Abend, der Weihnachtsbrunch an den Weihnachtsfeiertagen und das Festmenü am Abend werden traditionell mit den Menschen verbracht, die einem am nächsten stehen. Und ich nehme an, dass mir die meisten zustimmen werden, wenn ich sage, dass das Essen umrahmt von den Menschen, die man liebt, gleich noch einmal besser schmeckt!

Beim Essen geht es nicht nur darum, dem Körper Nahrung zuzuführen. Es geht auch darum, wertvolle Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen, einen schönen Abend zu haben, Spaß zu haben, gemeinsam zu lachen, zu genießen. Das gilt nicht nur für Weihnachten! Und trotzdem: Der weihnachtlich geschmückte Tisch, die brennenden Kerzen und der Weihnachtsbaum schaffen hierfür natürlich einen ganz besonderen Rahmen!

Und somit wünsche ich Euch ein wundervolles Weihnachtsfest, zahlreichen schöne Momente mit Euren Liebsten und ein genussreiches Festtagsmenü!

Sonntag, 18. Dezember 2011

Glückseligkeit

Bei der Recherche für mein Kokosmakronenrezept, stieß ich auf einen Beitrag, der besagte, dass sich der Name "Makronen" aus dem griechischen Wort "makarios" ableitet, was Glückseligkeit bedeutet. Eine frisch gebackene, noch lauwarme Kokosmakrone, die auf der Zunge zergeht - ja, das ist tatsächlich Glückseligkeit!

Gerade die Feiertage und die damit verbundene Ruhe und Stille bieten, wie ich finde, eine wundervolle Möglichkeit das Jahr Revue passieren und sich dabei insbesondere der Momente zu erinnern, in denen man Glück, Seligkeit oder vielleicht sogar Glückseligkeit verspürt hat. Bei mir sind es meistens die kleinen, unerwarteten Momente gewesen, die zu diesem Gefühl geführt haben: Die Entdeckung des ersten Krokosses im Frühjahr, der Sommertag am Stand, der durch einen vollkommenen Sonnenuntergang gekrönt wurde, im Herbst durch den Wald voll goldener Blätter laufen, am Adventssonntag vor dem Kamin sitzen, Tee trinken und Kokosmakronen genießen...

Shopping-Liste für Orangen-Kokosmakronen, Zimt-Kokosmakronen und Schoko-Chili-Kokosmakronen (ca. 60 Stück): 400g Kokosraspeln,  350g Rohrohrzucker, 6 Eiweiß, 2 Prisen Salz, Schale von 2 Orangen, 1TL Zimt, 100g Zartbitterkuvertüre, 1/8-1/4 TL Chilipulver (je nach Geschmack), ca. 60 Vollkornoblaten (für die glutenfreie Version, die Oblaten einfach weglassen, dafür jedoch ein Silikonmatte verwenden, damit die Makronen nicht festkleben)

To Do's: Kokosraspeln, Rohrohrzucker, Salz und Eiweiß in einem Topf geben vermengen. Ggf. noch 3-5 EL Wasser hinzugeben, falls die Masse nicht cremig genug ist. Bei geringer Hitze unter ständigem Rühren bis auf ca. 50°C erwärmen (dies einfach mit dem Finger testen - die Masse muss sich heiß anfühlen). Dann vom Herd nehmen und kurz abkühlen lasse. Eine hilfreiche Videoaufnahme bietet hierzu Essen&Trinken: E&T Grundrezept Makronenmasse

Die Masse dritteln (dabei sollten jeweils ca. 20 Walnuss-große Makronen herauskommen). Das erste Drittel so wie es ist, mit Hilfe von zwei Teelöffeln auf die Oblaten verteilen. Zum zweiten Drittel Zimt hinzugeben, gründlich vermengen und ebenfalls auf die Oblaten verteilen. Unter das letzte Drittel die abgeriebene Schale zweier Orangen mengen und die Masse auf die Oblaten verteilen.

Die Makronen in den auf 190°C vorgeheizten Backofen geben und 12-14 Minuten goldbraun backen. Herausnehmen und abkühlen lassen (oder auch schon einmal naschen).

Für die Schoko-Chili-Variante, die Zartbitterkuvertüre vorsichtig schmelzen, Chili je nach gewünschter Schärfe untermengen und die  Unterseite der Makrone hinein tunken. Auf einem Gitterrost abkühlen lassen, bis die Schokolade fest ist. So, und nun darf auch diese Variante gekostet werden! Und, ist hierbei ein wenig Glück zu verspüren? Oder Seligkeit? Oder vielleicht sogar beides?

Freitag, 16. Dezember 2011

Aufgewacht

Wie startest Du jeden Morgen in den Tag? Bestimmt hast Du ein allmorgendliches Ritual – aufstehen und erstmal unter die kalte Dusche springen? Oder wird als erstes das Wasser für den Tee aufgesetzt? Vielleicht startet Dein Tag auch mit ein paar Yogaübungen - wie das bei mir der Fall ist? 

Am Morgen verfolgen die Menschen die unterschiedlichsten Abläufe und genauso verhält es sich mit dem Frühstück. Der Eine braucht morgens etwas Salziges, der Andere etwas Süßes. Für den Einen ist das Frühstück die größte Mahlzeit am Tag, der Andere braucht vielleicht nur ein wenig Obst und der Dritte verzichtet komplett darauf. Dabei ist meiner Meinung nach sowohl der Start in den Tag als auch das damit verbundene Frühstück unglaublich wichtig und entscheidet darüber, wie der Rest des Tages verläuft – entspannt und gelassen oder gehetzt und gestresst? 

Nachdem ich meine Yogaübungen hinter mich gebracht habe, genieße ich in Ruhe mein Frühstück: Reisflocken mit Mandelmilch, Apfel und Gewürzen. Dazu einen grünen Tee und dann kann der Tag beginnen! 

Shopping-Liste (für 2 große Portionen): 100g Reisflocken, ca. 200ml Mandelmilch (ungesüßt), 100ml abgekochtes Wasser, 1 Apfel, 20g Mandelblättchen, 1/2 TL Zimt (gemahlen), 2 MS Kardamom (gemahlen), 1 MS Nelken (gemahlen), Honig oder Ahornsirup zum Süßen 

To Do's: Die Reisflocken über Nacht in 100ml Mandelmilch und 50ml Wasser einweichen.

Am nächsten Morgen die Reisflocken, die restliche Mandelmilch und das restliche Wasser, den in kleine Stücke geschnittenen Apfel sowie die Gewürze in einen Topf geben und bei geringer Hitze ca. 8-10 Minuten erhitzen. Dabei immer wieder umrühren und ggf. noch etwas Mandelmilch hinzufügen. Parallel dazu, in einer Pfanne ohne Fett die Mandelblättchen goldbraun rösten. 

Die Reisflocken auf Schalen verteilen, mit den Mandelblättchen bestreuen und je nach Bedarf mit Honig oder Ahornsirup beträufeln.

Wer mag, kann anstelle von oder zusätzlich zum Apfel auch getrocknete Aprikosen verwenden.

Montag, 5. Dezember 2011

Seasonal Trends: Der Saisonkalender für Dezember

Wenn ich dem Monat Dezember ein Wort zuordnen müsste, würde dieses Wort wohl "Besinnung" sein. Zum Einen natürlich, weil wir in der vorweihnachtlichen Zeit friedvoller und sensibler sind und uns auf das besinnen, was uns wirklich wichtig ist. Zum Anderen aber auch, weil in dieser Zeit - wie in keiner anderen - unsere Sinne ganz besonders angesprochen werden.

Wir fühlen intensiver - die Nähe zu unseren Liebsten, die Vorfreude und Spannung auf den heiligen Abend, das Mitgefühl für jene, die während der Feiertage vielleicht keine Großfamilie um sich haben. Unser Gehör ist sensibler - wir sehnen uns in der Adventszeit nach mehr Stille und Ruhe, lauschen dem Klang von Glocken und rieselndem Schnee und meiden den Lärm der Straßen und der Städte. Wir bevorzugen das warme Licht von Kerzen und Lichterketten, das unserem Sehsinn schmeichelt. Aber vor allem riechen und schmecken wir in der Vorweihnachtszeit, wie zu keiner anderen Zeit im Jahr!

Von überall her duftet es nach Zimt, Kardamom, Vanille und Nelken, Bratäpfeln, Glühwein, frisch gebackenen Plätzchen und Stollen, gebrannten Mandeln und Kakao. Unser Geruchssinn kann in diesen Tagen sein Potential voll entfalten. Und wo wir olfaktorisch angesprochen werden, können wir auch gustatorisch kaum widerstehen! Die vielseitigen Geschmäcker der Gewürze und getrockneten Früchte, die in der Adventszeit in unzähligen Variationen zu Speis und Trank verarbeitet werden, erzeugen im Gaumen ein wahres Feuerwerk! 

So möchte ich an dieser Stelle, neben den saisonalen Obst- und Gemüsesorten, insbesondere auf den Reichtum der Gewürze und Aromen hinweisen, die im Dezember ganz wundervolle Geschmacksakzente in ein Gericht zaubern können! Probiere doch einmal eine Prise Zimt unter Dein Müsli zu mischen, die Vanillekipferl mit Orangenschale (Vanille-Orangen-Kipferl) zu verfeinern oder die Ravioli in Gewürzbutter mit Sternanis, Nelken, Zimt und Kardamom zu schwenken. 

Auch diese Obst- und Gemüsesorten eignen sich im Dezember hervorragend für die ein oder andere Geschmacksnote: Apfel, Birne, Mandarine, Orange, Granatapfel sowie Grünkohl, Rosenkohl, Schwarzwurzel, Steckrübe, Feldsalat, Chicorée, Maronen und Nüsse. Außerdem lagern heimische Bauern über die Wintermonate Möhren, Pastinaken, Rote Bete, Kartoffeln und Knollensellerie

Und nun wünsche ich eine besinnliche und aromatische Vorweihnachtszeit!

Sonntag, 27. November 2011

Bio 24/7 - Biosupermärkte in Berlin

Nun lebe ich seit einem knappen halben Jahr in Berlin und habe noch keinen einzigen Eintrag über Bio-Läden unserer Hauptstadt geschrieben... Dabei gibt es hier mehr als genug Stoff, um nicht nur einen, sondern gleich mehrere Artikel darüber zu verfassen! Ja, man kann diesem Thema sogar einen ganzen Blog widmen, wie es beispielsweise Berlin is(s)t Bio getan hat. Denn man kommt hier an kaum einer Ecke vorbei ohne über das Wort "Bio" zu stolpern - ob es sich dabei nun um einen Bio-Markt, ein Bio-Restaurant oder einen Laden mit biologischer Kleidung handelt.

