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Montag, 9. September 2013

In der Einfachheit liegt die Machbarkeit

Für viele Menschen ist das mit dem Kochen so eine Sache. Die Überlegungen, was man machen soll, das Einkaufen und dabei gegebenenfalls auch noch in mehr als einen Laden zu müssen und nicht zuletzt, schreckt viele das Kochen an sich ab. Vor allem, wenn man einen zeitaufwändigen, stressigen Job hat, möchte man sich nicht auch noch damit beschäftigen müssen. Dann wohnt der ein oder andere auch noch allein und sagt sich: Für mich selbst den Aufwand betreiben? Nein danke! In diesen Fällen wird es häufig das Gericht vom Asiaten, der auf dem Nachhauseweg liegt, die Pizza beim Lieblingslieferservice, dessen Nummer schon unter den Favoriten abgespeichert ist, oder das Fertiggericht aus dem Supermarkt. Wenn sich doch einmal dazu durchgerungen wird zu kochen, ist ein Teller mit Pasta mit Pesto oft schon das höchste der Gefühle. 

Ich kann solche Essgewohnheiten nur zu gut nachvollziehen: Bei den heutzutage vorherrschenden Leistungsansprüchen, dem Stress, mit dem viele zu kämpfen haben, und den langen Arbeitszeiten, bleibt einem doch oft gar nichts anderes übrig, als sich abends noch schnell etwas "reinzuschieben", um danach völlig ko ins Bett zu fallen und am nächsten Morgen wieder mit den erwarteten 150% Leistungsbereitschaft aufzuwachen. Auch mir - als Verfechter der gesunden und ausgewogenen Ernährung - ergeht es hin und wieder so. Allerdings stellt so ein Abend mittlerweile die Ausnahme dar und normalerweise bereite ich mir immer noch selbst eine Kleinigkeit zu, egal wie spät ich nach Hause komme. Die Devise lautet hier: In der Einfachheit liegt die Machbarkeit.

Meist hole ich mir auf dem Nachhauseweg beim Biosupermarkt einfach ein paar Gemüsesorten der Saison, dünste sie in einer Pfanne an, füge ein paar frische Kräutern und Gewürze hinzu und genieße das Ganze mit einem Pesto, Chutney, Mozzarella, Feta, gerösteten Kernen, Nüssen oder Ähnlichem. Der Aufwand ist hier minimiert und doch kann ich mir sicher sein, dass ich etwas gesundes zu mir genommen habe. Für diejenigen, die alleine wohnen habe ich außerdem den folgenden Tipp: Einfach zwei oder mehr Portionen auf einmal kochen und schon hat man für den nächsten Abend oder die nächste Mittagspause gleich mitgekocht.

An dieser Stelle gibt es daher natürlich ein ganz einfaches und unkompliziertes Rezept: Hirsepfanne mit Zucchini, Paprika und Feta.

Einkaufsliste: 125g Hirse (z.B. Feinkornhirse im Kochbeutel von Davert - diese ist in nur 10 Minuten fertig), ca. 350 ml Gemüsebrühe (für die Feinkornhirse von Davert 500 ml), 1 gelbe Zucchini, 1 gelbe Paprika, 10 Kirschtomaten, 1 Handvoll frische Minze, 100g Feta (für die laktosefreie/vegane Variante einfach den Feta weglassen), 1/2 TL Kurkuma, Kokosfett, eine Prise Zucker, Salz und Pfeffer

Was ist zu tun? 300ml Gemüsebrühe in einem Topf zum Kochen bringen. Die Hirse hinzugeben und ca. 25 Minuten zugedeckt bei mittlerer Hitze köcheln lassen, überflüssige Brühe abgießen und weitere 10 Minuten quellen lassen (bzw. gemäß Packungsanleitung zubereiten).

In der Zwischenzeit, die Zucchini, Paprika und Kirschtomaten waschen. Die Zucchini längs halbieren und in dünne Scheiben schneiden. Die Paprika vom Kerngehäuse entfernen und in Streifen schneiden. Die Kirschtomaten halbieren.

Kokosfett in einer Pfanne erhitzen. Die Zucchini und Paprika für ein paar Minuten darin andünsten. Mit Kurkuma, Salz und Pfeffer würzen und ca. 50 ml Gemüsebrühe hinzugeben, aufkochen und das Gemüse darin für ca. 5 Minuten köcheln lassen.

Die Tomaten gemeinsam mit der Prise Zucker und der Hirse hinzugeben und alles miteinander vermischen. Die Minzblätter grob zerkleinern und unterheben. Zum Schluss den Feta grob zerbröckelt darüber geben. 

Montag, 28. Januar 2013

Fokus 2013: Saisonalität und Regionalität


2013 ist schon wieder fast einen Monat alt und die ersten werden ihre Neujahrsvorsätze mittlerweile über Bord geworfen haben (der eine leichtfertig, der andere mit einem schlechten Gewissen), andere ziehen vielleicht eine erste Bilanz, wie weit sie damit bisher gekommen sind und wieder andere zerbrechen sich den Kopf, was nochmal diese Vorhaben waren, die sie sich in der Silvesternacht, last-minute-mäßig und reichlich angesäuselt, aber dennoch oder gerade deswegen voller Überzeugung, gesetzt hatten.

Auch ich habe mir Neujahrsvorsätze vorgenommen, sie aber direkt wieder über den Haufen geworfen. Nicht etwa, weil ich sie schon nach zwei Wochen wieder aufgab, sondern weil  mir kurz nachdem ich sie ausformuliert hatte in den Sinn kam, dieses Jahr einfach einmal keine Vorsätze haben zu wollen. Eigentlich, so dachte ich mir, nehme ich mir doch das ganze Jahr Dinge vor und gehe sie an, da brauche ich doch nicht noch zusätzlich zu Neujahr irgendwelche halbherzigen Vorsätze, nur um sagen zu können, ich habe welche ...

Und so besinne ich mich in 2013 lieber weiter auf die Dinge, die ich mir sowieso schon vorher vorgenommen oder auch schon gelebt hatte. In kulinarischer Hinsicht sind das insbesondere: keine Fertiggerichte sondern lieber selbst kochen, auch mal auf gesündere Alternativen bei der Produktauswahl zurück greifen (z.B. Dinkel- anstatt Weizenmehl, Hafer- oder Mandelmilch anstatt Kuhmilch, Hirse oder Vollkornreis anstatt weißen Reis), jede Nahrung achtsam und wertschätzend zu mir nehmen und so gut es geht auf Regionalität und Saisonalität sowie auf das Ursprungsland von Lebensmitteln achten.

Dabei liegt mir gerade letzteres am Herzen, da ich das Gefühl habe, dass unsere guten deutschen Produkte und Lebensmittel immer mehr in Vergessenheit geraten. Im „normalen“ Supermarkt findet man selten Pastinaken, Topinambur, Schwarz- oder Petersilienwurzel. Obwohl diese Wurzelgemüsesorten im Januar in Deutschland Hochsaison haben! Aber auch der Masse wohl bekanntere Gemüsesorten aus deutschem Erzeugnis sind im Januar als Lagergemüse erhältlich, die Karotte und die Kartoffel zum Beispiel. An dieser Stelle ergeben die beiden zusammen mit Linsen und Kokosmilch die Basis für eine Kokos-Linsen-Suppe, die in diesen eisigen Tagen ganz wunderbar wärmt! Und wer sich doch einmal an die anderen Wurzelgemüsesorten trauen möchte, findet hier vielleicht Inspiration: Pastinaken-Kartoffel-Cremesuppe oder Schwarzwurzel-Petersilien-Cremesuppe. 

Einkaufsliste (für 2-3 Portionen): 125g rote Linsen, 150g Karotten, 150g Kartoffeln (hart kochend), 1 Zwiebel, 1 daumenbreites Stück Ingwer, 200 ml Kokosmilch, 300-400ml Gemüsebrühe, 1-2 EL Kokosfett, 1 TL Currypulver, ¼ TL Kurkuma (gemahlen), ¼ TL Kreuzkümmel (gemahlen), 1 MS Zimt, 2 EL Zitronensaft, etwas getrockneten oder frischen Koriander, Salz und Pfeffer

Was ist zu tun:  Karotten und Kartoffeln schälen und würfeln (ca. 0,5x0,5 cm). Zwiebel und Ingwer ebenfalls schälen. Zwiebel in kleine Würfel und Ingwer sehr klein schneiden. Linsen in einem Sieb abwaschen und abtropfen lassen. Gemüsebrühe in einem Topf vorbereiten.

