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Sonntag, 24. November 2013

Brunch auf Nordafrikanisch: mit Shakshuka

Die nordafrikanische Küche ist nicht unbedingt bekannt für ihre Frühstücksrezepte und doch versteckt sich genau hier ein kleines Juwel: eine Soße aus Paprika, Tomaten und Zwiebeln, angereichert um Gewürze und Kräuter, die durch pochierte Eier abgerundet wird und sich Shakshuka nennt.

Streng genommen handelt es sich dabei auch eigentlich nicht um ein reines Frühstücksrezept, denn in Tunesien, Ägypten oder Marokko wird Shakshuka durchaus auch zum Mittag- oder Abendessen serviert. Aber gerade da Eier einen Hauptbestandteil des Gerichtes ausmachen, finde ich es eine ganz wunderbare und geschmacksintensivere Alternative zu den klassischen Eierspeisen, die ansonsten zum Frühstück oder Brunch genossen werden. Also: Warum nicht einmal direkt zum Start in den Tag in eine fremde Küche eintauchen und sich von deren Würze und Farbintensität gleich doppelt beleben lassen?

Einkaufsliste (für ca. 2 Portionen): 1 rote Paprikaschote, 1 gelbe Paprikaschote, 3 Tomaten, 1 Zwiebel, 1 TL Cumin (Kreuzkümmel), 2 TL Rohrohrzucker (bzw. Xucker), 3 Zweige Thymian (die Blätter abgezupft), 1 TL frische Oreganoblättchen (oder 1/2 TL getrockneter Oregano), 1 Lorbeerblatt, 1/2 TL Safranfäden, 1 Prise Cayennepfeffer, 2 EL gehackte Petersilie, 2 bis 4 Eier, Olivenöl, Salz und Pfeffer

Was ist zu tun? Die Paprikaschoten entkernen und in Streifen schneiden (ca. 2 cm breit), die Tomaten grob zerkleinern und die Zwiebeln in Ringe schneiden.

Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Cumin und Zwiebelringe hinzugeben und für ca. 5 Minuten anbraten. Die Paprikastreifen sowie den Zucker, Thymian, Oregano und Lorbeerblatt hinzugeben und für ca. 10 Minuten bei mittlerer Hitze weiter anbraten und dabei regelmäßig rühren. Dann die Tomatenstücke, Safran und Cayennepfeffer hinzugeben und nochmals 15 Minuten bei niedriger Hitze garen - dabei immer wieder etwas Wasser hinzufügen (ca. 150-200 ml), verrühren und die Soße eindicken lassen. Zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Danach den Pfanneninhalt so auseinander schieben, dass kleine Kulen für die Eier entstehen (2-4 Stück). Die Eier langsam in die Kulen gleiten lassen, mit etwas Salz bestreuen, einen Deckel auf die Pfanne geben und die Eier bei sehr niedriger Temperatur ca. 10 Minuten garen, sodass die Eier gerade eben gestockt sind. Die gehackte Petersilie darüber streuen und das Gericht in der Pfanne servieren.

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Organic Cottage meets erdbär

Wo fängt gesunde Ernährung an? Beim Einkauf im Supermarkt? Im Kühlschrank? Auf dem Teller? Bei uns selbst? Wie wäre es mit: Bei unseren Kindern?

Die meisten unserer Gewohnheiten manifestieren sich im Kindesalter. In dieser Zeit lernen wir, wie Dinge funktionieren und wie sie gemacht werden. Dabei übernehmen wir häufig die Gewohnheiten der Eltern. Hat die Mutter früher schon immer Lebensmittel frisch auf dem Markt eingekauft, wird das Kind später dazu tendieren, ebenfalls frische Lebensmittel zu bevorzugen. Hat das Kind meist Fleisch und wenig Gemüse zu essen bekommen, wird es später wahrscheinlich ebenfalls Fleisch vorziehen. War das Mittagessen für die Eltern die wichtigste Mahlzeit am Tag so wird das Kind das Mittagessen später ziemlich sicher ebenfalls als sehr wichtig empfinden. Wo also fängt gesunde Ernährung an?

Wenn wir die Ernährungsgewohnheiten unserer Gesellschaft verbessern und somit Übergewicht sowie Lebensmittelunverträglichkeiten, die oft von einer unausgewogenen Ernährung herrühren, verringern wollen, so sollten wir meiner Meinung nach bei den Kindern beginnen. Sie nehmen das zu sich, was ihnen vorgesetzt wird und unterscheiden zwar zwischen „lecker“ und „eklig“, nicht jedoch zwischen gesund und ungesund. Und so sind wir Erwachsene – Eltern, Erzieher, Lehrer, Kindermädchen usw. – in der Pflicht, für die Kinder zwischen gesund und ungesund zu unterscheiden, sodass sich gesunde Essgewohnheit bereits im Kindesalter manifestieren können.

Aber auch die Lebensmittelindustrie kann und sollte hierzu beitragen. „erdbär“ und seine FRECHEN FREUNDE gehen hier mit gutem Beispiel voran! erdbär ist ein Unternehmen, das gesunde Snacks für Kinder herstellt. Das Sortiment reicht von Obst- und Gemüsemus in Quetschbeuteln über knackige Fruchtstückchen bis hin zu Gemüsewaffeln. Dabei werden die Produkte in 100%-Bio-Qualität hergestellt und sind frei von Konservierungsstoffen und künstlichen Aromen. Die Idee von erdbär ist es, Kinder „gesund und lecker zu ernähren und gute Essgewohnheiten zu entwickeln“. Um die Vision einer gesünderen Zukunft voranzutreiben, hat sich das Unternehmen Hilfe in Form von „FRECHEN FREUNDEN“ besorgt: So turnen und tollen seitdem menschengroßen Obst- und Gemüsefiguren mit lustigen Namen wie „Bob, die Banane“ und „Edda, die Erdbeere“ durch Deutschlands Städte und „zeigen den Kindern, wie „cool“ und stark gesunde Lebensmittel sein können“.

Auch ich unterstütze das junge Berliner Unternehmen, das von Eltern geführt wird, beim Vorantreiben ihrer Vision nur zu gerne und habe mir zwei der Snacks für Rezeptkreationen vorgenommen, denn die Produkte eigenen sich nicht nur als gesunder Snack für zwischendurch, sondern lassen sich auch ganz wunderbar in eine Mahlzeit einbinden! So gab es beim letzten Feiertagsbrunch erdbär’s „Pfirsich & Maracuja im Joghurt“ mit selbstgemachten Knuspermüsli sowie Dinkelcrêpe mit erdbär’s „100% Apfel, Banane & Himbeere“ gefüllt an Hüttenkäse, Ahornsirup und gerösteten Mandeln. Und das schmeckt nicht nur Kindern! J

Für den Pfirsich-Maracuja-Joghurt mit Knuspermüsli: Man nehme einen erdbär Pfirsich & Maracuja im Joghurt-Quetschbeutel, zwei Esslöffel selbstgemachtes Knuspermüsli und ein paar Pfirsichschnitzen.