Als ich im Juni hierher zog, erkannte ich sofort, dass ich mich im Bio-Mekka befinde! Ein kleiner Bio-Laden, nur 50 Meter von meiner Haustür entfernt, steht mir 6 Tage die Woche bis 22h zur Verfügung, um kleinere Besorgungen zu tätigen. Größere Einkäufe erledige ich ebenfalls in Laufnähe beim viv-BioFrischeMarkt oder LPG-Biomarkt, bei dem man sogar Mitglied werden kann und so für einen monatlichen Beitrag, Lebensmittel vergünstigt einkaufen kann.

Die Krönung allerdings war für mich die Entdeckung der Fresh'n'Frinds-Filiale in die Kastanienallee! Der kleine Supermarkt bietet zwar nicht ausschließlich biologische Produkte an, ermöglicht aber an jedem Wochentag und zu jeder Stunde - kurz 24/7 - die ein oder andere Erledigung zu machen und achtet hierbei insbesondere auf Regionalität der angebotenen Ware.

Wenn ich mal nicht in meinem "Kiez" - wie hier Stadtteile auch liebevoll genannt werden - unterwegs bin, habe ich außerdem Gefallen an den Läden der Ketten Bio Company (zum Beispiel am Hackeschen Markt) und Alnatura Super Natur Märkte (beispielsweise in der Bergmannstraße (Kreuzberg)) gefunden. Und nun viel Spaß beim Bio-Shoppen in der Hauptstadt!

Hier noch einmal die Übersicht über Bio-Supermärkte in Berlin:

- Alnatura Super Natur Markt mit sieben Filialen in der Hauptstadt, www.alnatura.de
- Bio Company mit über 20 Filalien in der ganzen Stadt, www.biocompany.de
- Fresh'n'Friends in Mitte (Kastanienallee oder Friedrichstraße), www.freshnfriends.com
- LPG-Biomärkte mit sechs Filalen in Berlin, www.lpg-biomarkt.de
- Viv-BioFrischeMarkt mit acht Filalen in Berlin, www.viv-biofrischemarkt.de

Donnerstag, 17. November 2011

Kürbissüchtig

Es ist soweit! Mit dem mittlerweile 6ten Kürbisrezept auf dieser Seite, komme ich an dieser Stelle nun nicht mehr darum herum, eine meiner großen Schwächen preiszugeben: Ich bin kürbissüchtig!

Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass der Kürbis mit seinen goldgelben und orangen Farbnuancen als Inbegriff für den Herbst steht oder dass man auf den Wochenmärkten sowieso an keinem Gemüsestand vorbeikommt, ohne von der großen Auswahl an Muskat, Hokkaido, Bischofsmütze und Butternuss verführt zu werden. Ein weiterer Grund könnten auch die wertvollen Inhaltsstoffe, mit denen der Kürbis prall gefüllt ist, sein. Oder aber es liegt schlichtweg daran, dass Kürbisse einfach unglaublich wandelbar sind, sodass einem bei den unzähligen Zubereitungsmöglichkeiten einfach nicht langweilig werden kann!

Auch wenn der ein oder andere nun meint, sich in dieser Kürbissaison bereits an dem orangenen Gemüse übergessen zu haben, bin ich überzeugt, dass das Kürbisrezept, das ich an dieser Stelle vorstelle, ihn eines Besseren belehren wird! Denn hier vermischen sich die Aromen von Hokkaido, Kürbiskernen und Kürbiskernöl zu einem geschmacklich vielfältigem Kürbispesto, das wundervoll auf ein knuspriges Ciabatta oder zu Spaghetti, Orecchiette & Co. passt. 

Shopping-Liste (hier für ca. 3 Hauptspeisen mit Pasta): 150g Hokkaidokürbis (das Fleisch), 50g Kürbiskerne, 75ml Olivenöl, 25ml Kürbiskernöl, 3 EL frisch geriebener Parmesan, 1 TL frisch geriebene Zitronenschale, 1 Handvoll frische glatte Petersilie, ca. 50ml Nudelwasser, 300g Orecchiette (Alternative: glutenfreie Penne), Salz und Pfeffer 

To Do`s: Den Backofen auf 200°C vorheizen. Den Kürbis waschen, Kerne entfernen und in Würfel schneiden (wichtig: die Kürbiswürfel sollten die 150g ergeben). Die Würfel auf einem mit Backpapier belegten Blech verteilen und für ca. 25 Minuten backen (der Kürbis sollte danach schön weich sein).

In der Zwischenzeit die Kürbiskerne in einer beschichteten Pfanne ohne fett rösten sowie die Nudeln gemäß Verpackung zubereiten (wichtig: das Nudelwasser ausreichend salzen und mindestens 50ml davon für das Pesto auffangen).

Kürbiswürfel, Kürbiskerne, Kürbiskernöl, Olivenöl, Zitronenschale sowie Petersilie in einem Mixer oder mit einem Zauberstab nicht zu fein pürieren. Den Parmesan mit einem Löffel unterheben. Nudelwasser hinzugeben - je nach Konsistenz ggf. mehr als 50ml -, und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Schluss mit den al dente gekochten Orecchiette vermengen und servieren. 

Sonntag, 6. November 2011

Seasonal Trends: Der Saisonkalender für November

Für mich beginnt pünktlich mit der Zeitumstellung Ende Oktober die Winterzeit. Ich mag es, wenn Anfang November die Tage kürzer werden und es immer früher dunkel wird. Dann zünde ich Kerzen an, mache mir einen heißen Apfelsaft mit Zimt und Ingwer und knacke Nüsse. Oder aber ich lasse mich auf dem Wochenmarkt von der großen Auswahl an Wurzel- und Kohlgemüse für winterliche Gerichte inspirieren!

Wurzeln, Kohl und Nüsse dafür steht der November! Da schmeckt der Rosenkohl-Salat mit Haselnüssen, die Schwarzwurzelsuppe oder das Maronen-Risotto einfach besonders gut! Aber auch Grünkohl, Weißkohl, Rotkohl und Wirsing werden zu wohlschmeckenden Winterbeilagen. Mit Pastinake, Topinambur, Steckrübe und auch Kürbis einfach ab in den Ofen und heraus kommt herrlich aromatisches Wintergemüse! Als Vorspeise reicht man Chicorée und Feldsalat und als Krönung über jedes Gericht einfach ein paar Hasel- oder Walnüsse streuen, dann sind sicherlich alle wichtigen Nährstoffe, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente abgedeckt! Zu guter Letzt runden im November die saisonalen Obstsorten mit unzähligen Dessertvariationen jedes Wintermenü ab: Zimtparfait mit Quittengelee, Maronencreme auf Bratäpfeln oder Birnentarte.

Und hier noch ein paar weitere Wintergerichte:

Apfelcarpaccio

Birnen-Salbei-Risotto

Pastinaken-Kartoffel-Cremesuppe

Kürbismuffins

Mittwoch, 2. November 2011

"So gesund, wie Brownies überhaupt sein können..."

So beschreibt Gwyneth Paltrow in ihrem Kochbuch "Meine Rezepte für Familie & Freunde" ihre saftigen Schoko-Brownies, die ganz ohne Zucker auskommen! Das hört sich nicht nach Brownies an? Oh doch, denn aus Dinkelmehl, Ahornsirup, Naturreissirup und Sojamilch werden die wohl saftigsten Brownies gemacht, die ich je gegessen habe!


Ja, auch ich dachte mir zunächst "Gwyneth Paltrow hat ein Kochbuch geschrieben?"! Wenn Stars in eine neue Richtung vordrängen, bin auch ich immer erstmal skeptisch. Immerhin wurde man von Beispielen wie einer schauspielernden Britney Spears und einer singenden Paris Hilton nicht unbedingt positiv überrascht.


Als ich das Kochbuch dann zum ersten Mal grob durchblätterte, schien sich meine Skepsis zunächst zu bestätigen. Denn über die teilweise einfache Küche, bestehend aus Pasta mit „einfacher Tomatensauce“, verschiedener Burger- und Sandwichvariationen und „amerikanischem Hähnchen“ haben schon andere geschrieben. Dann jedoch las ich die liebevoll verfasste Einleitung... Mit diesen Worten beschreibe ich auf Valentinas-Kochbuch.de meine ersten Eindrücke zum Kochbuch der Oskarpreisträgerin. 


Valentinas-Kochbuch.de, das ist eine mit viel Liebe gestaltete Webseite, die sich in erster Linie auf die Rezension von Kochbüchern fokussiert und die daraus beliebtesten Rezepte veröffentlicht. Ich stöbere hier wahnsinnig gern durch die unterschiedlichen Meinungen der Rezensenten und lasse mich von Rezepten inspirieren. Umso mehr habe ich mich gefreut, selbst als Gast-Rezensent für Valentinas-Kochbuch.de zu schreiben und dann auch noch über eine Kochbuchautorin, die sich eingehend mit Lebensmitteln und Ernährung beschäftigt, sich zeitweise sogar makrobiotisch ernährt hat und den Leser für gesündere Lebensmittel wie Dinkelmehl, Ahornsirup oder Sojamilch sensibilisieren möchte. 


Meine vollständige Rezension ("Foodbloggerin Nadine aus Berlin"), die Meinung zweier weiterer Gast-Rezensenten zu "Meine Rezepte für Familie & Freunde" sowie das Rezept zu den saftigen (veganen) Schoko-Brownies findet ihr hier:  http://www.valentinas-kochbuch.de/index.php?article_id=917 

Montag, 31. Oktober 2011

Happy Halloween!

Halloween und der Kürbis sind quasi eins! Wer denkt am 31. Oktober nicht sofort an Grimassen und Fratzen, die das orangene Gemüse zieren und Geister abschrecken sollen?