Das Kokosfett in einem ausreichend großen Topf erhitzen. Currypulver, Kurkuma, Kreuzkümmel, Zwiebelwürfel und Ingwer darin unter Rühren ca. 1 Minute andünsten.

Kartoffel-, Karottenwürfel und Linsen hinzufügen und ebenfalls unter Rühren ca. 1 Minute andünsten. Kokosmilch dazu gießen, kurz aufkochen und ca. 5 Minuten bei mittlerer bis niedriger Hitze zugedeckt einköcheln lassen. Dann Gemüsebrühe hinzugeben und für weitere 10-15 Minuten sanft köcheln lassen, bis die Linsen zerfallen sind und das Gemüse weich ist.

Zitronensaft und Zimt hinzugeben und die Suppe mit einem Pürierstab grob pürieren, sodass immernoch Kartoffel- und Karottenwürfel übrig bleiben. Ggf. etwas zusätzliche Gemüsebrühe hinzufügen und mit Salz, Pfeffer und ggf. noch etwas Zitronensaft abschmecken.

Die Suppe in Schälchen geben und getrockneten oder frischen Koriander darüber streuen.

Und so verbleibe ich  bis zum nächsten Post mit dem Motto: Essen ist Genuss!

Montag, 5. November 2012

Das Sauvage - Prähistorische Küche in Neukölln

Es gibt diese Orte, denen eine ganz besondere Energie inne wohnt - man fühlt sich an ihnen unmittelbar wohl und geborgen. Dies können ganze Städte sein, Plätze in der Natur, eine Parkbank, Wohnungen oder Häuser, Hotels oder auch Restaurants. In diesem Fall, handelt es sich natürlich um letzteres.

An einem kalten Abend bin ich vor ein paar Wochen durch die bereits dunklen Straßen von Berlin gestapft - viel zu leicht angezogen, da ich mich noch nicht richtig auf die völlig überraschende Kälte eingetstellt hatte. Ich war auf dem Weg in ein Restaurant und stellte mir schon bildlich vor, wie ich den ganzen Abend über frieren würde, da ich auch unter meiner Jacke nicht wirklich warm angezogen war und ich mir sicher war, dass sich auch das Restaurant noch nicht auf die Kälte eingestellt und entsprechend wenig geheizt haben würde. Meine Sorge sollte sich als völlig umsonst herausstellen.

Als ich das Sauvage in der Pflügerstraße in Berlin Neukölln (ja, Neukölln, dieser verrufene Stadtteil, der sich jedoch seit jüngster Zeit immer mehr zu einem hippen Hotspot in der Berliner Szene entwickelt) betrat, umgab mich augenblicklich eine wohlige Wärme, verfeinert mit einem zarten Duft von Räucherstäbchen. Der nicht allzu große Raum, das warme Licht zahlreicher Kerzen, die schlichten Holztische- und Stühle, die freundliche Kellnerin, die einen mit einem herzlichen Lächeln begrüßt, verleihen dem Restaurant eine ganz besondere Atmosphäre.

Aber das Sauvage hat nicht nur eine ganz besondere Atmosphäre. In der breit gefächerten Gastronomielandschaft Berlins ist das Restaurant nicht einfach eine weitere Lokalität, es ist eine Ausnahme und vielleicht sogar ein Vorreiter: Das Sauvage kocht als erstes Restaurant Berlins paläolithische Küche. Paläolithische Küche? Paläolithisch bedeutet so viel wie die Altsteinzeit betreffend und somit die älteste Epoche der Menschheitsgeschichte. Nun kommen einem bei der Beschreibung natürlich die wildesten Gedanken: Essen mit den Händen und vielleicht sogar ohne Teller, Tierfelle, rauer Steinboden und in meiner Vorstellung gab es sogar eine Feuerstelle in der Mitte des Raumes, um die man herum sitzen würde.

Nun habe ich mit meiner anfänglichen Beschreibung bereits vorweggenommen, dass es im Sauvage Tische und Stühle gibt. Aber auch ansonsten wird hier wie in einem normalen Restaurant gegessen. Denn paläolithische Küche bedeutet nicht, dass man isst wie damals in der Steinzeit, sondern, dass man isst was es zu dieser Zeit gab: "Die paläolithische Küche hat die Ernährungsgewohnheiten unserer prähistorischen Vorfahren als Ausgangspunkt, ohne jedoch genau nachahmen zu wollen, wie der prähistorische Mensch aß. Der moderne Paleo-Koch kombiniert die Evolutionswissenschaft mit dem Wissen aus gegenwärtiger Kochkunst und den Kochmethoden unserer Vorfahren", wird auf der Webseite des Restaurants beschrieben. Aber was genau bedeutet das?

Bei der Paleo Cuisine, wie die Küche auch genannte wird, werden ausschließlich biologische und unverarbeitete Lebensmittel verwendet: Das sind in erster Linie Fisch, Fleisch, Gemüse, Nüsse, Getreide und Samen. Weiter verarbeitete Lebensmittel wie Getreide, Speisestärke, Milchprodukte oder Zucker kommen nicht auf den Tisch. Das Besondere dabei ist, dass die Vermeidung dieser Lebensmittel eine maßgebliche Auswirkungen auf Körper und Gesundheit hat, die Boris und Rodrigo, die Inhaber des Sauvage, selbst erfahren haben. Boris war auf der Suche nach einer gesunden Ernährung, die eine heilsame Wirkung auf den Körper hat, als er zufällig auf die paläolithische Ernährung stoß. Nach nur 3 Wochen mit dieser ursprünglichen Ernährungsform konnte er sich von Asthma befreien, fühlte sich kraftvoller und bemerkte eine reinere Haut. Nach nunmehr 3 Jahren konnte er außerdem eine maßgebliche Stärkung seines Immunsystems beobachten - eine Bronchitis, die ihn zuvor regelmäßig plagte, hat sich komplett aufgelöst. Nun aber zurück zur paläolithischen Küche und deren Gerichte.

Die paläolithischen Gerichte auf der Speisekarte des Sauvage werden regelmäßig geändert und passen sich saisonale Produkten an. Als ich vor ein paar Wochen dort war, stand als Vorspeise unter anderem "The Hunter Gatherer Plate", sozusagen ein Steinzeit-Antipasti, mit verschiedenen Kräuterpestos, Chutneys, getreidefreien Cracker und Brot sowie täglich wechselnden Specials auf der Karte. Als Hauptspeise konnte man zum Beispiel zwischen Filet Mignon (100% Weiderind) vom Grill an gerösteten Schalotten, gedünstetem Wirsing, Wildkräutersalat und essbaren Blüten, geröstetem Fasan mit hausgemachter Knochenbrühe, Rosmarin-Pflaumen und schwarzem Möhrensalat in Zitrus-Lavendel-Öl und Kabeljaufilet, gedünstet in einem Bananenblatt, serviert mit Pakchoi und Kokosnussblumenkohl wählen. Für Vegetarier gab es eine Herbstgemüsepfanne mit Butternusskürbis, Rosenkohl, Wurzelgemüse und garniert mit gerösteten Pinienkernen und Oliventapenade. Zum süßen Schluss durfte man sich entweder ein Waldbeeren-Custard-Törtchen mit frischen Brombeeren oder einer pochierte Birne im rohen Kakaomantel entscheiden. So wie sich die Speisekarte las, so schmeckten auch die Gerichte: außergewöhnlich und geschmacksintensiv. Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt lange nicht mehr so gut gewürzte Gerichte und so einfallsreich verarbeitete Lebensmittel zu mir genommen!

Das Sauvage bietet dabei eine weitere Besonderheit: Auf seiner Speisekarte werden sämtliche Ernährungsformen und Lebensmittelallergien bedient. Sowohl Vegetarier und Veganer werden hier fündig, als auch Menschen mit einer Laktose- oder Glutenintoleranz. Da weder Milchprodukte noch Getreide in der Paleo Cuisine verarbeitet werden, können Allergiker getrost zwischen all den wundervollen Gerichten wählen!

Fazit: Das Sauvage ist neben seiner außergewöhnlichen Küche, den geschmackvollen Gerichten, dem liebevoll eingerichteten Räumlichkeiten und den freundlichen Kellnerinnen, nicht zuletzt einer dieser Orte, denen eine ganz bestimmte Energie inne wohnt - man fühlt sich hier unmittelbar wohl und geborgen.

