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Sonntag, 24. November 2013

Brunch auf Nordafrikanisch: mit Shakshuka

Die nordafrikanische Küche ist nicht unbedingt bekannt für ihre Frühstücksrezepte und doch versteckt sich genau hier ein kleines Juwel: eine Soße aus Paprika, Tomaten und Zwiebeln, angereichert um Gewürze und Kräuter, die durch pochierte Eier abgerundet wird und sich Shakshuka nennt.

Streng genommen handelt es sich dabei auch eigentlich nicht um ein reines Frühstücksrezept, denn in Tunesien, Ägypten oder Marokko wird Shakshuka durchaus auch zum Mittag- oder Abendessen serviert. Aber gerade da Eier einen Hauptbestandteil des Gerichtes ausmachen, finde ich es eine ganz wunderbare und geschmacksintensivere Alternative zu den klassischen Eierspeisen, die ansonsten zum Frühstück oder Brunch genossen werden. Also: Warum nicht einmal direkt zum Start in den Tag in eine fremde Küche eintauchen und sich von deren Würze und Farbintensität gleich doppelt beleben lassen?

Einkaufsliste (für ca. 2 Portionen): 1 rote Paprikaschote, 1 gelbe Paprikaschote, 3 Tomaten, 1 Zwiebel, 1 TL Cumin (Kreuzkümmel), 2 TL Rohrohrzucker (bzw. Xucker), 3 Zweige Thymian (die Blätter abgezupft), 1 TL frische Oreganoblättchen (oder 1/2 TL getrockneter Oregano), 1 Lorbeerblatt, 1/2 TL Safranfäden, 1 Prise Cayennepfeffer, 2 EL gehackte Petersilie, 2 bis 4 Eier, Olivenöl, Salz und Pfeffer

Was ist zu tun? Die Paprikaschoten entkernen und in Streifen schneiden (ca. 2 cm breit), die Tomaten grob zerkleinern und die Zwiebeln in Ringe schneiden.

Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Cumin und Zwiebelringe hinzugeben und für ca. 5 Minuten anbraten. Die Paprikastreifen sowie den Zucker, Thymian, Oregano und Lorbeerblatt hinzugeben und für ca. 10 Minuten bei mittlerer Hitze weiter anbraten und dabei regelmäßig rühren. Dann die Tomatenstücke, Safran und Cayennepfeffer hinzugeben und nochmals 15 Minuten bei niedriger Hitze garen - dabei immer wieder etwas Wasser hinzufügen (ca. 150-200 ml), verrühren und die Soße eindicken lassen. Zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Danach den Pfanneninhalt so auseinander schieben, dass kleine Kulen für die Eier entstehen (2-4 Stück). Die Eier langsam in die Kulen gleiten lassen, mit etwas Salz bestreuen, einen Deckel auf die Pfanne geben und die Eier bei sehr niedriger Temperatur ca. 10 Minuten garen, sodass die Eier gerade eben gestockt sind. Die gehackte Petersilie darüber streuen und das Gericht in der Pfanne servieren.

Dienstag, 8. Oktober 2013

Wer loslässt hat zwei Hände frei - Oder: Kräuteromelette mit Ziegenfrischkäse

In der Küche kann ich Dinge nur schwer ruhen lassen. Alles, was sich im Topf oder in der Pfanne befindet, möchte ich am liebsten die ganze Zeit bearbeiten, sprich: umrühren, schwenken, wenden, vermengen, probieren usw. Meine Mama klopfte mir daher schon als Kind auf die Finger und sagte: "Ständig musst Du rumrühren. Lass die Soße doch einfach einmal in Ruhe vor sich hinköcheln", oder: "Jetzt lass das Risotto doch endlich einmal ziehen!" Ein paar Minuten riss ich mich dann zusammen und beobachtete das Risotto mit großen Augen beim Ziehen, aber dann hatte ich auch direkt wieder den Kochlöffel in der Hand und das Rühren, Machen und Tun ging weiter.

Auch heute fällt es mir noch schwer, eine Soße in Ruhe reduzieren zu lassen, zu warten, bis ein Kuchen fertig gebacken ist ohne ständig den Backofen zu öffnen, Gemüse zu dünsten, ohne es permanent mit dem Kochlöffel hin und her zu schieben. Und so kam mir letztens der Gedanke, dass es mir in anderen Lebensbereichen häufig ganz genauso geht: Ich bin eher der ungeduldigere Typ, der oft nicht in Ruhe abwarten kann, tue mich meist schwer im einfach mal Geschehenlassen, im Loslassen.

Loslassen können, heißt vertrauen können. Vertrauen, dass sich die Dinge so ergeben, wie sie sollen. Sie einfach sich selbst überlassen. Das hat einen entscheidenden Vorteil: Wenn man es schafft, die Dinge sich selbst zu überlassen, kann man sich um so viel anderes kümmern, denn man hat zwei Hände frei! Gerade in der Küche ist das unglaublich hilfreich. Wenn man die Soße nämlich vor sich hinköcheln lässt, kann man sich schon einmal um die Beilage oder das Dessert kümmern oder den Tisch decken.

Und so übe ich mich in der Küche nun fleißig im Loslassen und kümmere mich um andere Dinge, wenn der Kuchen im Ofen backt, die Suppe vor sich hin köchelt oder das Kräuteromelette ganz von alleine stockt. Denn das Schöne ist: Unser Verstand funktioniert so, dass wenn man in einem Lebensbereich beginnt ein Verhalten zu verändern, es sich meist auch auf die anderen Bereiche überträgt. Und so habe ich mittlerweile nicht nur in der Küche häufiger zwei Hände frei.

Einkaufsliste für Kräuteromelette mit Ziegenfrischkäse (für ca. 2-4 Portionen): 6 Eier, 20g gemischte frische Kräuter (z.B. Estragon, Petersilie, Kapuzinerkresse, Liebstöckel, Basilikum), 4 EL Milch (auch Soja-, Mandel- oder Dinkelmilch oder auch einfach nur Wasser), Salz und Pfeffer, etwas Butter, 150g Ziegenfrischkäse

Was ist zu tun? Die Kräuter fein hacken. Die Eier mit der Milch, den Kräutern sowie etwas Salz und Pfeffer in ein Schüsselchen geben und mit einer Gabel leicht verquirlen. 

Butter in eine beschichtete Pfann geben, bei mittlerer Hitze schmelzen lassen und gleichmäßig verteilen, sodass der gesamte Boden eingefettet ist (ggf anhand eines Pinsels). Ein Viertel der Eiermasse in die Pfanne geben und die Pfanne vorsichtig schwenken, sodass der Boden gleichmäßig mit der Eiermasse bedeckt ist. Und nun: Ganz von alleine stocken lassen (das dauert ca. 1 - 1 1/2 Minuten). Dann vorsichtig wenden und für ca. 10 Sekunden weiter anbraten. Dann Omelette aus der Pfanne nehmen und auf ein Papierküchentuch legen. Das gleiche Prozedere mit der restlichen Eiermasse wiederholen, sodass am Ende vier dünne Omelettes heraus kommen. 

Die Omelettes auf Teller geben. Je die Hälfte mit Ziegenfrischkäse bestreichen und umklappen. C'est tout! 

Sonntag, 22. September 2013

Wissen was drin steckt - Teil II: Selbstgemachte Pasta

Italiener lieben ihre Pasta! Klar, sie sind ja auch deren Erfinder. Aber wir Deutschen sind doch eigentlich fast genauso große Fans von Spaghetti, Tagliatelle & Co. Der Unterschied dabei ist allerdings, dass die meisten Italiener wissen, wie man Pasta selbst zubereitet, während wir Deutschen zwar ohne Ende Nudeln konsumieren, oftmals aber gar nicht wissen, was darin steckt, geschweige denn, wie man Pasta selbst herstellt. 

Wusstest Du, dass man Pasta sowohl mit als auch ohne Eier zubereiten kann? Dass die Grundzutaten gerade einmal Mehl, Wasser und Salz sind? Oder dass die Herstellung des Teigs noch nicht einmal 15 Minuten in Anspruch nimmt (ohne Ruhezeit gesehen)? 

Wenn Du diese Fragen mit "ja" beantwortet hast, dann heißt das, dass Du wahrscheinlich schon einmal selbst Pasta gemacht hast! Wenn nicht, dann ist das auch nicht schlimm, denn dann kennst Du die Antworten jetzt und kannst Dich anhand des folgenden Rezeptes direkt selbst im "Pastamachen" ausprobieren: Selbstgemachte Safrantagliatelle mit Gemüsebolognese. 

Einkaufsliste (ca. 4 Portionen):

Nudelteig: 150 g Mehl, 150 g Hartweizengrieß, 3 Eier, 1 gestrichener TL Salz, 2 TL Safranfäden, 1/2 TL Kurkuma (gemahlen)

Gemüsebolognese: 100 g Karotten, 100 g Knollensellerie, 100 g Staudensellerie, 1 gelbe Paprika, 1 kleine Aubergine, 1 grüne Zucchino, 2 Tomaten, 1 Zwiebel, 2 Knoblauchzehen, 2 EL Tomatenmark, 250 ml passierte Tomaten, 100 ml Gemüsefonds, 2 Zweige Thymian, 2 Zweige Rosmarin, 1 EL frische Oreganoblättchen, 2 EL glatte Petersilie fein gehackt, ein paar Basilikumblätter, 2 EL Olivenöl, etwas Zucker, Salz und Pfeffer

Was ist zu tun?
Für den Nudelteig, die Safranfäden in eine kleine Schüssel geben und mit ca. 3 Esslöffel kochendem Wasser übergießen - vollständig abkühlen lassen. In der Zwischenzeit Mehl, Hartweizengrieß, Kurkuma und Salz in einer Schüssel miteinander vermengen. In der Mitte eine Mulde formen. 