Nach dem ganzen Schnitzen und Aushölen bleibt am heutigen Tag sicherlich einiges an Kürbisfleisch übrig! Für die, die nicht wissen, was sie mit den wervollen "Resten" anstellen sollen, hier ein paar Inspirationen:

Kürbiscremesuppe

Pastinaken-Kartoffel-Cremesuppe mit karamellisiertem Kürbis

Graupen-Kürbissalat mit Kürbiskernen

Kartoffel-Kürbis-Knödel

Kürbismuffins

Dienstag, 25. Oktober 2011

Heiße Süßkartoffelsuppe

Im Herbst und Winter gibt es für mich nichts besseres als eine heiße Suppe! In dieser Zeit würde ih am liebsten jedes Gemüse in eine heiße Brühe verwandeln, denn obwohl ich ein Herbstkind bin, muss ich mich jedes Jahr wieder aufs Neue an das raue Wetter gewöhnen!

Besonders erfreue ich mich an Suppen, die vor Vitaminen und Mineralien nur so überquellen. Wie kann man das erreichen? Nun, die einfachste Variante ist, sich ein Gemüse heraus zu suchen, das an sich schon reich Nährstoffen ist.

Der Kürbis ist schonmal nicht schlecht oder auch Topinambur - wenn wir mal beim Wintergemüse bleiben wollen -, die Süßkartoffel ist vom Nährstoffgehalt jedoch schlichtweg unschlagbar. Von Antioxidantien, über Kalium und Zink bis hin zu Vitamin C, B und E bietet sie Inhaltsstoffe, die gerade bei den kalten Herbsttemperaturen das Immunsystem stärken! Perfekt für dieses Suppenrezept: Süßkartoffelsuppe mit Limettenschmand.

Shopping-Liste (3-4 Portionen): 400g Süßkartoffeln, 1 Zwiebel, 2 Tomaten, 1 kleine Knoblauchzehe, 1 daumengroßes Stück Ingwer (wärmt auch sehr von innen!), 2 EL Rapsöl, 1/2 l Gemüsebrühe, 2 Handvoll frischer Koriander, 100g Schmand oder Creme fraiche (alternativ auch die laktosefreie Version oder Sojajoghurt), Schale und Saft einer Limette, Salz und Pfeffer

To Do's: Süßkartoffeln waschen, schälen und in Würfel schneiden. Die Zwiebel ebenfalls würfeln (nur viel feiner) sowie Knoblauch und Ingwer fein hacken. Die Tomaten häuten (kreuzförmig einschneiden, kurz in kochendes Wasser geben, abschrecken und Haut abziehen), den Strunk großzügig entfernen und grob zerkleinern.

Rapsöl in einem Topf erhitzen. Zwiebeln und Ingwer darin andünsten, bis die Zwiebeln glasig sind. Die Süßkartoffelwürfel hinzugeben und ebenfalls für ein paar Minuten andünsten. Ebenso die Tomaten dazugeben und das Ganze für ein paar weitere Minuten andünsten. Dann mit der Gemüsebrühe ablöschen. Die Suppe kurz aufkochen lassen und die Temperatur danach auf mittlere Hitze reduzieren. Eine Handvoll Koriander unterrühren und für ca. 15 bis 20 Minuten köcheln lassen, bis die Süßkartoffeln weich sind.

In der Zwischenzeit die Schale der Limette abreiben, den Saft auspressen und beides mit dem Schmand vermengen.

Die Suppe fein pürieren. Je nach Konsistenz noch etwas Gemüsebrühe hinzugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit einem Klecks Limettenschmand sowie den restlichen Korianderblättern servieren.

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Seasonal Trends: Der Saisonkalender für Oktober

Der goldene Oktober macht seinem Namen auch in der Obst- und Gemüsewelt alle Ehre! Während draußen die Blätter in goldgelb, orange und ockerfarben glänzen, zaubern drinnen Kürbis, Kartoffel und Süßkartoffel, Pastinake, Karotte, Steckrübe, Schwarzwurzel, Topinambur, Apfel, Birne, Weintraube und Quitte herbstliche Farben auf den Teller.

Aber auch der Oktober hat Farbtupfer zu bieten! Rot glänzen Rote Bete, Rotkohl, Preiselbeeren und Cranberries - die aus den USA bekannte Beere, habe ich dieses Jahr sogar aus deutscher Herkunft ergattern können! Und die Gemüsewelt bietet auch im Herbst hier und da ein saftiges grün: Feldsalat, Grünkohl, Rosenkohl, Wirsing, Zucchini, Mangold und Spinat.

Montag, 3. Oktober 2011

Cranberry-Brot zu Erntedank

Gestern war Erntedank und ich kann mir gut vorstellen, dass dies den meisten Deutschen gar nicht bewusst war. Meiner Meinung nach ist das noch nicht einmal verwunderlich! Schließlich bekommt der Großteil der deutschen Bevölkerung gar nicht mit wie lange die Kartoffel unter der Erde gereift ist oder der Apfel am Baum hing, bis sie geerntet wurden.

So könnte man sagen, dass das Erntedankfest den Bauern und Gärtnern vorbehalten ist. Sind sie doch diejenigen, die das Reifen und Gedeihen direkt miterleben und jedes Jahr im Herbst die Dankbarkeit für das geerntete Obst und Gemüse, das ihnen die Erde geschenkt hat, verspüren. Aber nur weil wir die Ernte  des Kürbisses und des Mangolds, den wir auf dem Wochenmarkt oder im Supermarkt kaufen, nicht miterleben, heißt das noch lange nicht, dass wir sie nicht trotzdem feiern sollten! Im Gegenteil, ist Erntedank nicht ein wundervoller Anlass mal wieder Freunde einzuladen, gemeinsam saisonale Köstlichkeiten zuzubereiten und diese dann untermalt von einem guten Wein zu feiern? Und auch wenn der erste Sonntag im Oktober - auf den das Erntedankfest jährlich fällt - nun bereits vergangen ist, Freunde einladen, gemeinsam kochen und feiern kann man doch immer!
                
Zur Feier des Erntedank gab es bei mir gestern selbst gebackenes Cranberry-Brot (glutenfrei)! Und das Rezept dazu möchte ich an dieser Stelle natürlich nicht vorenthalten!

Shopping-Liste: 150g Buchweizenmehl, 125g Reismehl (Vollkorn), 75g Amaranthmehl, 25g gemahlene Hirse (Braunhirse), 1/2 Päckchen Trockenhefe, 1 gehäufter TL Fleur de Sel, 250ml Wasser (lauwarm), 75g frische Cranberries, 50g getrocknete Cranberries, 50g Pekannüsse, 1 Kastenform (20cm) und etwas Pflanzenöl zum Fetten der Form

To Do`s: 100ml Wasser mit der Hefe und 25g Buchweizenmehl verrühren und an einem warmen Ort ca. 30 Minuten gehen lassen (bis sich Blasen bilden). In der Zwischenzeit, die Kartoffeln weich kochen, schälen und durch eine Presse drücken.

Danach alle Zutaten bis auf die Cranberries und Nüsse gründlich vermengen. Den Teig zugedeckt für 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

Cranberries und die grob zerkleinerten Pekannüsse zum Teig geben und gut durchkneten. Die Form mit dem Öl (alternativ auch Butter oder Margarine) einfetten und den Teig darin verteilen. Den Teig mit etwas Wasser glatt streichen und für weitere 30 Minuten zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen.

Den Ofen auf 180°C vorwärmen und auf mittlerer Schiene für ca. 50 bis 55 Minuten backen. Das Brot abkühlen lassen und zum Beispiel mit Honig genießen.

Dienstag, 13. September 2011

Bewusst genießen... Oder: Gebackene Fetawürfel auf Romatomaten

Bei der Verarbeitung der goldgelben Romatomaten zu dem unten beschriebenen Rezept und auch dem späteren Verzehr, sann ich darüber nach, wie diese Tomaten den Weg in meine Küche und letztendlich auf meinen Teller geschafft haben…

…Wo ist der Tomatenstrauch gewachsen, der diese saftigen Tomaten hervorgebracht hat? Wie viele heiße Sonnentage und wie viel strömende Regentage haben die Tomaten miterlebt? Wer hat sie von ihrem Strauch gepflückt und in die Transportkiste gelegt? An welchen Wiesen und Feldern sind sie vorbei gefahren, bis sie am Stand des Wochenmarktes, an dem ich sie erworben habe, angekommen sind? Wer hat sie dort ausgepackt und behutsam platziert? 

Mit der Reflektion über diese Fragen, hat sich der Verzehr der Tomaten plötzlich geändert – er wurde intensiver, bewusster und wertschätzender. Manchmal sollte man sich Gedanken über die Herkunft der Lebensmittel, die man tagtäglich einkauft und zu sich nimmt, machen und sie bewusster genießen. Versuche Dir doch auch einmal vorzustellen welchen Weg die Kartoffel, die Milch oder der Käse hinter sich gebracht hat, um auf Deinen Teller oder in Dein Glas zu gelangen und wer darin alles involviert war – vielleicht schmeckst Du ja den Unterschied! 

Shopping-Liste für gebackene Fetawürfel auf Romatomaten (3-4 Vorspeiseportionen): 4 gelbe Romatomaten (ca. 300-350g), 1 Zwiebel, 100g griechischer Fetakäse, 1 handvoll frische Basilikumblätter, 1 TL getrockneter Thymian, ca. 1 EL flüssiger Thymian-Honig (oder alternativ Wildblütenhonig), 1/2 TL Kurkuma, 2-3 EL Rapsöl, 1 großzügiger EL Pinienkerne, Fleur de Sel, Crema di Balsamico, Backpapier

To Do`s: Den Ofen auf 180°C vorheizen. Feta in würfelgroße Stücke schneiden und auf einem, mit Backpapier belegten, Blech verteilen. Je einen Tropfen Honig auf die obere Seite des Würfels geben und den Thymian gleichmäßig darauf verteilen. Den Thymian vorher ruhig ein wenig zwischen den Fingerspitzen verreiben, damit sich das Aroma stärker entfaltet. Fetawürfel 10 bis 15 Minuten im Ofen backen, bis sie leicht zu bräunen beginnen.

In der Zwischenzeit, die Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne ohne fett goldbraun rösten und beiseite stellen. Die Zwiebel in kleine Würfel schneiden, die Tomaten längs halbieren und in dünne Scheiben schneiden, Basilikum in Streifen schneiden.