Einkaufsliste für die gefüllten Dinkelcrêpe (ca. 6 bis 10 Stück je nach Pfannengröße): 125 g Dinkelvollkornmehl, 250 ml frische Milch (nicht homogenisiert), 2 Eier, 1 TL Zucker, Salz, 25 g Butter und etwas Butter für die Pfanne, 3 Apfel, Banane & Himbeere-Quetschbeutel von erdbär, 100g Hüttenkäse, Ahornsirup, 3 EL Mandelblättchen (in einer beschichteten Pfanne ohne Fett goldbraun geröstet)

Was ist zu tun? 25g Butter langsam schmelzen lassen, bis sie flüssig ist. Mehl, Milch, Eier, Zucker und eine Prise Salz in einen hohen Behälter geben. Die flüssige Butter langsam in den Behälter einfließen lassen. Die Zutaten mit einem Pürierstab zu einer glatten Masse mixen. Dann den Teig durch ein Sieb in eine Schüssel gießen und diese mit Klarsichtfolie abdecken. Den Teig 30 Minuten ruhen lassen.

Etwas Butter in eine kleine Pfanne (ca. 15-20 cm Durchmesser – ergibt ca. 10 Crêpe) geben und den Pfannenboden gleichmäßig einfetten (ggf. mit einem Bratpinsel). Mit einer Kelle etwas Teig in die Pfanne geben und die Pfanne vorsichtig schwenken, damit sich der Teig gleichmäßig auf dem Boden verteilt. Bei mittlerer Hitze backen, bis der Crêpeboden eine goldgelbe Farbe annimmt und nicht mehr am Pfannenboden klebt. Dann den Crêpe vorsichtig wenden und die andere Seite ebenfalls goldgelb backen. Mit dem restlichen Teig genauso verfahren und zwischendrin die Pfanne immer wieder mit etwas Butter nachfetten.

Die Crêpe mit dem Apfel-Banane-Himbeer-Mus bestreichen, zu einer Rolle rollen und auf einen Teller geben. Etwas Hüttenkäse dazu geben, Ahornsirup darüber träufeln und mit Mandelblättchen bestreuen. 

Mehr zu erdbär, den Produkten und den FRECHEN FREUNDEN gibt es auf der Website: http://www.erdbaer.de/

Dienstag, 8. Oktober 2013

Wer loslässt hat zwei Hände frei - Oder: Kräuteromelette mit Ziegenfrischkäse

In der Küche kann ich Dinge nur schwer ruhen lassen. Alles, was sich im Topf oder in der Pfanne befindet, möchte ich am liebsten die ganze Zeit bearbeiten, sprich: umrühren, schwenken, wenden, vermengen, probieren usw. Meine Mama klopfte mir daher schon als Kind auf die Finger und sagte: "Ständig musst Du rumrühren. Lass die Soße doch einfach einmal in Ruhe vor sich hinköcheln", oder: "Jetzt lass das Risotto doch endlich einmal ziehen!" Ein paar Minuten riss ich mich dann zusammen und beobachtete das Risotto mit großen Augen beim Ziehen, aber dann hatte ich auch direkt wieder den Kochlöffel in der Hand und das Rühren, Machen und Tun ging weiter.

Auch heute fällt es mir noch schwer, eine Soße in Ruhe reduzieren zu lassen, zu warten, bis ein Kuchen fertig gebacken ist ohne ständig den Backofen zu öffnen, Gemüse zu dünsten, ohne es permanent mit dem Kochlöffel hin und her zu schieben. Und so kam mir letztens der Gedanke, dass es mir in anderen Lebensbereichen häufig ganz genauso geht: Ich bin eher der ungeduldigere Typ, der oft nicht in Ruhe abwarten kann, tue mich meist schwer im einfach mal Geschehenlassen, im Loslassen.

Loslassen können, heißt vertrauen können. Vertrauen, dass sich die Dinge so ergeben, wie sie sollen. Sie einfach sich selbst überlassen. Das hat einen entscheidenden Vorteil: Wenn man es schafft, die Dinge sich selbst zu überlassen, kann man sich um so viel anderes kümmern, denn man hat zwei Hände frei! Gerade in der Küche ist das unglaublich hilfreich. Wenn man die Soße nämlich vor sich hinköcheln lässt, kann man sich schon einmal um die Beilage oder das Dessert kümmern oder den Tisch decken.

Und so übe ich mich in der Küche nun fleißig im Loslassen und kümmere mich um andere Dinge, wenn der Kuchen im Ofen backt, die Suppe vor sich hin köchelt oder das Kräuteromelette ganz von alleine stockt. Denn das Schöne ist: Unser Verstand funktioniert so, dass wenn man in einem Lebensbereich beginnt ein Verhalten zu verändern, es sich meist auch auf die anderen Bereiche überträgt. Und so habe ich mittlerweile nicht nur in der Küche häufiger zwei Hände frei.

Einkaufsliste für Kräuteromelette mit Ziegenfrischkäse (für ca. 2-4 Portionen): 6 Eier, 20g gemischte frische Kräuter (z.B. Estragon, Petersilie, Kapuzinerkresse, Liebstöckel, Basilikum), 4 EL Milch (auch Soja-, Mandel- oder Dinkelmilch oder auch einfach nur Wasser), Salz und Pfeffer, etwas Butter, 150g Ziegenfrischkäse

Was ist zu tun? Die Kräuter fein hacken. Die Eier mit der Milch, den Kräutern sowie etwas Salz und Pfeffer in ein Schüsselchen geben und mit einer Gabel leicht verquirlen. 

Butter in eine beschichtete Pfann geben, bei mittlerer Hitze schmelzen lassen und gleichmäßig verteilen, sodass der gesamte Boden eingefettet ist (ggf anhand eines Pinsels). Ein Viertel der Eiermasse in die Pfanne geben und die Pfanne vorsichtig schwenken, sodass der Boden gleichmäßig mit der Eiermasse bedeckt ist. Und nun: Ganz von alleine stocken lassen (das dauert ca. 1 - 1 1/2 Minuten). Dann vorsichtig wenden und für ca. 10 Sekunden weiter anbraten. Dann Omelette aus der Pfanne nehmen und auf ein Papierküchentuch legen. Das gleiche Prozedere mit der restlichen Eiermasse wiederholen, sodass am Ende vier dünne Omelettes heraus kommen. 

Die Omelettes auf Teller geben. Je die Hälfte mit Ziegenfrischkäse bestreichen und umklappen. C'est tout! 

Sonntag, 11. August 2013

Wissen was drin steckt: Selbstgemachtes Müsli

Eine der letzten Ausgaben des Spiegels hatte eine Erdbeere, die maschinell hergestellt wird, auf dem Cover, zusammen mit dem Titel "Natürlich künstlich - Billig, schnell, industriell: Unser Essen vom Fließband" (http://www.spiegel.de/spiegel/print/index-2013-31.html).

In dem zugehörigen Artikel geht es inhaltlich um die Massenproduktion in der Lebensmittelindustrie (sie "ist zu einem globalisierten, hochindustrialisierten Wirtschaftszweig geworden [und] bietet kostenoptimierte Waren, die nur noch entfernt an Essen erinnern."), die undurchsichtige Herstellung ("nirgendwo sonst in der deutschen Wirtschaft klaffen die Vorstellung vom Produktionsprozess und die tatsächliche Herstellung so weit auseinander."), die Folgen der Globalisierung - auf Tiefkühlpizzen finden sich beispielsweise Tomaten aus Spanien, Champignons aus Frankreich und Holland, Käse immerhin aus Deutschland, kleinere Mengen aber auch aus Irland und Dänemark, Thunfisch von den Philippinen, Zwiebeln aus Polen und Knoblauchgranulat aus China. Des Weiteren geht es um Zusatzstoffe, wie beispielsweise Methylzellulose, "die dafür sorgt, dass der Apfelstrudel nach dem Auftauen genauso aussieht wie vorher", aber auch um Zusatzstoffe, die in der Inhaltsliste gar nicht auftauchen müssen, weil sie im fertigen Produkt keine Funktion mehr haben - "Damit zum Beispiel Brühwurst, die aus gefrorenem Fleisch hergestellt wird, fest wird, werden Zitrate, Laktate und Tartrate beigemischt. Die Säurungsmittel sorgen dafür, dass im Fleisch das Eiweiß fest und das Wasser gebunden wird. Ist die Wurst fertig, haben sie keine Funktion mehr - werden also auch nicht angegeben."

