... Vorsätze, Erfahrungen, Vorhaben, Menschen, Situationen, Erkenntnisse ... Im Prinzip schreitet die Zeit einfach voran und dennoch geht man immer wieder mit neuem Elan, neuer Motivation und neuen Ideen in ein neues Jahr. Manchmal braucht man eben ein besonderes Ereignis - wie zum Beispiel den Jahreswechsel -, um Veränderungen anzustoßen. Warum auch nicht?
Auf diesem Blog heißt es natürlich auch: neues Jahr, neue Rezepte! Und vielleicht wird sich auch ansonsten das ein oder andere ändern. Denn mit einer Ausbildung zum Gesundheits-, Ernährungs- und Lebensberater, die ich in diesem Jahr beginne, werde ich hier sicherlich einige Erkenntnisse und Gelerntes einfließen lassen und mit Euch teilen. Ich freue mich sehr auf 2014 und wünsche Euch von Herzen alles Liebe und Gute für dieses Jahr! Genießt es mit allen (Geschmacks)Sinnen!
Einkaufsliste für Kürbisschnitzen mit Wintersalatpesto (ca. 4 Vorspeiseportionen): 1/2 kleiner Hokkaido-Kürbis, 75g Wintersalat wie z.B. Feldsalat, Portulak oder Postelein (ich habe Postelein verwendet), 50 g Ricotta, 10 g Pinienkerne, 5 g frisch geriebener Parmesan, 4 EL Olivenöl, 2 EL Hanfsamenöl (Alternativ: 2 weitere EL Olivenöl), etwas abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone, Mersalz und Pfeffer
Was gibt's zu tun? Den Kürbis entkernen und in dünne Schnitzen schneiden. Mit zwei Esslöffel Olivenöl und etwas Meersalz in eine feuerfeste Form geben und alles miteinander vermengen. In den vorgeheizten Backofen geben und bei 180°C für 15 bis 20 Minuten backen. Die Kürbisschnitzen dabei mehrmals hin und her schieben, damit sie gleichmäßig gebacken werden.
In der Zwischenzeit die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten und danach zum Abkühlen beiseite stellen. 25 g Postelein mit der Hälfte der Pinienkernen, Parmesan, 2 EL Olivenöl, 2 EL Hanfsamenöl, abgeriebenen Zitronenschale, etwas Salz und Pfeffer in einem Mixer oder mithilfe eines Pürierstabs zu einem Pesto mixen.
Die Kürbisschnitzen aus dem Ofen nehmen und leicht abkühlen lassen. Dann mit dem restlichen Postelein vermengen und beides auf Tellern anrichten. Das Pesto darüber träufeln (falls es nicht flüssig genug ist mit etwas mehr Öl verdünnen), die restlichen Pinienkerne und den grob zerkleinerten Ricotta darüber verteilen.
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Dienstag, 7. Januar 2014
Montag, 29. Juli 2013
Leichtigkeit durch leichtes Essen
Das leichte Kleid im Sommer. Die leichte Brise am Meer. Ein leichtes Leinentuch über dem Tisch, das sich sanft zur Brise bewegt. Darauf ein leichter Wein, ein leichtes Gericht.
Etwas Leichtes ist zugleich etwas Angenehmes, Einfaches, es hat etwas Befreiendes. Es ist das Gegenteil vom Belastbaren, von Schwere, von Druck. Und doch betitelt Milan Kundera seinen Roman mit der "unerträglichen Leichtigkeit des Seins". Aber wie kann etwas Leichtes unerträglich sein?
Vielleicht, weil es nicht so einfach ist, in den Zustand völliger Leichtigkeit zu gelangen. Vielleicht, weil man für die Leichtigkeit zunächst das Schwere loslassen muss - Ballast, Stress, Gedanken, Sorgen, Erinnerungen, die Vergangenheit. Aber das alles einfach ausblenden? So leicht scheint das mit der Leichtigkeit dann tatsächlich nicht zu sein ...
Nähern wir uns dem Thema vielleicht einmal von einer anderen Seite. Wenn ich mich schon nicht so einfach von meinen Gedanken und Sorgen oder dem mich umgebenden Stress befreien kann, kann ich zumindest dafür sorgen, dass kein weiterer Ballast hinzukommt. Dabei kann, wie ich finde, ein leichtes Gericht schon einmal ein Anfang sein! Etwas leicht verdauliches, etwas, das nicht so schwer im Magen liegt, wie ein frischer Salat, Fisch an gedünstetem Gemüse, ein Obstteller. Und am Ende fühlt man sich vielleicht tatsächlich etwas leichter, denn heißt es nicht so schön "Du bist, was Du isst"?
Leichtigkeit durch leichtes Essen? Schaden kann es auf jeden Fall nicht - gerade im Sommer, bei einer leichten Brise und zu einem Gläschen leichtem Wein.
Einkaufsliste für einen leichten Salat aus Babyspinat, Pfirsichen, Chèvre und Dinkelspirelli (Tipp: Ziegenmilchkäse und Dinkel sind jeweils leichter bekömmlich als ihre Pendants Kuhmilchkäse und Weizen): 125g Babyspinat, 2 Pfirsiche, 100g Chèvre, 200g Dinkelspirelli (oder eine glutenfreie Alternative), 2 TL Honig, 20g gehobelte Mandeln, 40 ml Olivenöl, 2 MS gemahlene Muskatnuss, Crema di Balsamico, Salz und Pfeffer
Was ist zu tun? Die Dinkelspirelli nach Packungsanleitung in Salzwasser al dente kochen. Die Pfirsiche achteln und mit etwas Olivenöl in eine ofenfeste Form legen. Den Honig über die Pfirsichscheiben träufeln und bei 180°C für 20 Minuten backen.
Die gehobelten Mandeln in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. Nebenbei 75 g Babyspinat, die 40 ml Olivenöl, 2 MS Muskatnuss, etwas Salz und Pfeffer mit dem Pürierstab zu einer glatten Masse vermengen.
Die abgekühlten Spirelli mit dem Spinatpesto vermengen. Dann die restlichen Babyspinatblätter und die Manedeln untermengen. Ggf. noch etwas Salz, Pfeffer und Olivenöl hinzufügen.
Den Spirelli-Spinat-Salat auf Tellern verteilen. Die Pfirsichscheiben und den grob zerbröselten Chèvre darüber geben und mit etwas Crema di Balsamico servieren.
Etwas Leichtes ist zugleich etwas Angenehmes, Einfaches, es hat etwas Befreiendes. Es ist das Gegenteil vom Belastbaren, von Schwere, von Druck. Und doch betitelt Milan Kundera seinen Roman mit der "unerträglichen Leichtigkeit des Seins". Aber wie kann etwas Leichtes unerträglich sein?
Vielleicht, weil es nicht so einfach ist, in den Zustand völliger Leichtigkeit zu gelangen. Vielleicht, weil man für die Leichtigkeit zunächst das Schwere loslassen muss - Ballast, Stress, Gedanken, Sorgen, Erinnerungen, die Vergangenheit. Aber das alles einfach ausblenden? So leicht scheint das mit der Leichtigkeit dann tatsächlich nicht zu sein ...
Nähern wir uns dem Thema vielleicht einmal von einer anderen Seite. Wenn ich mich schon nicht so einfach von meinen Gedanken und Sorgen oder dem mich umgebenden Stress befreien kann, kann ich zumindest dafür sorgen, dass kein weiterer Ballast hinzukommt. Dabei kann, wie ich finde, ein leichtes Gericht schon einmal ein Anfang sein! Etwas leicht verdauliches, etwas, das nicht so schwer im Magen liegt, wie ein frischer Salat, Fisch an gedünstetem Gemüse, ein Obstteller. Und am Ende fühlt man sich vielleicht tatsächlich etwas leichter, denn heißt es nicht so schön "Du bist, was Du isst"?
Leichtigkeit durch leichtes Essen? Schaden kann es auf jeden Fall nicht - gerade im Sommer, bei einer leichten Brise und zu einem Gläschen leichtem Wein.
Einkaufsliste für einen leichten Salat aus Babyspinat, Pfirsichen, Chèvre und Dinkelspirelli (Tipp: Ziegenmilchkäse und Dinkel sind jeweils leichter bekömmlich als ihre Pendants Kuhmilchkäse und Weizen): 125g Babyspinat, 2 Pfirsiche, 100g Chèvre, 200g Dinkelspirelli (oder eine glutenfreie Alternative), 2 TL Honig, 20g gehobelte Mandeln, 40 ml Olivenöl, 2 MS gemahlene Muskatnuss, Crema di Balsamico, Salz und Pfeffer
Was ist zu tun? Die Dinkelspirelli nach Packungsanleitung in Salzwasser al dente kochen. Die Pfirsiche achteln und mit etwas Olivenöl in eine ofenfeste Form legen. Den Honig über die Pfirsichscheiben träufeln und bei 180°C für 20 Minuten backen.
Die gehobelten Mandeln in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. Nebenbei 75 g Babyspinat, die 40 ml Olivenöl, 2 MS Muskatnuss, etwas Salz und Pfeffer mit dem Pürierstab zu einer glatten Masse vermengen.
Die abgekühlten Spirelli mit dem Spinatpesto vermengen. Dann die restlichen Babyspinatblätter und die Manedeln untermengen. Ggf. noch etwas Salz, Pfeffer und Olivenöl hinzufügen.
Den Spirelli-Spinat-Salat auf Tellern verteilen. Die Pfirsichscheiben und den grob zerbröselten Chèvre darüber geben und mit etwas Crema di Balsamico servieren.
Sonntag, 16. Juni 2013
Weniger is(s)t mehr: Pesto-Kreationen aus Niederbayern
Die Pesto-Kreationen von Margarete und Paul Stoiber aus Niederbayern enthalten weder Nüsse noch Käse, sondern nur feinste Kräuter aus eigenem Anbau, Gewürze und Olivenöl (natürlich alles aus kontrolliert biologischem Anbau). Sie schmecken daher intensiver, wodurch wiederum geringere Mengen vonnöten sind (was die nicht gerade günstigen Preise rechtfertigt). Außerdem sind sie dadurch länger haltbar - "aber nur wenn man die Beschreibung auf dem Glas genau befolgt:", so Paul Stoiber, den ich vergangene Woche persönlich kennen lernen durfte, "Nach dem Gebrauch die Oberfläche glatt streichen, Rand sauber halten, immer mit Olivenöl auffüllen und ganz wichtig: niemals im Kühlschrank lagern!". "Aber wie lange genau hält nun so ein Glas", wollte ich wissen. Die Antwort des frohsinnigen Mannes, der sich auch "Kräuterbauer" nennt, kam prompt und überzeugend: "Bis es leer ist!" Was soll man da noch erwidern?Nun, in einer Sache muss ich dem Niederbayern dann doch widersprechen: Ganz so lange kann so ein Gläschen nicht halten, denn den Pesto-Kreationen mit den ausgefallenen Namen, wie "Frühlingskuss" (mit Bärlauch aus Wildsammlung), "Schwarzes Gold" (mit Oliven), "Brennende Liebe" (mit Brennessel und Chili) oder "Sommerfrische" (mit Zitronenmelisse, Oregano, Thymian und Ysop), kann man kaum widerstehen. Ob zu Salat, Fisch, Fleisch, Gemüse oder Pasta, ob als Dip, Sauce, Aufstrich oder Marinade, sie passen und schmecken zu fast allem - das Minzpesto "After Huui" empfiehlt Paul Stoiber sogar mit Honig aufs Brot zu schmieren.
Ich habe mich zunächst für eine etwas weniger exotische Variante entschieden und das Pesto "Royal" (für Estragon-Liebhaber) als Dressing für einen Avocado-Radieschen-Salat mit Ziegenfrischkäse verwendet. 2 Teelöffel Pesto reichen dafür voll und ganz, denn: Weniger is(s)t hier mehr!
Einkaufsliste (ca. 4 Vorspeiseportionen): 1 Avocado, 5 große Radieschen, 50g Ziegenfrischkäse, 2 TL Pesto "Royal", 2 EL feinstes Olivenöl, etwas Zitronensaft, 1 TL flüssiger Honig, 1 Handvoll Basilikumblätter, Salz und Pfeffer
Was ist zu tun? Die Avocado schälen in Würfel schneiden und in einer großen Schale mit dem Zitronensaft vermengen (dadurch wird die Avocado nicht braun). Die Radischen waschen, in Scheiben schneiden und zur Avocado geben.
Pesto und Olivenöl vermengen, zu Avocado und Radischen geben und alles vorsichtig vermengen, ggf. mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Salat auf Teller verteilen und den Ziegenfrischkäse darüber zerbröseln. Etwas Honig gleichmäßig darüber verteilen. Die Basilikumblätter in Streifen schneiden und ebenfalls über den Salat geben.
"Royal", "Sommerfrische", "Frühlingskuss" & Co. können entweder direkt über die Webseite des Kräuterbauern bezogen werden oder über verschiedene Händler in ganz Deutschland. Diese sind ebenfalls auf der Webseite hinterlegt: www.kräuterbauer.de
Sonntag, 17. Februar 2013
Übers Bloggen (und über Pastinaken)
In letzter Zeit blogge ich nicht mehr so häufig wie früher und so habe ich mich gefragt, woran das liegen könnte ...
Vor ca. 2 1/2 Jahren habe ich diesen Blog ins Leben gerufen. Damals war ich nicht sehr glücklich in meinem Job, was unter anderem daran lag, dass ich meine Kreativität nicht ausleben konnte und mir meine Aufgaben wenig Spaß bereiteten (ich arbeitete damals als Unternehmensberaterin). Ich war daher auf der Suche nach etwas, was meine Leidenschaft erwecken, mir Freude bereiten und mich erfüllen würde und bin so über meinen Spaß am Kochen und Schreiben auf das Bloggen gekommen.
Ungefähr ein Jahr später, im Sommer 2011, wechselte ich dann meinen Job, der sich über das letzte Jahr von einem bloßen Job zu einer Tätigkeit entwickelt hatte, der ich jeden Tag von neuem mit großer Freude nachging. Ende letzten Jahres war ich dann endlich soweit ehrlichen Herzens sagen zu können, dass ich in meiner Arbeit richtig glücklich bin.
Und hier liegt auch - zumindest zum Teil - die Antwort zu der Frage, warum ich weniger blogge wie früher: Den Ausgleich, den ich in meinem vorherigen Job so nötig hatte, benötigte ich in diesem Ausmaß nicht mehr. Ich durfte kreativ sein, hatte viel Freiraum meine Ideen zu entfalten, ich hatte Spaß und Freude und hatte sogar als Teil meines Jobs die Möglichkeit viele Texte zu verfassen. Zusammengefasst: Meine Arbeit erfüllte mich in einem Ausmaß, das weniger Ausgleich bedurfte.