In einer Pfanne Öl erhitzen, Kurkuma darin auflösen und die Zwiebelwürfel darin glasig andünsten. Die Tomatenscheiben hinzugeben und bedeckt ca. 5 Minuten köcheln. Ggf. noch etwas Wasser hinzugeben, wenn die Tomaten nicht saftig genug waren, sodass etwas Soße entsteht. Das Basilikum unterrühren und mit Fleur de Sel abschmecken.

Die gedünsteten Tomaten auf zwei Teller verteilen und die Fetawürfel darauf drapieren. Mit Pinienkernen und Crema di Balsamico garnieren und bewusst genießen.

Mittwoch, 7. September 2011

Seasonal Trends: Der Saisonkalender für September

Am 1. September hat offiziell der Herbst begonnen und der ist Synonym für eine deftigere Küche!

Denn nachdem in den Sommermonate leichte Salate, Grillgemüse und erfrischende Beerenkuchen auf der saisonalen Speisekarte standen, steht der Hebst für Wirsingeintopf, Kartoffelgratin, Pilzragout, gedeckten Birnenkuchen und Apfelkompott.

Den September würde ich dabei als Übergangsmonat titulieren: die Liste der saisonalen Obstsorten wird etwas schmaler, da es der ein oder anderen Beere nun doch zu frisch draußen wird, und auf der Gemüseseite machen sich Wurzelgemüse und Waldpilze breit. Insbesonder in diesem Jahr werden die fleißigen Pilzsammler durch einen feuchten Sommer sehr früh mit Pfifferlinge, Steinpilzen, Maronen & Co. beglückt! Also: raus in den Wald!

Wer dann doch den gewohnten Gang auf den Wochenmarkt vorzieht, wird in diesem Monat auf der Obstseite insbesondere Apfel, Birne, Traube, Pflaume und Feige und vielleicht auch noch die ein oder andere Blaubeer- oder Brombeerschale vorfinden. Bei den Gemüsesorten halten Aubergine, Fenchel, Paprika, Rettich, Radieschen, Blumenkohl, Brokkoli, Bohne, Mangold und Zucchini die Stellung. Neu hinzu kommen Kürbis, Pastinake, Schwarzwurzel und die Steckrübe.

Donnerstag, 25. August 2011

Klimafreundliche Rezepte

Auf diese Überschrift bin ich während der Recherche nach einem sommerlichen Kuchenrezept gestoßen. Die Webseite von Essen&Trinken, von der ich mich sowieso immer gerne für neue Rezepte inspirieren lasse, verzeichnet eine ganze Sammlung von Rezepten und Artikeln unter dem Titel "Nachhaltige Ernährung". Schnell bin ich von meiner eigentliche Suche abgeschweift und stöberte durch die saisonalen Gerichte und informativen Beiträge.

Unter dem Artikel "Tipps für klimafreundliche Ernährung" versorgt Essen&Trinken den Leser mit wertvollen Ernährungstipps, die die Umwelt schonen. Der Kauf von Bio-Lebensmitteln steht dabei natürlich ganz weit oben. "Bio-Lebensmittel sind oft klimafreundlicher als konventionelle Lebensmittel. Im ökologischen Landbau werden weniger Düngemittel eingesetzt und die Bio-Bauern bewirtschaften ihre Flächen in der Regel nachhaltiger", schreibt der Autor zu diesem Thema. Allerdings weist er auch direkt darauf hin, dass die Fleischproduktion sowie die Haltung von Milchvieh große Mengen an Methan und Lachgas erzeugen, ob nun bio oder nicht! Er rät daher von Zeit zu Zeit einen fleischfreien Tag einzulegen. Des Weiteren, ermuntert der Artikel dazu Produkte aus regionaler Herrstellung - am besten vom Erzeuger selbst - und nach Saison zu kaufen (siehe auch http://organiccottage.blogspot.com/search/label/Saison). Zuguterletzt noch zwei grundlegende Tipps: zu Fuß oder mit dem Fahrrad einkaufen gehen und gemeinsam mit Freunden kochen, denn "wer gemeinsam statt für sich alleine kocht, spart insgesamt viel Energie und reduziert damit den CO2-Ausstoß".

In weiteren Artikeln kann man noch mehr über nachhaltige Haushaltsgeräte sowie faires Eis erfahren. Außerdem beschreibt die Essen&Trinken-Mitarbeiterin Lisa Gschwender ihr Experiment, eine Woche "ein ökologisch möglichst korrektes Leben" zu führen. Auch an dieser Stelle wird der Leser mit interessante Informationen sowie einigen wertvolle Tipps zu einer umweltfreundlichen Ernährung versorgt. Dass "wir Menschen in westlichen Industrienationen einen höheren CO2-Ausstoß allein durch unser Essen, als ein Einwohner Indiens für seinen kompletten Lebensstil [verursachen]", hat mich zum Beispiel sehr überrascht!

Mein persönliches Highlight sind aber eindeutig die klimafreundlichen Rezepte! Im Sommer werde ich sicherlich noch die "Gekühlte Tomatensuppe mit Minze" nachkochen. Die heimischen Äpfel werden werden im Herbst zu "Apfel-Tempura mit Birnen-Salsa" verarbeitet und in den kalten Monaten, werde ich die "Dinkelnudeln mit Fenchel und Feldsalat" und "Gebratenes Wurzelgemüse mit Polenta" ausprobieren! Und das wird es dann hier zu lesen geben!

Hier geht`s zur Essen&Trinken-Rubrik "Nachhaltige Ernährung": http://www.essen-und-trinken.de/nachhaltigkeit

Mittwoch, 24. August 2011

Finde Dein Curry!

40°C im Schatten, die Luft steht, der Asphalt brennt und in der Luft hängt ein nicht definierbarer Duft. Ist eine Kirche in der Nähe? Denn ich vernehme eindeutig Weihrauch. Oder kocht ein umfangreicher Imbissbesitzer eine seiner arabischen Spezialitäten? Denn auch Chili, Kurkuma, Paprika und Ingwer scheinen die Luft zu erfüllen. Könnte es sogar sein, dass eine arabische Mama mitten im Sommer Spekulatius backt, um die hungrigen Mäuler ihrer Kinderscharen zu füllen? Denn auch Zimt, Nelken, Vanille und Sternanis sind nicht zu überriechen. 

Was ich in der sommerlichen Hitze der Dubaier Altstadt entdeckte war allerdings weder Kirche, Koch, noch Spekulatius, sondern der traditionelle Gewürz-Souk! Hier preisen Händler um Händler Safran, Kardamom, schwarzen Pfeffer, weißen Pfeffer, roten Pfeffer, essbaren und nicht essbaren Weihrauch, Lindenblüten, Muskatblüten, Kamillenblüten, Salbei, Lorbeeren, getrocknete Zitronen und sämtliche orientalische Gewürzmischungen an. An einem gelben Pulver aus Kurkuma, Cumin, Koriander, Pfeffer, Bockshornklee, Gewürznelken, Ingwer, Zimt, Fenchelsamen, Senfkörnern und auch Piment, das sich kurz einfach „Curry“ nennt, kommt man dabei kaum vorbei.

Die traditionelle Curry-Mischung, die ihre Wurzeln in Indien hat - wo sie als Masala bekannt ist -, besteht dabei je nach Region und Herkunft mal aus mehr, mal aus weniger Gewürzen. Man sagt sogar, dass jede indische Hausfrau ihr eigenes Masala-Rezept hat! Das war den englischen Kolonialherren im 18. und 19. Jahrhundert allerdings zu viel, sodass sie die so genannte englische Mischung kreieren ließen, die ihrem europäischen Geschmack entsprach. Nichtsdestotrotz, die "eine" Curry-Mischung existiert nicht und so bleibt einem nichts anderes übrig als zu probieren, probieren, probieren bis man sein Lieblingscurry entdeckt hat. Ich muss sagen, dass ich mit der Mischung des Dubaier Gewürz-Souk, die ich zu einem geschmackvollen Süßkartoffel-Curry mit Brokkoli verarbeitet habe, schon sehr zufrieden war! Vielleicht kann Dir dieses Rezept ja auch zur Entdeckung "Deines" Currys verhelfen!

 
Shopping-Liste: 300g Süßkartoffeln, 150g Brokkoli, 1 Schalotte, 1 daumengroßes Stück Ingwer, 1-2 EL Ghee (alternativ Butter oder Öl), 400-500ml Kokosmilch, 3-4 EL Curry-Pulver (hier sollte man einfach nach dem Geschmack gehen), 1/2 TL Kurkuma, 1/2 TL Cumin, 1 EL Fischsauce (alternativ Sojassauce), 1-2 Messerspitzen Chilipulver (auch hier sollte man nach dem Geschmack gehen, wer es gerne schärfer mag, der kann durchaus die Menge erhöhen), 1 EL Sesam, etwas Koriandergrün
To Do´s: Zur Vorbereitung die Süßkartoffeln gründlich schälen und würfeln. Den Brokkoli in seine Röschen zerkleinern.
Die Schalotte fein würfeln und den Ingwer fein hacken. Ghee in einer Pfanne erhitzen (Achtung, Ghee schmilzt sehr schnell!) und Kurkuma sowie Cumin darin auflösen. Schalotte und Ingwer hinzugeben und kurz anschwitzen lassen. Die Süßkartoffeln ebenfalls hinzugeben und für ca. 2 Minuten anschwitzen. Das Gemisch mit ca. 400ml Kokosmilch ablöschen und das Currypulver unterrühren (hier zunächst nicht das gesamte Pulver unterrühren, sondern besser zu einem späteren Zeitpunkt nachwürzen). Dann mit einem Deckel zudecken und bei mittlerer Hitze ca. 5 Minuten köcheln lassen.
Im nächsten Schritt, die Brokkoli-Röschen hinzugeben und für weitere 5 bis 10 Minuten zugedeckt und unter gelegentlichem Verrühren weiter köcheln lassen (der Brokkoli sollte noch bissfest sein). Zum Schluss je nach Bedarf die restliche Kokosmilch hinzugeben, mit der Fischsauce und dem Chilipulver abschmecken und ggf. noch etwas Currypulver hinzugeben. Mit Koriandergrün und Sesam (vorher rösten) garniert servieren. Als Beilage passt hier insbesondere Reis!

Montag, 8. August 2011

Proviant Smoothies - Bio made in Berlin

Eine Neueheit ist der Smoothie an sich mittlerweile nicht mehr, ist er doch schon ein fester Bestandteil der deutschen Kühlregale geworden. Die umfangreiche Auswahl von unzähligen Anbietern ist mittlerweile sogar schon so groß, dass einem die Entscheidung schwer fällt, ob es nun der Erdbeere & Banane-Smoothie von Innocent oder lieber die Bananen-Erdbeer-Variante von Chiquita werden soll.