Sauvage - Paleo Restaurant, Pflügerstr. 25, Berlin-Neukölln, www.sauvageberlin.com, Öffnungszeiten: Di - So, 18-24 Uhr

Bildquelle: Sauvage - Paleo Restaurant

Sonntag, 21. Oktober 2012

Was braucht man zum Glücklichsein?

Manche würden sagen eine Arbeit, die einem Spaß macht. Manche würden sagen, gute Freunde und eine liebende Familie. Manche würden sagen, hin und wieder Urlaub. Manche würden sagen, ein Hobby, das man mit Leidenschaft verfolgt. Manche würden sogar sagen, man braucht Geld, um glücklich zu sein.

Wir machen unser Glücklichsein von äußeren Umständen abhängig. Das Glücklichsein scheint gewisse Maßstäbe zu haben: Hat man dies und das, kann man glücklich sein oder werden. Hat man dies und das nicht, wird es wohl eher schwer mit dem glücklich sein. Das „dies und das“ zum Glücklichsein ist allerdings bei jedem anders. Es ist ganz davon abhängig, welche Prioritäten für einen Menschen gelten, welche Vorlieben er hat, was ihm wichtig ist usw.

Sicherlich gibt es einige Übereinkünfte  in Bezug darauf, was man zum Glücklichsein braucht. Eine Arbeit, die einem Spaß macht und einen erfüllt, ist sicherlich so eine Übereinkunft. (Diejenigen, die das Geldverdienen vor die Erfüllung stellen, schließe ich an dieser Stelle einfach einmal aus.) Also müsste jeder, der eine erfüllende Arbeit hat, glücklich sein. Dann aber frage ich einen Freund, der als Arzt tätig ist und somit eine erfüllende Arbeit haben muss, ob ihn das, was er tut glücklich macht. „Meine Arbeit macht mir Spaß und ich tue etwas Gutes, indem ich Menschen helfe – aber ob ich wirklich rundum glücklich bin, kann ich so nicht sagen.“ Das was man tut macht Spaß, aber man ist trotzdem nicht glücklich – wie geht das?

Vielleicht spielen beim Glücklichsein einfach noch andere Faktoren mit: ein liebender Partner, eine harmonische Familie und ähnliches. Dann wiederum gibt es Frauen, die einen Mann haben, der sie liebt, Kinder, die vorbildlich sind, ein gemütliches Heim und gute Freunde, die somit rein objektiv betrachtet glücklich sein müssten, es aber nicht sind. Wie kann das sein?

Ich versuche einmal zu erklären, wie das sein kann: Wir Menschen denken, dass wir etwas haben müssen oder etwas tun müssen, um etwas zu sein. Zum Beispiel: Wir denken, dass wir Geld haben müssen, um uns einen gewissen Lebensmittelstandard leisten zu können, was uns dann wiederrum glücklich macht. Komischerweise verfliegt das Glücklichsein nach einer neuen Anschaffung oder einem Geldsegen, wie einem Lottogewinn, aber häufig schnell wieder. Der Grund ist, dass äußere Umstände nichts mit unserem inneren Befinden zu tun haben und ihn auch nicht nachhaltig beeinflussen können. Nur wir selbst können unser inneres Befinden beeinflussen. Nur wir selbst entscheiden, was wir sind und wie wir uns fühlen. Dies tun wir allerdings oft unbewusst und so denken wir, dass unser Befinden von Äußerlichkeiten abhängt. Holen wir die Entscheidung über unser Sein und Befinden aber in unser volles Bewusstsein, können wir es beeinflussen. Man sollte sich daher in jeder Situation bewusst zu Gemüte führen, wie man sich gerade fühlt und dann sollte man sich fragen, ob man sich in diesem Moment tatsächlich so fühlen möchte oder nicht.

Auch zum Glücklichsein bedarf es daher nicht viel mehr als unsere eigene bewusste Entscheidung glücklich zu sein – aber auch, wenn es nicht viel mehr bedarf, sage ich nicht, dass das Ganze einfach ist! Wie alles im Leben, zum Beispiel auch das Kochen, bedarf es der Übung. Ich übe täglich: Bewusst über mein Sein zu entscheiden und zu kochen. Die letzte Übung ergab die unten beschriebene herbstliche Gemüsesuppe mit Räuchertofu und ich habe mich bei deren Verzehr bewusst dafür entschieden, glücklich zu sein!

Shopping-Liste (4-6 Portionen): 700g Hokkaido-Kürbis, 400g Kartoffeln, 400g Rosenkohl, 2 Zwiebeln, 250g Räuchertofu, 900ml Gemüsebrühe, 1 EL Ghee (vegan: 1EL Pflanzen- oder Kokosfett), 4 Stiele Thymian oder ca. ¾ TL getrockneten Thymian, 3 MS gemahlene Muskatnuss, 2 MS Zimt, 1 TL Zitonensaft, Salz, Pfeffer, 4-6 TL Basilikumpesto (siehe auch dieses Rezept) (vegan: Veganes Pesto oder einfach weglassen)

To Do’s: Als Vorbereitung, die Kartoffeln schälen und in ca. 2cm große Würfel schneiden. Den Rosenkohl gründlich waschen, Stunk entfernen und halbieren. Den Kürbis ebenfalls gründlich waschen, entkernen und in ca. 2 cm große Würfel schneiden. Die Zwiebeln schälen und fein würfeln. Die Gemüsebrühe aufsetzen.

In einem großen Topf, das Ghee zerlassen und die Zwiebeln kurz darin dünsten, bis sie glasig sind. Die Kartoffeln und die abgezupften Thymianblättchen oder den getrockneten Thymian in den Topf geben und ebenfalls kurz dünsten (Tipp: Den Thymian ein wenig zwischen den Fingern reiben, damit er sein volles Aroma entfalten kann). Mit der Gemüsebrühe ablöschen und das Wasser kurz aufkochen lassen, dann auf niedrige Temperatur reduzieren. Den Rosenkohl hinzugeben und ca. 5 Minuten zugedeckt garen. Danach die Kürbiswürfel hinzugeben, umrühren und für weitere ca. 10 Minuten garen.

In der Zwischenzeit den Tofu in ca. 1 cm große Würfel schneiden, zur Suppe hinzugeben und alles verrühren. Mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Zimt und Zitronensaft abschmecken. Zum Schluss, die Suppe auf Schalen verteilen, je einen TL Pesto oben drauf geben und glücklich sein.

Dienstag, 21. August 2012

"Kochblog der Woche" bei kochbar.de

Am Wochenende bin ich aus einem wunderschönen Urlaub in Kroatien zurück gekehrt und ich dachte, dass es mir nach sieben Tagen Sonne, Segeln, blauem Meer, noch blauerem Himmel, Strand und unglaublich netten Menschen nicht besser gehen könnte. Nun, als ich meine E-Mails durchging, wurde ich eines besseren belehrt! In meinem Posteingang leuchtete mir eine Nachricht mit dem Betreff "Ihr Blog ist "Kochblog der Woche" bei kochbar.de" entgegen. Aufgeregt öffnete ich die E-Mail, in der ich über die Auswahl von Organic Cottage zum "Kochblog der Woche" der online Kochplattform kochbar.de informiert wurde! Meine Freude darüber war wirklich unglaublich! 

Ich schreibe diesen Blog aufgrund meiner eigenen Überzeugung, dass gutes Essen gut tut und Lebensmitteln die entsprechende Wertschätzung entgegengebracht werden sollte, die sie verdienen. Nämlich, dass sie Mittel zum (Über-)Leben für uns sind (siehe auch Organic Background). Ich schreibe diesen Blog auch, weil ich gerne schreibe. Und ich schreibe diesen Blog, weil es mir einfach unglaublich viel Spaß bereitet! Dabei ist es für mich bereits Erfüllung genug, dass ich genau dies tue. Noch mehr Erfüllung verspüre ich natürlich, wenn ich den ein oder anderen Kommentar zu meinen Artikeln lese oder ein "Like" zu einem meiner Facebook-Posts erhalte. Dass eine etablierte Kochplattform wie kochbar.de nun schreibt "Organic Cottage ist nicht nur ein Sammelsurium von Rezepten, es ist ein Zuhause für alle, denen etwas am Essen liegt. Die vielen Artikel, die Nadine allesamt mit jeder Menge Herzblut schreibt, klären uns über Lebensmittel auf und sagen uns, wo wir sie am besten kaufen oder verzehren können. Aus jeder Zeile scheint uns der Appell "Schätzt, was Ihr auf Euren Tellern habt!" entgegen zu schallen.", erfüllt mich unglaublich! 