Aber wieso schreibe ich das in der Vergangenheitsform? Nun, das Leben steht scheinbar nie still und alles kann sich jeden Tag von heute auf morgen verändern. Mir selbst erging es vor ca. 2 1/2 Wochen so, als sich jobtechnisch plötzlich alles auf den Kopf stellte und ich mich momentan wieder in die Zeit meines vorherigen Jobs zurück versetzt fühle. Mal sehen, wie es jetzt weiter geht, vielleicht blogge ich demnächst wieder häufiger ... :)
Wenigstens gibt es ein paar Dinge, die im Leben immer konstant bleiben, wie zum Beispiel, dass wir jeden Tag etwas essen müssen, was mich auf das heutige Rezept bringt: Pastinaken an getrockneten Tomaten und Ziegenfrischkäse. (Bei Pastinaken handelt es sich um ein Wurzelgemüse, mit einem leicht süßlichen Geschmack, das in Deutschland in den Wintermonaten Saison hat.)
Einkaufsliste (ca. 4 Vorspeisen): 4 Pastinaken, 100g getrocknete Tomaten, 200g Ziegenfrischkäse, 2 EL Kokosfett, 400 ml Gemüsebrühe, 4 TL Petersielie (TK), feinstes Olivenöl, Salz und Pfeffer
Was ist zu tun: Pastinaken schälen und mit dem Gemüsehobel oder einem Messer schräg in dünne Scheiben schneiden (sehr breite Scheiben halbieren). Kokosfett in einem Topf erhitzen und die Pastinakenscheiben darin ca. 5 Minuten unter regelmäßigen umrühren dünsten. Dann mit Gemüsebrühe ablöschen und ca. 5-7 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen, bis die Scheiben weich sind.
In der Zwischenzeit die getrockneten Tomaten der Länge nach in schmale Streifen schneiden.
Das Wasser abgießen und die Pastinaken abtropfen und ein wenig abkühlen lassen. Die Pastinaken, getrockneten Tomaten, Petersilie und etwas Olivenöl in einer Schale vermengen und ggf. mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken.
Den Pastinakensalat gleichmäßig auf Teller verteilen. Den Ziegenkäse grob zerbröseln und darüber streuen und noch etwas Olivenöl darüber träufeln.
Den Salat kann man ganz wunderbar mit etwas Quinoa, Hirse oder Couscous zu einer sättigenden Hauptspeise machen. Außerdem passen geröstete Sonnenblumenkerne ganz wunderbar dazu.
Vor ca. 2 1/2 Jahren habe ich diesen Blog ins Leben gerufen. Damals war ich nicht sehr glücklich in meinem Job, was unter anderem daran lag, dass ich meine Kreativität nicht ausleben konnte und mir meine Aufgaben wenig Spaß bereiteten (ich arbeitete damals als Unternehmensberaterin). Ich war daher auf der Suche nach etwas, was meine Leidenschaft erwecken, mir Freude bereiten und mich erfüllen würde und bin so über meinen Spaß am Kochen und Schreiben auf das Bloggen gekommen.
Ungefähr ein Jahr später, im Sommer 2011, wechselte ich dann meinen Job, der sich über das letzte Jahr von einem bloßen Job zu einer Tätigkeit entwickelt hatte, der ich jeden Tag von neuem mit großer Freude nachging. Ende letzten Jahres war ich dann endlich soweit ehrlichen Herzens sagen zu können, dass ich in meiner Arbeit richtig glücklich bin.
Und hier liegt auch - zumindest zum Teil - die Antwort zu der Frage, warum ich weniger blogge wie früher: Den Ausgleich, den ich in meinem vorherigen Job so nötig hatte, benötigte ich in diesem Ausmaß nicht mehr. Ich durfte kreativ sein, hatte viel Freiraum meine Ideen zu entfalten, ich hatte Spaß und Freude und hatte sogar als Teil meines Jobs die Möglichkeit viele Texte zu verfassen. Zusammengefasst: Meine Arbeit erfüllte mich in einem Ausmaß, das weniger Ausgleich bedurfte.
Aber wieso schreibe ich das in der Vergangenheitsform? Nun, das Leben steht scheinbar nie still und alles kann sich jeden Tag von heute auf morgen verändern. Mir selbst erging es vor ca. 2 1/2 Wochen so, als sich jobtechnisch plötzlich alles auf den Kopf stellte und ich mich momentan wieder in die Zeit meines vorherigen Jobs zurück versetzt fühle. Mal sehen, wie es jetzt weiter geht, vielleicht blogge ich demnächst wieder häufiger ... :)
Wenigstens gibt es ein paar Dinge, die im Leben immer konstant bleiben, wie zum Beispiel, dass wir jeden Tag etwas essen müssen, was mich auf das heutige Rezept bringt: Pastinaken an getrockneten Tomaten und Ziegenfrischkäse. (Bei Pastinaken handelt es sich um ein Wurzelgemüse, mit einem leicht süßlichen Geschmack, das in Deutschland in den Wintermonaten Saison hat.)
Einkaufsliste (ca. 4 Vorspeisen): 4 Pastinaken, 100g getrocknete Tomaten, 200g Ziegenfrischkäse, 2 EL Kokosfett, 400 ml Gemüsebrühe, 4 TL Petersielie (TK), feinstes Olivenöl, Salz und Pfeffer
Was ist zu tun: Pastinaken schälen und mit dem Gemüsehobel oder einem Messer schräg in dünne Scheiben schneiden (sehr breite Scheiben halbieren). Kokosfett in einem Topf erhitzen und die Pastinakenscheiben darin ca. 5 Minuten unter regelmäßigen umrühren dünsten. Dann mit Gemüsebrühe ablöschen und ca. 5-7 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen, bis die Scheiben weich sind.
In der Zwischenzeit die getrockneten Tomaten der Länge nach in schmale Streifen schneiden.
Das Wasser abgießen und die Pastinaken abtropfen und ein wenig abkühlen lassen. Die Pastinaken, getrockneten Tomaten, Petersilie und etwas Olivenöl in einer Schale vermengen und ggf. mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken.
Den Pastinakensalat gleichmäßig auf Teller verteilen. Den Ziegenkäse grob zerbröseln und darüber streuen und noch etwas Olivenöl darüber träufeln.
Den Salat kann man ganz wunderbar mit etwas Quinoa, Hirse oder Couscous zu einer sättigenden Hauptspeise machen. Außerdem passen geröstete Sonnenblumenkerne ganz wunderbar dazu.
Montag, 28. Januar 2013
Fokus 2013: Saisonalität und Regionalität
2013 ist
schon wieder fast einen Monat alt und die ersten werden ihre Neujahrsvorsätze
mittlerweile über Bord geworfen haben (der eine leichtfertig, der andere mit einem schlechten
Gewissen), andere ziehen vielleicht eine erste Bilanz, wie weit sie damit bisher gekommen sind und wieder andere zerbrechen sich den Kopf, was nochmal diese Vorhaben waren, die sie sich
in der Silvesternacht, last-minute-mäßig und reichlich angesäuselt, aber
dennoch oder gerade deswegen voller Überzeugung, gesetzt hatten.
Auch ich
habe mir Neujahrsvorsätze vorgenommen, sie aber direkt wieder über den
Haufen geworfen. Nicht etwa, weil ich sie schon nach zwei Wochen wieder aufgab,
sondern weil mir kurz nachdem ich sie
ausformuliert hatte in den Sinn kam, dieses Jahr einfach einmal keine Vorsätze
haben zu wollen. Eigentlich, so dachte ich mir, nehme ich mir doch das ganze
Jahr Dinge vor und gehe sie an, da brauche ich doch nicht noch zusätzlich zu
Neujahr irgendwelche halbherzigen Vorsätze, nur um sagen zu können, ich habe
welche ...
Und so
besinne ich mich in 2013 lieber weiter auf die Dinge, die ich mir sowieso schon
vorher vorgenommen oder auch schon gelebt hatte. In kulinarischer Hinsicht sind
das insbesondere: keine Fertiggerichte sondern lieber selbst
kochen, auch mal auf gesündere Alternativen bei der Produktauswahl zurück
greifen (z.B. Dinkel- anstatt Weizenmehl, Hafer- oder Mandelmilch anstatt Kuhmilch,
Hirse oder Vollkornreis anstatt weißen Reis), jede Nahrung achtsam und
wertschätzend zu mir nehmen und so gut es geht auf Regionalität und Saisonalität
sowie auf das Ursprungsland von Lebensmitteln achten.
Dabei liegt
mir gerade letzteres am Herzen, da ich das Gefühl habe, dass unsere guten deutschen
Produkte und Lebensmittel immer mehr in Vergessenheit geraten. Im „normalen“
Supermarkt findet man selten Pastinaken, Topinambur, Schwarz- oder Petersilienwurzel.
Obwohl diese Wurzelgemüsesorten im Januar in Deutschland Hochsaison haben! Aber auch der Masse wohl bekanntere Gemüsesorten aus deutschem Erzeugnis sind im Januar als Lagergemüse erhältlich, die Karotte und die Kartoffel zum Beispiel. An dieser Stelle ergeben die beiden zusammen mit Linsen und Kokosmilch die Basis für eine Kokos-Linsen-Suppe, die in diesen eisigen Tagen ganz wunderbar wärmt! Und wer sich doch einmal an die anderen Wurzelgemüsesorten trauen möchte, findet hier vielleicht Inspiration: Pastinaken-Kartoffel-Cremesuppe oder Schwarzwurzel-Petersilien-Cremesuppe.
Einkaufsliste
(für 2-3 Portionen): 125g rote Linsen, 150g Karotten, 150g Kartoffeln (hart
kochend), 1 Zwiebel, 1 daumenbreites Stück Ingwer, 200 ml Kokosmilch, 300-400ml
Gemüsebrühe, 1-2 EL Kokosfett, 1 TL Currypulver, ¼ TL Kurkuma (gemahlen), ¼ TL
Kreuzkümmel (gemahlen), 1 MS Zimt, 2 EL Zitronensaft, etwas getrockneten oder
frischen Koriander, Salz und Pfeffer
Was ist zu
tun: Karotten und Kartoffeln schälen und
würfeln (ca. 0,5x0,5 cm). Zwiebel und Ingwer ebenfalls schälen. Zwiebel in kleine
Würfel und Ingwer sehr klein schneiden. Linsen in einem Sieb abwaschen und
abtropfen lassen. Gemüsebrühe in einem Topf vorbereiten.
Das
Kokosfett in einem ausreichend großen Topf erhitzen. Currypulver, Kurkuma,
Kreuzkümmel, Zwiebelwürfel und Ingwer darin unter Rühren ca. 1 Minute
andünsten.
Kartoffel-,
Karottenwürfel und Linsen hinzufügen und ebenfalls unter Rühren ca. 1 Minute
andünsten. Kokosmilch dazu gießen, kurz aufkochen und ca. 5 Minuten bei
mittlerer bis niedriger Hitze zugedeckt einköcheln lassen. Dann Gemüsebrühe
hinzugeben und für weitere 10-15 Minuten sanft köcheln lassen, bis die Linsen
zerfallen sind und das Gemüse weich ist.
Zitronensaft
und Zimt hinzugeben und die Suppe mit einem Pürierstab grob pürieren, sodass
immernoch Kartoffel- und Karottenwürfel übrig bleiben. Ggf. etwas zusätzliche
Gemüsebrühe hinzufügen und mit Salz, Pfeffer und ggf. noch etwas Zitronensaft
abschmecken.
Die Suppe in
Schälchen geben und getrockneten oder frischen Koriander darüber streuen.
Und so verbleibe
ich bis zum nächsten Post mit dem Motto:
Essen ist Genuss!
Sonntag, 21. Oktober 2012
Was braucht man zum Glücklichsein?
Manche würden sagen eine Arbeit, die einem Spaß macht.
Manche würden sagen, gute Freunde und eine liebende Familie. Manche würden
sagen, hin und wieder Urlaub. Manche würden sagen, ein Hobby, das man mit
Leidenschaft verfolgt. Manche würden sogar sagen, man braucht Geld, um
glücklich zu sein.
Wir machen unser Glücklichsein von äußeren Umständen abhängig. Das Glücklichsein scheint gewisse Maßstäbe zu haben: Hat man dies und das, kann man glücklich sein oder werden. Hat man dies und das nicht, wird es wohl eher schwer mit dem glücklich sein. Das „dies und das“ zum Glücklichsein ist allerdings bei jedem anders. Es ist ganz davon abhängig, welche Prioritäten für einen Menschen gelten, welche Vorlieben er hat, was ihm wichtig ist usw.
Sicherlich gibt es einige Übereinkünfte in Bezug darauf, was man zum Glücklichsein braucht. Eine Arbeit, die einem Spaß macht und einen erfüllt, ist sicherlich so eine Übereinkunft. (Diejenigen, die das Geldverdienen vor die Erfüllung stellen, schließe ich an dieser Stelle einfach einmal aus.) Also müsste jeder, der eine erfüllende Arbeit hat, glücklich sein. Dann aber frage ich einen Freund, der als Arzt tätig ist und somit eine erfüllende Arbeit haben muss, ob ihn das, was er tut glücklich macht. „Meine Arbeit macht mir Spaß und ich tue etwas Gutes, indem ich Menschen helfe – aber ob ich wirklich rundum glücklich bin, kann ich so nicht sagen.“ Das was man tut macht Spaß, aber man ist trotzdem nicht glücklich – wie geht das?
Vielleicht spielen beim Glücklichsein einfach noch andere Faktoren mit: ein liebender Partner, eine harmonische Familie und ähnliches. Dann wiederum gibt es Frauen, die einen Mann haben, der sie liebt, Kinder, die vorbildlich sind, ein gemütliches Heim und gute Freunde, die somit rein objektiv betrachtet glücklich sein müssten, es aber nicht sind. Wie kann das sein?