Der Artikel hat mir einmal mehr die Augen geöffnet! Wir als Verbraucher wissen meist gar nicht, was wir den ganzen Tag über zu uns nehmen. Gerade bei Fertigprodukten, aber auch bei Produkten, die länger haltbar gemacht werden, wie beispielsweise Fleisch oder Milch, ist nicht gegeben, dass wirklich alle Inhaltsstoffe angegeben werden, geschweige denn, wo diese herkommen.

Daher möchte ich auch an dieser Stelle einmal mehr dazu motivieren, so oft wie möglich, selbst zu kochen, frische Produkte zu verwenden und den Konsum von Fertiggerichten zu minimieren. Außerdem können Produkte für den täglichen Bedarf, wie beispielsweise die Marmelade, die wir uns morgens auf das Brot schmieren oder das Müsli, das wir zum Kaffee genießen, ganz wunderbar selbst hergestellt werden! Gerade letzteres ist spielend einfach selbst zu machen, wie dieses Rezept für ein Mandel-Knusper-Müsli zeigen soll. Und sind wir doch einmal ehrlich: Bei Selbstgemachtem können wir nicht nur sicher sein, was drin steckt, es schmeckt auch einfach viel besser!

Einkaufsliste (für ca. 10-15 Portionen): 200g Haferflocken (Kleinblatt), 200g Dinkelflocken (Kleinblatt) oder eine glutenfreie Alternative wie z.B. Buchweizenflocken, 50g Mandelblättchen, 50g ganze Mandeln, 40g Sonnenblumenkerne, 50g getrocknete Aprikosen (in kleine Würfel geschnitten), 25g Kokosraspeln, 80ml Sonnenblumenöl, 100g flüssiger Honig, Backpapier

Was ist zu tun? Den Backofen auf 150°C vorheizen. Alle Zutaten bis auf die Aprikosen in eine große Schüssel geben und mit dem Öl und dem Honig mischen, bis diese gleichmäßig untergemischt sind.

Zwei Bleche mit Backpapier auslegen und die Müslimischung gleichmäßig darauf verteilen. Die Bleche in den Backofen geben und das Müsli ca. 30 Minuten darin rösten. Dabei die Mischung drei Mal umrühren und die Aprikosenstücke für die letzten 10 Minuten mit in den Backofen geben.

Das Müsli zum Beispiel mit frischen Beeren sowie Milch, Sojamilch oder Joghurt servieren.

Sonntag, 12. Mai 2013

Für eine beeindruckende Frau

Ihr hast Du Dein Leben zu verdanken, sie hat Dich genährt und versorgt - und tut es teilweise heute noch. Sie tröstet Dich, wenn Du traurig bist, sie pflegt Dich, wenn Du krank bist, sie lacht mit Dir, wenn Du glücklich bist, sie freut sich, wenn Du Dich freust, sie liebt Dich und stellt sich bei all dem oft in den Hintergrund. Diese beeindruckende Frau ist Deine Mutter.

Zu Recht gehört Ihr dieser eine Tag im Jahr - der Muttertag. Und zu Recht dürfen wir ihr an diesem Tag für all die Dinge, die sie für uns getan hat, dankbar sein. Auch wenn, der ein oder andere vielleicht kein so gutes Verhältnis oder sogar gar keinen Kontakt mehr zu seiner Mutter hat. Diese beeindruckende Frau hat Dich auf diese Welt gebracht und hat Dir immer die Liebe und Fürsorge geschenkt, die sie in diesem Moment geben konnte. Ganz egal, wie Du ihr daher heute dankst - ob mit einem Strauß Blumen, mit einem Anruf, mit einem Verwöhntag, einem Kuchen oder einfach nur in Gedanken -, sie wird es zu schätzen wissen!

Liebe Mama, ich habe heute diesen Mandel-Blaubeer-Kuchen für Dich gebacken, auch wenn ich nicht bei Dir sein kann. Danke für alles, was Du für mich getan hast!

Einkaufsliste: 200 g Butter (zimmerwarm), 160 g Muscovado-Zucker, 200 g gemahlene Mandeln, 60g Dinkelmehl (glutenfreie Alternative: Teffmehl), 4 Eier, 1 1/2 TL Backpulver, 1 Zitrone, 125g Blaubeeren, Meersalz, etwas Puderzucker

Was ist zu tun? Zur Vorbereitung, den Backofen auf 160°C (Umluft) vorheizen. Eine Springform mit etwas Butter fetten und ca. 2 EL der gemahlenen Mandeln auf den Boden der Springform verteilen. Außerdem die Zitrone gründlich waschen, die Schale fein abreiben und den Saft auspressen. Die Blaubeeren waschen und abtropfen lassen.

Die Butter, 120 g Zucker und eine Prise Salz ca. 5 Minuten mit einem Handrührer cremig rühren (bis der Zucker sich vollständig aufgelöst hat). Die Eier trennen und das Eigelb der Butter-Zucker-Masse hinzufügen. Das Eiweiß in ein separates Gefäß geben.

Die restlichen Mandeln, Mehl, die Zitronenschale und das Backpulver mischen. Zusammen mit dem Zitronensaft nach und nach unter die Butter-Zucker-Masse rühren.

Den Eiweißen eine Prise Salz hinzufügen und mit einem Handrührer halb steif schlagen. Dann die restlichen 40g Zucker unter weiterem Schlagen nach und nach hinzufügen, bis dieser komplett aufgelöst ist. Den Eiweißschnee nach und nach vorsichtig unter den Teig heben.

Den Teig zur Hälfte in die Springform geben. Die Blaubeeren gleichmäßig darauf verteilen und den restlichen Teig darüber geben, sodass man die Blaubeeren nicht mehr sieht. Im Backofen auf der 2. Schiene von unten ca. 35 Minuten backen. Den Kuchen danach für ca. 15 Minuten in der Form abkühlen lassen und danach herausnehmen. Zum Servieren etwas Puderzucker darüber streuen.

Mittwoch, 12. September 2012

Eine Prise Herbst

Der September ist gerade einmal zwölf Tage alt und schon fegt die erste herbstliche Brise die warmen Temperaturen, die lauen Sommerabende und die langen Sommertage davon. Der Reisverschluss muss ein bisschen weiter hochgezogen, der Schal etwas fester um den Hals geschlungen und der Regenschirm das ein oder andere Mal öfter mitgenommen werden.

Die Einen schwelgen in diesen ersten Herbsttagen noch in Sommererinnerungen und hätten es am liebsten, dass die milden Temperaturen ewig währen. Die Anderen freuen sich über die erste herbstliche Brise, die erste Goldfärbung der Blätter und die rauer werdenden Temperaturen. Auch ich zähle zu letzterer Gruppe ...