Die Eier zum Safran geben und miteinander verquirlen. Safran-Ei-Mischung und Öl in die Mulde geben und die Zutaten nach und nach von der Mitte aus mischen. Den Teig für ca. 10 Minuten mit den Händen gründlich kneten. Ist der Teig zu trocken, etwas Wasser hinzufügen, ist er zu feucht/klebrig, etwas Mehl hinzugeben. Dann zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie wickeln. Für zwei Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Nudelteig mit einer Nudelmaschine oder anhand eines Nudelholzes dünn ausrollen. Bei letzterem, eine Fläche mit Mehl bestreuen und das Nudelholz einmehlen. Den Nudelteig am besten in vier Portionen aufteilen und jeweils dünn zu einem Quadrat ausrollen (ca. 30 cm lang). Etwas Mehl über die Teigplatte verteilen, sodass die Oberfläche nicht mehr klebt. Dann den Teig falten und auf die Oberfläche wieder etwas Mehl verteilen, abermals falten. Mit einem großen Messer in lange 1 cm breite Streifen schneiden. 

Für die Gemüsebolognese, die Karotten und den Knollensellerie schälen. Staudensellerie, Paprika, Aubergine und Zucchino waschen und Paprika von Stunk und Kernen entfernen. Alles fein würfeln. Zwiebeln und Knoblauch schälen. Zwiebeln ebenfalls fein würfeln und Knoblauchzehen vierteln und leicht andrücken.

Das Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Die Zwiebeln hinein geben und für 1 Minute andünsten. Den Knoblauch und die Gemüsewürfel hinzugeben und für ca. 3 Minuten unter rühren andünsten. Dann das Tomatenmark hinzufügen und mit dem Gemüse für weitere 2 Minuten anrösten. Mit den passierten Tomaten und dem Gemüsefond ablöschen. Thymian- und Rosmarinzweige sowie die Oreganoblättchen dazugeben und offen für ca 10 bis 15 Minuten einkochen lassen. 

Die Tomaten waschen und grob in Stücke schneiden, den Stunk dabei entfernen. Die Kräuterzweige aus der Sauce nehmen, mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker würzen. Tomaten und Petersilie untermischen.

Die Bandnudeln in kochendem Salzwasser einige Minuten al dente garen. Dann auf Teller verteilen und jeweils die Gemüsebolognese darüber geben. Mit ein paar Basilikumblättern garnieren.

Zur gesamten Fotostrecke geht es auf Facebook.

Montag, 9. September 2013

In der Einfachheit liegt die Machbarkeit

Für viele Menschen ist das mit dem Kochen so eine Sache. Die Überlegungen, was man machen soll, das Einkaufen und dabei gegebenenfalls auch noch in mehr als einen Laden zu müssen und nicht zuletzt, schreckt viele das Kochen an sich ab. Vor allem, wenn man einen zeitaufwändigen, stressigen Job hat, möchte man sich nicht auch noch damit beschäftigen müssen. Dann wohnt der ein oder andere auch noch allein und sagt sich: Für mich selbst den Aufwand betreiben? Nein danke! In diesen Fällen wird es häufig das Gericht vom Asiaten, der auf dem Nachhauseweg liegt, die Pizza beim Lieblingslieferservice, dessen Nummer schon unter den Favoriten abgespeichert ist, oder das Fertiggericht aus dem Supermarkt. Wenn sich doch einmal dazu durchgerungen wird zu kochen, ist ein Teller mit Pasta mit Pesto oft schon das höchste der Gefühle. 

Ich kann solche Essgewohnheiten nur zu gut nachvollziehen: Bei den heutzutage vorherrschenden Leistungsansprüchen, dem Stress, mit dem viele zu kämpfen haben, und den langen Arbeitszeiten, bleibt einem doch oft gar nichts anderes übrig, als sich abends noch schnell etwas "reinzuschieben", um danach völlig ko ins Bett zu fallen und am nächsten Morgen wieder mit den erwarteten 150% Leistungsbereitschaft aufzuwachen. Auch mir - als Verfechter der gesunden und ausgewogenen Ernährung - ergeht es hin und wieder so. Allerdings stellt so ein Abend mittlerweile die Ausnahme dar und normalerweise bereite ich mir immer noch selbst eine Kleinigkeit zu, egal wie spät ich nach Hause komme. Die Devise lautet hier: In der Einfachheit liegt die Machbarkeit.

Meist hole ich mir auf dem Nachhauseweg beim Biosupermarkt einfach ein paar Gemüsesorten der Saison, dünste sie in einer Pfanne an, füge ein paar frische Kräutern und Gewürze hinzu und genieße das Ganze mit einem Pesto, Chutney, Mozzarella, Feta, gerösteten Kernen, Nüssen oder Ähnlichem. Der Aufwand ist hier minimiert und doch kann ich mir sicher sein, dass ich etwas gesundes zu mir genommen habe. Für diejenigen, die alleine wohnen habe ich außerdem den folgenden Tipp: Einfach zwei oder mehr Portionen auf einmal kochen und schon hat man für den nächsten Abend oder die nächste Mittagspause gleich mitgekocht.

An dieser Stelle gibt es daher natürlich ein ganz einfaches und unkompliziertes Rezept: Hirsepfanne mit Zucchini, Paprika und Feta.

Einkaufsliste: 125g Hirse (z.B. Feinkornhirse im Kochbeutel von Davert - diese ist in nur 10 Minuten fertig), ca. 350 ml Gemüsebrühe (für die Feinkornhirse von Davert 500 ml), 1 gelbe Zucchini, 1 gelbe Paprika, 10 Kirschtomaten, 1 Handvoll frische Minze, 100g Feta (für die laktosefreie/vegane Variante einfach den Feta weglassen), 1/2 TL Kurkuma, Kokosfett, eine Prise Zucker, Salz und Pfeffer

Was ist zu tun? 300ml Gemüsebrühe in einem Topf zum Kochen bringen. Die Hirse hinzugeben und ca. 25 Minuten zugedeckt bei mittlerer Hitze köcheln lassen, überflüssige Brühe abgießen und weitere 10 Minuten quellen lassen (bzw. gemäß Packungsanleitung zubereiten).

In der Zwischenzeit, die Zucchini, Paprika und Kirschtomaten waschen. Die Zucchini längs halbieren und in dünne Scheiben schneiden. Die Paprika vom Kerngehäuse entfernen und in Streifen schneiden. Die Kirschtomaten halbieren.

Kokosfett in einer Pfanne erhitzen. Die Zucchini und Paprika für ein paar Minuten darin andünsten. Mit Kurkuma, Salz und Pfeffer würzen und ca. 50 ml Gemüsebrühe hinzugeben, aufkochen und das Gemüse darin für ca. 5 Minuten köcheln lassen.

Die Tomaten gemeinsam mit der Prise Zucker und der Hirse hinzugeben und alles miteinander vermischen. Die Minzblätter grob zerkleinern und unterheben. Zum Schluss den Feta grob zerbröckelt darüber geben. 

Sonntag, 11. August 2013

Wissen was drin steckt: Selbstgemachtes Müsli

Eine der letzten Ausgaben des Spiegels hatte eine Erdbeere, die maschinell hergestellt wird, auf dem Cover, zusammen mit dem Titel "Natürlich künstlich - Billig, schnell, industriell: Unser Essen vom Fließband" (http://www.spiegel.de/spiegel/print/index-2013-31.html).

In dem zugehörigen Artikel geht es inhaltlich um die Massenproduktion in der Lebensmittelindustrie (sie "ist zu einem globalisierten, hochindustrialisierten Wirtschaftszweig geworden [und] bietet kostenoptimierte Waren, die nur noch entfernt an Essen erinnern."), die undurchsichtige Herstellung ("nirgendwo sonst in der deutschen Wirtschaft klaffen die Vorstellung vom Produktionsprozess und die tatsächliche Herstellung so weit auseinander."), die Folgen der Globalisierung - auf Tiefkühlpizzen finden sich beispielsweise Tomaten aus Spanien, Champignons aus Frankreich und Holland, Käse immerhin aus Deutschland, kleinere Mengen aber auch aus Irland und Dänemark, Thunfisch von den Philippinen, Zwiebeln aus Polen und Knoblauchgranulat aus China. Des Weiteren geht es um Zusatzstoffe, wie beispielsweise Methylzellulose, "die dafür sorgt, dass der Apfelstrudel nach dem Auftauen genauso aussieht wie vorher", aber auch um Zusatzstoffe, die in der Inhaltsliste gar nicht auftauchen müssen, weil sie im fertigen Produkt keine Funktion mehr haben - "Damit zum Beispiel Brühwurst, die aus gefrorenem Fleisch hergestellt wird, fest wird, werden Zitrate, Laktate und Tartrate beigemischt. Die Säurungsmittel sorgen dafür, dass im Fleisch das Eiweiß fest und das Wasser gebunden wird. Ist die Wurst fertig, haben sie keine Funktion mehr - werden also auch nicht angegeben."

Der Artikel hat mir einmal mehr die Augen geöffnet! Wir als Verbraucher wissen meist gar nicht, was wir den ganzen Tag über zu uns nehmen. Gerade bei Fertigprodukten, aber auch bei Produkten, die länger haltbar gemacht werden, wie beispielsweise Fleisch oder Milch, ist nicht gegeben, dass wirklich alle Inhaltsstoffe angegeben werden, geschweige denn, wo diese herkommen.