Ich versuche einmal zu erklären, wie das sein kann: Wir Menschen denken, dass wir etwas haben müssen oder etwas tun müssen, um etwas zu sein. Zum Beispiel: Wir denken, dass wir Geld haben müssen, um uns einen gewissen Lebensmittelstandard leisten zu können, was uns dann wiederrum glücklich macht. Komischerweise verfliegt das Glücklichsein nach einer neuen Anschaffung oder einem Geldsegen, wie einem Lottogewinn, aber häufig schnell wieder. Der Grund ist, dass äußere Umstände nichts mit unserem inneren Befinden zu tun haben und ihn auch nicht nachhaltig beeinflussen können. Nur wir selbst können unser inneres Befinden beeinflussen. Nur wir selbst entscheiden, was wir sind und wie wir uns fühlen. Dies tun wir allerdings oft unbewusst und so denken wir, dass unser Befinden von Äußerlichkeiten abhängt. Holen wir die Entscheidung über unser Sein und Befinden aber in unser volles Bewusstsein, können wir es beeinflussen. Man sollte sich daher in jeder Situation bewusst zu Gemüte führen, wie man sich gerade fühlt und dann sollte man sich fragen, ob man sich in diesem Moment tatsächlich so fühlen möchte oder nicht.
Auch zum Glücklichsein bedarf es daher nicht viel mehr als unsere eigene bewusste Entscheidung glücklich zu sein – aber auch, wenn es nicht viel mehr bedarf, sage ich nicht, dass das Ganze einfach ist! Wie alles im Leben, zum Beispiel auch das Kochen, bedarf es der Übung. Ich übe täglich: Bewusst über mein Sein zu entscheiden und zu kochen. Die letzte Übung ergab die unten beschriebene herbstliche Gemüsesuppe mit Räuchertofu und ich habe mich bei deren Verzehr bewusst dafür entschieden, glücklich zu sein!
Shopping-Liste (4-6 Portionen): 700g Hokkaido-Kürbis, 400g Kartoffeln, 400g Rosenkohl, 2 Zwiebeln, 250g Räuchertofu, 900ml Gemüsebrühe, 1 EL Ghee (vegan: 1EL Pflanzen- oder Kokosfett), 4 Stiele Thymian oder ca. ¾ TL getrockneten Thymian, 3 MS gemahlene Muskatnuss, 2 MS Zimt, 1 TL Zitonensaft, Salz, Pfeffer, 4-6 TL Basilikumpesto (siehe auch dieses Rezept) (vegan: Veganes Pesto oder einfach weglassen)
To Do’s: Als Vorbereitung, die Kartoffeln schälen und in ca. 2cm große Würfel schneiden. Den Rosenkohl gründlich waschen, Stunk entfernen und halbieren. Den Kürbis ebenfalls gründlich waschen, entkernen und in ca. 2 cm große Würfel schneiden. Die Zwiebeln schälen und fein würfeln. Die Gemüsebrühe aufsetzen.
In einem großen Topf, das Ghee zerlassen und die Zwiebeln kurz darin dünsten, bis sie glasig sind. Die Kartoffeln und die abgezupften Thymianblättchen oder den getrockneten Thymian in den Topf geben und ebenfalls kurz dünsten (Tipp: Den Thymian ein wenig zwischen den Fingern reiben, damit er sein volles Aroma entfalten kann). Mit der Gemüsebrühe ablöschen und das Wasser kurz aufkochen lassen, dann auf niedrige Temperatur reduzieren. Den Rosenkohl hinzugeben und ca. 5 Minuten zugedeckt garen. Danach die Kürbiswürfel hinzugeben, umrühren und für weitere ca. 10 Minuten garen.
In der Zwischenzeit den Tofu in ca. 1 cm große Würfel schneiden, zur Suppe hinzugeben und alles verrühren. Mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Zimt und Zitronensaft abschmecken. Zum Schluss, die Suppe auf Schalen verteilen, je einen TL Pesto oben drauf geben und glücklich sein.
Wir machen unser Glücklichsein von äußeren Umständen abhängig. Das Glücklichsein scheint gewisse Maßstäbe zu haben: Hat man dies und das, kann man glücklich sein oder werden. Hat man dies und das nicht, wird es wohl eher schwer mit dem glücklich sein. Das „dies und das“ zum Glücklichsein ist allerdings bei jedem anders. Es ist ganz davon abhängig, welche Prioritäten für einen Menschen gelten, welche Vorlieben er hat, was ihm wichtig ist usw.
Sicherlich gibt es einige Übereinkünfte in Bezug darauf, was man zum Glücklichsein braucht. Eine Arbeit, die einem Spaß macht und einen erfüllt, ist sicherlich so eine Übereinkunft. (Diejenigen, die das Geldverdienen vor die Erfüllung stellen, schließe ich an dieser Stelle einfach einmal aus.) Also müsste jeder, der eine erfüllende Arbeit hat, glücklich sein. Dann aber frage ich einen Freund, der als Arzt tätig ist und somit eine erfüllende Arbeit haben muss, ob ihn das, was er tut glücklich macht. „Meine Arbeit macht mir Spaß und ich tue etwas Gutes, indem ich Menschen helfe – aber ob ich wirklich rundum glücklich bin, kann ich so nicht sagen.“ Das was man tut macht Spaß, aber man ist trotzdem nicht glücklich – wie geht das?
Vielleicht spielen beim Glücklichsein einfach noch andere Faktoren mit: ein liebender Partner, eine harmonische Familie und ähnliches. Dann wiederum gibt es Frauen, die einen Mann haben, der sie liebt, Kinder, die vorbildlich sind, ein gemütliches Heim und gute Freunde, die somit rein objektiv betrachtet glücklich sein müssten, es aber nicht sind. Wie kann das sein?
Ich versuche einmal zu erklären, wie das sein kann: Wir Menschen denken, dass wir etwas haben müssen oder etwas tun müssen, um etwas zu sein. Zum Beispiel: Wir denken, dass wir Geld haben müssen, um uns einen gewissen Lebensmittelstandard leisten zu können, was uns dann wiederrum glücklich macht. Komischerweise verfliegt das Glücklichsein nach einer neuen Anschaffung oder einem Geldsegen, wie einem Lottogewinn, aber häufig schnell wieder. Der Grund ist, dass äußere Umstände nichts mit unserem inneren Befinden zu tun haben und ihn auch nicht nachhaltig beeinflussen können. Nur wir selbst können unser inneres Befinden beeinflussen. Nur wir selbst entscheiden, was wir sind und wie wir uns fühlen. Dies tun wir allerdings oft unbewusst und so denken wir, dass unser Befinden von Äußerlichkeiten abhängt. Holen wir die Entscheidung über unser Sein und Befinden aber in unser volles Bewusstsein, können wir es beeinflussen. Man sollte sich daher in jeder Situation bewusst zu Gemüte führen, wie man sich gerade fühlt und dann sollte man sich fragen, ob man sich in diesem Moment tatsächlich so fühlen möchte oder nicht.
Auch zum Glücklichsein bedarf es daher nicht viel mehr als unsere eigene bewusste Entscheidung glücklich zu sein – aber auch, wenn es nicht viel mehr bedarf, sage ich nicht, dass das Ganze einfach ist! Wie alles im Leben, zum Beispiel auch das Kochen, bedarf es der Übung. Ich übe täglich: Bewusst über mein Sein zu entscheiden und zu kochen. Die letzte Übung ergab die unten beschriebene herbstliche Gemüsesuppe mit Räuchertofu und ich habe mich bei deren Verzehr bewusst dafür entschieden, glücklich zu sein!
Shopping-Liste (4-6 Portionen): 700g Hokkaido-Kürbis, 400g Kartoffeln, 400g Rosenkohl, 2 Zwiebeln, 250g Räuchertofu, 900ml Gemüsebrühe, 1 EL Ghee (vegan: 1EL Pflanzen- oder Kokosfett), 4 Stiele Thymian oder ca. ¾ TL getrockneten Thymian, 3 MS gemahlene Muskatnuss, 2 MS Zimt, 1 TL Zitonensaft, Salz, Pfeffer, 4-6 TL Basilikumpesto (siehe auch dieses Rezept) (vegan: Veganes Pesto oder einfach weglassen)
To Do’s: Als Vorbereitung, die Kartoffeln schälen und in ca. 2cm große Würfel schneiden. Den Rosenkohl gründlich waschen, Stunk entfernen und halbieren. Den Kürbis ebenfalls gründlich waschen, entkernen und in ca. 2 cm große Würfel schneiden. Die Zwiebeln schälen und fein würfeln. Die Gemüsebrühe aufsetzen.
In einem großen Topf, das Ghee zerlassen und die Zwiebeln kurz darin dünsten, bis sie glasig sind. Die Kartoffeln und die abgezupften Thymianblättchen oder den getrockneten Thymian in den Topf geben und ebenfalls kurz dünsten (Tipp: Den Thymian ein wenig zwischen den Fingern reiben, damit er sein volles Aroma entfalten kann). Mit der Gemüsebrühe ablöschen und das Wasser kurz aufkochen lassen, dann auf niedrige Temperatur reduzieren. Den Rosenkohl hinzugeben und ca. 5 Minuten zugedeckt garen. Danach die Kürbiswürfel hinzugeben, umrühren und für weitere ca. 10 Minuten garen.
In der Zwischenzeit den Tofu in ca. 1 cm große Würfel schneiden, zur Suppe hinzugeben und alles verrühren. Mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Zimt und Zitronensaft abschmecken. Zum Schluss, die Suppe auf Schalen verteilen, je einen TL Pesto oben drauf geben und glücklich sein.
Mittwoch, 12. September 2012
Eine Prise Herbst
Die Einen schwelgen in diesen ersten Herbsttagen noch in Sommererinnerungen und hätten es am liebsten, dass die milden Temperaturen ewig währen. Die Anderen freuen sich über die erste herbstliche Brise, die erste Goldfärbung der Blätter und die rauer werdenden Temperaturen. Auch ich zähle zu letzterer Gruppe ...
Für mich wohnt dem Herbst ein ganz eigener, ganz besonderer Zauber inne. Ist es nicht ein Wunder, wie sich die Farbe der Blätter wie auf Knopfdruck von einem satten Grün in ein leuchtendes Gold verwandelt? Oder wie Kürbisse, Rüben und Kartoffeln sich zu ihrer vollen Reife entfalten? Wie die Nüsse einfach vom Baum fallen - loslassen -, weil sie wissen, dass sie jetzt reif sind? Wie die Tiere im Herbst instinktiv den Vorrat für den Winter sammeln? Wie urplötzlich eine Brise aufkommt und man sich wundert, wo diese herkommt?
Ich habe die erste herbstliche Brise mit einer Prise herbstlicher Zutaten in der Küche begrüßt: mit Birnen und Walnüssen. Diese werden auf einem leichten Blätterteigboden von würzigem Stilton, feinem Thymianaroma und süßem Honig untermalt. Für mich ein geschmackliches Wunder des Herbstes!
Shopping-Liste für herbstlichen Birnen-Stilton-Flammkuchen (ergibt 4 Mini-Flammkuchen): 4 Scheiben Dinkelblätterteig (gibt es von moin, ansonsten genug Blätterteig für 4 Blätterteigkreise mit einem Durchmesser von ca. 10 cm), 2 Birnen (eher kleine und sie sollten nicht zu weich sein), 75g Stilton, 20g Walnüsse, 8 Zweige frischer Thymian, 2 TL flüssiger Honig (alle Produkte wie immer bevorzugt in Bio-Qualität bzw. aus regionalem Anbau)
To Do's: Den Backofen auf 200°C vorheizen. Blätterteig antauen lassen. Wenn die Blätterteigscheiben von moin verwendet werden, haben diese bereits die richtige Größe (wer möchte kann die Ecken rund abschneiden, sodass ein kreisförmiger Flammkuchen entsteht). Ansonsten Kreise mit 10 cm Durchmesser aus dem alternativ verwendeten Teig ausschneiden, z.B. mit einer Suppenschale.
Die Birnen vierteln, Kerne und Stunk entfernen und mit einem Gemüsehobel in feine Scheiben schneiden (daher sollten die Birnen nicht zu weich sein). Die Blätterteigscheiben auf ein Blech mit Backpapier geben, mit den Birnen belegen und dabei einen Rand von 1/2-1 cm lassen (ca. 1/2 Birne pro Flammkuchen). Den Stilton grob zerkrümeln und auf den Birnen verteilen. Die Walnüsse grob zerkleinern und ebenfalls über den Birnen verteilen. Die Blättchen von den Thymianzweigen zupfen und über die anderen Zutaten streuen (ca. 2 Thymianzweige pro Flammkuchen). Zuletzt den Honig obenauf verteilen (ca. 1/2 Teelöffel pro Flammkuchen).
Das Blech in den Ofen schieben und für ca. 12-15 Minuten backen, bis sich die Blätterteigränder leicht braun färben.
Normalerweise gebe ich keine gesonderte Empfehlung zu einem meiner Rezepte, aber dieses muss ich nun doch ausdrücklich empfehlen! Ich habe die Kombination einfach auf gut Glück getestet und war umso mehr überrascht von deren Stimmigkeit und Intensität: Von der ersten Gabel an wurde der Genuss der Flammkuchen von einem "mmmmmmmh" begleitet ...
Montag, 3. September 2012
Die Mittagspause: Fast Food vorm Computer
Wenn sich die Uhrzeiger wochentags in Richtung 12:00 Uhr bewegen, kann man in Büros, Geschäften und Läden eine gewisse Unruhe wahrnehmen. Fragen wie "Wann wollen wir in die Kantine?", "Wo wollen wir heute Mittag essen gehen?" oder "Möchtet Ihr auch etwas bestellen?" werden gestellt und beantwortet. Die Mittagspause spielt eine wichtige Rolle im deutschen Arbeitsalltag. Was dabei auf die Teller kommt, und in welchem Rahmen die Mahlzeit eingenommen wird, nimmt dabei oft die weniger wichtige Rolle ein.
Wenn ich nicht gerade blogge, arbeite auch ich wochentags in einem Büro (schließlich muss ich meine Leidenschaft für gutes Essen und hochwertige Lebensmittel irgendwie finanzieren :)). Bei uns gibt es keine Kantine, sodass meine Kollegen und ich entweder in einem der Restaurants in der Nähe essen gehen, einen Lieferservice beauftragen, uns mit Essen zu versorgen oder etwas Selbstgemachtes von zu Hause mitbringen. Dabei bin ich jeden Tag von Neuem überrascht, wie viele Lieferjungs Pizza, Burger oder fettige Pasta liefern. Von der Qualität des bevorzugten Mittagsmahls abgesehen, finde ich es auch überraschend, wie viele Kollegen Ihr Essen schnell in sich "hineinstopfen", um noch viel schneller wieder vor dem Rechner zu sitzen. Die Steigerung: Einige nehmen sich noch nicht einmal die Zeit ihren Arbeitsplatz zu verlassen und nehmen das Essen vor dem Computer zu sich. Die Devise scheint zu lauten: Hauptsache es geht schnell! Nährwert des Essens und deren Qualität spielen eine untergeordnete Rolle.