Da kommt mir der überschaubarere Bio-Smoothie-Markt gerade recht. Hier sehe ich auf einen Blick, was es zur Auswahl gibt und die fällt bei mir meist auf die schmackhaften Smoothies von Proviant! Hierbei hat mich natürlich nicht nur das hübsche Retro-Design der Flasche überzeugt, sondern vielmehr die ausgefallenen und noch wenig bekannten Zutaten wie Macawurzel oder Weizengras.

Weizengras war mir persönlich schon bekannt, da ich "a shot of wheatgrass" bei meinem letzten USA-Besuch fast täglich zu mir genommen habe. Denn die Amerikaner schwören schon seit geraumer Zeit auf die gesunde und belebende Wirkung des jungen Weizens, das so viele Nährstoffe, Vitamine, Eiweiße, Enzyme, Mineralstoffe und Chlorophyl bietet, wie kaum eine andere Pflanze. Umso erstaunter war ich damals, dass ich in Deutschland noch nie davon gehört hatte! Und umso positiver überrascht war ich, als ich auf der Zutatenliste des Proviant "Grashüpfer"-Smoothies Weizengras entdeckt habe! Das hat mich dann gleich so sehr überzeugt, dass ich nun bekennender Proviant-Addict bin.

Neben Weizengras bietet der "Grashüpfer" natürlich noch weitere vitaminreiche Zutaten, wie Kiwi und Limette. Aber auch die anderen Proviant-Smoothies sind nicht zu verachten! Wer am Nachmittag am Schreibtisch schläfrig wird, der sollte beispielsweise zum "Bio Treibstoff" greifen, der einen mit Guarana, Grapefruit, Karotte und Orangen wieder munter macht. Oder sind die Füße einmal kalt? Dann wärmt das "Kraftpaket" mit Macapflanze, Zitrone, Orange und Ingwer von innen. Oder doch lieber Erdbeere-Banane? Auch das bietet Proviant - genauso wie die anderen Klassiker Pfirsich-Maracuja oder Mango-Maracuja natürlich in Bio-Qualität!

Zuguterletzt möchte ich noch hervorheben, dass die leckeren Smoothies alle made in Germany sind, oder besser gesagt: made in Berlin! Das Gründerteam von Proviant hat seine Kreationen nämlich zunächst auf Berliner Straßenfesten verkauft, bis die Nachfrage so groß wurde, dass aus dem Hobby die Berufung wurde und Proviant seine Geburtsstunde hatte. Nun "waschen, schälen, schneiden, pressen und pürieren" Paul, Jan und Tom täglich frisches Bio-Obst in einer kleinen Manufaktur in Berlin-Kreuzberg!

Mehr zum Gründerteam und natürlich den Online-Shop (Lieferung in ganz Deutschland möglich) findet Ihr hier: http://www.echtesmoothies.de/

Freitag, 5. August 2011

Glutenfrei backen

Die Beschriftung "glutenfrei" liest man heutzutage auf vielen Lebensmitteletiketten. Teilweise haben Supermärkte glutenfreien Produkten sogar ganze Regale gewidmet! Und auch die Auswahl an Mehlsorten, die kein Gluten enthalten, wird immer breiter. Man kann also sagen, dass der glutenfreien Ernährung immer mehr Aufmerksamkeit zuteil wird und die Lebensmittelindustrie auf die steigende Anzahl der unter Zöliakie oder Glutenintoleranz leidenden Personen reagiert.

Bis vor ein paar Jahren glaubte man noch, dass nur einer von 1.000 Menschen unter Glutenintoleranz leidet. Mittlerweile hat man jedoch herausgefunden, dass der Wert tatsächlich bei 1:200 liegt. Damit scheint jedoch auch nur die Spitze des Eisbergs abgedeckt zu sein, denn nur ein bis zwei von 10 Betroffenen, leiden unter den typischen Symptomen. Die restlichen 8 bis 9 haben untypische Symptome und führen diese meist nicht auf eine Glutenintoleranz zurück.

Da das Thema einer glutenfreier Ernährung meiner Meinung nach auch in Zukunft immer mehr Aufmerksamkeit erlangen wird, habe ich unter meinen Labels in der linken Menüspalte nun neben "glutenfrei" auch noch ein "glutenfrei backen" hinzugefügt.

Während man unter "glutenfrei" alle glutenfreien Rezepte, wie Risotto, Suppen, Salate, Kuchen, Kekse, etc., findet, sind unter "glutenfrei backen" tatsächlich nur jene Rezepte zu finden, die sich mit dem Thema Backen beschäftigen und in denen ich alternative glutenfreie Mehlsorten, wie Mais-, Buchweizen-, Teff-, Reis- oder gar kein Mehl, verwendet habe. Hinzu kommt, dass diese Backrezepte auch meist laktosefrei sind!

Übrigens, glutenfrei/laktosefrei backen heißt nicht, dass es weniger gut schmeckt, wie die vielen positiven Rückmeldungen meiner Rezeptverköstigungen gezeigt haben!

Und noch einmal übrigens, die Auswahl an glutenfreien Produkten ist in Bio-Läden und -Supermärkten besonders groß!

Viel Spaß beim nachbacken!

Weitere Informationen zum Thema Zöliakie/Glutenintoleranz gibt's unter folgendem Link: http://www.dzg-online.de/

Mittwoch, 3. August 2011

Teffmehl - Ein äthiopischer Schatz wird entdeckt

Seit über 5000 Jahren wird in Äthiopien die kleinste Getreidesorte der Welt angebaut! Und doch hat sie bisher in Europa nicht viel Aufmerksamkeit geerntet... Dabei ist die Zwerghirse - wie Teff auch genannt wird - eine wundervolle Ergänzung zu anderen Getreidesorten und bietet gerade Zöliakie-betroffenen und glutenintoleranten Menschen eine geschmackvolle und 100% glutenfreie Alternative. Hinzu kommt, dass Teff sehr viel widerstandsfähiger ist als andere Getreidesorte und sowohl auf trockenem als auch auf nassem Boden wächst und gedeiht!

Was die Äthiopier also schon seit Jahren als eines ihrer Grundnahrungsmittel zu Brot und Brei verarbeiten, findet nun auch in Europa immer mehr Aufmerksamkeit und Interesse. Denn seine weitreichenden Inhaltsstoffe wie Eisen, Kalzium, Kalium, Zink, Magnesium, Fasern und Glukose sind sowohl für Athleten und Diabetiker als auch für Vegetarier und Veganer von Vorteil!

Teff darf bei uns nur als Mehl importiert werden. Das ist jedoch nicht weiter schlimm, denn in genau dieser Form soll es ja auch zu leckerem Gebäck und Kuchen verarbeitet werden - beziehungsweise, um ein bisschen genauer zu werden, zu einem sommerlichen Johannisbeer-Tarte.

Shopping-Liste...
...für den Boden: 100g Teffmehl, 40g Maismehl, 40g Buchweizenmehl, 100g Butter (Zimmertemperatur), 50g Rohrohrzucker, 1 Ei, 1 TL Agar Agar, 1 Prise Salz
...für den Belag: 250g Johannisbeeren, 100g gemahlene Erdmandeln, 100g Butter (Zimmertemperatur), 80g Rohrohrzucker, 1 Ei und 1 Tarte- oder Springform mit 25 cm Durchmesser

To Do´s: Die Zutaten für den Tarteboden gründlich zu einem Teig verkneten und ca. 1 Stunde im Kühlschrank kalt stellen.

Den Backofen auf 160°C vorheizen. Den Teig auf etwas (glutenfreiem) Mehl zu ca. 27 bis 30 cm Durchmesser ausrollen. Die Form gründlich fetten und mit etwas (glutenfreiem) Paniermehl bestreuen (nicht unbedingt nötig bzw. gemahlene Mandeln als Alternative nutzen). Die Form vorsichtig mit dem Teig auskleiden, ungleichmäßig überstehende Teigreste abschneiden und den Teig mehrmals mit einer Gabel einstechen. Am besten den Teig mit Hülsenfrüchten beschweren, um das Blindbacken des Bodens zu verhindern. Für 20 Minuten auf der untersten Stufe des Backofens backen.

In der Zwischenzeit die Johannisbeeren vorsichtig vom Stiel entfernen und mit Wasser abwaschen. Butter und Zucker für mehrere Minuten schaumig schlagen. Das Ei hinzugeben und für weitere 1-2 Minuten schaumig schlagen. Danach die Erdmandeln unterheben.

Den Tarteboden aus dem Ofen nehmen, Hülsenfrüchte entfernen und den Belag darauf streichen. Zum Schluss die einzelnen Johannisbeeren gleichmäßig auf dem Belag verteilen.

Den Tarte für weitere 20 bis 25 Minuten bei 160°C und auf der mittleren Stufe des Backofens backen.

Hier gibt`s Bio-Teffmehl zu kaufen: http://www.teff-brot-shop.de/product_info.php?info=p159_Bio-Teffmehl-hell---glutenfrei---von-Bauckhof.html

Dienstag, 2. August 2011

Seasonal Trends: Der Saisonkalender für August

Beerenkräfte verleiht der August! Denn die Beerenparade aus Blaubeeren, Brombeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren und Himbeeren - die schon im Juli für wichtige Vitamine und Mineralien gesorgt hat - steht auch im sommerlichen August wieder auf der Saisonbühne.

Ebenso steht Steinobst weiterhin im Trend, sodass Aprikose, Pfirsich, Pflaume, Miarbelle und Zwetschge getrost zu köstlichen saisonalen Kuchen und Tartes verarbeitet werden können! Oder wie wärs mit der Kernobstvariante in Form eines französischer Apfel- oder Birnentartes?

Auch saisonale Gemüsetartes passen herrlich zu einem lauen Sommerabend auf dem Balkon oder als Beilage zu Gegrilltem! Diese Sorten sind dafür besonders ideal: Aubergine, Zucchini, Champignon, Zwiebel, Paprika und Möhre. Dazu serviert man noch einen gemischten Salat aus Löwenzahn, Radicchio, Eichblattsalat, Lollo rosso, Bataviasalat, Radieschen, Rettich und Tomaten und schon hat man ein wunderbar leichtes Sommermenü!