Für mich wohnt dem Herbst ein ganz eigener, ganz besonderer Zauber inne. Ist es nicht ein Wunder, wie sich die Farbe der Blätter wie auf Knopfdruck von einem satten Grün in ein leuchtendes Gold verwandelt? Oder wie Kürbisse, Rüben und Kartoffeln sich zu ihrer vollen Reife entfalten? Wie die Nüsse einfach vom Baum fallen - loslassen -, weil sie wissen, dass sie jetzt reif sind? Wie die Tiere im Herbst instinktiv den Vorrat für den Winter sammeln? Wie urplötzlich eine Brise aufkommt und man sich wundert, wo diese herkommt?

Ich habe die erste herbstliche Brise mit einer Prise herbstlicher Zutaten in der Küche begrüßt: mit Birnen und Walnüssen. Diese werden auf einem leichten Blätterteigboden von würzigem Stilton, feinem Thymianaroma und süßem Honig untermalt. Für mich ein geschmackliches Wunder des Herbstes!

Shopping-Liste für herbstlichen Birnen-Stilton-Flammkuchen (ergibt 4 Mini-Flammkuchen): 4 Scheiben Dinkelblätterteig (gibt es von moin, ansonsten genug Blätterteig für 4 Blätterteigkreise mit einem Durchmesser von ca. 10 cm), 2 Birnen (eher kleine und sie sollten nicht zu weich sein), 75g Stilton, 20g Walnüsse, 8 Zweige frischer Thymian, 2 TL flüssiger Honig (alle Produkte wie immer bevorzugt in Bio-Qualität bzw. aus regionalem Anbau)

To Do's: Den Backofen auf 200°C vorheizen. Blätterteig antauen lassen. Wenn die Blätterteigscheiben von moin verwendet werden, haben diese bereits die richtige Größe (wer möchte kann die Ecken rund abschneiden, sodass ein kreisförmiger Flammkuchen entsteht). Ansonsten Kreise mit 10 cm Durchmesser aus dem alternativ verwendeten Teig ausschneiden, z.B. mit einer Suppenschale.

Die Birnen vierteln, Kerne und Stunk entfernen und mit einem Gemüsehobel in feine Scheiben schneiden (daher sollten die Birnen nicht zu weich sein). Die Blätterteigscheiben auf ein Blech mit Backpapier geben, mit den Birnen belegen und dabei einen Rand von 1/2-1 cm lassen (ca. 1/2 Birne pro Flammkuchen). Den Stilton grob zerkrümeln und auf den Birnen verteilen. Die Walnüsse grob zerkleinern und ebenfalls über den Birnen verteilen. Die Blättchen von den Thymianzweigen zupfen und über die anderen Zutaten streuen (ca. 2 Thymianzweige pro Flammkuchen). Zuletzt den Honig obenauf verteilen (ca. 1/2 Teelöffel pro Flammkuchen).

Das Blech in den Ofen schieben und für ca. 12-15 Minuten backen, bis sich die Blätterteigränder leicht braun färben.

Normalerweise gebe ich keine gesonderte Empfehlung zu einem meiner Rezepte, aber dieses muss ich nun doch ausdrücklich empfehlen! Ich habe die Kombination einfach auf gut Glück getestet und war umso mehr überrascht von deren Stimmigkeit und Intensität: Von der ersten Gabel an wurde der Genuss der Flammkuchen von einem "mmmmmmmh" begleitet ...

Montag, 3. September 2012

Die Mittagspause: Fast Food vorm Computer

Wenn sich die Uhrzeiger wochentags in Richtung 12:00 Uhr bewegen, kann man in Büros, Geschäften und Läden eine gewisse Unruhe wahrnehmen. Fragen wie "Wann wollen wir in die Kantine?", "Wo wollen wir heute Mittag essen gehen?" oder "Möchtet Ihr auch etwas bestellen?" werden gestellt und beantwortet. Die Mittagspause spielt eine wichtige Rolle im deutschen Arbeitsalltag. Was dabei auf die Teller kommt, und in welchem Rahmen die Mahlzeit eingenommen wird, nimmt dabei oft die weniger wichtige Rolle ein.

Wenn ich nicht gerade blogge, arbeite auch ich wochentags in einem Büro (schließlich muss ich meine Leidenschaft für gutes Essen und hochwertige Lebensmittel irgendwie finanzieren :)). Bei uns gibt es keine Kantine, sodass meine Kollegen und ich entweder in einem der Restaurants in der Nähe essen gehen, einen Lieferservice beauftragen, uns mit Essen zu versorgen oder etwas Selbstgemachtes von zu Hause mitbringen. Dabei bin ich jeden Tag von Neuem überrascht, wie viele Lieferjungs Pizza, Burger oder fettige Pasta liefern. Von der Qualität des bevorzugten Mittagsmahls abgesehen, finde ich es auch überraschend, wie viele Kollegen Ihr Essen schnell in sich "hineinstopfen", um noch viel schneller wieder vor dem Rechner zu sitzen. Die Steigerung: Einige nehmen sich noch nicht einmal die Zeit ihren Arbeitsplatz zu verlassen und nehmen das Essen vor dem Computer zu sich. Die Devise scheint zu lauten: Hauptsache es geht schnell! Nährwert des Essens und deren Qualität spielen eine untergeordnete Rolle.

Dabei geht es in der Mittagspause noch nicht einmal nur um das Essen. Klar, normalerweise sollte die Hauptmahlzeit ausgewogen sein, eher leicht, damit man nach der Pause nicht in Müdigkeit verfällt, und einen mit wichtigen Nährstoffen und Vitaminen versorgen, die einem die nötige Energie für den Rest des Tages geben. Was aber mindestens genauso wichtig wie die gesunde Mahlzeit ist, dass man in der Mittagspause wirklich Pause macht, den Kopf für einige Moment frei bekommt und seinem Körper wenn möglich noch ein wenig Bewegung gönnt - dies gilt vor allem, wenn man einen Schreibtischjob nachgeht.

Musstest Du bei dieser Beschreibung an der ein oder anderen Stelle an Dich selbst denken? Findest Du dich hier wieder? Dann nehme Dir doch einfach einmal für eine Woche vor (eine Woche reicht erstmal, sehe einfach wie Du dich danach fühlst), Deine Mittagspause bewusst als Pause zu nutzen, Deinen Arbeitsplatz für das Mittagessen zu verlassen, Dir ein bisschen Bewegung und frische Luft zu gönnen und das Essen mit Aufmerksamkeit zu Dir zu nehmen, dabei auf Pizza, Burger und sonstiges Fast Food zu verzichten und lieber zu Salat, Gemüse, Reis und ähnlichem zu greifen. Vielleicht möchtest Du Dir sogar einmal etwas Selbstgemachtes mit ins Büro nehmen, dann weißt Du ganz genau, was Du zu Dir nimmst - oft verstecken sich in einer vermeidlich leichten Mahlzeit in der Kantine oder im Restaurant nämlich Fette und andere Inhaltsstoffe, die das Essen schwerer und ungesünder machen als man denkt!

Es bedarf also nicht viel, um aus der Mittagspause eine richtige Pause zu machen, die Körper und Geist mit der nötigen Energie für den restlichen Arbeitstag versorgt. Dabei sollte die Devise anstelle von "Hauptsache schnell" lieber "Nehme Dir bewusst Zeit und achte darauf, was Du zu Dir nimmst!" lauten!

Und damit der Einstieg in die bewusste Mittagspause nicht allzu schwer fällt, folgt an dieser Stelle noch eine Inspiration für ein selbst gemachtes Mittagessen, das sich gut zum Mitnehmen ins Büro eignet und dort sowohl aufgewärmt oder auch kalt genossen werden kann: Quinoa-Karotten-Fenchel-Salat mit Hüttenkäse.