Die Auszeichnung zum "Kochblog der Woche" zeigt mir, dass ich mit Organic Cottage den richtigen Weg eingeschlagen habe, dass ich ein Thema bearbeite, dass Relevanz hat - und zwar nicht nur für mich - und das weiter an Relevanz gewinnen wird. Ich danke der kochbar.de-Redaktion für die Auszeichnung, die lobenden Worte und den schön geschriebenen Artikel! Ich danke kochbar.de auch für die zahlreichen Rezepte (u.a. aus den VOX-Kochsendungen), die mich schon zu dem ein oder anderem Gericht inspiriert haben, den zahlreichen Artikel zum Thema Ernährungsberatung, durch die ich schon einige Aha-Momente erlebt habe und das Koch-Forum, in dem sämtliche Themen rund um Kochen, Backen, Ernährung, Lebensmittel, Essen und vor allem auch Genießen diskutiert und ausgetauscht werden. Denn man sollte beim Essen nie vergessen, dass es im Besonderen ums Genießen geht!

Ich habe den Erfolg dieser Auszeichnung sehr genossen - und zwar mit einem Aprikosen-Kardamom-Lassi!

Shopping-Liste (für 2-3 Portionen): 150g Sojajoghurt (oder normalen Naturjoghurt), 300ml Wasser, 150g Aprikosen, 5 Kardamomkapseln, 2 EL Agavendicksaft, 1 Prise Salz

To Do's: Die Kardomomkapseln aufbrechen und die Samen herausnehmen. Die Samen anhand eines Mösers zerstoßen. Die Aprikosen entkernen und grob zerkleinern.

Joghurt, Wasser, Aprikosen, Kardamom, Agavendicksaft und Salz in den Mixer geben und fein pürieren. Fertig! Übrigens: Auch auf kochbar.de gibt es zahlreiche Lassi-Rezepte zu entdecken!

Montag, 14. Mai 2012

Bio Brunch auf Italienisch: im Pappa e Ciccia

Für Ihr Frühstück sind die Italiener eigentlich nicht sonderlich bekannt. Eine Tasse Espresso, ein paar Kekse, vielleicht noch ein Cornetto (Hörnchen), das dann in den Espresso getunkt wird - das war's! Umso erstaunter war ich, als ich von dem Brunch-Angebot des Pappa e Ciccia in der Schwedter Straße im Prenzlauer Berg hörte. Bekannt war mir das italienische Restaurant bereits, habe ich hier doch schon den ein oder anderen geselligen Abend mit leckerem Antipasti, hausgemachter Pasta und Quitten-Prosecco in lockerer Atmosphäre verbracht. Aber wie würde ein Brunch beim Italiener aussehen? Nun, es gab Espresso und es gab Cornettos. Es gab aber auch noch sehr viel mehr und zwar alles in zertifizierter Bio-Qualität!

Wer ein eher traditionelles deutsches Frühstück bevorzugt, dem wird neben den Hörnchen (wahlweise mit Marmelade, Honig oder einem köstlichen Nougat-Aufstrich zu verzehren) auch Früchtejoghurt, Bircher Müsli sowie weich gekochtes, hart gekochtes, Rühr- oder Spiegelei (die extra frisch zubereitet werden) geboten. Natürlich gibt es auch eine Käse- und eine Wurstplatte und hier wird es nun italienisch: Scamorza, Gorgonzola, Prosciutto, Salami und und und. So geht es auch auf den anderen zahlreichen Platten weiter: gegrillte Zucchini und Auberginen, Fenchel-, Avocado-, Reissalat, gefüllte Paprika, getrocknete Tomaten, Capaccio, gedünstetes Gemüse, Lachs, Caponata (himmlisch!), Lasagne und natürlich Insalata Caprese.

Bei meinen vorherigen Besuchen im Pappa e Ciccia sind mir bereits die zahlreichen vegetarischen und veganen Gerichte aufgefallen. Und so gab es auch beim Brunch die Möglichkeit zwischen dem Standard- und dem veganen Brunch zu wählen. Den Unterschied machen dabei 2 Euro: Während der Standardbrunch mit 16 Euro berechnet wird, kostet der vegane Brunch 14 Euro. Zugegeben, für Berlin ist das nicht gerade günstig. Meiner Meinung nach wird der Preis jedoch durch die Qualität der Lebensmittel voll und ganz gerechtfertigt. Bio-Qualität, ausgewählte Produkte, Regionalität und eigens hergestellte Pastawaren, dafür steht das Pappa e Ciccia und das spiegelt sich im Geschmack wieder.

Wer dennoch lieber den ganz klassischen deutschen Brunch den köstlichen Antipasti-Variationen und italienischen Schmankerln vorzieht, dem empfehle ich, dem Pappa e Ciccia zumindest für den Mittagstisch oder ein geselliges Abendessen einen Besuch abzustatten, um die hausgemachte Pasta oder eines der anderen sorgfältig und liebevoll zubereiteten Gerichte zu kosten und dazu ein Glas Quitten-Prosecco zu genießen. Wer lieber zu Hause kocht, hat die Möglichkeit im Delikatessenladen des Restaurants direkt nebenan die ein oder andere italienische Köstlichkeit mitzunehmen. Es lohnt sich!

Übrigens: "Pappa e Ciccia" bedeutet soviel wie "Pech und Schwefel" oder "unzertrennlich".

Pappa e Ciccia, Schwedter Str. 18, 10435 Berlin, www.pappaeciccia.de, Montag - Sonntag 11-24 Uhr (Sonntagsbrunch) (Reservierung empfohlen!)

Montag, 27. Februar 2012

Urlecker: Urkarotte

Wenn man sich die Urkarotte so ansieht, ist das erste Wort, das einem einfällt sicherlich nicht "lecker". Ihre dunkle Farbe und ihr dreckig erscheinendes Auftreten, lassen einen wahrscheinlich zur altbekannten Möhre, deren sattes Orange einfach überzeugender ist, greifen. Die Bezeichnung "altbekannt" trifft jedoch viel eher auf die Urkarotte zu: Es war das 17. Jahrhundert, als die Holländer die schwarze mit der gelben Karotte kreuzten und daraus die uns vertraute orangene Karotte entstand.

Wie allerdings bei so vielen Dingen in ihrer reinen Ursprungsform, hat auch die Urkarotte mehr zu bieten als ihre Nachfolgerin, die durch die Kreuzung an Eigenschaften und Inhaltsstoffen verlor. Die Urkarotte weist einen höheren Gehalt an Vitaminen, Antioxidantien und Karotin auf, ihr Geschmack ist intensiver und sie ist robuster! Wer sich dennoch von ihrem äußerlichen Erscheinen abschrecken lässt, dem soll gesagt sein, dass diese ursprüngliche Karotte ein herrliches Farbenspiel aus Violett und Orange offenbart, sobald sie geschält ist!

Einsetzen kann man die Urmöhre genau so wie die bekanntere Schwester auch! Ich habe mich an dieser Stelle entschieden, dies in Form einer Urkarotten-Kokos-Suppe zu tun. Urlecker!

Shopping-Liste: 300g Urkarotten, 2 Schalotten, 10g frischer Ingwer, 300 ml Kokosmilch, 350-400 ml Gemüsefond (alternativ Gemüsebrühe), 2 EL Rapsöl, 1 EL Currypulver, Salz und Pfeffer, Optional: Gemüsechips oder Kokosraspeln

To Do's: Die Urkarotten schälen und grob zerkleinern, die Schalotten und den Ingwer fein würfeln. Das Öl in einem Topf erhitzen und die Schalotten kurz glasig andünsten. Den Ingwer und die Urkarottenscheiben hinzugeben und für ca. 2 Minuten ebenfalls andünsten. Das Currypulver zufügen und  kurz anrösten. Mit 350 ml Gemüsebrühe ablöschen, aufkochen und dann bei geschlossenem Deckel ca. 15 Minuten bei niedriger Hitze garen (bis die Karotten weich sind).

Die Suppe mit einem Pürierstab fein pürieren. Das Kokosmilch hinzufügen und abhängig von der Konsistenz ggf. noch etwas mehr Gemüsebrühe hinzufügen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und vor dem Servieren noch einmal aufkochen und mit dem Pürierstab aufschäumen. Mit Gemüsechips oder Kokosraspeln servieren.