Dabei geht es in der Mittagspause noch nicht einmal nur um das Essen. Klar, normalerweise sollte die Hauptmahlzeit ausgewogen sein, eher leicht, damit man nach der Pause nicht in Müdigkeit verfällt, und einen mit wichtigen Nährstoffen und Vitaminen versorgen, die einem die nötige Energie für den Rest des Tages geben. Was aber mindestens genauso wichtig wie die gesunde Mahlzeit ist, dass man in der Mittagspause wirklich Pause macht, den Kopf für einige Moment frei bekommt und seinem Körper wenn möglich noch ein wenig Bewegung gönnt - dies gilt vor allem, wenn man einen Schreibtischjob nachgeht.
Musstest Du bei dieser Beschreibung an der ein oder anderen Stelle an Dich selbst denken? Findest Du dich hier wieder? Dann nehme Dir doch einfach einmal für eine Woche vor (eine Woche reicht erstmal, sehe einfach wie Du dich danach fühlst), Deine Mittagspause bewusst als Pause zu nutzen, Deinen Arbeitsplatz für das Mittagessen zu verlassen, Dir ein bisschen Bewegung und frische Luft zu gönnen und das Essen mit Aufmerksamkeit zu Dir zu nehmen, dabei auf Pizza, Burger und sonstiges Fast Food zu verzichten und lieber zu Salat, Gemüse, Reis und ähnlichem zu greifen. Vielleicht möchtest Du Dir sogar einmal etwas Selbstgemachtes mit ins Büro nehmen, dann weißt Du ganz genau, was Du zu Dir nimmst - oft verstecken sich in einer vermeidlich leichten Mahlzeit in der Kantine oder im Restaurant nämlich Fette und andere Inhaltsstoffe, die das Essen schwerer und ungesünder machen als man denkt!
Es bedarf also nicht viel, um aus der Mittagspause eine richtige Pause zu machen, die Körper und Geist mit der nötigen Energie für den restlichen Arbeitstag versorgt. Dabei sollte die Devise anstelle von "Hauptsache schnell" lieber "Nehme Dir bewusst Zeit und achte darauf, was Du zu Dir nimmst!" lauten!
Und damit der Einstieg in die bewusste Mittagspause nicht allzu schwer fällt, folgt an dieser Stelle noch eine Inspiration für ein selbst gemachtes Mittagessen, das sich gut zum Mitnehmen ins Büro eignet und dort sowohl aufgewärmt oder auch kalt genossen werden kann: Quinoa-Karotten-Fenchel-Salat mit Hüttenkäse.
Shopping-Liste (ca. 2-3 Portionen): 300g Karotten, 1 mittelgroße Fenchelknolle mit Grün (ca. 350g), 100g Quinoa, 200g Hüttenkäse, 1 kleine Knoblauchzehe, 25g Krübiskerne, 25g Datteln (ca. 4 Stück), 1 TL Fenchelsaat, Zucker (oder Xucker), Meer- oder Steinsalz, Pfeffer, Olivenöl (alle Produkte wie immer bevorzugt in Bio-Qualität bzw. aus regionalem Anbau)
To Do's: 200ml Wasser mit etwas Salz in einem Topf zum Kochen bringen. Den Quinoa unter fließendem Wasser abwaschen und in das kochende Wasser geben. Bei niedriger Hitze für ca. 15-20 Minuten köcheln lassen, bis die Quinoasamen das Wasser komplett aufgesogen haben; hin und wieder umrühren. Dann vom Herd nehmen und den Quinoa mit einer Gabel auflockern.
Währenddessen, die Karotten und den Fenchel waschen. Die Karotten schälen und in Stifte schneiden (ca. 3 cm lang). Die Fenchelknolle der Breite nach halbieren, den Stunk und das Grün entfernen. Das Grün aufheben. Den Fenchel in Scheiben schneiden. Den Knoblauch fein würfeln.
In einer Pfanne ausreichend Olivenöl erhitzen. Den Knoblauch in die Pfanne geben und einige Sekunden anschwitzen (er sollte nicht braun werden). Dann direkt die Karottenstifte und Fenchelscheiben hinzugeben und für 3-4 Minuten dünsten. 1 TL Fenchelsaat, 1/2 TL Zucker und etwas Salz hinzugeben, vermengen und für 3-4 weitere Minuten dünsten. Karotten und Fenchel sollten noch bissfest sein.
Nebenbei etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Kürbiskerne darin rösten, bis sie leise knacken. Außerdem die Datteln fein würfeln und das Fenchelgrün grob zerkleinern.
Dann den Quinoa, die Kürbiskerne, die Datteln und das Fenchelgrün zum Gemüse geben und alles vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Salat mit einem Kleks Hüttenkäse genießen! Tipp: Wem der Hüttenkäse zu fade schmeckt, kann ein wenig Salz hinzugeben und mit dem Käse vermengen.
Weitere einfache Rezepte für die Mittagspause sowie mehr Details zum Thema Essen in der Mittagspause, wie die Psyche bei der Essenswahl mit entscheidet oder wo versteckte Kalorien schlummern, sind in dem Artikel "Besser essen im Alltag - Wie man auch bei Stress gesund genießt" in der aktuellen Ausgabe (August/September 2012) der ZEITWissen zu finden.
Wenn ich nicht gerade blogge, arbeite auch ich wochentags in einem Büro (schließlich muss ich meine Leidenschaft für gutes Essen und hochwertige Lebensmittel irgendwie finanzieren :)). Bei uns gibt es keine Kantine, sodass meine Kollegen und ich entweder in einem der Restaurants in der Nähe essen gehen, einen Lieferservice beauftragen, uns mit Essen zu versorgen oder etwas Selbstgemachtes von zu Hause mitbringen. Dabei bin ich jeden Tag von Neuem überrascht, wie viele Lieferjungs Pizza, Burger oder fettige Pasta liefern. Von der Qualität des bevorzugten Mittagsmahls abgesehen, finde ich es auch überraschend, wie viele Kollegen Ihr Essen schnell in sich "hineinstopfen", um noch viel schneller wieder vor dem Rechner zu sitzen. Die Steigerung: Einige nehmen sich noch nicht einmal die Zeit ihren Arbeitsplatz zu verlassen und nehmen das Essen vor dem Computer zu sich. Die Devise scheint zu lauten: Hauptsache es geht schnell! Nährwert des Essens und deren Qualität spielen eine untergeordnete Rolle.
Dabei geht es in der Mittagspause noch nicht einmal nur um das Essen. Klar, normalerweise sollte die Hauptmahlzeit ausgewogen sein, eher leicht, damit man nach der Pause nicht in Müdigkeit verfällt, und einen mit wichtigen Nährstoffen und Vitaminen versorgen, die einem die nötige Energie für den Rest des Tages geben. Was aber mindestens genauso wichtig wie die gesunde Mahlzeit ist, dass man in der Mittagspause wirklich Pause macht, den Kopf für einige Moment frei bekommt und seinem Körper wenn möglich noch ein wenig Bewegung gönnt - dies gilt vor allem, wenn man einen Schreibtischjob nachgeht.
Musstest Du bei dieser Beschreibung an der ein oder anderen Stelle an Dich selbst denken? Findest Du dich hier wieder? Dann nehme Dir doch einfach einmal für eine Woche vor (eine Woche reicht erstmal, sehe einfach wie Du dich danach fühlst), Deine Mittagspause bewusst als Pause zu nutzen, Deinen Arbeitsplatz für das Mittagessen zu verlassen, Dir ein bisschen Bewegung und frische Luft zu gönnen und das Essen mit Aufmerksamkeit zu Dir zu nehmen, dabei auf Pizza, Burger und sonstiges Fast Food zu verzichten und lieber zu Salat, Gemüse, Reis und ähnlichem zu greifen. Vielleicht möchtest Du Dir sogar einmal etwas Selbstgemachtes mit ins Büro nehmen, dann weißt Du ganz genau, was Du zu Dir nimmst - oft verstecken sich in einer vermeidlich leichten Mahlzeit in der Kantine oder im Restaurant nämlich Fette und andere Inhaltsstoffe, die das Essen schwerer und ungesünder machen als man denkt!
Es bedarf also nicht viel, um aus der Mittagspause eine richtige Pause zu machen, die Körper und Geist mit der nötigen Energie für den restlichen Arbeitstag versorgt. Dabei sollte die Devise anstelle von "Hauptsache schnell" lieber "Nehme Dir bewusst Zeit und achte darauf, was Du zu Dir nimmst!" lauten!
Und damit der Einstieg in die bewusste Mittagspause nicht allzu schwer fällt, folgt an dieser Stelle noch eine Inspiration für ein selbst gemachtes Mittagessen, das sich gut zum Mitnehmen ins Büro eignet und dort sowohl aufgewärmt oder auch kalt genossen werden kann: Quinoa-Karotten-Fenchel-Salat mit Hüttenkäse.
Shopping-Liste (ca. 2-3 Portionen): 300g Karotten, 1 mittelgroße Fenchelknolle mit Grün (ca. 350g), 100g Quinoa, 200g Hüttenkäse, 1 kleine Knoblauchzehe, 25g Krübiskerne, 25g Datteln (ca. 4 Stück), 1 TL Fenchelsaat, Zucker (oder Xucker), Meer- oder Steinsalz, Pfeffer, Olivenöl (alle Produkte wie immer bevorzugt in Bio-Qualität bzw. aus regionalem Anbau)
To Do's: 200ml Wasser mit etwas Salz in einem Topf zum Kochen bringen. Den Quinoa unter fließendem Wasser abwaschen und in das kochende Wasser geben. Bei niedriger Hitze für ca. 15-20 Minuten köcheln lassen, bis die Quinoasamen das Wasser komplett aufgesogen haben; hin und wieder umrühren. Dann vom Herd nehmen und den Quinoa mit einer Gabel auflockern.
Währenddessen, die Karotten und den Fenchel waschen. Die Karotten schälen und in Stifte schneiden (ca. 3 cm lang). Die Fenchelknolle der Breite nach halbieren, den Stunk und das Grün entfernen. Das Grün aufheben. Den Fenchel in Scheiben schneiden. Den Knoblauch fein würfeln.
In einer Pfanne ausreichend Olivenöl erhitzen. Den Knoblauch in die Pfanne geben und einige Sekunden anschwitzen (er sollte nicht braun werden). Dann direkt die Karottenstifte und Fenchelscheiben hinzugeben und für 3-4 Minuten dünsten. 1 TL Fenchelsaat, 1/2 TL Zucker und etwas Salz hinzugeben, vermengen und für 3-4 weitere Minuten dünsten. Karotten und Fenchel sollten noch bissfest sein.
Nebenbei etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Kürbiskerne darin rösten, bis sie leise knacken. Außerdem die Datteln fein würfeln und das Fenchelgrün grob zerkleinern.
Dann den Quinoa, die Kürbiskerne, die Datteln und das Fenchelgrün zum Gemüse geben und alles vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Salat mit einem Kleks Hüttenkäse genießen! Tipp: Wem der Hüttenkäse zu fade schmeckt, kann ein wenig Salz hinzugeben und mit dem Käse vermengen.
Weitere einfache Rezepte für die Mittagspause sowie mehr Details zum Thema Essen in der Mittagspause, wie die Psyche bei der Essenswahl mit entscheidet oder wo versteckte Kalorien schlummern, sind in dem Artikel "Besser essen im Alltag - Wie man auch bei Stress gesund genießt" in der aktuellen Ausgabe (August/September 2012) der ZEITWissen zu finden.
Dienstag, 17. Juli 2012
Olivenöl ist nicht gleich Olivenöl
Neben Salz und Pfeffer gehört für mich Öl - und zwar insbesondere Olivenöl - zur absoluten Grundausstattung in der Küche. Neben Salz und Pfeffer braucht es für mich aber auch nicht viel mehr als Olivenöl und ein frisches Stück Ciabatta, um den Gaumen zu befriedigen. Einzig die Qualität des Öls muss dabei stimmen! Was sich so trivial anhört, gestaltet sich bei der heutigen Auswahl an Olivenölen allerdings gar nicht so einfach.
Extra vergine, vergine oder einfach nur Olivenöl? Kaltgepresst oder nicht? Griechisches, italienisches, spanisches oder vielleicht französisches Öl? Dabei sagen weder die Flaschenangaben noch das Herrkunftsland etwas über die Qualität des Öls aus!
Für das Olivenöl extra vergine (auch als "natives Olivenöl extra" bezeichnet), werden Oliven im optimalen Reifestadium geerntet und innerhalb weniger Stunden verarbeitet, um die Fermentation oder Oxidation der Früchte zu vermeiden. Denn nur auf diese Weise werden die gesunden Inhaltsstoffe der Oliven erhalten, die Olivenöl zu einem gesundheitsfördernden Nahrungsmittel machen. Olivenöl vergine (oder auch "natives Olivenöl") darf aus nicht ganz frischen und/oder beschädigten Olivenöl hergestellt werden. Das bedeutet auch, dass wichtige Inhaltsstoffe in der Produktion verloren gegangen sind. Einfaches "Olivenöl" wiederum besteht aus so genanntem Lampantöl, das aus vom Boden aufgesammelten und teilweise angefaulten Oliven sowie einer kleinen Menge an nativem Olivenöl besteht. Dass diese Art von Öl die gesunden, positiven Inhaltsstoffe der Olive größtenteils oder sogar gänzlich verloren hat, ist, denke ich, selbsterklärend.
Aber auch die bloße Bezeichnung "extra vergine" garantiert nicht die Qualität des Öls! Gemäß der Olivenöl-EU-Verordnung darf ein Olivenöl als extra vergine bezeichnet werden, das während dessen Herstellungsprozess keinen Temperaturen von über 27°C ausgesetzt war. Dabei verliert Olivenöl bereits bei relativ geringen Temperaturen an wertvollen Inhaltsstoffen! Ein qualitativ hochwertiges Produkt wird daher in der Herstellung nicht mehr als 20°C ausgesetzt.
Des Weiteren zeichnet sich ein Qualitätsprodukt durch handgepflückte Früchte aus, denn nur eine schonende Ernte, in der die Beschädigung der Früchte vermieden wird, erlaubt eine Minimierung des Fermentationsprozesses. Auch offenbart der Säuregrad des Öls seine Qualitätststufe. Hochwertige Öle weisen einen Gehalt freier Fettsäuren von 0,1 bis 0,3% aus. Leider kann man diese Angaben auf den Flaschen meist nicht finden, sodass man sich bei der Suche nach einem qualitativ hochwertigen Olivenöl in erster Linie auf seinen Gaumen verlassen muss: Das Olivenöl sollte leicht bitter schmecken und ein Kratzen um Hals hinterlassen!