Shopping-Liste (ca. 2-3 Portionen): 300g Karotten, 1 mittelgroße Fenchelknolle mit Grün (ca. 350g), 100g Quinoa, 200g Hüttenkäse, 1 kleine Knoblauchzehe, 25g Krübiskerne, 25g Datteln (ca. 4 Stück), 1 TL Fenchelsaat, Zucker (oder Xucker), Meer- oder Steinsalz, Pfeffer, Olivenöl (alle Produkte wie immer bevorzugt in Bio-Qualität bzw. aus regionalem Anbau)

To Do's: 200ml Wasser mit etwas Salz in einem Topf zum Kochen bringen. Den Quinoa unter fließendem Wasser abwaschen und in das kochende Wasser geben. Bei niedriger Hitze für ca. 15-20 Minuten köcheln lassen, bis die Quinoasamen das Wasser komplett aufgesogen haben; hin und wieder umrühren. Dann vom Herd nehmen und den Quinoa mit einer Gabel auflockern.

Währenddessen, die Karotten und den Fenchel waschen. Die Karotten schälen und in Stifte schneiden (ca. 3 cm lang). Die Fenchelknolle der Breite nach halbieren, den Stunk und das Grün entfernen. Das Grün aufheben. Den Fenchel in Scheiben schneiden. Den Knoblauch fein würfeln.

In einer Pfanne ausreichend Olivenöl erhitzen. Den Knoblauch in die Pfanne geben und einige Sekunden anschwitzen (er sollte nicht braun werden). Dann direkt die Karottenstifte und Fenchelscheiben hinzugeben und für 3-4 Minuten dünsten. 1 TL Fenchelsaat, 1/2 TL Zucker und etwas Salz hinzugeben, vermengen und für 3-4 weitere Minuten dünsten. Karotten und Fenchel sollten noch bissfest sein.

Nebenbei etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Kürbiskerne darin rösten, bis sie leise knacken. Außerdem die Datteln fein würfeln und das Fenchelgrün grob zerkleinern.

Dann den Quinoa, die Kürbiskerne, die Datteln und das Fenchelgrün zum Gemüse geben und alles vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Salat mit einem Kleks Hüttenkäse genießen! Tipp: Wem der Hüttenkäse zu fade schmeckt, kann ein wenig Salz hinzugeben und mit dem Käse vermengen.

Weitere einfache Rezepte für die Mittagspause sowie mehr Details zum Thema Essen in der Mittagspause, wie die Psyche bei der Essenswahl mit entscheidet oder wo versteckte Kalorien schlummern, sind in dem Artikel "Besser essen im Alltag - Wie man auch bei Stress gesund genießt" in der aktuellen Ausgabe (August/September 2012) der ZEITWissen zu finden.

Dienstag, 21. August 2012

"Kochblog der Woche" bei kochbar.de

Am Wochenende bin ich aus einem wunderschönen Urlaub in Kroatien zurück gekehrt und ich dachte, dass es mir nach sieben Tagen Sonne, Segeln, blauem Meer, noch blauerem Himmel, Strand und unglaublich netten Menschen nicht besser gehen könnte. Nun, als ich meine E-Mails durchging, wurde ich eines besseren belehrt! In meinem Posteingang leuchtete mir eine Nachricht mit dem Betreff "Ihr Blog ist "Kochblog der Woche" bei kochbar.de" entgegen. Aufgeregt öffnete ich die E-Mail, in der ich über die Auswahl von Organic Cottage zum "Kochblog der Woche" der online Kochplattform kochbar.de informiert wurde! Meine Freude darüber war wirklich unglaublich! 

Ich schreibe diesen Blog aufgrund meiner eigenen Überzeugung, dass gutes Essen gut tut und Lebensmitteln die entsprechende Wertschätzung entgegengebracht werden sollte, die sie verdienen. Nämlich, dass sie Mittel zum (Über-)Leben für uns sind (siehe auch Organic Background). Ich schreibe diesen Blog auch, weil ich gerne schreibe. Und ich schreibe diesen Blog, weil es mir einfach unglaublich viel Spaß bereitet! Dabei ist es für mich bereits Erfüllung genug, dass ich genau dies tue. Noch mehr Erfüllung verspüre ich natürlich, wenn ich den ein oder anderen Kommentar zu meinen Artikeln lese oder ein "Like" zu einem meiner Facebook-Posts erhalte. Dass eine etablierte Kochplattform wie kochbar.de nun schreibt "Organic Cottage ist nicht nur ein Sammelsurium von Rezepten, es ist ein Zuhause für alle, denen etwas am Essen liegt. Die vielen Artikel, die Nadine allesamt mit jeder Menge Herzblut schreibt, klären uns über Lebensmittel auf und sagen uns, wo wir sie am besten kaufen oder verzehren können. Aus jeder Zeile scheint uns der Appell "Schätzt, was Ihr auf Euren Tellern habt!" entgegen zu schallen.", erfüllt mich unglaublich! 

Die Auszeichnung zum "Kochblog der Woche" zeigt mir, dass ich mit Organic Cottage den richtigen Weg eingeschlagen habe, dass ich ein Thema bearbeite, dass Relevanz hat - und zwar nicht nur für mich - und das weiter an Relevanz gewinnen wird. Ich danke der kochbar.de-Redaktion für die Auszeichnung, die lobenden Worte und den schön geschriebenen Artikel! Ich danke kochbar.de auch für die zahlreichen Rezepte (u.a. aus den VOX-Kochsendungen), die mich schon zu dem ein oder anderem Gericht inspiriert haben, den zahlreichen Artikel zum Thema Ernährungsberatung, durch die ich schon einige Aha-Momente erlebt habe und das Koch-Forum, in dem sämtliche Themen rund um Kochen, Backen, Ernährung, Lebensmittel, Essen und vor allem auch Genießen diskutiert und ausgetauscht werden. Denn man sollte beim Essen nie vergessen, dass es im Besonderen ums Genießen geht!

Ich habe den Erfolg dieser Auszeichnung sehr genossen - und zwar mit einem Aprikosen-Kardamom-Lassi!

Shopping-Liste (für 2-3 Portionen): 150g Sojajoghurt (oder normalen Naturjoghurt), 300ml Wasser, 150g Aprikosen, 5 Kardamomkapseln, 2 EL Agavendicksaft, 1 Prise Salz

To Do's: Die Kardomomkapseln aufbrechen und die Samen herausnehmen. Die Samen anhand eines Mösers zerstoßen. Die Aprikosen entkernen und grob zerkleinern.

Joghurt, Wasser, Aprikosen, Kardamom, Agavendicksaft und Salz in den Mixer geben und fein pürieren. Fertig! Übrigens: Auch auf kochbar.de gibt es zahlreiche Lassi-Rezepte zu entdecken!

Montag, 14. Mai 2012

Bio Brunch auf Italienisch: im Pappa e Ciccia

Für Ihr Frühstück sind die Italiener eigentlich nicht sonderlich bekannt. Eine Tasse Espresso, ein paar Kekse, vielleicht noch ein Cornetto (Hörnchen), das dann in den Espresso getunkt wird - das war's! Umso erstaunter war ich, als ich von dem Brunch-Angebot des Pappa e Ciccia in der Schwedter Straße im Prenzlauer Berg hörte. Bekannt war mir das italienische Restaurant bereits, habe ich hier doch schon den ein oder anderen geselligen Abend mit leckerem Antipasti, hausgemachter Pasta und Quitten-Prosecco in lockerer Atmosphäre verbracht. Aber wie würde ein Brunch beim Italiener aussehen? Nun, es gab Espresso und es gab Cornettos. Es gab aber auch noch sehr viel mehr und zwar alles in zertifizierter Bio-Qualität!