Daher möchte ich auch an dieser Stelle einmal mehr dazu motivieren, so oft wie möglich, selbst zu kochen, frische Produkte zu verwenden und den Konsum von Fertiggerichten zu minimieren. Außerdem können Produkte für den täglichen Bedarf, wie beispielsweise die Marmelade, die wir uns morgens auf das Brot schmieren oder das Müsli, das wir zum Kaffee genießen, ganz wunderbar selbst hergestellt werden! Gerade letzteres ist spielend einfach selbst zu machen, wie dieses Rezept für ein Mandel-Knusper-Müsli zeigen soll. Und sind wir doch einmal ehrlich: Bei Selbstgemachtem können wir nicht nur sicher sein, was drin steckt, es schmeckt auch einfach viel besser!

Einkaufsliste (für ca. 10-15 Portionen): 200g Haferflocken (Kleinblatt), 200g Dinkelflocken (Kleinblatt) oder eine glutenfreie Alternative wie z.B. Buchweizenflocken, 50g Mandelblättchen, 50g ganze Mandeln, 40g Sonnenblumenkerne, 50g getrocknete Aprikosen (in kleine Würfel geschnitten), 25g Kokosraspeln, 80ml Sonnenblumenöl, 100g flüssiger Honig, Backpapier

Was ist zu tun? Den Backofen auf 150°C vorheizen. Alle Zutaten bis auf die Aprikosen in eine große Schüssel geben und mit dem Öl und dem Honig mischen, bis diese gleichmäßig untergemischt sind.

Zwei Bleche mit Backpapier auslegen und die Müslimischung gleichmäßig darauf verteilen. Die Bleche in den Backofen geben und das Müsli ca. 30 Minuten darin rösten. Dabei die Mischung drei Mal umrühren und die Aprikosenstücke für die letzten 10 Minuten mit in den Backofen geben.

Das Müsli zum Beispiel mit frischen Beeren sowie Milch, Sojamilch oder Joghurt servieren.

Sonntag, 12. Mai 2013

Für eine beeindruckende Frau

Ihr hast Du Dein Leben zu verdanken, sie hat Dich genährt und versorgt - und tut es teilweise heute noch. Sie tröstet Dich, wenn Du traurig bist, sie pflegt Dich, wenn Du krank bist, sie lacht mit Dir, wenn Du glücklich bist, sie freut sich, wenn Du Dich freust, sie liebt Dich und stellt sich bei all dem oft in den Hintergrund. Diese beeindruckende Frau ist Deine Mutter.

Zu Recht gehört Ihr dieser eine Tag im Jahr - der Muttertag. Und zu Recht dürfen wir ihr an diesem Tag für all die Dinge, die sie für uns getan hat, dankbar sein. Auch wenn, der ein oder andere vielleicht kein so gutes Verhältnis oder sogar gar keinen Kontakt mehr zu seiner Mutter hat. Diese beeindruckende Frau hat Dich auf diese Welt gebracht und hat Dir immer die Liebe und Fürsorge geschenkt, die sie in diesem Moment geben konnte. Ganz egal, wie Du ihr daher heute dankst - ob mit einem Strauß Blumen, mit einem Anruf, mit einem Verwöhntag, einem Kuchen oder einfach nur in Gedanken -, sie wird es zu schätzen wissen!

Liebe Mama, ich habe heute diesen Mandel-Blaubeer-Kuchen für Dich gebacken, auch wenn ich nicht bei Dir sein kann. Danke für alles, was Du für mich getan hast!

Einkaufsliste: 200 g Butter (zimmerwarm), 160 g Muscovado-Zucker, 200 g gemahlene Mandeln, 60g Dinkelmehl (glutenfreie Alternative: Teffmehl), 4 Eier, 1 1/2 TL Backpulver, 1 Zitrone, 125g Blaubeeren, Meersalz, etwas Puderzucker

Was ist zu tun? Zur Vorbereitung, den Backofen auf 160°C (Umluft) vorheizen. Eine Springform mit etwas Butter fetten und ca. 2 EL der gemahlenen Mandeln auf den Boden der Springform verteilen. Außerdem die Zitrone gründlich waschen, die Schale fein abreiben und den Saft auspressen. Die Blaubeeren waschen und abtropfen lassen.

Die Butter, 120 g Zucker und eine Prise Salz ca. 5 Minuten mit einem Handrührer cremig rühren (bis der Zucker sich vollständig aufgelöst hat). Die Eier trennen und das Eigelb der Butter-Zucker-Masse hinzufügen. Das Eiweiß in ein separates Gefäß geben.

Die restlichen Mandeln, Mehl, die Zitronenschale und das Backpulver mischen. Zusammen mit dem Zitronensaft nach und nach unter die Butter-Zucker-Masse rühren.

Den Eiweißen eine Prise Salz hinzufügen und mit einem Handrührer halb steif schlagen. Dann die restlichen 40g Zucker unter weiterem Schlagen nach und nach hinzufügen, bis dieser komplett aufgelöst ist. Den Eiweißschnee nach und nach vorsichtig unter den Teig heben.

Den Teig zur Hälfte in die Springform geben. Die Blaubeeren gleichmäßig darauf verteilen und den restlichen Teig darüber geben, sodass man die Blaubeeren nicht mehr sieht. Im Backofen auf der 2. Schiene von unten ca. 35 Minuten backen. Den Kuchen danach für ca. 15 Minuten in der Form abkühlen lassen und danach herausnehmen. Zum Servieren etwas Puderzucker darüber streuen.

Sonntag, 14. April 2013

Thailändische Küche: Exotische Saisonalität

Ananas, Kokosnuss, Mango, Durian, Jackfrucht, Papaya, Mangostane - was für uns exotisch klingt, ist für den Thai regional. Dies bedeutet aber keineswegs, dass in der thailändischen Küche das ganze Jahr über Mango & Co. verarbeitet werden. Denn genauso wie hier in Deutschland, haben auch in Thailand zu bestimmten Jahreszeiten bestimmte Früchte Saison.

Als ich während meiner ersten Thailandreise vor zwei Wochen in einem Restaurant, einen auf der Menükarte angegebenen Avocado-Shake bestellen wollte und mich der höfliche Kellner (Thai-Kellner sind immer höflich) darauf hinwies, dass er momentan keine Avocados da hat, war ich noch nicht verwundert. Als mir bei einem zweiten und dritten Versuch, solch einen Shake zu bestellen, genau das Gleiche mitgeteilt worden war, war ich jedoch etwas verwundert und hakte nach. "No season" wurde mir in einem gebrochenen Thai-Englisch mitgeteilt. Diese Aussage verwandelte meine ursprüngliche Enttäuschung umgehend in Begeisterung! Das ich in Thailand auf eine saisonale und somit regionale (wenn Avocados gerade keine Saison haben, wird scheinbar nicht mit Importen aus dem Ausland nachgeholfen) Küche stoßen würde, hätte ich in dieser Form nicht erwartet! Ehrlich gesagt hatte ich angenommen, dass in einem tropischen Land wie Thailand sämtliche Früchte zu sämtlichen Jahreszeiten gedeihen. Nun, das war wohl ein wenig naiv ...

Natürlich hat Thailand durch sein tropisches Klima einen sehr fruchtbaren Boden und bietet Pflanzen, Fürchten und Gemüse optimale Bedingungen zum gedeihen. Dabei haben bestimmte Früchte, wie zum Beispiel die Banane, die Kokosnuss oder die Papaya, tatsächlich das ganze Jahr über Saison. Dies gilt jedoch nicht für alle Obstsorten, denn auch in Thailand gibt es Jahreszeiten und es ist nicht immer und überall gleichzeitig 30°C und sonnig - so überraschend das nun klingen mag! :) Ananas, Mango und Durian haben beispielsweise von März bis Mai/Juni (den thailändischen Sommermonaten) Saison, während die Saison für Avocados leider erst im Mai beginnt, wie ich am eigenen Leib erfahren durfte. Anstelle des Avocado-Shakes kam ich dafür in den Genuss zahlreicher Mango-Shakes (denen man die Saison förmlich "anschmeckte"!) und einem persönlichen Gericht-Highlight: "Pineapple Fried Rice" meist in einer ganzen Ananas serviert - ein Gaumenschmaus!

Für mich ist die thailändische Küche somit ein wunderbares Beispiel, ja sogar Vorbild für eine saisonale und regionale Küche, an der wir uns sicherlich die ein oder andere Scheibe abschneiden können. Die Küche ist nicht zuletzt so aromatisch weil deren Zutaten dann geerntet und verarbeitet werden, wenn sie tatsächlich reif sind und somit den Höhepunkt ihres Geschmacks erreicht haben. Ein Erdbeerkuchen schmeckt im Januar, wenn die Erdbeeren hierfür um den halben Globus wandern mussten, schließlich auch nicht so intensiv und fruchtig, wie im Mai, wenn wir die Beeren hierfür frisch vom Feld pflücken und direkt verarbeiten. So schmeckt natürlich auch der gebratene Reis mit Ananas hier in Deutschland nicht genauso aromatisch wie in Thailand und auch die 35°C, die wärmende Sonne auf der Haut und das Meeresrauschen fehlen beim Verzehr ... Dennoch, das Rezept möchte ich an dieser Stelle nicht vorenthalten und damit die exotische Saisonalität der thailändischen Küche würdigen.