Wer sich nicht auf seinen Gaumen verlassen möchte, dem rate ich einen kompetenten Händler für den Olivenölkauf aufzusuchen, der bei der Auswahl beraten kann. Auch Olivenöltests, zum Beispiel vom Feinschmecker-Magazin, können helfen. Oder aber man plant bei seinem nächsten Italien-, Spanien- oder Griechenlandurlaub einfach den Besuch beim Olivenbauern ein, um das Öl direkt vom Erzeuger zu erhalten und vielleicht sogar beim Herstellungsprozess zuzusehen! Wem das wiederum zu aufwändig ist, der hat mittlerweile auch über das Internet die Möglichkeit, Olivenöl so direkt wie möglich vom Erzeuger und ohne viele Zwischenhändler zu kaufen, zum Beispiel über Reine Olive No. 1 oder die arteFakt Olivenölkampagne.
Wenn man dann endlich "sein" Olivenöl bester Qualität gefunden hat, belohnt einen das flüssige Gold mit einem Aroma, das seines gleichen sucht und aus einem Gericht ein Geschmackserlebnis macht! Einfach Olivenöl auf einen Teller geben, etwas Salz und Pfeffer darüber verteilen, ein frisches Ciabatta hinein tunken, die Augen schließen und genießen! Oder wie wäre es mit Rote Bete-Carpaccio an Hüttenkäse und Olivenöl?
Shopping-Liste für Rote Bete-Carpaccio an Hüttenkäse und Olivenöl (ca. 4 Vorspeiseportionen): 350g Rote Bete (ca. 3-4 Knollen), 200g Hüttenkäse, ca. 1/4-1/2 TL Meersalz, 2 TL Sonnenblumenkerne, 1/2 Schälchen Kresse, ca. 6-8 EL Olivenöl bester Qualität, Pfeffer
Was ist zu tun? Rote Bete waschen, schälen und mithilfe eines Gemüsehobels in sehr dünne Scheiben schneiden und beiseite stellen. Das Salz zum Hüttenkäse geben und vermengen (einmal kurz abschmecken und je nach Geschmack noch etwas mehr Salz hinzufügen). Nebenbei, die Sonnenblumenkerne in einer beschichteten Pfanne oder Topf rösten, bis sie leicht braun werden. Die Kresse waschen und dann vorsichtig trocken tupfen.
Die Rote Bete-Scheiben kreisförmig auf den Tellern anrichten und den Hüttenkäse in die Mitte des Kreises geben. Darauf die Kresse drapieren. Ca. 2 EL Olivenöl pro Teller auf die Rote Bete verteilen. Zum Schluss etwas frischen Pfeffer darüber streuen.
Wer noch mehr über Qualitätsmerkmale und die gesunden Inhaltsstoffe von Olivenöl erfahren möchte, wird auf der Internetseite "Zentrum für Gesundheit" fündig, von der ich einige, der hier angegebenen Informationen habe.
Extra vergine, vergine oder einfach nur Olivenöl? Kaltgepresst oder nicht? Griechisches, italienisches, spanisches oder vielleicht französisches Öl? Dabei sagen weder die Flaschenangaben noch das Herrkunftsland etwas über die Qualität des Öls aus!
Für das Olivenöl extra vergine (auch als "natives Olivenöl extra" bezeichnet), werden Oliven im optimalen Reifestadium geerntet und innerhalb weniger Stunden verarbeitet, um die Fermentation oder Oxidation der Früchte zu vermeiden. Denn nur auf diese Weise werden die gesunden Inhaltsstoffe der Oliven erhalten, die Olivenöl zu einem gesundheitsfördernden Nahrungsmittel machen. Olivenöl vergine (oder auch "natives Olivenöl") darf aus nicht ganz frischen und/oder beschädigten Olivenöl hergestellt werden. Das bedeutet auch, dass wichtige Inhaltsstoffe in der Produktion verloren gegangen sind. Einfaches "Olivenöl" wiederum besteht aus so genanntem Lampantöl, das aus vom Boden aufgesammelten und teilweise angefaulten Oliven sowie einer kleinen Menge an nativem Olivenöl besteht. Dass diese Art von Öl die gesunden, positiven Inhaltsstoffe der Olive größtenteils oder sogar gänzlich verloren hat, ist, denke ich, selbsterklärend.
Aber auch die bloße Bezeichnung "extra vergine" garantiert nicht die Qualität des Öls! Gemäß der Olivenöl-EU-Verordnung darf ein Olivenöl als extra vergine bezeichnet werden, das während dessen Herstellungsprozess keinen Temperaturen von über 27°C ausgesetzt war. Dabei verliert Olivenöl bereits bei relativ geringen Temperaturen an wertvollen Inhaltsstoffen! Ein qualitativ hochwertiges Produkt wird daher in der Herstellung nicht mehr als 20°C ausgesetzt.
Des Weiteren zeichnet sich ein Qualitätsprodukt durch handgepflückte Früchte aus, denn nur eine schonende Ernte, in der die Beschädigung der Früchte vermieden wird, erlaubt eine Minimierung des Fermentationsprozesses. Auch offenbart der Säuregrad des Öls seine Qualitätststufe. Hochwertige Öle weisen einen Gehalt freier Fettsäuren von 0,1 bis 0,3% aus. Leider kann man diese Angaben auf den Flaschen meist nicht finden, sodass man sich bei der Suche nach einem qualitativ hochwertigen Olivenöl in erster Linie auf seinen Gaumen verlassen muss: Das Olivenöl sollte leicht bitter schmecken und ein Kratzen um Hals hinterlassen!
Wer sich nicht auf seinen Gaumen verlassen möchte, dem rate ich einen kompetenten Händler für den Olivenölkauf aufzusuchen, der bei der Auswahl beraten kann. Auch Olivenöltests, zum Beispiel vom Feinschmecker-Magazin, können helfen. Oder aber man plant bei seinem nächsten Italien-, Spanien- oder Griechenlandurlaub einfach den Besuch beim Olivenbauern ein, um das Öl direkt vom Erzeuger zu erhalten und vielleicht sogar beim Herstellungsprozess zuzusehen! Wem das wiederum zu aufwändig ist, der hat mittlerweile auch über das Internet die Möglichkeit, Olivenöl so direkt wie möglich vom Erzeuger und ohne viele Zwischenhändler zu kaufen, zum Beispiel über Reine Olive No. 1 oder die arteFakt Olivenölkampagne.
Wenn man dann endlich "sein" Olivenöl bester Qualität gefunden hat, belohnt einen das flüssige Gold mit einem Aroma, das seines gleichen sucht und aus einem Gericht ein Geschmackserlebnis macht! Einfach Olivenöl auf einen Teller geben, etwas Salz und Pfeffer darüber verteilen, ein frisches Ciabatta hinein tunken, die Augen schließen und genießen! Oder wie wäre es mit Rote Bete-Carpaccio an Hüttenkäse und Olivenöl?
Shopping-Liste für Rote Bete-Carpaccio an Hüttenkäse und Olivenöl (ca. 4 Vorspeiseportionen): 350g Rote Bete (ca. 3-4 Knollen), 200g Hüttenkäse, ca. 1/4-1/2 TL Meersalz, 2 TL Sonnenblumenkerne, 1/2 Schälchen Kresse, ca. 6-8 EL Olivenöl bester Qualität, Pfeffer
Was ist zu tun? Rote Bete waschen, schälen und mithilfe eines Gemüsehobels in sehr dünne Scheiben schneiden und beiseite stellen. Das Salz zum Hüttenkäse geben und vermengen (einmal kurz abschmecken und je nach Geschmack noch etwas mehr Salz hinzufügen). Nebenbei, die Sonnenblumenkerne in einer beschichteten Pfanne oder Topf rösten, bis sie leicht braun werden. Die Kresse waschen und dann vorsichtig trocken tupfen.
Die Rote Bete-Scheiben kreisförmig auf den Tellern anrichten und den Hüttenkäse in die Mitte des Kreises geben. Darauf die Kresse drapieren. Ca. 2 EL Olivenöl pro Teller auf die Rote Bete verteilen. Zum Schluss etwas frischen Pfeffer darüber streuen.
Wer noch mehr über Qualitätsmerkmale und die gesunden Inhaltsstoffe von Olivenöl erfahren möchte, wird auf der Internetseite "Zentrum für Gesundheit" fündig, von der ich einige, der hier angegebenen Informationen habe.
Montag, 11. Juni 2012
Essen ist ein Fest!
Spanische Tapas, italienische Antipasti oder venezianische Cicchetti, griechische, arabische oder türkische Meze. Zu Deutsch: Kleinigkeiten, Häppchen, Appetitanreger. Allerdings versinnbildlicht keine dieser Bezeichnungen die große Kultur der kleinen Speisen in den südländischen Küchen richtig. Klar, in der deutschen oder auch anderen nördlicheren Küchen sind sie in dieser Form auch nicht verankert. Aber wieso eigentlich?
Bei meinen Recherchen dazu habe ich unter anderem herausgefunden, dass die griechischen Meze oder Mezedes ursprünglich in Kaffeehäusern als Form der Gastfreundschaft serviert wurden. Auch die italienischen Antipasti werden in einer Menüabfolge nicht unbedingt als Vorspeise serviert, sondern eher vor dem richtigen Abendessen in einer Bar zu Prosecco oder Vino Bianco gereicht. Als Symbol der Gastfreundschaft kann man sie ebenfalls verstehen, denn wenn man zum Aperitivo in eine Bar geht, zahlt man nur für das Getränk, das Antipastibuffet gibt es sozusagen umsonst dazu. In beiden Fällen spielt also ein gastfeundschaftlicher Aspekt eine wichtige Rolle, wenn gefüllte Weinblätter, Grillgemüse, Prosciutto und weitere Köstlichkeiten serviert werden.
Bei Antipasti, Tapas & Co. geht es aber auch und im Besonderen um Gesellschaft! In Spanien, genauso wie in Italien, werden Tapas oder Pinchos in erster Linie in Bars verspeist und zwar mit der Familie, Freunden oder Bekannten. Dazu gibt es ein Caña (ein kleines Bier) und man unterhält sich. Welchen Stellenwert das soziale Zusammenkommen in Spanien hat, zeigt der Fakt, dass Spanien als Land mit den meisten Bars pro Kopf bekannt ist!
In der Türkei können die landestypischen Meze einen Teil der Hauptmahlzeit am Mittag oder Abend darstellen. Gerade beim Abendessen begleiten die Meze dabei das Essen bis über die Hauptspeise hinweg den ganzen Abend. Generell werden in der Türkei nie nur Getränke serviert! Immer gibt es Meze oder Salat dazu, wie ich von einem Bekannten weiß. Es geht bei dem Verzehr der türkischen Appetitanreger also ebenfalls um Gesellschaft und Geselligkeit!
Die Schlussfolgerung, die ich aus der hier genannten Esskulturen ziehe, ist, dass die südländischen Häppchen auf dem Stellenwert des Essens sowie der Freude am gesellschaftlichen Zusammenkommen beruhen. Speisen bedeutet hier nicht einfach nur das Aufnehmen von Nahrung und sich treffen bedeutet nicht einfach nur zusammen sitzen. Vielmehr ergänzt das eine das andere! Man kommt zusammen, tauscht sich aus, lacht, trinkt und dabei genießt, speist oder nascht man gemeinsam. Besonders praktisch und kommunikativ sind dabei natürlich kleine Häppchen! Aber egal ob nun kleine Portionen oder die vollumfängliche Mahlzeit, in den südlichen Ländern wird aus dem Essen generell immer eis Fest, ein Fest der Geselligkeit!
Ich finde wir können uns öfters ein Beispiel an Italien, Spanien, der Türkei und Griechenland nehmen und die Mahlzeit zu einem gesellschaftlichen Fest machen! Denn essen sollte nicht nur gleich essen sein, es sollte vielmehr ein Genuss sein und wie kann man besser genießen als mit den Menschen, die man gern hat?
Shopping-Liste für Auberginen-Röllchen mit einer Ricotta-Feigen-Füllung (eine italienische Kleinigkeit): 2 mittelgroße Auberginen (ca. 400g), 200g Ricotta, 3 getrocknete Feigen (ca. 50g), 3 TL Pinienkerne, 1-2 Knoblauchzehen (zerdrückt), abgeriebene Schale 1 Bio-Zitrone, Chiliflocken, 50ml Olivenöl, Salz, Pfeffer
To Do's: Den Backofen auf 200°C vorheizen. Olivenöl mit Knoblauch, Zitronenschale, Salz und Pfeffer vermengen. Auberginen in ca. 3mm breite Scheiben schneiden und mit der Olivenöl-Marinade von beiden Seiten bepinseln und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Die Auberginenscheiben ca. 5-7 Minuten im Ofen auf oberster Schiene backen (die Ränder sollten leicht bräunlich sein).
In der Zwischenzeit, die Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. Danach grob zerkleinern. Die Feigen in kleine Stücke schneiden. Ca. 4-6 EL Wasser erhitzen, die Feigenstücke hinzugeben und kurz aufkochen lassen. Dann beiseite stellen und ca. 5 Minuten quellen lassen. Den Ricotta in ein Schüsselchen geben und Pinienkerne, Feigen und etwas Chiliflocken hinzugeben und gründlich verrühren. Je nach Geschmack etwas mehr Chiliflocken hinzugeben.
Pro Auberginenscheibe ca. 1 TL der Ricottafüllung nehmen und vorsichtig einrollen. Ggf. mit Zahnstochern befestigen. Und zum Schluss in Gesellschaft genießen.
Wer möchte kann die Auberginenröllchen mit Rucola und einer leichten Vinaigrette aus Olivenöl, Zitronensaft, Salz und Pfeffer servieren.
Bei meinen Recherchen dazu habe ich unter anderem herausgefunden, dass die griechischen Meze oder Mezedes ursprünglich in Kaffeehäusern als Form der Gastfreundschaft serviert wurden. Auch die italienischen Antipasti werden in einer Menüabfolge nicht unbedingt als Vorspeise serviert, sondern eher vor dem richtigen Abendessen in einer Bar zu Prosecco oder Vino Bianco gereicht. Als Symbol der Gastfreundschaft kann man sie ebenfalls verstehen, denn wenn man zum Aperitivo in eine Bar geht, zahlt man nur für das Getränk, das Antipastibuffet gibt es sozusagen umsonst dazu. In beiden Fällen spielt also ein gastfeundschaftlicher Aspekt eine wichtige Rolle, wenn gefüllte Weinblätter, Grillgemüse, Prosciutto und weitere Köstlichkeiten serviert werden.