Wer ein eher traditionelles deutsches Frühstück bevorzugt, dem wird neben den Hörnchen (wahlweise mit Marmelade, Honig oder einem köstlichen Nougat-Aufstrich zu verzehren) auch Früchtejoghurt, Bircher Müsli sowie weich gekochtes, hart gekochtes, Rühr- oder Spiegelei (die extra frisch zubereitet werden) geboten. Natürlich gibt es auch eine Käse- und eine Wurstplatte und hier wird es nun italienisch: Scamorza, Gorgonzola, Prosciutto, Salami und und und. So geht es auch auf den anderen zahlreichen Platten weiter: gegrillte Zucchini und Auberginen, Fenchel-, Avocado-, Reissalat, gefüllte Paprika, getrocknete Tomaten, Capaccio, gedünstetes Gemüse, Lachs, Caponata (himmlisch!), Lasagne und natürlich Insalata Caprese.

Bei meinen vorherigen Besuchen im Pappa e Ciccia sind mir bereits die zahlreichen vegetarischen und veganen Gerichte aufgefallen. Und so gab es auch beim Brunch die Möglichkeit zwischen dem Standard- und dem veganen Brunch zu wählen. Den Unterschied machen dabei 2 Euro: Während der Standardbrunch mit 16 Euro berechnet wird, kostet der vegane Brunch 14 Euro. Zugegeben, für Berlin ist das nicht gerade günstig. Meiner Meinung nach wird der Preis jedoch durch die Qualität der Lebensmittel voll und ganz gerechtfertigt. Bio-Qualität, ausgewählte Produkte, Regionalität und eigens hergestellte Pastawaren, dafür steht das Pappa e Ciccia und das spiegelt sich im Geschmack wieder.

Wer dennoch lieber den ganz klassischen deutschen Brunch den köstlichen Antipasti-Variationen und italienischen Schmankerln vorzieht, dem empfehle ich, dem Pappa e Ciccia zumindest für den Mittagstisch oder ein geselliges Abendessen einen Besuch abzustatten, um die hausgemachte Pasta oder eines der anderen sorgfältig und liebevoll zubereiteten Gerichte zu kosten und dazu ein Glas Quitten-Prosecco zu genießen. Wer lieber zu Hause kocht, hat die Möglichkeit im Delikatessenladen des Restaurants direkt nebenan die ein oder andere italienische Köstlichkeit mitzunehmen. Es lohnt sich!

Übrigens: "Pappa e Ciccia" bedeutet soviel wie "Pech und Schwefel" oder "unzertrennlich".

Pappa e Ciccia, Schwedter Str. 18, 10435 Berlin, www.pappaeciccia.de, Montag - Sonntag 11-24 Uhr (Sonntagsbrunch) (Reservierung empfohlen!)

Freitag, 16. Dezember 2011

Aufgewacht

Wie startest Du jeden Morgen in den Tag? Bestimmt hast Du ein allmorgendliches Ritual – aufstehen und erstmal unter die kalte Dusche springen? Oder wird als erstes das Wasser für den Tee aufgesetzt? Vielleicht startet Dein Tag auch mit ein paar Yogaübungen - wie das bei mir der Fall ist? 

Am Morgen verfolgen die Menschen die unterschiedlichsten Abläufe und genauso verhält es sich mit dem Frühstück. Der Eine braucht morgens etwas Salziges, der Andere etwas Süßes. Für den Einen ist das Frühstück die größte Mahlzeit am Tag, der Andere braucht vielleicht nur ein wenig Obst und der Dritte verzichtet komplett darauf. Dabei ist meiner Meinung nach sowohl der Start in den Tag als auch das damit verbundene Frühstück unglaublich wichtig und entscheidet darüber, wie der Rest des Tages verläuft – entspannt und gelassen oder gehetzt und gestresst? 

Nachdem ich meine Yogaübungen hinter mich gebracht habe, genieße ich in Ruhe mein Frühstück: Reisflocken mit Mandelmilch, Apfel und Gewürzen. Dazu einen grünen Tee und dann kann der Tag beginnen! 

Shopping-Liste (für 2 große Portionen): 100g Reisflocken, ca. 200ml Mandelmilch (ungesüßt), 100ml abgekochtes Wasser, 1 Apfel, 20g Mandelblättchen, 1/2 TL Zimt (gemahlen), 2 MS Kardamom (gemahlen), 1 MS Nelken (gemahlen), Honig oder Ahornsirup zum Süßen 

To Do's: Die Reisflocken über Nacht in 100ml Mandelmilch und 50ml Wasser einweichen.

Am nächsten Morgen die Reisflocken, die restliche Mandelmilch und das restliche Wasser, den in kleine Stücke geschnittenen Apfel sowie die Gewürze in einen Topf geben und bei geringer Hitze ca. 8-10 Minuten erhitzen. Dabei immer wieder umrühren und ggf. noch etwas Mandelmilch hinzufügen. Parallel dazu, in einer Pfanne ohne Fett die Mandelblättchen goldbraun rösten. 

Die Reisflocken auf Schalen verteilen, mit den Mandelblättchen bestreuen und je nach Bedarf mit Honig oder Ahornsirup beträufeln.

Wer mag, kann anstelle von oder zusätzlich zum Apfel auch getrocknete Aprikosen verwenden.

Montag, 3. Oktober 2011

Cranberry-Brot zu Erntedank

Gestern war Erntedank und ich kann mir gut vorstellen, dass dies den meisten Deutschen gar nicht bewusst war. Meiner Meinung nach ist das noch nicht einmal verwunderlich! Schließlich bekommt der Großteil der deutschen Bevölkerung gar nicht mit wie lange die Kartoffel unter der Erde gereift ist oder der Apfel am Baum hing, bis sie geerntet wurden.

So könnte man sagen, dass das Erntedankfest den Bauern und Gärtnern vorbehalten ist. Sind sie doch diejenigen, die das Reifen und Gedeihen direkt miterleben und jedes Jahr im Herbst die Dankbarkeit für das geerntete Obst und Gemüse, das ihnen die Erde geschenkt hat, verspüren. Aber nur weil wir die Ernte  des Kürbisses und des Mangolds, den wir auf dem Wochenmarkt oder im Supermarkt kaufen, nicht miterleben, heißt das noch lange nicht, dass wir sie nicht trotzdem feiern sollten! Im Gegenteil, ist Erntedank nicht ein wundervoller Anlass mal wieder Freunde einzuladen, gemeinsam saisonale Köstlichkeiten zuzubereiten und diese dann untermalt von einem guten Wein zu feiern? Und auch wenn der erste Sonntag im Oktober - auf den das Erntedankfest jährlich fällt - nun bereits vergangen ist, Freunde einladen, gemeinsam kochen und feiern kann man doch immer!
                
Zur Feier des Erntedank gab es bei mir gestern selbst gebackenes Cranberry-Brot (glutenfrei)! Und das Rezept dazu möchte ich an dieser Stelle natürlich nicht vorenthalten!