Freitag, 16. Dezember 2011

Aufgewacht

Wie startest Du jeden Morgen in den Tag? Bestimmt hast Du ein allmorgendliches Ritual – aufstehen und erstmal unter die kalte Dusche springen? Oder wird als erstes das Wasser für den Tee aufgesetzt? Vielleicht startet Dein Tag auch mit ein paar Yogaübungen - wie das bei mir der Fall ist? 

Am Morgen verfolgen die Menschen die unterschiedlichsten Abläufe und genauso verhält es sich mit dem Frühstück. Der Eine braucht morgens etwas Salziges, der Andere etwas Süßes. Für den Einen ist das Frühstück die größte Mahlzeit am Tag, der Andere braucht vielleicht nur ein wenig Obst und der Dritte verzichtet komplett darauf. Dabei ist meiner Meinung nach sowohl der Start in den Tag als auch das damit verbundene Frühstück unglaublich wichtig und entscheidet darüber, wie der Rest des Tages verläuft – entspannt und gelassen oder gehetzt und gestresst? 

Nachdem ich meine Yogaübungen hinter mich gebracht habe, genieße ich in Ruhe mein Frühstück: Reisflocken mit Mandelmilch, Apfel und Gewürzen. Dazu einen grünen Tee und dann kann der Tag beginnen! 

Shopping-Liste (für 2 große Portionen): 100g Reisflocken, ca. 200ml Mandelmilch (ungesüßt), 100ml abgekochtes Wasser, 1 Apfel, 20g Mandelblättchen, 1/2 TL Zimt (gemahlen), 2 MS Kardamom (gemahlen), 1 MS Nelken (gemahlen), Honig oder Ahornsirup zum Süßen 

To Do's: Die Reisflocken über Nacht in 100ml Mandelmilch und 50ml Wasser einweichen.

Am nächsten Morgen die Reisflocken, die restliche Mandelmilch und das restliche Wasser, den in kleine Stücke geschnittenen Apfel sowie die Gewürze in einen Topf geben und bei geringer Hitze ca. 8-10 Minuten erhitzen. Dabei immer wieder umrühren und ggf. noch etwas Mandelmilch hinzufügen. Parallel dazu, in einer Pfanne ohne Fett die Mandelblättchen goldbraun rösten. 

Die Reisflocken auf Schalen verteilen, mit den Mandelblättchen bestreuen und je nach Bedarf mit Honig oder Ahornsirup beträufeln.

Wer mag, kann anstelle von oder zusätzlich zum Apfel auch getrocknete Aprikosen verwenden.

Mittwoch, 2. November 2011

"So gesund, wie Brownies überhaupt sein können..."

So beschreibt Gwyneth Paltrow in ihrem Kochbuch "Meine Rezepte für Familie & Freunde" ihre saftigen Schoko-Brownies, die ganz ohne Zucker auskommen! Das hört sich nicht nach Brownies an? Oh doch, denn aus Dinkelmehl, Ahornsirup, Naturreissirup und Sojamilch werden die wohl saftigsten Brownies gemacht, die ich je gegessen habe!


Ja, auch ich dachte mir zunächst "Gwyneth Paltrow hat ein Kochbuch geschrieben?"! Wenn Stars in eine neue Richtung vordrängen, bin auch ich immer erstmal skeptisch. Immerhin wurde man von Beispielen wie einer schauspielernden Britney Spears und einer singenden Paris Hilton nicht unbedingt positiv überrascht.


Als ich das Kochbuch dann zum ersten Mal grob durchblätterte, schien sich meine Skepsis zunächst zu bestätigen. Denn über die teilweise einfache Küche, bestehend aus Pasta mit „einfacher Tomatensauce“, verschiedener Burger- und Sandwichvariationen und „amerikanischem Hähnchen“ haben schon andere geschrieben. Dann jedoch las ich die liebevoll verfasste Einleitung... Mit diesen Worten beschreibe ich auf Valentinas-Kochbuch.de meine ersten Eindrücke zum Kochbuch der Oskarpreisträgerin. 


Valentinas-Kochbuch.de, das ist eine mit viel Liebe gestaltete Webseite, die sich in erster Linie auf die Rezension von Kochbüchern fokussiert und die daraus beliebtesten Rezepte veröffentlicht. Ich stöbere hier wahnsinnig gern durch die unterschiedlichen Meinungen der Rezensenten und lasse mich von Rezepten inspirieren. Umso mehr habe ich mich gefreut, selbst als Gast-Rezensent für Valentinas-Kochbuch.de zu schreiben und dann auch noch über eine Kochbuchautorin, die sich eingehend mit Lebensmitteln und Ernährung beschäftigt, sich zeitweise sogar makrobiotisch ernährt hat und den Leser für gesündere Lebensmittel wie Dinkelmehl, Ahornsirup oder Sojamilch sensibilisieren möchte. 


Meine vollständige Rezension ("Foodbloggerin Nadine aus Berlin"), die Meinung zweier weiterer Gast-Rezensenten zu "Meine Rezepte für Familie & Freunde" sowie das Rezept zu den saftigen (veganen) Schoko-Brownies findet ihr hier:  http://www.valentinas-kochbuch.de/index.php?article_id=917 

Dienstag, 25. Oktober 2011

Heiße Süßkartoffelsuppe

Im Herbst und Winter gibt es für mich nichts besseres als eine heiße Suppe! In dieser Zeit würde ih am liebsten jedes Gemüse in eine heiße Brühe verwandeln, denn obwohl ich ein Herbstkind bin, muss ich mich jedes Jahr wieder aufs Neue an das raue Wetter gewöhnen!

Besonders erfreue ich mich an Suppen, die vor Vitaminen und Mineralien nur so überquellen. Wie kann man das erreichen? Nun, die einfachste Variante ist, sich ein Gemüse heraus zu suchen, das an sich schon reich Nährstoffen ist.

Der Kürbis ist schonmal nicht schlecht oder auch Topinambur - wenn wir mal beim Wintergemüse bleiben wollen -, die Süßkartoffel ist vom Nährstoffgehalt jedoch schlichtweg unschlagbar. Von Antioxidantien, über Kalium und Zink bis hin zu Vitamin C, B und E bietet sie Inhaltsstoffe, die gerade bei den kalten Herbsttemperaturen das Immunsystem stärken! Perfekt für dieses Suppenrezept: Süßkartoffelsuppe mit Limettenschmand.

Shopping-Liste (3-4 Portionen): 400g Süßkartoffeln, 1 Zwiebel, 2 Tomaten, 1 kleine Knoblauchzehe, 1 daumengroßes Stück Ingwer (wärmt auch sehr von innen!), 2 EL Rapsöl, 1/2 l Gemüsebrühe, 2 Handvoll frischer Koriander, 100g Schmand oder Creme fraiche (alternativ auch die laktosefreie Version oder Sojajoghurt), Schale und Saft einer Limette, Salz und Pfeffer

To Do's: Süßkartoffeln waschen, schälen und in Würfel schneiden. Die Zwiebel ebenfalls würfeln (nur viel feiner) sowie Knoblauch und Ingwer fein hacken. Die Tomaten häuten (kreuzförmig einschneiden, kurz in kochendes Wasser geben, abschrecken und Haut abziehen), den Strunk großzügig entfernen und grob zerkleinern.

Rapsöl in einem Topf erhitzen. Zwiebeln und Ingwer darin andünsten, bis die Zwiebeln glasig sind. Die Süßkartoffelwürfel hinzugeben und ebenfalls für ein paar Minuten andünsten. Ebenso die Tomaten dazugeben und das Ganze für ein paar weitere Minuten andünsten. Dann mit der Gemüsebrühe ablöschen. Die Suppe kurz aufkochen lassen und die Temperatur danach auf mittlere Hitze reduzieren. Eine Handvoll Koriander unterrühren und für ca. 15 bis 20 Minuten köcheln lassen, bis die Süßkartoffeln weich sind.

In der Zwischenzeit die Schale der Limette abreiben, den Saft auspressen und beides mit dem Schmand vermengen.

Die Suppe fein pürieren. Je nach Konsistenz noch etwas Gemüsebrühe hinzugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit einem Klecks Limettenschmand sowie den restlichen Korianderblättern servieren.