Und wem das ganze noch nicht grün genug ist, dem bietet der August auch noch Bohnen, Erbsen, Brokkoli, Mangold, Spinat, Lauch, Kohlrabi oder Sellerie!

Samstag, 23. Juli 2011

Organic New York City I: Bio auf Rädern

Zwischen Wolkenkratzern und Bürokomplexen, zwischen 5er und 6er Avenue und direkt neben dem MoMa steht ein grüner Wagen. Hieraus werden Suppen, Fajitas, Salate aber auch frisch gepresster Orangensaft serviert.

Street Food, das ist in New York Gang und Gebe! Dabei handelt es sich längst nicht mehr nur um die Ursprungsform des klassischen Hotdog-Standes. Vielmehr sieht man an sämtlichen Häuserecken und neben unzähligen U-Bahn-Stationen so genannte Food Carts oder Trucks, die die vorbeilaufenden Fußgänger mit allerlei Köstlichkeiten verführen. Von Eiscreme über Cup Cakes, Sushi und chinesische Dumplings, erhält man sogar echte Berliner Currywurst auf Rädern.

Schon mit Street Food allein ist New York wieder einmal ein Vorreiter, was die neuesten Food-Trends angeht. Doch damit nicht genug! Denn der grüne Food Cart neben dem MoMa ist nicht ohne Grund grün. Linseneintopf, Hummus, Frühstücks-Omelette, Salat & Co. sind allesamt aus zertifizierter 100%-Bio-Qualität! Dass die Gerichte anhand von Sonnenenergie warm gehalten und die Verpackungen biologisch abbaubar sind, ist dabei natürlich eine Selbstverständlichkeit.

Also, nach dem MoMa-Besuch ab zum Organic Food Cart und einen Bio-Gemüse-Fajita auf Quinoa bestellen. Wer die dann nicht im Stillen genießen möchte, kann den netten Verkäufer nach seiner Vergangenheit als Jazzclubbesitzer in Berlin befragen!

Organic Carts NYC, 11 West 53 Street (in front of MoMa Museum), New York, Montag bis Freitag 07:00 bis 16:00 Uhr, www.organiccarts.com

Sonntag, 17. Juli 2011

Eieiei - Kleine Eierspeisenkunde


Ob Omelette, Tortilla oder Frittata, die Zutaten sind die gleichen. Und trotzdem liegen zwischen diesen Eierspeisen aus Frankreich, Spanien und Italien einige Unterschiede!

Zunächst nach Frankreich: hier werden für das Omelette die Eier locker verquirlt, in eine heiße, gefettete Pfanne gegeben und dann ohne sie zu wenden zu Ende gegart. Dabei entsteht eine Art Pfannkuchen. Und so wird auch das Omelette meist wie ein Pfannkuchen mit allen möglichen Zutaten gefüllt, um dann gefaltet oder gerollt serviert zu werden.

Die Tortilla Espanola kann als eines der spanischen Nationalgerichte gesehen werden und wird neben Eiern, aus Kartoffeln und Zwiebeln zubereitet. Dabei gleicht sie eher einer Art Kuchen im Vergleich zum hauchzarten Omelette. Aufgrund dieses Unterschieds wird sie entweder im Backofen zum Stocken gebracht oder aber in der Pfanne gewendet.

Auch die Frittata muss in der Pfanne gewendet werden und wird wie die Tortilla als "Kuchenstück" serviert. Hier werden die Zutaten, wie Gemüse, Käse, Fisch, Fleisch oder sogar Pasta gemeinsam mit den Eiern verquirlt und in die Pfanne gegeben. Die Masse lässt man dann bei mittlerer Hitze stocken, bevor sie zum Schluss ein Mal gewendet wird.

Ich habe mich an dieser Stelle für die Frittata entschieden, um sie gemeinsam mit Zucchini, getrockneten Tomaten und würzigem Feta in ein leichtes Sommergericht zu verwandeln, das herrlich zum Aperitivo bei Sonnenuntergang oder als Beilage zu Gegrilltem unter freiem Himmel passt.

Shopping-Liste für die Zucchini-Frittata mit getrockneten Tomaten und Feta: 5 Eier, 1/2 Zucchini (oder 1 kleine Zucchini), 6-8 getrocknete Tomaten (je nach Größe), 80g Feta, 1 handvoll Basilikumblätter, etwas Salz und Pfeffer, 20g Butter

To Do`s: Die Zucchini in feine Scheiben schneiden und diese halbieren. Die Tomaten in kleine Stücke schneiden, den Feta würfeln und die Basilikumblätter klein zupfen.

Die Eier verquirlen und die zerkleinerten Zutaten unterrühren. Salzen und pfeffern.

Die Butter in einer antihaft Pfanne schmelzen. Die Eiermischung zugießen, mit einem Deckel zudecken und bei mittlerer Hitze 10 bis 12 Minuten stocken lassen. Wenn die Masse fest ist, vorsichtig wenden und zugedeckt noch einmal für ca. 5 Minuten anbraten.

Zum Servieren die Frittata wieder auf die andere Seite wenden, da diese optisch schöner aussieht, und entweder als Kuchenstück oder als Würfel zum Aperitivo servieren.

Montag, 4. Juli 2011

Seasonal Trends: Der Saisonkalender für Juli

Im Juli steigt das Angebot an saisonalem Obst auf seinen Hoehepunkt! Waehrend die Temperaturen ebenfalls ihren Hoehepunkt erreichen, bieten Pfirsich, Aprikose oder Himbeere die perfekte Erfrischung an einem heissen Sommertag. Dabei sind Beere und Steinobst viel mehr als eine Erfrischung - sie sind richtige Energy Booster!

Waehrend die Erdbeere eine richtige Vitamin-C-Bombe ist, bietet die Blaubeere neben Vitamin C auch noch Vitamin E. Der Pfirsich gilt ebenfalls als Vitamin E-Quelle! Und Ladies, trinkt Kir Royal! Denn Cassis (Johanissbeere) hat den hoechsten Vitamin C- und Pektin-Gehalt unter den Beeren! Mineralstoffe bringt die Aprikose (insbesondere Kalium und Eisen), die Kirsche (Kalzium, Eisen, Kalium) sowie Himbeere und Brombeere (Magnesium, Kalzium und Kalium plus B-Vitamine und Vitamin E). Zu guter letzt decken Pflaume und Mirabelle wichtige Spurenelemente wie Zink und Kupfer ab.

Aber die Gemuesewelt ist im Juli natuerlich auch nicht zu verachten! Zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe werden im Juli ueber folgende Gemuesesorten abgedeckt: Blumenkohl, Brokkoli, Eichblattsalat, Endiviensalat, Bohnen, Erbsen, Fenchel, Fruehlingszwiebeln, Lauch, Kohlrabi, Mangold, Zucchini, Tomate, Rettich, Radieschen.

Sonntag, 26. Juni 2011

Kleine Wunder

Zu dem Kirschbaum im Garten meiner Eltern hatte ich schon immer eine ganz besondere Zuneigung. Klar, denn seit meiner Kindheit habe ich jedes Jahr die Entwicklung von Blüte zu Frucht mit großen, neugierigen Augen beobachtet und jede einzelne Kirsche als ein kleines Wunder betrachtet.

Das Bild eines Wunders ist bei der heutigen Masse an Obst und Gemüse in den Supermärkten leider kaum noch sichtbar. Die einzelne Frucht ist nicht mehr ein Wunder der Entwicklung, sondern vielmehr eine Selbstverständlichkeit. Dass aufgrund der Masse allerdings auch Geschmack und Qualität leiden müssen, ist vielen nicht bewusst. Oder kehrt dieses Bewusstsein doch langsam in die Käufer zurück? Macht Dioxin und EHEC den Verbraucher langsam wieder darauf aufmerksam, dass die Herkunft der Lebensmittel zählt?

Ich kann es nur hoffen, denn der Genuss der ersten reifen Kirsche aus dem eigenen Garten und deren Aroma, das auf der Zunge zergeht, ist einfach einmalig. Kann er übertroffen werden? Vielleicht... Wenn man die roten Früchte mit einer extra Portion Liebe zu einem Kirsch-Mandel-Kuchen verarbeitet (am besten natürlich mit eigens geernteten Kirschen).

Shopping-Liste...
... für den Teig: 100g kalte Butter, 50g gemahlene Mandeln, 50g Maismehl, 50g Weizenvollkornmehl, 1/2 TL Backpulver, 40g Ursüße (Sucanat), 1 Eiweiß, 1/2 Vanilleschote

...für den Belag: 400g Kirschen, 1 Eigelb, 70g Ursüße (Sucanat), 100g gehobelte Mandeln (=Mandelstiftchen), 3 EL Sojasahne, 15g Speisestärke (z.B. Maisstärke), 1/2 Vanilleschote

Außerdem: 1 Springform, etwas Butter für die Form, etwas Semmelbrösel bzw. glutenfreies/laktosefreies Paniermehl, einen Kirschentkerner

To Do´s: Die Kirschen waschen und entkernen. Dies sollte sehr sorgfältig getan werden, da der ein oder andere Kern gerne mal in der Kirsche stecken bleibt.

Für den Teig, alle oben genannten Zutaten sorgfältig miteinander verkneten. Dann den Teig für ca. 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Backofen auf 180°C vorheizen. Die Springform mit etwas Butter fetten, den Teig darin gleichmäßig auslegen und mit einer Gabel ein paar Mal einstechen. Ein wenig Semmelbrösel bzw. Paniermehl darauf verteilen. Die Kirschen ebenfalls gleichmäßig darauf verteilen.

Für den Belag, die oben genannten Zutaten schaumig rühren und über die Kirschen verteilen. Den Kuchen für ca. 35 bis 40 Minuten backen, bis er goldbraun gebacken ist und die Ränder etwas dunkler sind.

Donnerstag, 9. Juni 2011

Spargelzeit à la Italiana

Während der Spargelzeit, kann man eigentlich gar nicht oft genug Spargel essen! Schließlich muss man für die neun bis zehn spargelfreien Monate mitessen. Aber immer nur Spargel mit Kartoffeln, zerlassener Butter oder Sauce Hollandaise kann auf die Dauer langweilig werden. Daher sollte man sich ab und zu ein ein bisschen was einfallen lassen, damit die Spargelzeit nicht zur eintönigen Zeit wird!