Shopping-Liste: 150g Buchweizenmehl, 125g Reismehl (Vollkorn), 75g Amaranthmehl, 25g gemahlene Hirse (Braunhirse), 1/2 Päckchen Trockenhefe, 1 gehäufter TL Fleur de Sel, 250ml Wasser (lauwarm), 75g frische Cranberries, 50g getrocknete Cranberries, 50g Pekannüsse, 1 Kastenform (20cm) und etwas Pflanzenöl zum Fetten der Form

To Do`s: 100ml Wasser mit der Hefe und 25g Buchweizenmehl verrühren und an einem warmen Ort ca. 30 Minuten gehen lassen (bis sich Blasen bilden). In der Zwischenzeit, die Kartoffeln weich kochen, schälen und durch eine Presse drücken.

Danach alle Zutaten bis auf die Cranberries und Nüsse gründlich vermengen. Den Teig zugedeckt für 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

Cranberries und die grob zerkleinerten Pekannüsse zum Teig geben und gut durchkneten. Die Form mit dem Öl (alternativ auch Butter oder Margarine) einfetten und den Teig darin verteilen. Den Teig mit etwas Wasser glatt streichen und für weitere 30 Minuten zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen.

Den Ofen auf 180°C vorwärmen und auf mittlerer Schiene für ca. 50 bis 55 Minuten backen. Das Brot abkühlen lassen und zum Beispiel mit Honig genießen.

Montag, 8. August 2011

Proviant Smoothies - Bio made in Berlin

Eine Neueheit ist der Smoothie an sich mittlerweile nicht mehr, ist er doch schon ein fester Bestandteil der deutschen Kühlregale geworden. Die umfangreiche Auswahl von unzähligen Anbietern ist mittlerweile sogar schon so groß, dass einem die Entscheidung schwer fällt, ob es nun der Erdbeere & Banane-Smoothie von Innocent oder lieber die Bananen-Erdbeer-Variante von Chiquita werden soll.

Da kommt mir der überschaubarere Bio-Smoothie-Markt gerade recht. Hier sehe ich auf einen Blick, was es zur Auswahl gibt und die fällt bei mir meist auf die schmackhaften Smoothies von Proviant! Hierbei hat mich natürlich nicht nur das hübsche Retro-Design der Flasche überzeugt, sondern vielmehr die ausgefallenen und noch wenig bekannten Zutaten wie Macawurzel oder Weizengras.

Weizengras war mir persönlich schon bekannt, da ich "a shot of wheatgrass" bei meinem letzten USA-Besuch fast täglich zu mir genommen habe. Denn die Amerikaner schwören schon seit geraumer Zeit auf die gesunde und belebende Wirkung des jungen Weizens, das so viele Nährstoffe, Vitamine, Eiweiße, Enzyme, Mineralstoffe und Chlorophyl bietet, wie kaum eine andere Pflanze. Umso erstaunter war ich damals, dass ich in Deutschland noch nie davon gehört hatte! Und umso positiver überrascht war ich, als ich auf der Zutatenliste des Proviant "Grashüpfer"-Smoothies Weizengras entdeckt habe! Das hat mich dann gleich so sehr überzeugt, dass ich nun bekennender Proviant-Addict bin.

Neben Weizengras bietet der "Grashüpfer" natürlich noch weitere vitaminreiche Zutaten, wie Kiwi und Limette. Aber auch die anderen Proviant-Smoothies sind nicht zu verachten! Wer am Nachmittag am Schreibtisch schläfrig wird, der sollte beispielsweise zum "Bio Treibstoff" greifen, der einen mit Guarana, Grapefruit, Karotte und Orangen wieder munter macht. Oder sind die Füße einmal kalt? Dann wärmt das "Kraftpaket" mit Macapflanze, Zitrone, Orange und Ingwer von innen. Oder doch lieber Erdbeere-Banane? Auch das bietet Proviant - genauso wie die anderen Klassiker Pfirsich-Maracuja oder Mango-Maracuja natürlich in Bio-Qualität!

Zuguterletzt möchte ich noch hervorheben, dass die leckeren Smoothies alle made in Germany sind, oder besser gesagt: made in Berlin! Das Gründerteam von Proviant hat seine Kreationen nämlich zunächst auf Berliner Straßenfesten verkauft, bis die Nachfrage so groß wurde, dass aus dem Hobby die Berufung wurde und Proviant seine Geburtsstunde hatte. Nun "waschen, schälen, schneiden, pressen und pürieren" Paul, Jan und Tom täglich frisches Bio-Obst in einer kleinen Manufaktur in Berlin-Kreuzberg!

Mehr zum Gründerteam und natürlich den Online-Shop (Lieferung in ganz Deutschland möglich) findet Ihr hier: http://www.echtesmoothies.de/

Samstag, 16. April 2011

Zu Ostern darf auch mal gesündigt werden

Sie sind klein, sie sind bunt, sie sind rund und sie sind uuuunglaublich köstlich. Sie schmecken nach Zitrone, nach Vanille, nach Pistazie, nach Schokolade, nach Orange und sogar nach Rose. Es gibt sie in grün, in rot, in gelb, in pink, in lila, in braun oder auch türkis: LES MACARONS

Ich möchte behaupten, dass man Paris mit mindestens einer Schachtel Macarons verlässt -ganz egal ob sie nun von Ladurée oder Pierre Hermé ist. Um ein Mitbringsel für Freund oder Freundin muss es sich dabei gar nicht unbedingt handeln. Denn wenn man die Schachtel Macarons zurück zu Hause in den Händen hält, einen Spalt öffnet und das verführerische Duftpotpourri vernimmt, kann man durchaus egoistische Züge entwickeln. Ein schlechtes Gewissen braucht man fast nicht zu haben, denn jedem Anderen würde es genauso ergehen. Falls man sich nach dem Verzehr, der frisch mitgebrachten Macarons nun doch schuldig fühlt, dann können die kleinen Amuse-Bouche auch einfach nachgebacken werden: zum Beispiel mit meinem Zitronen-Kurkuma-Macarons-Rezept.

Ich gebe zu, Macarons gelten nicht unbedingt zur Gruppe der gesunden Lebensmittel, aber gerade nach der langen Durststrecke der Fastenzeit kann man sich so einen Leckerbissen ruhig mal gönnen. Ausserdem passen sie einfach hervorragend zu den bunten Eiern in das Osternest. Einzig auf die Farbenpracht der Pariser Vorbilder müssen die Macarons im Bio-Format verzichten, denn Lebensmittelfarben erreichen die biologischen Standards nicht.

Shopping-Liste (für 20-25 Stück):
Für die Baiser-Stücke: 120g gemahlene Mandeln, 2 Eiweiss, 150g Puderzucker, 1 Prise Salz, 1 TL Kurkuma (erzeugt einen Hauch von Gelb), Einweg Spritzbeutel
Für die Füllung: 100g Butter, 80g Puderzucker, 1 Zitrone

To Do`s: Eiweiss und Salz mit dem Rührgerät anschlagen. Den zuvor durch einen Sieb passierten Puderzucker nach und nach hinzugeben und sehr steif schlagen. Die Mandeln und Kurkuma mit einem Schneebesen oder Löffel unterheben und gut vermengen.

Die Baiser-Mischung in einen Spritzbeutel geben. Backpapier auf ein Backblech geben und gleich grosse Baiser-Tupfen darauf spritzen (ca. 40-50 Stück). Dann für ca. 30 Minuten ruhen lassen.

In der Zwischenzeit den Backofen auf 150°C vorheizen und die Füllung vorbereiten. Dazu die Schale der Zitrone vorsichtig abreiben und den Saft auspressen. Die Butter (auf Zimmertemperatur) mit dem Puderzucker und der Zitronenschale mit einem Rührgerät schaumig schlagen. 4 EL des ausgepressten Zitronensaftes untermengen.