Einkaufsliste: 125g Parboiled- bzw. Langkornreis vom Vortag (damit er nicht mehr nicht mehr so feucht ist; ich mag z.B. den Parboiled Reis im Kochbeutel von Davert gerne), 1/4-1/2 Ananas (je nach Größe), 100g TK-Erbsen, 50g Karotte (geraspelt), 1 Ei, 2 EL Cranberries, 50g Cashewnüsse,1 Schalotte, 2 Knoblauchzehen, 1 daumengroßes Stück Ingwer, 1/4 TL Chiliflocken (getrocknet),  Sojasauce, 2 TL Currypulver, 1/4 TL Kurkuma, 1/4 TL Rohrohrzucker, 2 TL Limettensaft, Sonnenblümenöl

Was ist zu tun? Zur Vorbereitung, dem Reis 1 EL Sonnenblumenöl hinzufügen und ihn sorgsam damit vermengen. Die Schale und den Stunk der Ananas entfernen, dann in kleine Stücke schneiden. Die Karotte raspeln. Schalotte, Ingwer und Knoblauch fein würfeln. 3 EL Sojasauce mit Currypulver, Kurkuma und Zucker in einer Tasse vermischen.

Die Cashewnüsse in einem Wok oder einer großen Pfanne ohne Fett goldbraun rösten und dann beiseite stellen. Das Ei mit etwas Fett und etwas Sojasauce ebenfalls in den Wok geben und durch ständigen rühren wie ein Rührei zubereiten und beiseite stellen. Dann 2 EL Öl im Wok erhitzen und die Zwiebeln darin glasig dünsten. Knoblauch, Ingwer und Chili dazu geben und ca. 1 Minute mit dünsten. Karottenraspeln und Erbsen ebenfalls dazu geben und ca. 2 Minuten mit dünsten.

Im nächsten Schritt, den Reis, die Ananasstücke, die Cashewnüsse, das Ei und die Cranberries in den Wok geben und alles vermengen. Die Sojasauce-Currypulver-Mischung darüber geben und sorgsam unterrühren. Den Reis auf mittlerer bis hoher Hitze für ca. 5 bis 7 Minuten unter regelmäßigem Rühren braten (die Reiskörner sollten dabei durch die Hitze im Wok leicht "hüpfen"). Kurz bevor der Wok vom Herd genommen wird, die Herdplatte auf das Maximum erhitzen, damit sich alle Aromen nochmal richtig entfalten können. Den Reis dabei ständig rühren. Den Wok vom Herd nehmen.

Den Reis mit Limettensaft und ggf. zusätzlicher Sojasauce abschmecken.

Montag, 28. Januar 2013

Fokus 2013: Saisonalität und Regionalität


2013 ist schon wieder fast einen Monat alt und die ersten werden ihre Neujahrsvorsätze mittlerweile über Bord geworfen haben (der eine leichtfertig, der andere mit einem schlechten Gewissen), andere ziehen vielleicht eine erste Bilanz, wie weit sie damit bisher gekommen sind und wieder andere zerbrechen sich den Kopf, was nochmal diese Vorhaben waren, die sie sich in der Silvesternacht, last-minute-mäßig und reichlich angesäuselt, aber dennoch oder gerade deswegen voller Überzeugung, gesetzt hatten.

Auch ich habe mir Neujahrsvorsätze vorgenommen, sie aber direkt wieder über den Haufen geworfen. Nicht etwa, weil ich sie schon nach zwei Wochen wieder aufgab, sondern weil  mir kurz nachdem ich sie ausformuliert hatte in den Sinn kam, dieses Jahr einfach einmal keine Vorsätze haben zu wollen. Eigentlich, so dachte ich mir, nehme ich mir doch das ganze Jahr Dinge vor und gehe sie an, da brauche ich doch nicht noch zusätzlich zu Neujahr irgendwelche halbherzigen Vorsätze, nur um sagen zu können, ich habe welche ...

Und so besinne ich mich in 2013 lieber weiter auf die Dinge, die ich mir sowieso schon vorher vorgenommen oder auch schon gelebt hatte. In kulinarischer Hinsicht sind das insbesondere: keine Fertiggerichte sondern lieber selbst kochen, auch mal auf gesündere Alternativen bei der Produktauswahl zurück greifen (z.B. Dinkel- anstatt Weizenmehl, Hafer- oder Mandelmilch anstatt Kuhmilch, Hirse oder Vollkornreis anstatt weißen Reis), jede Nahrung achtsam und wertschätzend zu mir nehmen und so gut es geht auf Regionalität und Saisonalität sowie auf das Ursprungsland von Lebensmitteln achten.

Dabei liegt mir gerade letzteres am Herzen, da ich das Gefühl habe, dass unsere guten deutschen Produkte und Lebensmittel immer mehr in Vergessenheit geraten. Im „normalen“ Supermarkt findet man selten Pastinaken, Topinambur, Schwarz- oder Petersilienwurzel. Obwohl diese Wurzelgemüsesorten im Januar in Deutschland Hochsaison haben! Aber auch der Masse wohl bekanntere Gemüsesorten aus deutschem Erzeugnis sind im Januar als Lagergemüse erhältlich, die Karotte und die Kartoffel zum Beispiel. An dieser Stelle ergeben die beiden zusammen mit Linsen und Kokosmilch die Basis für eine Kokos-Linsen-Suppe, die in diesen eisigen Tagen ganz wunderbar wärmt! Und wer sich doch einmal an die anderen Wurzelgemüsesorten trauen möchte, findet hier vielleicht Inspiration: Pastinaken-Kartoffel-Cremesuppe oder Schwarzwurzel-Petersilien-Cremesuppe. 

Einkaufsliste (für 2-3 Portionen): 125g rote Linsen, 150g Karotten, 150g Kartoffeln (hart kochend), 1 Zwiebel, 1 daumenbreites Stück Ingwer, 200 ml Kokosmilch, 300-400ml Gemüsebrühe, 1-2 EL Kokosfett, 1 TL Currypulver, ¼ TL Kurkuma (gemahlen), ¼ TL Kreuzkümmel (gemahlen), 1 MS Zimt, 2 EL Zitronensaft, etwas getrockneten oder frischen Koriander, Salz und Pfeffer

Was ist zu tun:  Karotten und Kartoffeln schälen und würfeln (ca. 0,5x0,5 cm). Zwiebel und Ingwer ebenfalls schälen. Zwiebel in kleine Würfel und Ingwer sehr klein schneiden. Linsen in einem Sieb abwaschen und abtropfen lassen. Gemüsebrühe in einem Topf vorbereiten.

Das Kokosfett in einem ausreichend großen Topf erhitzen. Currypulver, Kurkuma, Kreuzkümmel, Zwiebelwürfel und Ingwer darin unter Rühren ca. 1 Minute andünsten.

Kartoffel-, Karottenwürfel und Linsen hinzufügen und ebenfalls unter Rühren ca. 1 Minute andünsten. Kokosmilch dazu gießen, kurz aufkochen und ca. 5 Minuten bei mittlerer bis niedriger Hitze zugedeckt einköcheln lassen. Dann Gemüsebrühe hinzugeben und für weitere 10-15 Minuten sanft köcheln lassen, bis die Linsen zerfallen sind und das Gemüse weich ist.

Zitronensaft und Zimt hinzugeben und die Suppe mit einem Pürierstab grob pürieren, sodass immernoch Kartoffel- und Karottenwürfel übrig bleiben. Ggf. etwas zusätzliche Gemüsebrühe hinzufügen und mit Salz, Pfeffer und ggf. noch etwas Zitronensaft abschmecken.

Die Suppe in Schälchen geben und getrockneten oder frischen Koriander darüber streuen.

Und so verbleibe ich  bis zum nächsten Post mit dem Motto: Essen ist Genuss!

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Kochen oder Backen?

Es gibt diese gewisse Einteilung von Menschen in eine von zwei Interessengruppen. Zum Beispiel gibt es die Menschen, die Hunde lieber mögen und die, die Katzen lieber mögen. Es gibt solche, die lieber in den Sommerurlaub und solche, die lieber in den Winterurlaub fahren. Dann gibt es jene die lieber Skifahren und jene, die das Snowboarden bevorzugen. Manche trinken lieber Bier und manche lieber Wein. Und es gibt diejenigen Menschen, denen es mehr Freude bereitet zu kochen und diejenigen, die lieber backen.

Über die letzten Jahre habe ich viel gekocht und gebacken. Insbesondere natürlich für diesen Blog, aber auch einfach so. Mir bereitet beides Freude. Und trotzdem: Backen gibt mir eine ganz besondere Erfüllung ...

Backen beinhaltet jedes Mal auch einen gewisse Überraschungseffekt: Wird das Gemisch, das man zu einem Teig rührt oder knetet, zu dem Belag oder Boden mit der richtigen Konsistenz? Ist der Kuchen, das Gebäck, der Keks oder das Plätzchen am Ende so süß, saftig oder sahnig, wie es sein soll? Der rohe Teig vermag diese Sicherheit nicht zu geben und daher hat man auch kaum noch die Möglichkeit etwas zu ändern, wenn der Teig erst einmal in den Backofen gewandert ist. Beim Kochen ist das anders: Hier kann noch eine Prise Salz hinzugegeben werden, dort noch etwas Sahne oder Kräuter, vielleicht etwas Zucker, wenn etwas zu scharf oder salzig ist oder Soßenbinder, wenn die Soße zu flüssig ist. Beim Kochen kann man ein Gericht, wenn man möchte, bis zur Vollkommenheit verfeinern!

Vielleicht ist es genau dieser Überraschungseffekt, der sich hinter meiner Begeisterung für das Backen verbirgt. Vielleicht ist es aber auch der Prozess des Backens an sich, der meine Faszination ausmacht. Schon als Kind habe ich dem Kuchen beim Aufgehen gerne zugesehen und auch heute hat sich daran nichts geändert: Ist der Teig einmal im Ofen, schaue ich mindestens alle fünf Minuten vorbei, um zu sehen was passiert. Für mich ist das Backen der Inbegriff des Erschaffens! In kaum einer anderen Tätigkeit wird so schnell evident, wie man aus der Zusammenführung von Materialien (hier Zutaten) ein ganz neues Material erschaffen kann (den gebackenen, festgewordenen Kuchen). Dann noch bei dem Prozess der Entstehung zusehen zu können - das ist für mich wie Magie!