Spargelsalat ist natürlich eine Idee oder zum Beispiel Spargelquiche. Spargelpizza, Spargelravioli, Spargelauflauf, Spargelcremesuppe, Spargel.... Eigentlich kann man alles mit Spargel machen! Da ich nun eine ganz persönliche Schwäche für Risotto habe, gibt es bei mir zur Spargelzeit Spargelrisotto! Mit getrockneten Tomaten und gerösteten Pinienkernen fühlt man sich dabei mit jeder Gabel ein bisschen wie in Italien.

Shopping-Liste (für 2 Personen): 200g Risottoreis, 6 Stangen weißen Spargel, 50g getrocknete Tomaten, 1 Zwiebel, 1 Handvoll Pinienkerne, 1 Handvoll glatte Petersilie, Weißwein, 1/4 l Gemüsebrühe, 1/4 l Spargelwasser, 2 EL Parmesan, Weißwein, Öl, Zucker, Salz und Pfeffer

To Do´s: Zunächst den Spargel schälen und in ca. 3cm große Stücke schneiden. Zusammen mit ein wenig Spargelschale und einer Prise Zucker in einen Topf mit kochendem Wasser geben und für 5 Minuten kochen. Dann den Herd abschalten und ca. 10 Minuten auf der Herdplatte ruhen lassen bis er weich ist. Das Spargelwasser in einen Topf gießen, sodass es für die Zubereitung des Risottos genutzt werden kann. Die Spargelstücke beiseite legen.

Die Zwiebel in Würfel schneiden. 2 EL Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebelwürfel darin andünsten bis sie glasig sind. Den gewaschenen Reis (einfach in einen Sieb geben und mit kalten Wasser abspülen) zu den Zwiebeln geben und ebenfalls glasig andünsten. Dann mit einem ordentlichen Schuss Weißwein ablöschen, sodass der gesamte Reis mit Wein bedeckt ist. Deckel drauf und den Wein bei mittlerer Hitze einziehen lassen. Dann nach und nach die Gemüsebrühe sowie das Spargelwasser hinzugeben und die Flüssigkeit immer wieder einziehen lassen (mit dem Deckel abdecken). Dieses Prozedere durchführen bis der Reis weich, aber noch bissfest ist (dauert ca. 20 Minuten).

Nebenbei die getrockneten Tomaten klein schneiden, die Petersilie fein hacken sowie den Parmesan reiben. Außerdem die Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne ohne Fett anrösten.

Kurz bevor der Reis die gewünschte Konsistenz erlangt hat (nach ca. 15 Minuten), die Tomaten, den Spargel, die Petersilie sowie den Parmesan untermengen. Vor dem Servieren noch einen guten Schuss Wein dazugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken, umrühren und auf einen Teller mit den Pinienkernen garnieren.

Sonntag, 5. Juni 2011

Seasonal Trends: Der Saisonkalender für Juni

Nachdem der Mai in erster Linie mit neuen Gemüsesorten gepunktet hat und an Obst noch wenig hervorgebracht hat, herrscht im Juni ein regelrechter Konkurrenzkampf zwischen den neusten Sommerfrüchten! Wollen Sie doch alle ihre frisch erworbene Farbenpracht präsentieren und den Käufer damit verführen!

Auch die letzte Erdbeere sollte sich im Juni in ihr sattes Rot gehüllt haben, um dem konkurrierendem Kirschrot gewachsen zu sein. Doch auch die Himbeere kommt pünktlich zum Sommerbeginn auf den Markt und steht ihren beiden Nebenbuhlerinnen farblich in nichts nach. Auf Abwechslung setzt dafür die Aprikose, die lieber mit einem dezenterem Apricot überzeugt. Der Rhababer steht dabei weiterhin außer Konkurrenz, ist es doch immer noch nicht 100%ig klar, ob er sich nun lieber zur Obst- oder zur Gemüsewelt zählen lässt. Während die Stachelbeere vielleicht sogar ihre Stachel ausfährt um sich gegen Kirsche & Co. im Juni durchzusetzen.

Bei den Gemüsesorten geht es dabei nicht ganz so heiß her, tut sich hier im Vergleich zum Mai doch eher wenig. Weiterhin Dauerbrenner ist dabei natuerlich der Spargel. Blumenkohl, Brokkoli, Bohnen sowie Spinat und Radieschen bereichern die Marktstände wie im Mai so auch im Juni. Neu auf dem Markt sind zum Beispiel Artischocken, Erbsen, Fenchel, Tomaten sowie Gurken.

Sommerzeit heißt Salatzeit! Von daher bietet auch der Juni ein breit gefächertes Angeboten an frischen Salatsorten, wie zum Beispiel Lollo Rosso, Löwenzahn, Endiviensalat und Eichblattsalat. Wobei in diesem Jahr natürlich fraglich ist, ob Salat, Gurke & Co. auf ihrer bisher ungebrochenen Beliebtheit aufbauen können...

Mittwoch, 11. Mai 2011

Spargelzeit!

Entweder man mag ihn oder man mag ihn nicht. Zugegeben, ich habe weißen Spargel früher überhaupt nicht leiden können und meine Mutter musste zur Spargelzeit andauernd eine "Extrawurst" für mich kochen. Jetzt allerdings liebe ich weißen Spargel umso mehr und freue mich ebenso wie alle anderen Liebhaber dieser weißen Stangen, wenn im Mai endlich die Erntezeit losgeht!

Bei grünem Spargel war das was anderes - diesen mochte ich auch schon als kleines Kind. Ich weiß nicht ob es an der Farbe liegt, die durch Sonnenlicht gebildetes Chlorophyll entsteht, da grüner Spargel über der Erde wächst. Vielleicht aber auch daran, dass man ihn vielseitiger verwenden kann. Und das habe ich an dieser Stelle auch getan: mit einem grünen Spargel-Chicorée-Salat mit marinierten Erdbeeren und einer Honig-Senf-Joghurt-Vinaigrette.

Shopping-Liste (für 3-4 Vorspeiseportionen): 300g grüner Spargel, 2 Chicorée Knollen, 200g Erdbeeren, 1/2 TL Crema di Balsamico

Und für die Vinaigrette: 2 EL Balsamico Bianco, 1 EL Soja Joghurt, 1 TL Orangensenf (oder mittelscharfen Senf), 1 TL flüssigen Honig, Salz, Pfeffer, 4 EL Olivenöl

To Do`s: Für die Vinaigrette, zunächst Balsamico, Joghurt, Senf, Honig, Salz und Pfeffer gründlich vermengen. Dann das Olivenöl ebenfalls gründlich untermengen.

Die Erdbeeren waschen, in kleine Stücke schneiden und mit der Crema di Balsamico vermengen. Die Erdbeeren während der restlichen Zubereitungszeit einfach ziehen lassen.

Die harten Enden vom Spargel entfernen und in ca. 3cm große Stücke schneiden. Wasser in einem Topf zum Kochen bringen, salzen und die Spargelstücke darin bei mittlerer Hitze ca. 5 bis 7 Minuten köcheln lassen. Probeweise einfach mit einer Gabel in die Spargelstücke pieksen, um zu sehen ob sie weich ist. Dann den Spargel herausnehmen und ein wenig abkühlen lassen.

Zuletzt die harten Enden der Chicorée-Knollen entfernen, die Blätter abzupfen und der Breite nach dritteln. Dann waschen und direkt mit dem Spargel, den Erdbeeren und der Vinaigrette vermischen. Fertig!

Donnerstag, 5. Mai 2011

Seasonal Trends: Der Saisonkalender für Mai

Mai, Maikäfer, Maibowle, Maibaum, Maiglöckchen, Maifeiertag, Mai Tai... Der Mai hat auf jeden Fall einiges zu bieten! Auch kulinarisch gesehen, denn im Mai beginnen einige Obst- und Gemüsesorten ihre Saison.

Nicht zu übersehen sind im Mai eindeutig die Unmengen an Spargelständen, die nach der knapp neun-monatigen Spargelpause aus dem Boden poppen, wie Krokusse nach einem langen Winter. Und mit der Spargelzeit beginnt natürlich auch die Erdbeerzeit! Erdbeeren lassen sich wiederrum gemeinsam mit Rhababer, der im Mai ebenfalls Saison hat, zu einem köstlichen Erdbeer-Rhababer-Kompott kombinieren.

Wie wär es ansonsten mit einem Blumenkohl- oder Brokkoligratin? Zu schwer? Dann wäre einer der zahlreichen Salatsorten, die der Mai mitbringt, eher zu empfehlen: Babyblattspinat (sowie Spinat im Allgemeinen), Rucola, Lollo Rosso oder Endiviensalat. Dazu ein paar Radieschen und grüne Bohnen und schon hat man ein locker, leicht, erfrischendes Gericht für den Wonnemonat Mai!

Samstag, 16. April 2011

Zu Ostern darf auch mal gesündigt werden

Sie sind klein, sie sind bunt, sie sind rund und sie sind uuuunglaublich köstlich. Sie schmecken nach Zitrone, nach Vanille, nach Pistazie, nach Schokolade, nach Orange und sogar nach Rose. Es gibt sie in grün, in rot, in gelb, in pink, in lila, in braun oder auch türkis: LES MACARONS

Ich möchte behaupten, dass man Paris mit mindestens einer Schachtel Macarons verlässt -ganz egal ob sie nun von Ladurée oder Pierre Hermé ist. Um ein Mitbringsel für Freund oder Freundin muss es sich dabei gar nicht unbedingt handeln. Denn wenn man die Schachtel Macarons zurück zu Hause in den Händen hält, einen Spalt öffnet und das verführerische Duftpotpourri vernimmt, kann man durchaus egoistische Züge entwickeln. Ein schlechtes Gewissen braucht man fast nicht zu haben, denn jedem Anderen würde es genauso ergehen. Falls man sich nach dem Verzehr, der frisch mitgebrachten Macarons nun doch schuldig fühlt, dann können die kleinen Amuse-Bouche auch einfach nachgebacken werden: zum Beispiel mit meinem Zitronen-Kurkuma-Macarons-Rezept.