Bei Antipasti, Tapas & Co. geht es aber auch und im Besonderen um Gesellschaft! In Spanien, genauso wie in Italien, werden Tapas oder Pinchos in erster Linie in Bars verspeist und zwar mit der Familie, Freunden oder Bekannten. Dazu gibt es ein Caña (ein kleines Bier) und man unterhält sich. Welchen Stellenwert das soziale Zusammenkommen in Spanien hat, zeigt der Fakt, dass Spanien als Land mit den meisten Bars pro Kopf bekannt ist!
In der Türkei können die landestypischen Meze einen Teil der Hauptmahlzeit am Mittag oder Abend darstellen. Gerade beim Abendessen begleiten die Meze dabei das Essen bis über die Hauptspeise hinweg den ganzen Abend. Generell werden in der Türkei nie nur Getränke serviert! Immer gibt es Meze oder Salat dazu, wie ich von einem Bekannten weiß. Es geht bei dem Verzehr der türkischen Appetitanreger also ebenfalls um Gesellschaft und Geselligkeit!
Die Schlussfolgerung, die ich aus der hier genannten Esskulturen ziehe, ist, dass die südländischen Häppchen auf dem Stellenwert des Essens sowie der Freude am gesellschaftlichen Zusammenkommen beruhen. Speisen bedeutet hier nicht einfach nur das Aufnehmen von Nahrung und sich treffen bedeutet nicht einfach nur zusammen sitzen. Vielmehr ergänzt das eine das andere! Man kommt zusammen, tauscht sich aus, lacht, trinkt und dabei genießt, speist oder nascht man gemeinsam. Besonders praktisch und kommunikativ sind dabei natürlich kleine Häppchen! Aber egal ob nun kleine Portionen oder die vollumfängliche Mahlzeit, in den südlichen Ländern wird aus dem Essen generell immer eis Fest, ein Fest der Geselligkeit!
Ich finde wir können uns öfters ein Beispiel an Italien, Spanien, der Türkei und Griechenland nehmen und die Mahlzeit zu einem gesellschaftlichen Fest machen! Denn essen sollte nicht nur gleich essen sein, es sollte vielmehr ein Genuss sein und wie kann man besser genießen als mit den Menschen, die man gern hat?
Shopping-Liste für Auberginen-Röllchen mit einer Ricotta-Feigen-Füllung (eine italienische Kleinigkeit): 2 mittelgroße Auberginen (ca. 400g), 200g Ricotta, 3 getrocknete Feigen (ca. 50g), 3 TL Pinienkerne, 1-2 Knoblauchzehen (zerdrückt), abgeriebene Schale 1 Bio-Zitrone, Chiliflocken, 50ml Olivenöl, Salz, Pfeffer
To Do's: Den Backofen auf 200°C vorheizen. Olivenöl mit Knoblauch, Zitronenschale, Salz und Pfeffer vermengen. Auberginen in ca. 3mm breite Scheiben schneiden und mit der Olivenöl-Marinade von beiden Seiten bepinseln und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Die Auberginenscheiben ca. 5-7 Minuten im Ofen auf oberster Schiene backen (die Ränder sollten leicht bräunlich sein).
In der Zwischenzeit, die Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. Danach grob zerkleinern. Die Feigen in kleine Stücke schneiden. Ca. 4-6 EL Wasser erhitzen, die Feigenstücke hinzugeben und kurz aufkochen lassen. Dann beiseite stellen und ca. 5 Minuten quellen lassen. Den Ricotta in ein Schüsselchen geben und Pinienkerne, Feigen und etwas Chiliflocken hinzugeben und gründlich verrühren. Je nach Geschmack etwas mehr Chiliflocken hinzugeben.
Pro Auberginenscheibe ca. 1 TL der Ricottafüllung nehmen und vorsichtig einrollen. Ggf. mit Zahnstochern befestigen. Und zum Schluss in Gesellschaft genießen.
Wer möchte kann die Auberginenröllchen mit Rucola und einer leichten Vinaigrette aus Olivenöl, Zitronensaft, Salz und Pfeffer servieren.
Montag, 16. April 2012
Risotto - Zitrone - Prosecco - Grüner Spargel
In manchen Restaurants dieser Welt werden Gerichte in einer sehr puristischen Art und Weise beschrieben. Der Fokus wird auf das Wesentliche - die verwendeten Zutaten - gelegt und die mögliche Zubereitungsart wird der Phantasie des Gastes überlassen. Was könnte bei "Schwarzer und weißer Sesam", "Saurer Blattkohl im Frühjahr, Ziegenquark und Spitzpaprika" oder "Schokolade, Karamellbonbon und Sojamilch" herauskommen?
Das Menü des Berliner Sternerestaurants reinstoff, das diese Gerichte suggeriert, ist klar formuliert, schlicht gehalten und nicht überladen. Ich mag Menükarten, die in dieser Art aufgebaut sind! Die Wahl wird rein anhand der Zutaten getroffen und man wird von nichts anderem abgelenkt. Wir werden heutzutage an so vielen stellen mit unnötigen Informationen überfrachtet, dass ich gerade beim Essen gehen klare und überschaubare Menükarten schätzen gelernt habe.
Eine Menükarte wie das reinstoff aufzubauen finde ich sehr raffiniert! Nicht nur wird es dem Gast einfach gemacht sich zu entscheiden. (Neben einer überschaubaren Auswahl weiß ich auch sofort ob ich Ziegenquark oder Schokolade mag, ob diese nun in Form einer Füllung, flüssig oder fest serviert werden.) Sondern es wird zusätzlich einen Spannungseffekt kreiert. Wie genau wird mein Gericht wohl aussehen? Wie wird der weiße und schwarze Sesam zubereitet sein?
Auch ich möchte mich an dieser Stelle auf das Wesentliche konzentrieren und Spannung schaffen auch wenn diese im direkt folgenden Rezept gleich wieder aufgehoben wird: Risotto, Zitrone, Prosecco und grüner Spargel.
Shopping-Liste (2-3 Portionen): 200g Risottoreis, 400g grüner Spargel, 3 Frühlingszwiebeln, 150ml Prosecco, ca. 500ml Gemüsebrühe oder -fond, Schale 1/2 Zitrone, 20g frisch geriebenen Parmesan, 20g Butter, Olivenöl, Puderzucker, Fleur de Sel und Pfeffer
To Do's: Reis waschen. Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden. etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und Zwiebelringe darin ca. 1 Minute andünsten. Reis hinzugeben und ebenfalls andünsten, bis dieser leicht glasig ist. Mit dem Prosecco ablöschen und unter ständigem Rühren verkochen lassen.
Heiße Gemüsebrühe kellenweise hinzugeben und unter gelegentlichem Rühren verkochen lassen. Zwischen dem Rühren mit Deckel bedecken. Dies so lange wiederholen, bis das Risotto cremig ist und der Reis noch einen leichten Biss hat (ca. 30 Minuten).
Nebenbei den Spargel waschen, die Enden abschneiden und das untere Drittel schälen. In einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen und den Spargel darin anbraten, mit Puderzucker leicht bestäuben und diesen kurz karamellisieren lassen. Der Spargel sollte stellenweise eine leichte Bräune erhalten.
Vor dem Servieren Parmesan, Butter und Zitronenschale unter das Risotto rühren und es mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Risotto auf die Teller verteilen und den Spargel darauf drapieren.
Das Menü des Berliner Sternerestaurants reinstoff, das diese Gerichte suggeriert, ist klar formuliert, schlicht gehalten und nicht überladen. Ich mag Menükarten, die in dieser Art aufgebaut sind! Die Wahl wird rein anhand der Zutaten getroffen und man wird von nichts anderem abgelenkt. Wir werden heutzutage an so vielen stellen mit unnötigen Informationen überfrachtet, dass ich gerade beim Essen gehen klare und überschaubare Menükarten schätzen gelernt habe.
Eine Menükarte wie das reinstoff aufzubauen finde ich sehr raffiniert! Nicht nur wird es dem Gast einfach gemacht sich zu entscheiden. (Neben einer überschaubaren Auswahl weiß ich auch sofort ob ich Ziegenquark oder Schokolade mag, ob diese nun in Form einer Füllung, flüssig oder fest serviert werden.) Sondern es wird zusätzlich einen Spannungseffekt kreiert. Wie genau wird mein Gericht wohl aussehen? Wie wird der weiße und schwarze Sesam zubereitet sein?
Auch ich möchte mich an dieser Stelle auf das Wesentliche konzentrieren und Spannung schaffen auch wenn diese im direkt folgenden Rezept gleich wieder aufgehoben wird: Risotto, Zitrone, Prosecco und grüner Spargel.
Shopping-Liste (2-3 Portionen): 200g Risottoreis, 400g grüner Spargel, 3 Frühlingszwiebeln, 150ml Prosecco, ca. 500ml Gemüsebrühe oder -fond, Schale 1/2 Zitrone, 20g frisch geriebenen Parmesan, 20g Butter, Olivenöl, Puderzucker, Fleur de Sel und Pfeffer
To Do's: Reis waschen. Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden. etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und Zwiebelringe darin ca. 1 Minute andünsten. Reis hinzugeben und ebenfalls andünsten, bis dieser leicht glasig ist. Mit dem Prosecco ablöschen und unter ständigem Rühren verkochen lassen.Heiße Gemüsebrühe kellenweise hinzugeben und unter gelegentlichem Rühren verkochen lassen. Zwischen dem Rühren mit Deckel bedecken. Dies so lange wiederholen, bis das Risotto cremig ist und der Reis noch einen leichten Biss hat (ca. 30 Minuten).
Nebenbei den Spargel waschen, die Enden abschneiden und das untere Drittel schälen. In einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen und den Spargel darin anbraten, mit Puderzucker leicht bestäuben und diesen kurz karamellisieren lassen. Der Spargel sollte stellenweise eine leichte Bräune erhalten.
Vor dem Servieren Parmesan, Butter und Zitronenschale unter das Risotto rühren und es mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Risotto auf die Teller verteilen und den Spargel darauf drapieren.
Montag, 27. Februar 2012
Urlecker: Urkarotte
Wie allerdings bei so vielen Dingen in ihrer reinen Ursprungsform, hat auch die Urkarotte mehr zu bieten als ihre Nachfolgerin, die durch die Kreuzung an Eigenschaften und Inhaltsstoffen verlor. Die Urkarotte weist einen höheren Gehalt an Vitaminen, Antioxidantien und Karotin auf, ihr Geschmack ist intensiver und sie ist robuster! Wer sich dennoch von ihrem äußerlichen Erscheinen abschrecken lässt, dem soll gesagt sein, dass diese ursprüngliche Karotte ein herrliches Farbenspiel aus Violett und Orange offenbart, sobald sie geschält ist!
Einsetzen kann man die Urmöhre genau so wie die bekanntere Schwester auch! Ich habe mich an dieser Stelle entschieden, dies in Form einer Urkarotten-Kokos-Suppe zu tun. Urlecker!
To Do's: Die Urkarotten schälen und grob zerkleinern, die Schalotten und den Ingwer fein würfeln. Das Öl in einem Topf erhitzen und die Schalotten kurz glasig andünsten. Den Ingwer und die Urkarottenscheiben hinzugeben und für ca. 2 Minuten ebenfalls andünsten. Das Currypulver zufügen und kurz anrösten. Mit 350 ml Gemüsebrühe ablöschen, aufkochen und dann bei geschlossenem Deckel ca. 15 Minuten bei niedriger Hitze garen (bis die Karotten weich sind).
Die Suppe mit einem Pürierstab fein pürieren. Das Kokosmilch hinzufügen und abhängig von der Konsistenz ggf. noch etwas mehr Gemüsebrühe hinzufügen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und vor dem Servieren noch einmal aufkochen und mit dem Pürierstab aufschäumen. Mit Gemüsechips oder Kokosraspeln servieren.
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Vorspeise
Sonntag, 19. Februar 2012
Vegetarische Vielfalt
Normalerweise bin ich in der Küche sehr schöpferisch unterwegs: probiere
aus, ändere ab, experimentiere und kreiere. Kochbücher sind für mich eher eine
Quelle der Inspiration und nicht eine strikte Anweisung, die es zu befolgen
gilt. Ab und an überzeugt mich eine Rezeptvorlage jedoch so sehr, dass ich ihn
nachkochen muss.
"Gemüse satt!" hat in dieser Hinsicht einiges zu bieten! Das vegetarische Kochbuch trifft an so vielen Stellen genau meinen Geschmack, dass ich sogar mehr als nur ein Rezept nach Plan kochte.
Mit raffinierten Gerichten und puristischen Fotoaufnahmen ebendieser, hat es meiner Meinung nach das Potential auch noch so überzeugte Fleischliebhaber zu einer vegetarischen Mahlzeit zu verleiten. „Mini-Crêpe mit Kerbel, Auberginenkaviar und Granatapfelkernen“, „Kartoffelpuffer mit Oliven und pochierten Eiern“, „Gratinierte Gnocchi mit Ricotta und Petersilienbutter“ oder „Schokoladentarte mit Salzkaramell“ zeigen die Vielfalt und Kreativität der vegetarischen Küche, die von Fleischessern doch noch oft als langweilig und einseitig bezeichnet wird.
Ich habe mich an dieser Stelle entschieden, die pikanten Kürbistartellets aus der Rubrik „Vorspeisen & kleine Gerichte“, die mir besonders gut geschmeckt haben, vorzustellen. Hier fügen sich würzige Harissa-Paste, salziger Feta mit süßlichem Kürbis und mildem Frischkäse zu einem vielseitigem Geschmackserlebnis zusammen! Bei den „400g Kürbis“ habe ich mich für Butternusskürbis entschieden, der „Blätterteig“ wurde bei mir zu Vollkornblätterteig und der „Frischkäse“ zu Ziegenfrischkäse. Was ansonsten in das Gericht gehört:
400g Butternusskürbis (Kerne entfernt und in Halbmonde geschnitten, ca. 5cm lang), 300g Vollkornblätterteig (z.B. von Moin), 100g Feta, 2 EL Ziegenfrischkäse, 1 EL Harissa, 1 Ei, 1-2 TL Thymian, 1 EL Olivenöl, Fleur de Sel, Pfeffer, Backpapier
To Do’s: Den Backofen auf 200°C vorheizen. Kürbismonde auf einem mit Backpapier belegten Blech verteilen, Olivenöl mit einem Pinsel darauf verteilen, mit Salz und Pfeffer bestreuen und ca. 15 Minuten im Backofen backen. Danach das Blech aus dem Backofen nehmen und beiseite stellen. Backofen nicht abschalten.