Mittwoch, 11. Mai 2011

Spargelzeit!

Entweder man mag ihn oder man mag ihn nicht. Zugegeben, ich habe weißen Spargel früher überhaupt nicht leiden können und meine Mutter musste zur Spargelzeit andauernd eine "Extrawurst" für mich kochen. Jetzt allerdings liebe ich weißen Spargel umso mehr und freue mich ebenso wie alle anderen Liebhaber dieser weißen Stangen, wenn im Mai endlich die Erntezeit losgeht!

Bei grünem Spargel war das was anderes - diesen mochte ich auch schon als kleines Kind. Ich weiß nicht ob es an der Farbe liegt, die durch Sonnenlicht gebildetes Chlorophyll entsteht, da grüner Spargel über der Erde wächst. Vielleicht aber auch daran, dass man ihn vielseitiger verwenden kann. Und das habe ich an dieser Stelle auch getan: mit einem grünen Spargel-Chicorée-Salat mit marinierten Erdbeeren und einer Honig-Senf-Joghurt-Vinaigrette.

Shopping-Liste (für 3-4 Vorspeiseportionen): 300g grüner Spargel, 2 Chicorée Knollen, 200g Erdbeeren, 1/2 TL Crema di Balsamico

Und für die Vinaigrette: 2 EL Balsamico Bianco, 1 EL Soja Joghurt, 1 TL Orangensenf (oder mittelscharfen Senf), 1 TL flüssigen Honig, Salz, Pfeffer, 4 EL Olivenöl

To Do`s: Für die Vinaigrette, zunächst Balsamico, Joghurt, Senf, Honig, Salz und Pfeffer gründlich vermengen. Dann das Olivenöl ebenfalls gründlich untermengen.

Die Erdbeeren waschen, in kleine Stücke schneiden und mit der Crema di Balsamico vermengen. Die Erdbeeren während der restlichen Zubereitungszeit einfach ziehen lassen.

Die harten Enden vom Spargel entfernen und in ca. 3cm große Stücke schneiden. Wasser in einem Topf zum Kochen bringen, salzen und die Spargelstücke darin bei mittlerer Hitze ca. 5 bis 7 Minuten köcheln lassen. Probeweise einfach mit einer Gabel in die Spargelstücke pieksen, um zu sehen ob sie weich ist. Dann den Spargel herausnehmen und ein wenig abkühlen lassen.

Zuletzt die harten Enden der Chicorée-Knollen entfernen, die Blätter abzupfen und der Breite nach dritteln. Dann waschen und direkt mit dem Spargel, den Erdbeeren und der Vinaigrette vermischen. Fertig!

Sonntag, 20. März 2011

Winter ade!

Der letzte Wintertag ist gezählt, denn morgen ist Frühlingsanfang! Auch das Wetter scheint den Winter bereits hinter sich gelassen zu haben und verwöhnt uns mit strahlendem Sonnenschein und milden Temperaturen.

So unscheinbar und nebenbei möchte ich den Winter allerdings nicht gehen lassen. Und somit verabschiede ich die dunkle Jahreszeit mit einem letzten winterlichen Rezept: einer Schwarzwurzel-Petersilien-Cremesuppe.

Shopping-Liste: 300g Schwarzwurzeln, 1 Zwiebel, 1 Zitrone, 250ml Gemüsebrühe, 100ml Soja-Sahne, 100ml Sojamilch, 1/2 Bund glatte Petersielie, 1 handvoll klein gehackte Walnüsse, 1/2 EL Ghee (das ist Butterreinfett, alternativ kann auch Butter zur Hand genommen werden), 1 MS Muskatnuss, Salz und Pfeffer

To Do´s: In einer Schüssel Wasser (ca. 1/2l) mit dem Saft 1/2 Zitrone mischen. Die Schwarzwurzeln gründlich waschen, schälen und klein schneiden. Dann sofort in das Zitronenwasserbad legen, damit sie sich nicht verfärben.

Die Zwiebeln fein hacken. Ghee (oder Butter) in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln darin glasig dünsten. Die Schwarwurzeln (ohne das Zitronenwasser) hinzugeben und für ein paar Minuten ebenfalls andünsten. Dann mit der Gemüsebrühe ablöschen und für ca. 15 bis 20 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Schwarzwurzeln weich sind.

Den Topf vom Herd nehmen und mit einem Zauberstab pürrieren. Die Sojamilch und -sahne unterrühren und ggf. noch etwa Gemüsebrühe hinzufügen, bis die Suppe die gewünschte Konsistenz erhalten hat. Mit dem Saft der übrig gebliebenen Zitrone sowie Muskat, Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Schluss die fein gehackte Petersilie unterrühren. Mit Walnüssen servieren.

Übrigens, die Schwarzwurzel (auch als Winterspargel bekannt) hat einen sehr hohen Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen, wirkt entspannend und schlaffördernd, entgiftet die Leber und enthält Inulin, ein Zucker, der für Diabetiker besonders geeignet ist. Sie hat Saison von November bis Mitte April.

Freitag, 11. Februar 2011

Lass(i) los!

Jeder sollte sich mehrmals täglich eine kleine Pause gönnen, sei es von der Arbeit, vom Lernen oder einfach vom Nachdenken. Dabei sollte man sich zurücklehnen, den Kopf abschalten und einfach los lassen. Und was passt besser in eine Pause als ein Pausensnack?

Nun sollte dieser aber nicht wahllos gewählt werden, sondern den Körper erfrischen und mit neuer Energie versorgen. Dafür hat die ayurvedische Küche den Lassi erfunden. Ein Joghurtgetränk, das wertvolle Aufbaustoffe enthält, den Magen beruhigt (und daher auch oft zu scharfen Speisen gereicht wird), die Darmflora stärkt und vor allem erfrischt.

Ich habe mich an dieser Stelle für einen Papaya-Lassi mit Soja- anstelle von Kuhmilch entschieden. Die Zubereitung ist kinderleicht: 100ml Soja-Naturjoghurt, 150ml Sojamilch, 150ml Wasser, Fruchtfleisch einer halben Papaya, 1TL Rohrohrzucker und 1 Messerspitze Zimt in einem Mixer oder anhand eines Zauberstabs mixen. Fertig! Das Getränk sollte in Zimmertemperatur genossen werden.

Dienstag, 8. Februar 2011

Rot ist die Liebe

Valentinstag steht vor der Tür und die Einzelhändler präsentieren Herzen, Rosen, Kussmünder und sonstige Liebessymbole in allen Rot-, Rosa- und Pinktönen und in sämtlichen Arten und Weisen. Von der Seife über das Plüschtier, vom Bild zur Skulptur bis hin zur Praline kann man fast alles haben, das dem Liebsten oder der Liebsten seine Zuneigung vermittelt.

Auch Restaurants haben zu Valentinstag Hochkonjunktur und suggerieren Ihren Gästen zum Tag der Liebenden die ausgefallensten Menüs. Denn Liebe geht bekanntlich durch den Magen. Aber auch Kochen ist Liebe! Und ein selbstgemachtes Menü (mag es noch so einfach sein) kann oft viel mehr beweisen als ein gut gewähltes Restaurant.

Dabei kann man sogar über die Menüfolge Botschaften senden! Denn Artischockenherzensalat an Tomaten und frischen Kräutern, Rote-Bete-Orangen-Risotto und Vanilleeis mit Passionsfrucht können für den aufmerksamen Leser mehr ausdrücken als ein Dutzend Plüschherzen.

Und da gerade das Rote-Bete-Orangen-Risotto so rot wie die Liebe ist und Rote Bete und Orangen in den Wintermonaten Saison haben, passt das Rezept an dieser Stelle besonders gut!

Shopping-Liste (natürlich für 2 Personen): 200g Risotto-Reis, 200g frische Rote Bete, 3 Orangen, 1 Schalotte, ½ Knoblauchzehe, 1 Flasche Prosecco Piccolo (ca. 200ml), ca. 1/2 L Gemüsebrühe, 20g Parmesan (oder 2-3EL Sojasahne für eine laktosefreie Version), 2EL Öl, 1TL Rosmarin, Salz, Pfeffer und Crema di Balsamico

To Do`s: Als Vorbereitung, die Gemüsebrühe in einem separatem Topf erhitzen, die Schale einer halben Orange abreiben und den Saft von 2 Orangen auspressen. Die Schalotte und den Knoblauch klein schneiden. Die Rote Bete in Würfel schneiden.