Ich gebe zu, Macarons gelten nicht unbedingt zur Gruppe der gesunden Lebensmittel, aber gerade nach der langen Durststrecke der Fastenzeit kann man sich so einen Leckerbissen ruhig mal gönnen. Ausserdem passen sie einfach hervorragend zu den bunten Eiern in das Osternest. Einzig auf die Farbenpracht der Pariser Vorbilder müssen die Macarons im Bio-Format verzichten, denn Lebensmittelfarben erreichen die biologischen Standards nicht.

Shopping-Liste (für 20-25 Stück):
Für die Baiser-Stücke: 120g gemahlene Mandeln, 2 Eiweiss, 150g Puderzucker, 1 Prise Salz, 1 TL Kurkuma (erzeugt einen Hauch von Gelb), Einweg Spritzbeutel
Für die Füllung: 100g Butter, 80g Puderzucker, 1 Zitrone

To Do`s: Eiweiss und Salz mit dem Rührgerät anschlagen. Den zuvor durch einen Sieb passierten Puderzucker nach und nach hinzugeben und sehr steif schlagen. Die Mandeln und Kurkuma mit einem Schneebesen oder Löffel unterheben und gut vermengen.

Die Baiser-Mischung in einen Spritzbeutel geben. Backpapier auf ein Backblech geben und gleich grosse Baiser-Tupfen darauf spritzen (ca. 40-50 Stück). Dann für ca. 30 Minuten ruhen lassen.

In der Zwischenzeit den Backofen auf 150°C vorheizen und die Füllung vorbereiten. Dazu die Schale der Zitrone vorsichtig abreiben und den Saft auspressen. Die Butter (auf Zimmertemperatur) mit dem Puderzucker und der Zitronenschale mit einem Rührgerät schaumig schlagen. 4 EL des ausgepressten Zitronensaftes untermengen.

Das Backblech mit den Baiser-Tupfen nun für ca. 12 bis 15 Minuten backen (siehe Bild). Danach abkühlen lassen und dann vorsichtig vom Backpapier nehmen. Mit einem Messer die Füllung vorsichtig auf die Unterseite eines Baiser-Tupfen streichen und einen weiteren Baiser-Tupfen darauf pressen - dabei bitte ebenfalls sehr vorsichtig sein!

Die Macarons vor dem Servieren im Kühlschrank kalt stellen und dann im Osternest zum Osterbrunch servieren. Frohe Ostern!

Samstag, 9. April 2011

Obst sein, oder nicht sein?

"Ist Rhababer ein Obst oder ein Gemüse?", fragte ich den Verkäufer am Marktstand bei mir um die Ecke, als ich gerade die Zutaten für einen Rhababerkuchen einkaufte. Nach kurzem Zögern entschied er, dass Rhababer ein Obst sei. So richtig überzeugend kam seine Antwort allderings nicht und überhaupt, wie definiert sich eigentlich Obst und Gemüse?

"Ein Obst hat immer einen Kern, deswegen ist auch die Avocado ein Obst", bekam ich als Antwort als ich bei einer Afrikareise eine Avocado, genauso wie Orangen und Bananen, als Nachtisch gereicht bekam und mich darüber wunderte. Habe ich die Avocado doch bisher nur als "Gemüse" zu meinem Salat oder auch gerne pur mit Balsamico und Öl genossen....

Als ich diese Erklärung nach meiner Rückkher nach Deutschland genauso wieder gab, wurde erwiedert, was dann eine Erdbeere oder eine Banane sei. Und schon war ich wieder am Anfang der Frage, wie sich nun ein Obst von einem Gemüse differenziert. Etwas Recherche bringt die Aufklärung. Es muss allerdings zunächst unterstrichen werden, dass die Zuordnung zu Obst oder Gemüse tatsächlich nicht immer eindeutig ist!

Per Lebensmitteldefinition, stammt Obst grundsätzlich von mehrjährigen Pflanzen (z.B. einem Baum oder Strauch) und Gemüse von einjährigen Pflanzen ab. Von der botansichen Seite her gesehen, entsteht Obst aus einer befruchteten Blüte, während Gemüse aus anderen Pflanzenteilen besteht. Das würde bedeuten, dass Auberginen, Zucchinis und Kürbisse als Obst einzustufen sind. Allerdings macht sie Ihre Zugehörigkeit zu einjährigen Pflanzen sowie die fehlende Süße nun doch eher zu Fruchtgemüse. Wen das nun komplett verwirrt, dem kann ich versichern, dass zumindest der Rhababer, als Blattstil, eindeutig der Gemüsefamilie zugeordnet werden kann!

Aber da Rhababer nun trotzdem wie ein Obst verwendet wird, findet er auch in meinem sommerlichen (glutenfreien) Rhababerkuchen, auf glutenfreier und laktosefreier Basis, eine süße Verwendung.

Shopping-Liste:
Für den Kuchenboden: 150g Maismehl, 50 g Maisgries, 50g gemahlene Mandeln, 1TL Agar Agar (oder als Alternative zur glutenfreien Version, einfach 250g Mehl und 50g gemahlene Mandeln), 75g Rohrohrzucker, 125g Butter, 1 Ei, 1 Prise Salz, 1 Springform (ca. 25cm Durchmesser)

Für den Kuchenbelag: 500g Rhababer, 3 EL gemahlene Mandeln, 250ml Soja-Sahne, 125g Rohrohrzucker, 3 Eier, 1 Vanilleschote, 1TL frisch geriebener Ingwer

To Do`s: Die trockenen Zutaten für den Kuchenteig vermengen und auf eine Arbeitsfläche geben. Eine Mulde formen und das Ei hineingeben. Die Butter in kleine Flocken schneiden und darauf verteilen. Alles gründlich zu einem glatten Teig verkneten, in eine Frischhaltefolie packen und für ca. 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Backofen auf 175°C vorheizen und die Springform mit ausreichend Butter fetten. Den Teig ausrollen (ca. 30cm) durchmesser und die Springform damit auskleiden. Dabei sollte der Rand ca. 3cm hoch sein. Den Teigboden mit einer Gabel mehrmals einstechen (das ist sehr wichtig!!). Ca. 20 Minuten im Backofen backen. Der Teig sollte unbedingt beobachtet werden, da er in dieser Form ganz gerne blind backt (sich aufwölbt)! Dann einfach nochmal mit der Gabel nachstechen, sodass die Luft entschwinden kann.

In der Zwischenzeit den Rhababer gründlich waschen, ggf. von Fäden befreien und in ca. 2cm große Stücke schneiden. Die Sahne, Eier, Zucker, Mark der Vanilleschote sowie den geriebenen Ingwer mit einem Rührgerät verquirlen.

Den Kuchenboden aus dem Ofen holen, die gemahlenen Mandeln darauf verteilen und mit Rhababerstücke bedecken. Das Sahne-Gemisch darüber gießen und für ca. 30-35 Minuten backen, bis der Kuchen eine goldgelbe Farbe erreicht hat.

Freitag, 1. April 2011

Seasonal Trends: Der Saisonkalender für April

Den April beginne ich an dieser Stelle nicht mit einem Scherz, sondern lieber mit einem neuen monatlichen Eintrag: "Seasonal Trends"

An diser Stelle werde ich jeden Monat die aktuellen sainsonalen Trends der Obst- und Gemüsewelt zum Besten gegeben. Denn nach Saison kaufen bedeutet nicht nur frischere und somit vitaminreichere Produkte, sondern auch eine Schonung der Umwelt. Denn die saisonalen Lebensmittel kommen aus der Region, weswegen Transportwege geringer sind und somit die Umweltverschmuzung reduziert wird!

Also, welche Obst- und Gemüsesorten kann der April nach der langen Winterzeit aus ihren Verstecken locken?

Die Gemüsewelt besticht im April mit einer großen Farbenvielfalt: Spinat, Radieschen, Bärlauch (das kann man auch super selbst im Wald pflücken!), Kresse, Rettich, Möhren, Champignons, Blumenkohl, Kohlrabi, Chicorée, Ruccola und natürlich beginnt die Spargelzeit!

Beim Obst hält sich der April noch ein wenig zurück: Äpfel, Rhababer (ist zwar auch ein Gemüse, wird aber wie Obst verwendet) und schon die ein oder andere Erdbeere.

Sonntag, 20. März 2011

Winter ade!

Der letzte Wintertag ist gezählt, denn morgen ist Frühlingsanfang! Auch das Wetter scheint den Winter bereits hinter sich gelassen zu haben und verwöhnt uns mit strahlendem Sonnenschein und milden Temperaturen.

So unscheinbar und nebenbei möchte ich den Winter allerdings nicht gehen lassen. Und somit verabschiede ich die dunkle Jahreszeit mit einem letzten winterlichen Rezept: einer Schwarzwurzel-Petersilien-Cremesuppe.

Shopping-Liste: 300g Schwarzwurzeln, 1 Zwiebel, 1 Zitrone, 250ml Gemüsebrühe, 100ml Soja-Sahne, 100ml Sojamilch, 1/2 Bund glatte Petersielie, 1 handvoll klein gehackte Walnüsse, 1/2 EL Ghee (das ist Butterreinfett, alternativ kann auch Butter zur Hand genommen werden), 1 MS Muskatnuss, Salz und Pfeffer

To Do´s: In einer Schüssel Wasser (ca. 1/2l) mit dem Saft 1/2 Zitrone mischen. Die Schwarzwurzeln gründlich waschen, schälen und klein schneiden. Dann sofort in das Zitronenwasserbad legen, damit sie sich nicht verfärben.

Die Zwiebeln fein hacken. Ghee (oder Butter) in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln darin glasig dünsten. Die Schwarwurzeln (ohne das Zitronenwasser) hinzugeben und für ein paar Minuten ebenfalls andünsten. Dann mit der Gemüsebrühe ablöschen und für ca. 15 bis 20 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Schwarzwurzeln weich sind.

Den Topf vom Herd nehmen und mit einem Zauberstab pürrieren. Die Sojamilch und -sahne unterrühren und ggf. noch etwa Gemüsebrühe hinzufügen, bis die Suppe die gewünschte Konsistenz erhalten hat. Mit dem Saft der übrig gebliebenen Zitrone sowie Muskat, Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Schluss die fein gehackte Petersilie unterrühren. Mit Walnüssen servieren.

Übrigens, die Schwarzwurzel (auch als Winterspargel bekannt) hat einen sehr hohen Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen, wirkt entspannend und schlaffördernd, entgiftet die Leber und enthält Inulin, ein Zucker, der für Diabetiker besonders geeignet ist. Sie hat Saison von November bis Mitte April.