Diese Magie erreicht in der Weihnachtszeit ihren Höhepunkt, wenn die Küche vom Backen der Kipferl, Spekulatius, Butterplätzchen, Zimtsternen und nicht zuletzt Lebkuchen mit winterlichen Gewürzdüften und weihnachtlichen Aromen erfüllt wird. Bei letzteren saß ich am 2. Adventssonntag einmal mehr kniend vor meinem Backofen und beobachte, wie die runden Lebkuchen langsam fest wurden. Das Abkühlen konnte ich dann kaum noch erwarten, um endlich den Überraschungseffekt auf meiner Zunge zergehen zu lassen: mmmmmhhhmmm …

Wie ist das bei Dir? Kochst Du lieber oder backst lieber? Wenn Du Dir noch nicht sicher bist, findest Du es vielleicht mit diesem Ingwer-Lebkuchen-Rezept (ohne Mehl) heraus!

Einkaufsliste (für ca. 16-20 Stück): 100g Marzipanrohmasse, 100g gemahlene Mandeln, 100g gemahlene Haselnüsse, 90g Xucker (oder Rohrohrzucker), 40g Orangeat, 40g kandierte Ingwerstäbchen, 3 Eiweiß, 2 TL Lebkuchengewürz, 1 TL Zimt, 2 MS gemahlenen Ingwer, 1 Prise Meersalz, 20 Oblaten (70mm) (glutenfreie Oblaten gibt es z.B. hier), 20 St. geschälte Mandeln, ca. 200g Zartbitterkuvertüre (optional), Backpapier, ggf. Spritzbeutel

Was gibt's zu tun: Den Backofen auf 170°C Umluft vorheizen Ingwerstäbchen in kleine Würfel schneiden. Die Marzipanrohmasse grob raspeln. Marzipan, Mandeln, Haselnüsse, Zucker, Orangeat, Ingwerwürfel, Eiweiß, Lebkuchengewürz, Zimt, gemahlenen Ingwer und Salz in eine Schüssel geben und mit Hilfe der Knethaken des Rührgeräts ca. 5 Minuten zu einer gleichmäßigen Masse verrühren. Dabei darauf achten, dass sich keine größeren Marzipanstücke bilden.

Die Oblaten auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen. Die Lebkuchenmasse mithilfe eines Spritzbeutels oder eines Löffels gleichmäßig auf den Oblaten verteilen. Die Finger mit Wasser befeuchten und die Lebkuchenoberfläche glatt streichen. Wenn die Lebkuchen nicht mit Schokolade überzogen werden sollen, an dieser Stelle je eine geschälte Mandel auf der Mitte eines jeden Lebkuchens platzieren.

Das Blech auf die mittlere Schiene schieben und ca. 15 Minuten backen (die Lebkuchen sollten an den Rändern und zur Mitte hin leicht angebräunt sein). Die Lebkuchen danach auf einem Gitterblech komplett abkühlen lassen.

Wenn die Lebkuchen mit Schokolade überzogen werden sollen, die Kuvertüre nach Anleitung schmelzen (ist sie nicht flüssig genug, ggf. ein wenig Pflanzenfett hinzugeben). Die Lebkuchen kopfüber in die flüssige Schokolade tunken, je eine geschälte Mandel auf der Mitte eines jeden Lebkuchens platzieren und auf dem Gitterblech oder Backpapier vollständig fest werden lassen. Dann mit Genuss verzehren oder in einer Blechdose lagern.

Dienstag, 21. August 2012

"Kochblog der Woche" bei kochbar.de

Am Wochenende bin ich aus einem wunderschönen Urlaub in Kroatien zurück gekehrt und ich dachte, dass es mir nach sieben Tagen Sonne, Segeln, blauem Meer, noch blauerem Himmel, Strand und unglaublich netten Menschen nicht besser gehen könnte. Nun, als ich meine E-Mails durchging, wurde ich eines besseren belehrt! In meinem Posteingang leuchtete mir eine Nachricht mit dem Betreff "Ihr Blog ist "Kochblog der Woche" bei kochbar.de" entgegen. Aufgeregt öffnete ich die E-Mail, in der ich über die Auswahl von Organic Cottage zum "Kochblog der Woche" der online Kochplattform kochbar.de informiert wurde! Meine Freude darüber war wirklich unglaublich! 

Ich schreibe diesen Blog aufgrund meiner eigenen Überzeugung, dass gutes Essen gut tut und Lebensmitteln die entsprechende Wertschätzung entgegengebracht werden sollte, die sie verdienen. Nämlich, dass sie Mittel zum (Über-)Leben für uns sind (siehe auch Organic Background). Ich schreibe diesen Blog auch, weil ich gerne schreibe. Und ich schreibe diesen Blog, weil es mir einfach unglaublich viel Spaß bereitet! Dabei ist es für mich bereits Erfüllung genug, dass ich genau dies tue. Noch mehr Erfüllung verspüre ich natürlich, wenn ich den ein oder anderen Kommentar zu meinen Artikeln lese oder ein "Like" zu einem meiner Facebook-Posts erhalte. Dass eine etablierte Kochplattform wie kochbar.de nun schreibt "Organic Cottage ist nicht nur ein Sammelsurium von Rezepten, es ist ein Zuhause für alle, denen etwas am Essen liegt. Die vielen Artikel, die Nadine allesamt mit jeder Menge Herzblut schreibt, klären uns über Lebensmittel auf und sagen uns, wo wir sie am besten kaufen oder verzehren können. Aus jeder Zeile scheint uns der Appell "Schätzt, was Ihr auf Euren Tellern habt!" entgegen zu schallen.", erfüllt mich unglaublich! 

Die Auszeichnung zum "Kochblog der Woche" zeigt mir, dass ich mit Organic Cottage den richtigen Weg eingeschlagen habe, dass ich ein Thema bearbeite, dass Relevanz hat - und zwar nicht nur für mich - und das weiter an Relevanz gewinnen wird. Ich danke der kochbar.de-Redaktion für die Auszeichnung, die lobenden Worte und den schön geschriebenen Artikel! Ich danke kochbar.de auch für die zahlreichen Rezepte (u.a. aus den VOX-Kochsendungen), die mich schon zu dem ein oder anderem Gericht inspiriert haben, den zahlreichen Artikel zum Thema Ernährungsberatung, durch die ich schon einige Aha-Momente erlebt habe und das Koch-Forum, in dem sämtliche Themen rund um Kochen, Backen, Ernährung, Lebensmittel, Essen und vor allem auch Genießen diskutiert und ausgetauscht werden. Denn man sollte beim Essen nie vergessen, dass es im Besonderen ums Genießen geht!

Ich habe den Erfolg dieser Auszeichnung sehr genossen - und zwar mit einem Aprikosen-Kardamom-Lassi!

Shopping-Liste (für 2-3 Portionen): 150g Sojajoghurt (oder normalen Naturjoghurt), 300ml Wasser, 150g Aprikosen, 5 Kardamomkapseln, 2 EL Agavendicksaft, 1 Prise Salz

To Do's: Die Kardomomkapseln aufbrechen und die Samen herausnehmen. Die Samen anhand eines Mösers zerstoßen. Die Aprikosen entkernen und grob zerkleinern.

Joghurt, Wasser, Aprikosen, Kardamom, Agavendicksaft und Salz in den Mixer geben und fein pürieren. Fertig! Übrigens: Auch auf kochbar.de gibt es zahlreiche Lassi-Rezepte zu entdecken!

Donnerstag, 3. Mai 2012

Wie schmeckt Spargel?

Vor kurzem habe ich den Film "Stadt der Engel" gesehen. In einer Szene fragt Nicolas Cage, der den Engel Seth spielt, die menschliche Maggie Rice, an die er sein Herz verliert und die von Meg Ryan gespielt wird, wie die Birne schmeckt, die sie in seinem Beisein verzehrt. Sie antwortet: "Sie schmeckt wie - eine Birne. Sie wissen nicht wie eine Birne schmeckt?" Er korrigiert sich: "Wie sie für Sie schmeckt, das weiß ich nicht." Und sie antwortet: "Saftig, und süß. Sie ist auf der Zunge weich und körnig, wie zuckriger Sand zergeht sie im Mund. Wie hört sich das an?" - "Wundervoll!"


Diese Szene hat mich berührt. Nicht nur weil hier eine gewisse Spannung zwischen Seth und Maggie entsteht, sondern auch weil diese Frage so essentiell ist und dennoch stellt man sie sich sehr selten, wenn überhaupt. Wie oft genießt man eine Mahlzeit so bewusst als dass man sagen könnte, wie eine bestimmte Zutat oder die Gesamtkomposition für einen persönlich schmeckt?


Obgleich ich ein sehr großer Genießer bin, schenke ich dem Essen in den seltensten Fällen diese für mich vollendete Form der Aufmerksamkeit. Ich weiß, wann mir etwas besonders gut schmeckt - dann schließe ich die Augen und lasse es genussvoll auf der Zunge zergehen. Aber wie die Zucchini, der Apfel, der Spargel oder eben die Birne für mich schmeckt, welche Erinnerungen und Gefühle sie vielleicht hervorruft, das habe ich bisher nicht bewusst wahrgenommen. Aber umso bewusster tue ich dies jetzt!


Wer mich heute fragt, wie mir Spargel schmeckt, dem werde ich nicht antworten: "Er schmeckt wie - Spargel." Sondern: "Wässrig mit einem Hauch von Süße. Erfrischend! So wie eine leichte Brise an einem schwülen Sommertag."