Dann das Öl in einem Topf erhitzen und die kleingeschnittenen Zutaten darin andünsten. Den gewaschenen Reis und den Rosmarin hinzugeben und ebenfalls andünsten (bis der Reis leicht glasig ist). Je mit der Hälfte des Proseccos und des Orangensaftes ablöschen. Wenn die Flüssigkeit aufgesogen wurde, die Gemüsebrühe für ca. 20-30 Minuten immer wieder so hinzugeben, dass der Reis gerade damit bedeckt ist und nachschütten, sobald die Flüssigkeit aufgesogen wurde. Am Schluss sollte der Reis eine cremige Konsistenz haben, die Reiskörner aber noch bissfest sein.

In der Zwischenzeit die übrig gebliebene Orange schälen, mit einem scharfen Messer Filets herausschneiden und diese halbieren. Außerdem den Parmesan fein reiben.

Nach ca. 20 Minuten (kurz bevor der Reis die gewünschte Konsistenz hat) den Parmesan, die Orangenschale sowie den restlichen Prosecco und Orangensaft unterheben. Vorm Servieren die Orangenstücke hinzugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit einem Schuss Crema di Balsamico dekorieren und zu zweit genießen.

Bildquelle "Kochen ist Liebe": www.homesticker.de

Mittwoch, 5. Januar 2011

Gesunde Vorsätze

Was hört man eigentlich am häufigsten unter den Neujahrsvorsätzen? Da geht es doch meistens um mehr Sport, abnehmen und/oder gesünder essen, weniger Rauchen, weniger Alkohol und so weiter, kurz: um ein gesünderes Leben.

Daher starte ich im neuen Jahr direkt mit der Unterstützung dieser vorbildlichen Vorsätze und zwar mit einer gesunden Gemüse-Quinoa-Pfanne mit asiatischem Touch, die gerade nach den Feiertagen voll schwerer Ernährung wohltuend wirkt!

Shopping-Liste (ca. 2 Hauptspeisen): 100g Quinoa, 150g Karotten, 100g breite Bohnen, 100g Champignons, 1 gelbe Paprika, 3 Lauchzwiebeln, 2 Stangen Zitronengras, 1 daumengroßes Stück Ingwer, 1 Knoblauchzehe, 1/2 TL gelbe Currypaste, Saft 1/2 Zitrone, 2 EL Öl, 200ml Gemüsebrühe, 50ml Wasser, etwas Salz und Pfeffer

To Do´s: Als Vorbereitung, die Karotten, die Paprika und die Champignongs in Scheiben schneiden, die Bohnen dritteln und die Zwiebeln in kleine Stücke schneiden und der länge nach halbieren. Außerdem den Ingwer und die Knoblauchzehe in klitzekleine Würfel schneiden.

Dann zunächst die Quinoasamen waschen, die 200ml Gemüsebrühe zum kochen bringen und die Samen hinzugeben. Bei niedriger Hitze ca. 20 Minuten köcheln lassen, bis die Flüssigkeit vollkommen aufgesogen wurde.

In der Zwischenzeit das Öl in einer großen Pfanner erhitzen und den Knoblauch, Ingwer und die halbierten Zitronengrasstangen darin für ca. 1-2 Minuten anbraten. Das Gemüse bis auf die Pilze hinzugeben und ca. 5 Minuten anbraten. Dann mit dem Wasser ablöschen, die Currypaste untermengen und ca. weitere 5 Minuten zugedeckt bei mittlerer Hitze andünsten lassen. Danach noch die Pilze untermengen und ein letztes Mal für ca. 5 Minuten zugedeckt andünsten, sodass das Gemüse durch aber noch bissfest ist.

Zum Schluss den Quinoa sowie den Zitronensaft dazugeben und gründlich vermengen. Wer möchte kann das Gericht nun noch mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken.

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Entspannte Weihnacht

Viele Menschen klagen in der Weihnachtszeit über viel zu wenig Zeit und viel zu viel zu tun. Da müssen Plätzchen und Christstollen gebacken, Karten geschrieben, Geschenke gekauft und Verwandte besucht werden. Ganz zu Schweigen vom Aufwand, den die üppigen Weihnachtsmenüs mit sich bringen. Zu Entspannung und Besinnlichkeit kommen manche gar nicht...

Dabei sollten die Feiertage doch gerade dazu genutzt werden, um mal wieder so richtig zu sich kommen zu können und für das neue Jahr aufzutanken! Deswegen empfehle ich einfach mal ein weniger aufwändiges Menü zu gestalten. Das Menü muss ja nicht gleich auf Wienerwürstchen mit Kartoffelsalat reduziert werden, aber ein leichter Feldsalat mit Mandarinenschnitzen und Walnusskernen als Vorspeise, ein einfaches Risotto als Hauptspeise und Vanilleeis mit heißen Himbeeren und Amarettoschuss zum Nachtisch machen doch auch schon was her.

Und dem einfachen Birnen-Salbei-Risotto mit weihnachtlichem Touch möchte ich mich hier widmen. Das natürlich auch hervorragend als Vor- oder Zwischenspeise für ein aufwändigeres Weihnachts- oder Silvestermenü oder ganz wunderbar als Untermalung zu Fisch oder Fleisch passt.

Shopping-Liste (für ca. 2-3 Hauptspeisen oder 4-6 Vorspeisen/Beilagen): 200g Risottoreis, 1 große Birne, 1 Handvoll frische Salbeiblätter (ca. 15-20 Blätter), 1 Sternanis, 5 Nelken, 1 Zwiebel, 0,5-1l Gemüsebrühe, 2 EL Öl, 2 EL Butter, ½ EL Puderzucker, Weißwein, 1-2 EL Sojasahne, Salz und Pfeffer

To Do´s: Gemüsebrühe in einem kleinen Topf vorbereiten und warm stellen. Die Zwiebel in Würfel schneiden und in Öl anbraten. Den vorher gewaschenen Reis dazugeben und anbraten bis er glasig ist.

Den Reis und die Zwiebeln mit einem guten Schuss Weißwein ablöschen, sodass der Reis gerade mit der Flüssigkeit bedeckt ist. Warten bis der Wein fast aufgesogen wurde und dann nach und nach die Gemüsebrühe unterrühren (hierbei ebenfalls jeweils warten bis die Flüssigkeit fast aufgesogen ist und dann neue hinzugeben). Der Reis sollte am Schluss sämig aber immer noch bissfest sein (dauert ca. 20 Minuten).

Die Birne in dünne Scheiben schneiden. In einer separaten Pfanne 1 EL Butter erhitzen, die Birnenscheiben hinzugeben und kurz darin schwenken. Dann den Puderzucker hinzugeben und karamellisieren lassen. Die Birnenscheiben dann unter das Risotto rühren (ca. 5 Minuten bevor der Reis seine gewünschte Konsistenz erreicht hat).

In einer weiteren Pfanne die restliche Butter erhitzen und den Salbei, Sternanis und Nelken darin für ein paar Minuten schwenken. Dann lediglich die Salbeiblätter und die flüssige Butter unter den Reis mischen und die Gewürze beiseite legen.

Das Risotto zum Schluss mit Sahne verfeinern und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die übrig gebliebenen Gewürze können als Dekoration verwendet werden.

Entspannte Weihnachtsfeiertage!

Montag, 6. Dezember 2010

Light Christmas

Rehrücken mit Knödeln und Preiselbeeren, Spanferkel mit Krautsalat, Ente à l´Orange mit Kartoffelgratin und Weihnachtsgans mit Bratäpfeln. Diese weihnachtlichen Gerichte möchte ich sicher nicht missen!

Allerdings finde ich, dass es auch während den Weihnachtstagen ruhig mal etwas Leichtes geben darf! Und dabei muss ja gar nicht auf den weihnachtlichen Geschmack verzichtet werden, denn dieser lauwarme Orangen-Fenchel-Salat duftet nach Zimt und Sternanis!

Shopping-Liste (2-4 Portionen)...
...für den Salat: 1 Fenchelknolle, 1 Orangen (unbehandelt), 1 Schalotte, 2 EL Olivenöl, 1 TL Zucker, 1 Sternanis, 1 Zimtstange, 2-3 Handvoll Sprossen
...für die Vinaigrette: 1 Orange (unbehandelt), 1/2 Zitrone (unbehandelt), 1 TL Orangensenf (gibts z.B. im Bio-Supermarkt), 1 TL Honig, 1/2 TL Zimt, 2 EL Olivenöl, Salz, Pfeffer

To Do´s: Für die Vinaigrette, die Schale der Orange und der Zitrone fein abreiben und mit dem Saft der jeweils halben Orange und Zitrone in ein Schüsselchen geben. Den Senf, Honig, Zimt und ein wenig Salz und Pfeffer hinzugeben und gründlich vermengen. Zum Schluss das Olivenöl untermengen.