In der Zwischenzeit den Blätterteig auftauen lassen und die Harissamischung vorbereiten. Hierfür Harissa, Ei, Frischkäse und die Hälfte des Fetas (zerbröselt) mit einer Gabel verquirlen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Außerdem die andere Hälfte des Fetas in kleine Würfel schneiden.
Den Blätterteig von moin (6 Scheiben) jeweils halbieren oder falls ein anderer Blätterteig verwendet wird, diesen ggf. ausrollen und in 12 gleichgroße Rechtecke schneiden. Diese auf ein mit Backpapier belegtem Blech legen und jeweils mit der Harissamischung bestreichen, sodass ein fingerbreiter Rand bleibt. Kürbismonde und Fetawürfel darauf legen und mit Thymian bestreuen. In den Backofen geben und 15-20 Minuten backen, bis der Blätterteig aufgegangen ist und die Fetawürfel leicht angebräunt sind.
Auf den Geschmack gekommen? „Gemüse Satt!“ von Alice Hart gibt es hier.
Wo es Moin-Blätterteig zu kaufen gibt, erfahrt Ihr hier.
"Gemüse satt!" hat in dieser Hinsicht einiges zu bieten! Das vegetarische Kochbuch trifft an so vielen Stellen genau meinen Geschmack, dass ich sogar mehr als nur ein Rezept nach Plan kochte.
Mit raffinierten Gerichten und puristischen Fotoaufnahmen ebendieser, hat es meiner Meinung nach das Potential auch noch so überzeugte Fleischliebhaber zu einer vegetarischen Mahlzeit zu verleiten. „Mini-Crêpe mit Kerbel, Auberginenkaviar und Granatapfelkernen“, „Kartoffelpuffer mit Oliven und pochierten Eiern“, „Gratinierte Gnocchi mit Ricotta und Petersilienbutter“ oder „Schokoladentarte mit Salzkaramell“ zeigen die Vielfalt und Kreativität der vegetarischen Küche, die von Fleischessern doch noch oft als langweilig und einseitig bezeichnet wird.
Ich habe mich an dieser Stelle entschieden, die pikanten Kürbistartellets aus der Rubrik „Vorspeisen & kleine Gerichte“, die mir besonders gut geschmeckt haben, vorzustellen. Hier fügen sich würzige Harissa-Paste, salziger Feta mit süßlichem Kürbis und mildem Frischkäse zu einem vielseitigem Geschmackserlebnis zusammen! Bei den „400g Kürbis“ habe ich mich für Butternusskürbis entschieden, der „Blätterteig“ wurde bei mir zu Vollkornblätterteig und der „Frischkäse“ zu Ziegenfrischkäse. Was ansonsten in das Gericht gehört:
400g Butternusskürbis (Kerne entfernt und in Halbmonde geschnitten, ca. 5cm lang), 300g Vollkornblätterteig (z.B. von Moin), 100g Feta, 2 EL Ziegenfrischkäse, 1 EL Harissa, 1 Ei, 1-2 TL Thymian, 1 EL Olivenöl, Fleur de Sel, Pfeffer, Backpapier
To Do’s: Den Backofen auf 200°C vorheizen. Kürbismonde auf einem mit Backpapier belegten Blech verteilen, Olivenöl mit einem Pinsel darauf verteilen, mit Salz und Pfeffer bestreuen und ca. 15 Minuten im Backofen backen. Danach das Blech aus dem Backofen nehmen und beiseite stellen. Backofen nicht abschalten.
In der Zwischenzeit den Blätterteig auftauen lassen und die Harissamischung vorbereiten. Hierfür Harissa, Ei, Frischkäse und die Hälfte des Fetas (zerbröselt) mit einer Gabel verquirlen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Außerdem die andere Hälfte des Fetas in kleine Würfel schneiden.
Den Blätterteig von moin (6 Scheiben) jeweils halbieren oder falls ein anderer Blätterteig verwendet wird, diesen ggf. ausrollen und in 12 gleichgroße Rechtecke schneiden. Diese auf ein mit Backpapier belegtem Blech legen und jeweils mit der Harissamischung bestreichen, sodass ein fingerbreiter Rand bleibt. Kürbismonde und Fetawürfel darauf legen und mit Thymian bestreuen. In den Backofen geben und 15-20 Minuten backen, bis der Blätterteig aufgegangen ist und die Fetawürfel leicht angebräunt sind.
Auf den Geschmack gekommen? „Gemüse Satt!“ von Alice Hart gibt es hier.
Wo es Moin-Blätterteig zu kaufen gibt, erfahrt Ihr hier.
Sonntag, 15. Januar 2012
Tolle Knolle
Insalata Caprese oder einfach Tomaten-Mozzarella ist definitiv ein Salatklassiker. Insbesondere im Sommer, wenn es draußen heiß ist, haben die knackige Tomaten und der leichter Mozzarella eine erfrischende Wirkung. Und im Winter?
Nun, im Winter sind die Tomaten nicht so knackig und Erfrischung ist bei den kühlen Temperaturen natürlich auch nicht gefragt. Wer aber dennoch nicht auf seinen Insalata Caprese verzichten möchte, der kann sich einfach einmal in der saisonalen Gemüsewelt, die der Winter zu bieten hat, umsehen. Dabei stößt man ganz schnell auf eine tolle Knolle, die nicht nur farblich an die sommerliche Tomate herankommt, sondern auch geschmacklich ganz wunderbar mit Mozzarella harmoniert. Hinzu kommt, dass sie wertvolle Vitamine (B1, B2, B6 und C) und Mineralstoffe (u.a. Kalium, Kalzium, Eisen, Magnesium, Zink) bietet, die den Körper gegen die eisigen Temperaturen schützen. Und gepaart mit Büffelmozzarella und Petersilienpesto ergibt sie einen sehr geschmackvollen und nährstoffreichen Wintersalat: die Rote Bete.
Shopping-Liste für winterlichen Caprese mit Rote Bete und Petersilienpesto (für 4 Vorspeise-Portionen): ca. 250g rote Beete (2-3 Knollen), 2 Päckchen Büffelmozzarella, 1 Bund glatte Petersilie, 3 EL Mandelstifte, 1/2 TL Rohrohrzucker, 1/4 TL frisch geriebene Zitronenschale, 2 EL frischer Zitronensaft, 2 EL Arganöl, 5 EL Olivenöl, 1 Prise Salz
To Do`s: Die Rote Bete (ungeschält) für 50-60 Minuten im Ofen bei 180°C backen.
Währenddessen das Pesto zubereiten. Dafür die Mandelstifte in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis sie goldbraun sind. Danach abkühlen lassen. Die Petersilie fein hacken und zusammen mit den Mandelstiften, Zitronenschale und -saft, Zucker, Salz und Arganöl mixen oder mit einem Zauberstab fein pürieren. Dann das Olivenöl hinzugeben und vermengen (je nach Konsistenz noch etwas mehr Olivenöl hinzugeben).
Die gebackenen Rote Bete-Knollen abkühlen lassen, schälen und dann in dünne Scheiben schneiden. Den Mozzarella ebenfalls in dünne Scheiben schneiden und abwechselnd mit den Rote Bete-Scheiben auf einen Tellern drapieren. Das Pesto darüber verteilen und noch einen Schuß mehr Olivenöl auf jeden Teller geben. Fertig!
Nun, im Winter sind die Tomaten nicht so knackig und Erfrischung ist bei den kühlen Temperaturen natürlich auch nicht gefragt. Wer aber dennoch nicht auf seinen Insalata Caprese verzichten möchte, der kann sich einfach einmal in der saisonalen Gemüsewelt, die der Winter zu bieten hat, umsehen. Dabei stößt man ganz schnell auf eine tolle Knolle, die nicht nur farblich an die sommerliche Tomate herankommt, sondern auch geschmacklich ganz wunderbar mit Mozzarella harmoniert. Hinzu kommt, dass sie wertvolle Vitamine (B1, B2, B6 und C) und Mineralstoffe (u.a. Kalium, Kalzium, Eisen, Magnesium, Zink) bietet, die den Körper gegen die eisigen Temperaturen schützen. Und gepaart mit Büffelmozzarella und Petersilienpesto ergibt sie einen sehr geschmackvollen und nährstoffreichen Wintersalat: die Rote Bete.
Shopping-Liste für winterlichen Caprese mit Rote Bete und Petersilienpesto (für 4 Vorspeise-Portionen): ca. 250g rote Beete (2-3 Knollen), 2 Päckchen Büffelmozzarella, 1 Bund glatte Petersilie, 3 EL Mandelstifte, 1/2 TL Rohrohrzucker, 1/4 TL frisch geriebene Zitronenschale, 2 EL frischer Zitronensaft, 2 EL Arganöl, 5 EL Olivenöl, 1 Prise Salz
To Do`s: Die Rote Bete (ungeschält) für 50-60 Minuten im Ofen bei 180°C backen.
Währenddessen das Pesto zubereiten. Dafür die Mandelstifte in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis sie goldbraun sind. Danach abkühlen lassen. Die Petersilie fein hacken und zusammen mit den Mandelstiften, Zitronenschale und -saft, Zucker, Salz und Arganöl mixen oder mit einem Zauberstab fein pürieren. Dann das Olivenöl hinzugeben und vermengen (je nach Konsistenz noch etwas mehr Olivenöl hinzugeben).
Die gebackenen Rote Bete-Knollen abkühlen lassen, schälen und dann in dünne Scheiben schneiden. Den Mozzarella ebenfalls in dünne Scheiben schneiden und abwechselnd mit den Rote Bete-Scheiben auf einen Tellern drapieren. Das Pesto darüber verteilen und noch einen Schuß mehr Olivenöl auf jeden Teller geben. Fertig!
Donnerstag, 17. November 2011
Kürbissüchtig
Es ist soweit! Mit dem mittlerweile 6ten Kürbisrezept auf dieser Seite, komme ich an dieser Stelle nun nicht mehr darum herum, eine meiner großen Schwächen preiszugeben: Ich bin kürbissüchtig!
Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass der Kürbis mit seinen goldgelben und orangen Farbnuancen als Inbegriff für den Herbst steht oder dass man auf den Wochenmärkten sowieso an keinem Gemüsestand vorbeikommt, ohne von der großen Auswahl an Muskat, Hokkaido, Bischofsmütze und Butternuss verführt zu werden. Ein weiterer Grund könnten auch die wertvollen Inhaltsstoffe, mit denen der Kürbis prall gefüllt ist, sein. Oder aber es liegt schlichtweg daran, dass Kürbisse einfach unglaublich wandelbar sind, sodass einem bei den unzähligen Zubereitungsmöglichkeiten einfach nicht langweilig werden kann!
Auch wenn der ein oder andere nun meint, sich in dieser Kürbissaison bereits an dem orangenen Gemüse übergessen zu haben, bin ich überzeugt, dass das Kürbisrezept, das ich an dieser Stelle vorstelle, ihn eines Besseren belehren wird! Denn hier vermischen sich die Aromen von Hokkaido, Kürbiskernen und Kürbiskernöl zu einem geschmacklich vielfältigem Kürbispesto, das wundervoll auf ein knuspriges Ciabatta oder zu Spaghetti, Orecchiette & Co. passt.
Shopping-Liste (hier für ca. 3 Hauptspeisen mit Pasta): 150g Hokkaidokürbis (das Fleisch), 50g Kürbiskerne, 75ml Olivenöl, 25ml Kürbiskernöl, 3 EL frisch geriebener Parmesan, 1 TL frisch geriebene Zitronenschale, 1 Handvoll frische glatte Petersilie, ca. 50ml Nudelwasser, 300g Orecchiette (Alternative: glutenfreie Penne), Salz und Pfeffer
To Do`s: Den Backofen auf 200°C vorheizen. Den Kürbis waschen, Kerne entfernen und in Würfel schneiden (wichtig: die Kürbiswürfel sollten die 150g ergeben). Die Würfel auf einem mit Backpapier belegten Blech verteilen und für ca. 25 Minuten backen (der Kürbis sollte danach schön weich sein).
In der Zwischenzeit die Kürbiskerne in einer beschichteten Pfanne ohne fett rösten sowie die Nudeln gemäß Verpackung zubereiten (wichtig: das Nudelwasser ausreichend salzen und mindestens 50ml davon für das Pesto auffangen).
Kürbiswürfel, Kürbiskerne, Kürbiskernöl, Olivenöl, Zitronenschale sowie Petersilie in einem Mixer oder mit einem Zauberstab nicht zu fein pürieren. Den Parmesan mit einem Löffel unterheben. Nudelwasser hinzugeben - je nach Konsistenz ggf. mehr als 50ml -, und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Schluss mit den al dente gekochten Orecchiette vermengen und servieren.
Dienstag, 25. Oktober 2011
Heiße Süßkartoffelsuppe
Im Herbst und Winter gibt es für mich nichts besseres als eine heiße Suppe! In dieser Zeit würde ih am liebsten jedes Gemüse in eine heiße Brühe verwandeln, denn obwohl ich ein Herbstkind bin, muss ich mich jedes Jahr wieder aufs Neue an das raue Wetter gewöhnen!
Besonders erfreue ich mich an Suppen, die vor Vitaminen und Mineralien nur so überquellen. Wie kann man das erreichen? Nun, die einfachste Variante ist, sich ein Gemüse heraus zu suchen, das an sich schon reich Nährstoffen ist.
Der Kürbis ist schonmal nicht schlecht oder auch Topinambur - wenn wir mal beim Wintergemüse bleiben wollen -, die Süßkartoffel ist vom Nährstoffgehalt jedoch schlichtweg unschlagbar. Von Antioxidantien, über Kalium und Zink bis hin zu Vitamin C, B und E bietet sie Inhaltsstoffe, die gerade bei den kalten Herbsttemperaturen das Immunsystem stärken! Perfekt für dieses Suppenrezept: Süßkartoffelsuppe mit Limettenschmand.