Nach was schmeckt Spargel für Dich? Welche persönlichen Erinnerungen und Gefühle ruft der Geschmack in Dir hervor? Vielleicht kannst Du es anhand dieses Rezeptes herausfinden: Spargel mit Butter an karamellisierten Kirschtomaten, gerösteten Pinienkernen und Parmesan.


Shopping-Liste (für 2 Personen): 800-1000g Spargel und für das Spargelwasser (ca. 2 Liter) 1 EL Rohrohrzucker, 1 TL Zitronensaft, 1 TL Butter und 1-2 EL Salz, 8 Kirschtomaten und zum Karamellisieren 1 TL Butter und 1/4 - 1/2 TL Rohrohrzucker, 2 TL Pinienkerne, 2-3 EL Butter und 3-4 TL frisch geriebener Parmesan


To Do's: Den Spargel gründlich schälen und die Enden abschneiden. Das Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen und Zucker, Salz, Zitronensaft und Butter hinzugeben. Die Spargelstangen ebenfalls hinzugeben und 5 Minuten auf höchster Stufe kochen. Dann die Herdplatte komplett abschalten, den Topf aber auf der Herdplatte stehen lassen, sodass der Spargel darauf für ca. 10-15 weitere Minuten ziehen kann. Hier am besten nach ca. 10 Minuten mit einem Messer in die dickste Stange stechen, um die Konsistenz zu prüfen (wie bei Kartoffeln).


In der Zwischenzeit die Kirschtomaten halbieren. 1 TL Butter in einem kleinen Topf schmelzen lassen, den Rohrohrzucker hinzugeben und diesen anschmelzen lassen. Bevor er zu karamellisieren beginnt, die halben Kirschtomaten mit der flachen Seite darin ca. 3-4 Minuten andünsten. 2-3 EL Butter komplett schmelzen und die karamellisierten Kirschtomaten hinzugeben. Außerdem die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten.


Die Spargelstangen auf zwei Tellern verteilen. Die Tomaten-Butter Soße darüber geben und Pinienkerne und Parmesan darüber streuen. Wer möchte kann noch etwas frische Petersilie darüber geben. Als Beilage dazu esse ich am liebsten neue Kartoffeln.


Die Originalszene aus "Stadt der Engel" findest Du hier: http://www.youtube.com/watch?v=MHckzPJuPKw

Sonntag, 1. April 2012

Mein Lieblingsrezept: Bärlauchknödel an Mandelbutter

Es heißt "Eigenlob stinkt". Aber wieso eigentlich? Wieso sollten wir uns selbst nicht loben? Oder besser: Wieso loben wir uns selbst nicht viel öfter?

Wir selbst sind doch unser größter Kritiker: "Wieso habe ich dies und das nicht schneller, besser und toller hinbekommen?" "Das hätte ich aber wirklich eine Nummer besser machen können." "Hier habe ich aber nicht wirklich meine höchste Leistung gezeigt." "Na, das habe ich ja mal wieder gründlich verbockt!" Solche und ähnliche Gedanken, möchte ich behaupten, kreisen von Zeit zu Zeit in den Köpfen fast aller Menschen. Wenn wir uns schon so wunderschön kritisieren können, wieso können wir uns dann nicht ebenso gebührend loben?

Ich finde nicht das Eigenlob stinkt! Ich finde, dass Eigenlob von Zeit zu Zeit sogar ganz wunderbar duftet! Wie zum Beispiel die Bärlauchknödel, die mit ihrer feinen Knoblauchnote heute meine Küche mit einem wunderbaren frühlingshaften Duft erfüllt haben. Und an dieser Stelle möchte ich mich dafür loben: Ich habe mit diesen Bärlauchknödeln an Mandelbutter eine ganz wundervolle Aromakombination erschaffen, die einfach köstlich schmeckt. Meiner Meinung nach, habe ich damit sogar das beste Rezept auf dieser Seite kreiert! Natürlich liegt das auch daran, dass mein Lieblingsgericht seit Kindheitstagen die Semmelknödel mit Pilzrahm meiner Mutter darstellen. Aber gut, Geschmack liegt bekanntlicherweise im Auge des Betrachters oder - in diesem Fall - auf der Zunge des Genießers. Ob Ihr das auch so seht, könnt Ihr anhand der folgenden Zutaten und Zubereitungsschritte herausfinden:

Shopping-Liste: 200g Baguette oder Semmeln vom Vortag, die bereits hart geworden sind, 50g frischer Bärlauch, 120 ml Sojamilch (oder normale Milch), 2 Eier, 1 Zwiebel, 2 EL Butter, 1MS Muskat, Salz, Pfeffer, ggf. Semmelbrösel, 4 EL Mandelstifte, 6-8 EL Butter

To Do's: Baguette in kleine Würfel schneiden oder alternativ mit der Brotmaschine in dünne Scheiben schneiden und in eine Schüssel geben. Zwiebel fein würfeln, 2 EL Butter in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin glasig dünsten. Die Zwiebelwürfel mit der Milch ablöschen, kurz verrühren und über die Baguettewürfel geben. Gut vermengen und ca. 15 Minuten ruhen lassen.

In der Zwischenzeit den Bärlauch waschen, abtropfen lassen und trocken tupfen. Die harten Stiele entfernen und grob hacken. Die Eier mit Muskat, Salz und Pfeffer verquirlen und gemeinsam mit dem Bärlauch zu der Baguettemasse geben. Dann zu einem Teig verkneten und weitere 15 Minuten ruhen lassen.

Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen und reichlich salzen. Die Hände befeuchten und aus dem Teig 6-8 Knödel formen. (Ggf. ist der Teig zu feucht. Das kann man herausfinden, indem man zunächst einen kleinen Probeknödel in das Wasser gibt. Zerfällt dieser helfen Semmelbrösel. Diese esslöffelweise hinzugeben, bis der Teig fester ist.) Die Knödel in das Wasser geben und bei geringer Hitze ca. 20 Minuten ziehen lassen.

In der Zwischenzeit 2 EL Butter in einem Töpfchen zum Schmelzen bringen. Mandelstifte hinzugeben und rösten, bis diese goldbraun sind. Die restliche Butter hinzugeben und zum Schmelzen bringen.

Die Knödel vorsichtig aus dem Wasser nehmen und abtropfen lassen. Je 2 Knödel auf einen Teller geben und die Mandelbutter gleichmäßig auf die Knödel verteilen.

Tipp: Ich habe es nicht ausprobiert, kann mir aber gut vorstellen, dass das Rezept genauso gut mit glutenfreien Semmeln funktioniert.

Und nicht vergessen: Eigenlob kann duften!

Montag, 27. Februar 2012

Urlecker: Urkarotte

Wenn man sich die Urkarotte so ansieht, ist das erste Wort, das einem einfällt sicherlich nicht "lecker". Ihre dunkle Farbe und ihr dreckig erscheinendes Auftreten, lassen einen wahrscheinlich zur altbekannten Möhre, deren sattes Orange einfach überzeugender ist, greifen. Die Bezeichnung "altbekannt" trifft jedoch viel eher auf die Urkarotte zu: Es war das 17. Jahrhundert, als die Holländer die schwarze mit der gelben Karotte kreuzten und daraus die uns vertraute orangene Karotte entstand.

Wie allerdings bei so vielen Dingen in ihrer reinen Ursprungsform, hat auch die Urkarotte mehr zu bieten als ihre Nachfolgerin, die durch die Kreuzung an Eigenschaften und Inhaltsstoffen verlor. Die Urkarotte weist einen höheren Gehalt an Vitaminen, Antioxidantien und Karotin auf, ihr Geschmack ist intensiver und sie ist robuster! Wer sich dennoch von ihrem äußerlichen Erscheinen abschrecken lässt, dem soll gesagt sein, dass diese ursprüngliche Karotte ein herrliches Farbenspiel aus Violett und Orange offenbart, sobald sie geschält ist!

Einsetzen kann man die Urmöhre genau so wie die bekanntere Schwester auch! Ich habe mich an dieser Stelle entschieden, dies in Form einer Urkarotten-Kokos-Suppe zu tun. Urlecker!

Shopping-Liste: 300g Urkarotten, 2 Schalotten, 10g frischer Ingwer, 300 ml Kokosmilch, 350-400 ml Gemüsefond (alternativ Gemüsebrühe), 2 EL Rapsöl, 1 EL Currypulver, Salz und Pfeffer, Optional: Gemüsechips oder Kokosraspeln

To Do's: Die Urkarotten schälen und grob zerkleinern, die Schalotten und den Ingwer fein würfeln. Das Öl in einem Topf erhitzen und die Schalotten kurz glasig andünsten. Den Ingwer und die Urkarottenscheiben hinzugeben und für ca. 2 Minuten ebenfalls andünsten. Das Currypulver zufügen und  kurz anrösten. Mit 350 ml Gemüsebrühe ablöschen, aufkochen und dann bei geschlossenem Deckel ca. 15 Minuten bei niedriger Hitze garen (bis die Karotten weich sind).

Die Suppe mit einem Pürierstab fein pürieren. Das Kokosmilch hinzufügen und abhängig von der Konsistenz ggf. noch etwas mehr Gemüsebrühe hinzufügen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und vor dem Servieren noch einmal aufkochen und mit dem Pürierstab aufschäumen. Mit Gemüsechips oder Kokosraspeln servieren.

Sonntag, 15. Januar 2012

Tolle Knolle

Insalata Caprese oder einfach Tomaten-Mozzarella ist definitiv ein Salatklassiker. Insbesondere im Sommer, wenn es draußen heiß ist, haben die knackige Tomaten und der leichter Mozzarella eine erfrischende Wirkung. Und im Winter?