Für den Salat, zunächst die Fenchelknolle putzen, das Grün und den harten Stunck entfernen und in feine Scheiben schneiden. Die Schalotte ebenfalls in Scheiben schneiden. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die Fenchel- und Schalottenscheiben darin anschwitzen. Den Zucker hinzugeben, karamellisieren und mit dem Saft der von der Vinaigrette übrig gebliebenen Orangenhälfte ablöschen. Den Sternanis und die Zimtstange hinzugeben und bei mittlerer Hitze weich garen.

Wenn sich der Orangensaft fast aufgelöst hat, die Pfanne vom Herd nehmen. Die verbleibende Orange gründlich schälen (auch die weiße Haut entfernen), halbieren und Filetstücke herausschneiden. Die Orangenfilets zum Fenchel geben und damit vermengen. Den Sternanis und die Zimtstange entfernen und den Salat auf Tellern verteilen. Je eine Handvoll Sproßen auf den Salat drapieren, Vinaigrette hinzugeben und mit einer Zimtstange oder einem Sternanis dekorieren.

Und falls auf die üppige Hauptspeise nicht verzichtet werden soll, passt dieser Salat auch gut als Vorspeise zum Weihnachtsmenü!

Sonntag, 14. November 2010

En Vogue im Herbst

Ja, auch bei Gemüse und Obst gibt es Trends und zwar saisonale!

Während der Sommer in der Obst- und Gemüsewelt eher auf leuchtende Farben setzt - vom kräftigen Kirschrot über ein sattes Spargelgrün bis hin zu einem strahlendem Apricot -, besinnt sich der Herbst auf mildere, gedecktere Farben.

Wenn die Blätter golden werden und das Braun der Bäume zum Vorschein bringen, kleidet sich auch die Obst- und Gemüsewelt in dezentem Selleriebeige, mattem Pilzbraun und mildem Quittengelb.

Durch die Farbtrends von Obst und Gemüse inspiriert, entstand nun dieser herbstliche Salat aus goldgelben Birnen, sandfarbenen Maronen und blassgrünem Rosenkohl, untermalt von einem Haselnussbraun und einem preiselbeerrotem Farbtupfer.

Shopping-Liste (für 3-4 Portionen): 250g Maronen, 350g Rosenkohl, 1 Birne, 1 Handvoll Haselnüsse, 5 Salbeiblätter, 1/2 TL Thymian, 1/2 TL Rosmarin, 1 Messerspitze Muskat, 3 EL Arganöl, Salz, Pfeffer, 6-8 TL Preiselbeeren

To Do´s: Zunächst den Backofen auf 200°C vorheizen. Die gewölbte Seite der Maronen kreuzförmig mit einem Messer einritzen und für ca. 15-20 Minuten im Ofen backen, bis sich die Schale nach außen wölbt. Danach die Schale entfernen und halbieren.

In der Zwischenzeit den Rosenkohl von seinen äußeren Blättern und dem harten Ende befreien und in Hälften schneiden. Die Rosenkohlhälften dann für ca. 8 Minuten in ausreichend Salzwasser kochen, bis sie weich sind. Außerdem die Birnen in dünne Scheiben schneiden und die Haselnüsse zerkleinern.

In einer Pfanne das Arganöl erhitzen und den Salbei, Thymian, Rosmarin, Muskat sowie die Haselnüsse darin anbraten. Danach die Maronen, den Rosenkohl und die Birnenscheiben hinzugeben und für ca. 10 Minuten bei mittlerer Hitze anbraten.

Zum Schluss den Salat lauwarm servieren und anhand zwei Teelöffeln Preiselbeeren mit einem farblichen Highlight versehen.

Sonntag, 24. Oktober 2010

The Pumpkin Trilogy (Part I) - Meet the Pumpkin

Spaghetti, Blaue Banane, Bischofsmütze, Sweet Mama und Baby Boo. Wie bitte - wird sich nun mancher fragen - was sind das denn für Bezeichnungen und vorallem, was haben die mit Kürbissen zu tun??

Nun, diese skurrilen Namen gehören alle zu Kürbisarten! Der Kürbis ist nämlich nicht nur sehr vielseitig verwendbar, sondern ist schon an sich sehr vielseitig. Zu den skurrilen Namen gehören nämlich auch noch die skurrilsten Formen. Von ellipsen- über tropenförmig, von genoppter bis zu gerippter Schale und von kugelrund bis zu flachrund ist in der Kürbisfamilie alles vertreten.

Da mein Auge jedoch bereits beim Einkauf im Supermarkt beginnt mitzuessen, habe ich es bei der Kürbisform ganz gerne hübsch, rund und ohne Noppen. Dazu noch ein schön sattes Orange und meine Wahl fällt meistens auf den Hokkaido-Kürbis. Und genau dieser spielt auch die Hauptrolle in meiner Kürbis-Trilogie!

Hinzu kommt der Klassiker in der Kürbisverarbeitung - die Kürbissuppe - und schon sind wir mittendrin im ersten Teil der Pumpkin Trilogy, die auch hervorragend als 3-Gänge-Kürbis-Menü dienen kann.

Und auch diese Geschichte beginnt zunächst einmal mit einer Shopping-Liste (für ca. 4 Vorspeisen oder 2-3 Hauptspeisen): 350g Kürbis (z.B. Hokkaido), 80g Kartoffeln, 1 Schalotte, 1/2 Knoblauchzehe, 5g Ingwer, eine Prise gemahlenen Muskat, 500ml Gemüsebrühe, 100ml Sojasahne, 2 EL Öl, Salz, Pfeffer, etwas Kürbiskernöl und eine Handvoll Kürbiskerne

Darauf folgt die Verarbeitung: Als Vorbereitung die Kartoffeln und den Kürbis würfeln. Die Schalotten, Knoblauch und Ingwer ebenfalls in kleine Würfel schneiden und in einem Topf mit Öl anbraten bis die Schalotten glasig sind. Die Kartoffel- und Kürbiswürfel hinzugeben und kurz anschwitzen. Danach mit der Gemüsebrühe ablöschen und das Ganze ca. 20 Minuten bei niedriger Hitze garen.

Die Sojasahne und den Muskat zur Suppe geben und mit einem Zauberstab pürieren. Die Suppe dann noch mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zum Schluss mit ein paar Kürbiskernen und etwas Kürbiskernöl dekoriert servieren.

To be continued...

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Shake it, Baby! Oder: Genusstag im Bio-Supermarkt

Bei meinem letzten Besuch im Bio-Supermarkt meines Vertrauens wurde mein Vertrauen mal wieder bestätigt oder besser gesagt übertroffen! Da haben sich die Besitzer mal was ganz Besonderes einfallen lassen und acht Stände mit allerlei Köstlichkeiten zum Probieren aufgebaut.

Beim ersten Stand, der zum Probieren von Wildkaffee einlud, wurde ich erstmal korrigiert, dass es sich hier nicht um einen "Probiertag" handele sondern einen "Genusstag"! Das hört sich ja auch gleich viel schöner an und da ich ein absoluter Genuss-Mensch bin, habe ich dann auch an jedem Stand ganz viel genossen - von Bio-Eiern, die geschmacklich so gut waren, dass sie keinerlei Salz oder Pfeffer benötigten, Bärlauch-Tofu, Soja-Cerialien-Joghurt bis hin zu Pesto- und Bier-Käse. Am Käsestand durfte ich dann auch noch lernen, dass jeder Käse, der über 6 Monate gereift ist keine Laktose mehr enthält! Liebe Laktose-Intoleranzler, sind das nicht tolle Neuigkeiten!

Der Soja-Produkte-Genuss-Stand hat mich dann auch noch zu diesem laktosefreiem Himbeer-Vanille-Shake inspiriert…

Mini-Shopping-Liste: 100g Himbeern (frisch oder gefroren), 200ml Soja-Vanille-Joghurt (z.B. von Provamel), 100ml Sojamilch

Und dann shaken was das Zeug hält! Oder einfach ab damit in den Mixer...