Shopping-Liste (3-4 Portionen): 400g Süßkartoffeln, 1 Zwiebel, 2 Tomaten, 1 kleine Knoblauchzehe, 1 daumengroßes Stück Ingwer (wärmt auch sehr von innen!), 2 EL Rapsöl, 1/2 l Gemüsebrühe, 2 Handvoll frischer Koriander, 100g Schmand oder Creme fraiche (alternativ auch die laktosefreie Version oder Sojajoghurt), Schale und Saft einer Limette, Salz und Pfeffer
To Do's: Süßkartoffeln waschen, schälen und in Würfel schneiden. Die Zwiebel ebenfalls würfeln (nur viel feiner) sowie Knoblauch und Ingwer fein hacken. Die Tomaten häuten (kreuzförmig einschneiden, kurz in kochendes Wasser geben, abschrecken und Haut abziehen), den Strunk großzügig entfernen und grob zerkleinern.
Rapsöl in einem Topf erhitzen. Zwiebeln und Ingwer darin andünsten, bis die Zwiebeln glasig sind. Die Süßkartoffelwürfel hinzugeben und ebenfalls für ein paar Minuten andünsten. Ebenso die Tomaten dazugeben und das Ganze für ein paar weitere Minuten andünsten. Dann mit der Gemüsebrühe ablöschen. Die Suppe kurz aufkochen lassen und die Temperatur danach auf mittlere Hitze reduzieren. Eine Handvoll Koriander unterrühren und für ca. 15 bis 20 Minuten köcheln lassen, bis die Süßkartoffeln weich sind.
In der Zwischenzeit die Schale der Limette abreiben, den Saft auspressen und beides mit dem Schmand vermengen.
Die Suppe fein pürieren. Je nach Konsistenz noch etwas Gemüsebrühe hinzugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit einem Klecks Limettenschmand sowie den restlichen Korianderblättern servieren.
Besonders erfreue ich mich an Suppen, die vor Vitaminen und Mineralien nur so überquellen. Wie kann man das erreichen? Nun, die einfachste Variante ist, sich ein Gemüse heraus zu suchen, das an sich schon reich Nährstoffen ist.
Der Kürbis ist schonmal nicht schlecht oder auch Topinambur - wenn wir mal beim Wintergemüse bleiben wollen -, die Süßkartoffel ist vom Nährstoffgehalt jedoch schlichtweg unschlagbar. Von Antioxidantien, über Kalium und Zink bis hin zu Vitamin C, B und E bietet sie Inhaltsstoffe, die gerade bei den kalten Herbsttemperaturen das Immunsystem stärken! Perfekt für dieses Suppenrezept: Süßkartoffelsuppe mit Limettenschmand.
Shopping-Liste (3-4 Portionen): 400g Süßkartoffeln, 1 Zwiebel, 2 Tomaten, 1 kleine Knoblauchzehe, 1 daumengroßes Stück Ingwer (wärmt auch sehr von innen!), 2 EL Rapsöl, 1/2 l Gemüsebrühe, 2 Handvoll frischer Koriander, 100g Schmand oder Creme fraiche (alternativ auch die laktosefreie Version oder Sojajoghurt), Schale und Saft einer Limette, Salz und Pfeffer
To Do's: Süßkartoffeln waschen, schälen und in Würfel schneiden. Die Zwiebel ebenfalls würfeln (nur viel feiner) sowie Knoblauch und Ingwer fein hacken. Die Tomaten häuten (kreuzförmig einschneiden, kurz in kochendes Wasser geben, abschrecken und Haut abziehen), den Strunk großzügig entfernen und grob zerkleinern.
Rapsöl in einem Topf erhitzen. Zwiebeln und Ingwer darin andünsten, bis die Zwiebeln glasig sind. Die Süßkartoffelwürfel hinzugeben und ebenfalls für ein paar Minuten andünsten. Ebenso die Tomaten dazugeben und das Ganze für ein paar weitere Minuten andünsten. Dann mit der Gemüsebrühe ablöschen. Die Suppe kurz aufkochen lassen und die Temperatur danach auf mittlere Hitze reduzieren. Eine Handvoll Koriander unterrühren und für ca. 15 bis 20 Minuten köcheln lassen, bis die Süßkartoffeln weich sind.
In der Zwischenzeit die Schale der Limette abreiben, den Saft auspressen und beides mit dem Schmand vermengen.
Die Suppe fein pürieren. Je nach Konsistenz noch etwas Gemüsebrühe hinzugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit einem Klecks Limettenschmand sowie den restlichen Korianderblättern servieren.
Dienstag, 13. September 2011
Bewusst genießen... Oder: Gebackene Fetawürfel auf Romatomaten
…Wo ist der Tomatenstrauch gewachsen, der diese saftigen Tomaten hervorgebracht hat? Wie viele heiße Sonnentage und wie viel strömende Regentage haben die Tomaten miterlebt? Wer hat sie von ihrem Strauch gepflückt und in die Transportkiste gelegt? An welchen Wiesen und Feldern sind sie vorbei gefahren, bis sie am Stand des Wochenmarktes, an dem ich sie erworben habe, angekommen sind? Wer hat sie dort ausgepackt und behutsam platziert?
Mit der Reflektion über diese Fragen, hat sich der Verzehr der Tomaten plötzlich geändert – er wurde intensiver, bewusster und wertschätzender. Manchmal sollte man sich Gedanken über die Herkunft der Lebensmittel, die man tagtäglich einkauft und zu sich nimmt, machen und sie bewusster genießen. Versuche Dir doch auch einmal vorzustellen welchen Weg die Kartoffel, die Milch oder der Käse hinter sich gebracht hat, um auf Deinen Teller oder in Dein Glas zu gelangen und wer darin alles involviert war – vielleicht schmeckst Du ja den Unterschied!
To Do`s: Den Ofen auf 180°C vorheizen. Feta in würfelgroße Stücke schneiden und auf einem, mit Backpapier belegten, Blech verteilen. Je einen Tropfen Honig auf die obere Seite des Würfels geben und den Thymian gleichmäßig darauf verteilen. Den Thymian vorher ruhig ein wenig zwischen den Fingerspitzen verreiben, damit sich das Aroma stärker entfaltet. Fetawürfel 10 bis 15 Minuten im Ofen backen, bis sie leicht zu bräunen beginnen.
In der Zwischenzeit, die Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne ohne fett goldbraun rösten und beiseite stellen. Die Zwiebel in kleine Würfel schneiden, die Tomaten längs halbieren und in dünne Scheiben schneiden, Basilikum in Streifen schneiden.
In einer Pfanne Öl erhitzen, Kurkuma darin auflösen und die Zwiebelwürfel darin glasig andünsten. Die Tomatenscheiben hinzugeben und bedeckt ca. 5 Minuten köcheln. Ggf. noch etwas Wasser hinzugeben, wenn die Tomaten nicht saftig genug waren, sodass etwas Soße entsteht. Das Basilikum unterrühren und mit Fleur de Sel abschmecken.
Die gedünsteten Tomaten auf zwei Teller verteilen und die Fetawürfel darauf drapieren. Mit Pinienkernen und Crema di Balsamico garnieren und bewusst genießen.
Sonntag, 17. Juli 2011
Eieiei - Kleine Eierspeisenkunde
Ob Omelette, Tortilla oder Frittata, die Zutaten sind die gleichen. Und trotzdem liegen zwischen diesen Eierspeisen aus Frankreich, Spanien und Italien einige Unterschiede!
Zunächst nach Frankreich: hier werden für das Omelette die Eier locker verquirlt, in eine heiße, gefettete Pfanne gegeben und dann ohne sie zu wenden zu Ende gegart. Dabei entsteht eine Art Pfannkuchen. Und so wird auch das Omelette meist wie ein Pfannkuchen mit allen möglichen Zutaten gefüllt, um dann gefaltet oder gerollt serviert zu werden.
Die Tortilla Espanola kann als eines der spanischen Nationalgerichte gesehen werden und wird neben Eiern, aus Kartoffeln und Zwiebeln zubereitet. Dabei gleicht sie eher einer Art Kuchen im Vergleich zum hauchzarten Omelette. Aufgrund dieses Unterschieds wird sie entweder im Backofen zum Stocken gebracht oder aber in der Pfanne gewendet.
Auch die Frittata muss in der Pfanne gewendet werden und wird wie die Tortilla als "Kuchenstück" serviert. Hier werden die Zutaten, wie Gemüse, Käse, Fisch, Fleisch oder sogar Pasta gemeinsam mit den Eiern verquirlt und in die Pfanne gegeben. Die Masse lässt man dann bei mittlerer Hitze stocken, bevor sie zum Schluss ein Mal gewendet wird.
Ich habe mich an dieser Stelle für die Frittata entschieden, um sie gemeinsam mit Zucchini, getrockneten Tomaten und würzigem Feta in ein leichtes Sommergericht zu verwandeln, das herrlich zum Aperitivo bei Sonnenuntergang oder als Beilage zu Gegrilltem unter freiem Himmel passt.
Shopping-Liste für die Zucchini-Frittata mit getrockneten Tomaten und Feta: 5 Eier, 1/2 Zucchini (oder 1 kleine Zucchini), 6-8 getrocknete Tomaten (je nach Größe), 80g Feta, 1 handvoll Basilikumblätter, etwas Salz und Pfeffer, 20g Butter
To Do`s: Die Zucchini in feine Scheiben schneiden und diese halbieren. Die Tomaten in kleine Stücke schneiden, den Feta würfeln und die Basilikumblätter klein zupfen.
Die Eier verquirlen und die zerkleinerten Zutaten unterrühren. Salzen und pfeffern.
Die Butter in einer antihaft Pfanne schmelzen. Die Eiermischung zugießen, mit einem Deckel zudecken und bei mittlerer Hitze 10 bis 12 Minuten stocken lassen. Wenn die Masse fest ist, vorsichtig wenden und zugedeckt noch einmal für ca. 5 Minuten anbraten.
Zum Servieren die Frittata wieder auf die andere Seite wenden, da diese optisch schöner aussieht, und entweder als Kuchenstück oder als Würfel zum Aperitivo servieren.
Donnerstag, 9. Juni 2011
Spargelzeit à la Italiana
Spargelsalat ist natürlich eine Idee oder zum Beispiel Spargelquiche. Spargelpizza, Spargelravioli, Spargelauflauf, Spargelcremesuppe, Spargel.... Eigentlich kann man alles mit Spargel machen! Da ich nun eine ganz persönliche Schwäche für Risotto habe, gibt es bei mir zur Spargelzeit Spargelrisotto! Mit getrockneten Tomaten und gerösteten Pinienkernen fühlt man sich dabei mit jeder Gabel ein bisschen wie in Italien.
Shopping-Liste (für 2 Personen): 200g Risottoreis, 6 Stangen weißen Spargel, 50g getrocknete Tomaten, 1 Zwiebel, 1 Handvoll Pinienkerne, 1 Handvoll glatte Petersilie, Weißwein, 1/4 l Gemüsebrühe, 1/4 l Spargelwasser, 2 EL Parmesan, Weißwein, Öl, Zucker, Salz und Pfeffer
To Do´s: Zunächst den Spargel schälen und in ca. 3cm große Stücke schneiden. Zusammen mit ein wenig Spargelschale und einer Prise Zucker in einen Topf mit kochendem Wasser geben und für 5 Minuten kochen. Dann den Herd abschalten und ca. 10 Minuten auf der Herdplatte ruhen lassen bis er weich ist. Das Spargelwasser in einen Topf gießen, sodass es für die Zubereitung des Risottos genutzt werden kann. Die Spargelstücke beiseite legen.
Die Zwiebel in Würfel schneiden. 2 EL Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebelwürfel darin andünsten bis sie glasig sind. Den gewaschenen Reis (einfach in einen Sieb geben und mit kalten Wasser abspülen) zu den Zwiebeln geben und ebenfalls glasig andünsten. Dann mit einem ordentlichen Schuss Weißwein ablöschen, sodass der gesamte Reis mit Wein bedeckt ist. Deckel drauf und den Wein bei mittlerer Hitze einziehen lassen. Dann nach und nach die Gemüsebrühe sowie das Spargelwasser hinzugeben und die Flüssigkeit immer wieder einziehen lassen (mit dem Deckel abdecken). Dieses Prozedere durchführen bis der Reis weich, aber noch bissfest ist (dauert ca. 20 Minuten).
Nebenbei die getrockneten Tomaten klein schneiden, die Petersilie fein hacken sowie den Parmesan reiben. Außerdem die Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne ohne Fett anrösten.
Kurz bevor der Reis die gewünschte Konsistenz erlangt hat (nach ca. 15 Minuten), die Tomaten, den Spargel, die Petersilie sowie den Parmesan untermengen. Vor dem Servieren noch einen guten Schuss Wein dazugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken, umrühren und auf einen Teller mit den Pinienkernen garnieren.
Mittwoch, 11. Mai 2011
Spargelzeit!
Bei grünem Spargel war das was anderes - diesen mochte ich auch schon als kleines Kind. Ich weiß nicht ob es an der Farbe liegt, die durch Sonnenlicht gebildetes Chlorophyll entsteht, da grüner Spargel über der Erde wächst. Vielleicht aber auch daran, dass man ihn vielseitiger verwenden kann. Und das habe ich an dieser Stelle auch getan: mit einem grünen Spargel-Chicorée-Salat mit marinierten Erdbeeren und einer Honig-Senf-Joghurt-Vinaigrette.
Shopping-Liste (für 3-4 Vorspeiseportionen): 300g grüner Spargel, 2 Chicorée Knollen, 200g Erdbeeren, 1/2 TL Crema di Balsamico
Und für die Vinaigrette: 2 EL Balsamico Bianco, 1 EL Soja Joghurt, 1 TL Orangensenf (oder mittelscharfen Senf), 1 TL flüssigen Honig, Salz, Pfeffer, 4 EL Olivenöl
To Do`s: Für die Vinaigrette, zunächst Balsamico, Joghurt, Senf, Honig, Salz und Pfeffer gründlich vermengen. Dann das Olivenöl ebenfalls gründlich untermengen.
Die Erdbeeren waschen, in kleine Stücke schneiden und mit der Crema di Balsamico vermengen. Die Erdbeeren während der restlichen Zubereitungszeit einfach ziehen lassen.
Die harten Enden vom Spargel entfernen und in ca. 3cm große Stücke schneiden. Wasser in einem Topf zum Kochen bringen, salzen und die Spargelstücke darin bei mittlerer Hitze ca. 5 bis 7 Minuten köcheln lassen. Probeweise einfach mit einer Gabel in die Spargelstücke pieksen, um zu sehen ob sie weich ist. Dann den Spargel herausnehmen und ein wenig abkühlen lassen.
Zuletzt die harten Enden der Chicorée-Knollen entfernen, die Blätter abzupfen und der Breite nach dritteln. Dann waschen und direkt mit dem Spargel, den Erdbeeren und der Vinaigrette vermischen. Fertig!
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