Nun, im Winter sind die Tomaten nicht so knackig und Erfrischung ist bei den kühlen Temperaturen natürlich auch nicht gefragt. Wer aber dennoch nicht auf seinen Insalata Caprese verzichten möchte, der kann sich einfach einmal in der saisonalen Gemüsewelt, die der Winter zu bieten hat, umsehen. Dabei stößt man ganz schnell auf eine tolle Knolle, die nicht nur farblich an die sommerliche Tomate herankommt, sondern auch geschmacklich ganz wunderbar mit Mozzarella harmoniert. Hinzu kommt, dass sie wertvolle Vitamine (B1, B2, B6 und C) und Mineralstoffe (u.a. Kalium, Kalzium, Eisen, Magnesium, Zink) bietet, die den Körper gegen die eisigen Temperaturen schützen. Und gepaart mit Büffelmozzarella und Petersilienpesto ergibt sie einen sehr geschmackvollen und nährstoffreichen Wintersalat: die Rote Bete.

Shopping-Liste für winterlichen Caprese mit Rote Bete und Petersilienpesto (für 4 Vorspeise-Portionen): ca. 250g rote Beete (2-3 Knollen), 2 Päckchen Büffelmozzarella, 1 Bund glatte Petersilie, 3 EL Mandelstifte, 1/2 TL Rohrohrzucker, 1/4 TL frisch geriebene Zitronenschale, 2 EL frischer Zitronensaft, 2 EL Arganöl, 5 EL Olivenöl, 1 Prise Salz

To Do`s: Die Rote Bete (ungeschält) für 50-60 Minuten im Ofen bei 180°C backen.

Währenddessen das Pesto zubereiten. Dafür die Mandelstifte in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis sie goldbraun sind. Danach abkühlen lassen. Die Petersilie fein hacken und zusammen mit den Mandelstiften, Zitronenschale und -saft, Zucker, Salz und Arganöl mixen oder mit einem Zauberstab fein pürieren. Dann das Olivenöl hinzugeben und vermengen (je nach Konsistenz noch etwas mehr Olivenöl hinzugeben).

Die gebackenen Rote Bete-Knollen abkühlen lassen, schälen und dann in dünne Scheiben schneiden. Den Mozzarella ebenfalls in dünne Scheiben schneiden und abwechselnd mit den Rote Bete-Scheiben auf einen Tellern drapieren. Das Pesto darüber verteilen und noch einen Schuß mehr Olivenöl auf jeden Teller geben. Fertig!

Sonntag, 18. Dezember 2011

Glückseligkeit

Bei der Recherche für mein Kokosmakronenrezept, stieß ich auf einen Beitrag, der besagte, dass sich der Name "Makronen" aus dem griechischen Wort "makarios" ableitet, was Glückseligkeit bedeutet. Eine frisch gebackene, noch lauwarme Kokosmakrone, die auf der Zunge zergeht - ja, das ist tatsächlich Glückseligkeit!

Gerade die Feiertage und die damit verbundene Ruhe und Stille bieten, wie ich finde, eine wundervolle Möglichkeit das Jahr Revue passieren und sich dabei insbesondere der Momente zu erinnern, in denen man Glück, Seligkeit oder vielleicht sogar Glückseligkeit verspürt hat. Bei mir sind es meistens die kleinen, unerwarteten Momente gewesen, die zu diesem Gefühl geführt haben: Die Entdeckung des ersten Krokosses im Frühjahr, der Sommertag am Stand, der durch einen vollkommenen Sonnenuntergang gekrönt wurde, im Herbst durch den Wald voll goldener Blätter laufen, am Adventssonntag vor dem Kamin sitzen, Tee trinken und Kokosmakronen genießen...

Shopping-Liste für Orangen-Kokosmakronen, Zimt-Kokosmakronen und Schoko-Chili-Kokosmakronen (ca. 60 Stück): 400g Kokosraspeln,  350g Rohrohrzucker, 6 Eiweiß, 2 Prisen Salz, Schale von 2 Orangen, 1TL Zimt, 100g Zartbitterkuvertüre, 1/8-1/4 TL Chilipulver (je nach Geschmack), ca. 60 Vollkornoblaten (für die glutenfreie Version, die Oblaten einfach weglassen, dafür jedoch ein Silikonmatte verwenden, damit die Makronen nicht festkleben)

To Do's: Kokosraspeln, Rohrohrzucker, Salz und Eiweiß in einem Topf geben vermengen. Ggf. noch 3-5 EL Wasser hinzugeben, falls die Masse nicht cremig genug ist. Bei geringer Hitze unter ständigem Rühren bis auf ca. 50°C erwärmen (dies einfach mit dem Finger testen - die Masse muss sich heiß anfühlen). Dann vom Herd nehmen und kurz abkühlen lasse. Eine hilfreiche Videoaufnahme bietet hierzu Essen&Trinken: E&T Grundrezept Makronenmasse

Die Masse dritteln (dabei sollten jeweils ca. 20 Walnuss-große Makronen herauskommen). Das erste Drittel so wie es ist, mit Hilfe von zwei Teelöffeln auf die Oblaten verteilen. Zum zweiten Drittel Zimt hinzugeben, gründlich vermengen und ebenfalls auf die Oblaten verteilen. Unter das letzte Drittel die abgeriebene Schale zweier Orangen mengen und die Masse auf die Oblaten verteilen.

Die Makronen in den auf 190°C vorgeheizten Backofen geben und 12-14 Minuten goldbraun backen. Herausnehmen und abkühlen lassen (oder auch schon einmal naschen).

Für die Schoko-Chili-Variante, die Zartbitterkuvertüre vorsichtig schmelzen, Chili je nach gewünschter Schärfe untermengen und die  Unterseite der Makrone hinein tunken. Auf einem Gitterrost abkühlen lassen, bis die Schokolade fest ist. So, und nun darf auch diese Variante gekostet werden! Und, ist hierbei ein wenig Glück zu verspüren? Oder Seligkeit? Oder vielleicht sogar beides?

Freitag, 16. Dezember 2011

Aufgewacht

Wie startest Du jeden Morgen in den Tag? Bestimmt hast Du ein allmorgendliches Ritual – aufstehen und erstmal unter die kalte Dusche springen? Oder wird als erstes das Wasser für den Tee aufgesetzt? Vielleicht startet Dein Tag auch mit ein paar Yogaübungen - wie das bei mir der Fall ist? 

Am Morgen verfolgen die Menschen die unterschiedlichsten Abläufe und genauso verhält es sich mit dem Frühstück. Der Eine braucht morgens etwas Salziges, der Andere etwas Süßes. Für den Einen ist das Frühstück die größte Mahlzeit am Tag, der Andere braucht vielleicht nur ein wenig Obst und der Dritte verzichtet komplett darauf. Dabei ist meiner Meinung nach sowohl der Start in den Tag als auch das damit verbundene Frühstück unglaublich wichtig und entscheidet darüber, wie der Rest des Tages verläuft – entspannt und gelassen oder gehetzt und gestresst? 

Nachdem ich meine Yogaübungen hinter mich gebracht habe, genieße ich in Ruhe mein Frühstück: Reisflocken mit Mandelmilch, Apfel und Gewürzen. Dazu einen grünen Tee und dann kann der Tag beginnen! 

Shopping-Liste (für 2 große Portionen): 100g Reisflocken, ca. 200ml Mandelmilch (ungesüßt), 100ml abgekochtes Wasser, 1 Apfel, 20g Mandelblättchen, 1/2 TL Zimt (gemahlen), 2 MS Kardamom (gemahlen), 1 MS Nelken (gemahlen), Honig oder Ahornsirup zum Süßen 

To Do's: Die Reisflocken über Nacht in 100ml Mandelmilch und 50ml Wasser einweichen.

Am nächsten Morgen die Reisflocken, die restliche Mandelmilch und das restliche Wasser, den in kleine Stücke geschnittenen Apfel sowie die Gewürze in einen Topf geben und bei geringer Hitze ca. 8-10 Minuten erhitzen. Dabei immer wieder umrühren und ggf. noch etwas Mandelmilch hinzufügen. Parallel dazu, in einer Pfanne ohne Fett die Mandelblättchen goldbraun rösten. 

Die Reisflocken auf Schalen verteilen, mit den Mandelblättchen bestreuen und je nach Bedarf mit Honig oder Ahornsirup beträufeln.

Wer mag, kann anstelle von oder zusätzlich zum Apfel auch getrocknete Aprikosen verwenden.

Dienstag, 25. Oktober 2011

Heiße Süßkartoffelsuppe

Im Herbst und Winter gibt es für mich nichts besseres als eine heiße Suppe! In dieser Zeit würde ih am liebsten jedes Gemüse in eine heiße Brühe verwandeln, denn obwohl ich ein Herbstkind bin, muss ich mich jedes Jahr wieder aufs Neue an das raue Wetter gewöhnen!

Besonders erfreue ich mich an Suppen, die vor Vitaminen und Mineralien nur so überquellen. Wie kann man das erreichen? Nun, die einfachste Variante ist, sich ein Gemüse heraus zu suchen, das an sich schon reich Nährstoffen ist.

Der Kürbis ist schonmal nicht schlecht oder auch Topinambur - wenn wir mal beim Wintergemüse bleiben wollen -, die Süßkartoffel ist vom Nährstoffgehalt jedoch schlichtweg unschlagbar. Von Antioxidantien, über Kalium und Zink bis hin zu Vitamin C, B und E bietet sie Inhaltsstoffe, die gerade bei den kalten Herbsttemperaturen das Immunsystem stärken! Perfekt für dieses Suppenrezept: Süßkartoffelsuppe mit Limettenschmand.

Shopping-Liste (3-4 Portionen): 400g Süßkartoffeln, 1 Zwiebel, 2 Tomaten, 1 kleine Knoblauchzehe, 1 daumengroßes Stück Ingwer (wärmt auch sehr von innen!), 2 EL Rapsöl, 1/2 l Gemüsebrühe, 2 Handvoll frischer Koriander, 100g Schmand oder Creme fraiche (alternativ auch die laktosefreie Version oder Sojajoghurt), Schale und Saft einer Limette, Salz und Pfeffer

To Do's: Süßkartoffeln waschen, schälen und in Würfel schneiden. Die Zwiebel ebenfalls würfeln (nur viel feiner) sowie Knoblauch und Ingwer fein hacken. Die Tomaten häuten (kreuzförmig einschneiden, kurz in kochendes Wasser geben, abschrecken und Haut abziehen), den Strunk großzügig entfernen und grob zerkleinern.

Rapsöl in einem Topf erhitzen. Zwiebeln und Ingwer darin andünsten, bis die Zwiebeln glasig sind. Die Süßkartoffelwürfel hinzugeben und ebenfalls für ein paar Minuten andünsten. Ebenso die Tomaten dazugeben und das Ganze für ein paar weitere Minuten andünsten. Dann mit der Gemüsebrühe ablöschen. Die Suppe kurz aufkochen lassen und die Temperatur danach auf mittlere Hitze reduzieren. Eine Handvoll Koriander unterrühren und für ca. 15 bis 20 Minuten köcheln lassen, bis die Süßkartoffeln weich sind.

In der Zwischenzeit die Schale der Limette abreiben, den Saft auspressen und beides mit dem Schmand vermengen.

Die Suppe fein pürieren. Je nach Konsistenz noch etwas Gemüsebrühe hinzugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit einem Klecks Limettenschmand sowie den restlichen Korianderblättern servieren.

Montag, 3. Oktober 2011

Cranberry-Brot zu Erntedank

Gestern war Erntedank und ich kann mir gut vorstellen, dass dies den meisten Deutschen gar nicht bewusst war. Meiner Meinung nach ist das noch nicht einmal verwunderlich! Schließlich bekommt der Großteil der deutschen Bevölkerung gar nicht mit wie lange die Kartoffel unter der Erde gereift ist oder der Apfel am Baum hing, bis sie geerntet wurden.

So könnte man sagen, dass das Erntedankfest den Bauern und Gärtnern vorbehalten ist. Sind sie doch diejenigen, die das Reifen und Gedeihen direkt miterleben und jedes Jahr im Herbst die Dankbarkeit für das geerntete Obst und Gemüse, das ihnen die Erde geschenkt hat, verspüren. Aber nur weil wir die Ernte  des Kürbisses und des Mangolds, den wir auf dem Wochenmarkt oder im Supermarkt kaufen, nicht miterleben, heißt das noch lange nicht, dass wir sie nicht trotzdem feiern sollten! Im Gegenteil, ist Erntedank nicht ein wundervoller Anlass mal wieder Freunde einzuladen, gemeinsam saisonale Köstlichkeiten zuzubereiten und diese dann untermalt von einem guten Wein zu feiern? Und auch wenn der erste Sonntag im Oktober - auf den das Erntedankfest jährlich fällt - nun bereits vergangen ist, Freunde einladen, gemeinsam kochen und feiern kann man doch immer!
                
Zur Feier des Erntedank gab es bei mir gestern selbst gebackenes Cranberry-Brot (glutenfrei)! Und das Rezept dazu möchte ich an dieser Stelle natürlich nicht vorenthalten!

Shopping-Liste: 150g Buchweizenmehl, 125g Reismehl (Vollkorn), 75g Amaranthmehl, 25g gemahlene Hirse (Braunhirse), 1/2 Päckchen Trockenhefe, 1 gehäufter TL Fleur de Sel, 250ml Wasser (lauwarm), 75g frische Cranberries, 50g getrocknete Cranberries, 50g Pekannüsse, 1 Kastenform (20cm) und etwas Pflanzenöl zum Fetten der Form

To Do`s: 100ml Wasser mit der Hefe und 25g Buchweizenmehl verrühren und an einem warmen Ort ca. 30 Minuten gehen lassen (bis sich Blasen bilden). In der Zwischenzeit, die Kartoffeln weich kochen, schälen und durch eine Presse drücken.

Danach alle Zutaten bis auf die Cranberries und Nüsse gründlich vermengen. Den Teig zugedeckt für 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

Cranberries und die grob zerkleinerten Pekannüsse zum Teig geben und gut durchkneten. Die Form mit dem Öl (alternativ auch Butter oder Margarine) einfetten und den Teig darin verteilen. Den Teig mit etwas Wasser glatt streichen und für weitere 30 Minuten zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen.

Den Ofen auf 180°C vorwärmen und auf mittlerer Schiene für ca. 50 bis 55 Minuten backen. Das Brot abkühlen lassen und zum Beispiel mit Honig genießen.

Mittwoch, 24. August 2011

Finde Dein Curry!

40°C im Schatten, die Luft steht, der Asphalt brennt und in der Luft hängt ein nicht definierbarer Duft. Ist eine Kirche in der Nähe? Denn ich vernehme eindeutig Weihrauch. Oder kocht ein umfangreicher Imbissbesitzer eine seiner arabischen Spezialitäten? Denn auch Chili, Kurkuma, Paprika und Ingwer scheinen die Luft zu erfüllen. Könnte es sogar sein, dass eine arabische Mama mitten im Sommer Spekulatius backt, um die hungrigen Mäuler ihrer Kinderscharen zu füllen? Denn auch Zimt, Nelken, Vanille und Sternanis sind nicht zu überriechen. 

Was ich in der sommerlichen Hitze der Dubaier Altstadt entdeckte war allerdings weder Kirche, Koch, noch Spekulatius, sondern der traditionelle Gewürz-Souk! Hier preisen Händler um Händler Safran, Kardamom, schwarzen Pfeffer, weißen Pfeffer, roten Pfeffer, essbaren und nicht essbaren Weihrauch, Lindenblüten, Muskatblüten, Kamillenblüten, Salbei, Lorbeeren, getrocknete Zitronen und sämtliche orientalische Gewürzmischungen an. An einem gelben Pulver aus Kurkuma, Cumin, Koriander, Pfeffer, Bockshornklee, Gewürznelken, Ingwer, Zimt, Fenchelsamen, Senfkörnern und auch Piment, das sich kurz einfach „Curry“ nennt, kommt man dabei kaum vorbei.

Die traditionelle Curry-Mischung, die ihre Wurzeln in Indien hat - wo sie als Masala bekannt ist -, besteht dabei je nach Region und Herkunft mal aus mehr, mal aus weniger Gewürzen. Man sagt sogar, dass jede indische Hausfrau ihr eigenes Masala-Rezept hat! Das war den englischen Kolonialherren im 18. und 19. Jahrhundert allerdings zu viel, sodass sie die so genannte englische Mischung kreieren ließen, die ihrem europäischen Geschmack entsprach. Nichtsdestotrotz, die "eine" Curry-Mischung existiert nicht und so bleibt einem nichts anderes übrig als zu probieren, probieren, probieren bis man sein Lieblingscurry entdeckt hat. Ich muss sagen, dass ich mit der Mischung des Dubaier Gewürz-Souk, die ich zu einem geschmackvollen Süßkartoffel-Curry mit Brokkoli verarbeitet habe, schon sehr zufrieden war! Vielleicht kann Dir dieses Rezept ja auch zur Entdeckung "Deines" Currys verhelfen!

 
Shopping-Liste: 300g Süßkartoffeln, 150g Brokkoli, 1 Schalotte, 1 daumengroßes Stück Ingwer, 1-2 EL Ghee (alternativ Butter oder Öl), 400-500ml Kokosmilch, 3-4 EL Curry-Pulver (hier sollte man einfach nach dem Geschmack gehen), 1/2 TL Kurkuma, 1/2 TL Cumin, 1 EL Fischsauce (alternativ Sojassauce), 1-2 Messerspitzen Chilipulver (auch hier sollte man nach dem Geschmack gehen, wer es gerne schärfer mag, der kann durchaus die Menge erhöhen), 1 EL Sesam, etwas Koriandergrün
To Do´s: Zur Vorbereitung die Süßkartoffeln gründlich schälen und würfeln. Den Brokkoli in seine Röschen zerkleinern.
Die Schalotte fein würfeln und den Ingwer fein hacken. Ghee in einer Pfanne erhitzen (Achtung, Ghee schmilzt sehr schnell!) und Kurkuma sowie Cumin darin auflösen. Schalotte und Ingwer hinzugeben und kurz anschwitzen lassen. Die Süßkartoffeln ebenfalls hinzugeben und für ca. 2 Minuten anschwitzen. Das Gemisch mit ca. 400ml Kokosmilch ablöschen und das Currypulver unterrühren (hier zunächst nicht das gesamte Pulver unterrühren, sondern besser zu einem späteren Zeitpunkt nachwürzen). Dann mit einem Deckel zudecken und bei mittlerer Hitze ca. 5 Minuten köcheln lassen.
Im nächsten Schritt, die Brokkoli-Röschen hinzugeben und für weitere 5 bis 10 Minuten zugedeckt und unter gelegentlichem Verrühren weiter köcheln lassen (der Brokkoli sollte noch bissfest sein). Zum Schluss je nach Bedarf die restliche Kokosmilch hinzugeben, mit der Fischsauce und dem Chilipulver abschmecken und ggf. noch etwas Currypulver hinzugeben. Mit Koriandergrün und Sesam (vorher rösten) garniert servieren. Als Beilage passt hier insbesondere Reis!