Das Backblech mit den Baiser-Tupfen nun für ca. 12 bis 15 Minuten backen (siehe Bild). Danach abkühlen lassen und dann vorsichtig vom Backpapier nehmen. Mit einem Messer die Füllung vorsichtig auf die Unterseite eines Baiser-Tupfen streichen und einen weiteren Baiser-Tupfen darauf pressen - dabei bitte ebenfalls sehr vorsichtig sein!

Die Macarons vor dem Servieren im Kühlschrank kalt stellen und dann im Osternest zum Osterbrunch servieren. Frohe Ostern!

Donnerstag, 17. Februar 2011

Tramezzino Tricolore di Polenta

Grün-Weiß-Rot, das sind die Farben der Italienischen Flagge, die in Italien nicht nur auf der Flagge selbst sondern auch in der kunlinarischen Welt zu entdecken sind. So kann man in Pizzarien, Trattorien und Fattorien auf der Speisekarte allerlei Piatti „Tricolore“ finden. Das für mich klassischste Beispiel stellt allerdings der Insalata Caprese dar. Hierbei vereinen sich ein sanftes Basilikumgrün mit einem dezente Mozzarellaweiß und einem satten Tomatenrot zu einer besonders schönen Variation der Tricolore.

Dieser Variation gebührt ein Rahmen, dachte ich mir. Und so habe ich der italienischen Farbkombination ein sattes Gelb in Form von Polenta hinzugefügt. Heraus kam dabei das Polentasandwich Tricolore bzw. die viel melodischer klingende italienische Version: Tramezzino Tricolore di Polenta.

Shopping-Liste (für 4 Tramezzini): 125g Maisgries, 300ml Gemüsebrühe, 100ml Sojamilch, 1 Packung Büffelmozzarella, 8-12 getrocknete Tomaten (je nach Größe), 8 große Basilikumblätter, 2 EL Pinienkerne, 4 TL Basilikumpesto (für die selbstgemachte Version, siehe Blogeintrag „Italienische Brotzeit“), Salz

To Do’s: Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne ohne Fett anrösten. Gemüsebrühe zum Kochen bringen, die Milch hinzugeben und den Maisgries unter Rühren ebenso hinzugeben. Kurz aufkochen lassen, die Pinienkerne und etwas Salz untermischen und die Polenta für ca. 10 Minuten bei niedriger Hitze quellen lassen. Hin und wieder umrühren.

Die Polenta auf einem Brett oder in einer flachen Pfanne ca. 1 cm hoch glatt streichen und komplett abkühlen lassen. In der Zwischenzeit, die getrockneten Tomaten abtropfen lassen und den Büffelmozzarella in dünne Scheiben schneiden (ca. 2-3 Scheiben pro Tramezzino). Die Mozzarellascheiben sollte man ebenfalls abtropfen lassen, sodass sie die Polenta nicht zu sehr durchweichen.

Wenn die Polenta komplett abgekühlt ist, vorsichtig in 8 Vierecke schneiden. Die Vierecke in einer beschichteten Pfanne ohne Fett ca. 5 Minuten je Seite anrösten, sodass eine leichte Bräune entsteht. Kurz abkühlen lassen.

Die Polentavierecke je mit einem halben TL Basilikumpesto bestreichen. Auf ein Viereck ca. 2 getrocknete Tomaten (je nach Größe, ggf. auch mehr), 2 Scheiben Mozzarella und 2 Basilkumblätter legen und mit einem weiteren Viereck bedecken.

Die Tramezzini passen besonders gut als Snack zum Aperitivo! Alla salute!

Freitag, 11. Februar 2011

Lass(i) los!

Jeder sollte sich mehrmals täglich eine kleine Pause gönnen, sei es von der Arbeit, vom Lernen oder einfach vom Nachdenken. Dabei sollte man sich zurücklehnen, den Kopf abschalten und einfach los lassen. Und was passt besser in eine Pause als ein Pausensnack?

Nun sollte dieser aber nicht wahllos gewählt werden, sondern den Körper erfrischen und mit neuer Energie versorgen. Dafür hat die ayurvedische Küche den Lassi erfunden. Ein Joghurtgetränk, das wertvolle Aufbaustoffe enthält, den Magen beruhigt (und daher auch oft zu scharfen Speisen gereicht wird), die Darmflora stärkt und vor allem erfrischt.

Ich habe mich an dieser Stelle für einen Papaya-Lassi mit Soja- anstelle von Kuhmilch entschieden. Die Zubereitung ist kinderleicht: 100ml Soja-Naturjoghurt, 150ml Sojamilch, 150ml Wasser, Fruchtfleisch einer halben Papaya, 1TL Rohrohrzucker und 1 Messerspitze Zimt in einem Mixer oder anhand eines Zauberstabs mixen. Fertig! Das Getränk sollte in Zimmertemperatur genossen werden.

Mittwoch, 19. Januar 2011

Italienische Brotzeit

Warum bereitet man eigentlich nicht viel mehr Dinge selbst zu? Da wäre zum Beispiel Brot. Ich kenne kaum jemanden, der Brot selbst backt. Vielmehr werden Brot und Brötchen in einer der unzähligen Bäckereien, im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt eingekauft. Der ein oder andere nimmt vielleicht noch eine Backmischung zur Hand, aber das scheint auch schon das höchste aller Gefühle zu sein, wenn es um Brot geht.

Ein ähnliches Phänomen sehe ich beim Pesto. Da die Italiener mit einer Vielzahl von Pestosorten den deutschen Markt überfluten, kommt kaum jemand auf die Idee sein Pesto selbst zuzubereiten.

Dabei ist sowohl die Zubereitung von Brot, als auch die von Pesto kinderleicht und auch nicht sehr zeitaufwändig. Vor allem aber weiß man ganz genau, was eigentlich in seinem Produkt drin ist! Denn gerade bei Pesto wird das teure Olivenöl oft mit billigem Sonnenblumenöl gestreckt. Daher mein Tipp: Öfter einen kritschen Blick auf die Zutaten werfen. Oder noch viel besser: Pesto und Brot selbst zubereiten! Und wie das geht zeigt folgendes Rezept für eine italienische Brotzeit.

Shopping-Liste...
...für das Dinkel-Buchweizen-Brot mit getrockneten Tomaten: 300g Dinkelmehl, 150g Buchweizenmehl, 50g Kartoffelmehl, ½ Päckchen Trockenhefe, ca. 300ml Wasser, 1 EL Fleur de Sel, etwas Rohrohrzucker, 100g getrocknete Tomaten, Frischhaltefolie, Backpapier und 12 Stunden Ruhezeit
…für das Basilikumpesto: 50g Basilikumblätter, 30g Pinienkerne, 20g Parmesan, 60ml Olivenöl, ½ Knoblauchzehe, etwas Salz und Pfeffer

To Do´s:
Für das Brot, die Mehlsorten sowie die Trockenhefe miteinander vermengen. Das Wasser und ein wenig Zucker (ca. ½ TL) hinzugeben und zu einem Teig kneten. Ggf. etwas mehr Wasser hinzufügen, falls der Teig zu trocken wirkt. Den Teig mit einem Küchentuch bedeckt ca. 20 Minuten an einem warmen Ort (z.B. über der Heizung) gehen lassen.

Das Öl der getrockneten Tomaten abtropfen lassen und die Tomaten dritteln. Die Tomatenstücke sowie das Salz unter den Teig kneten. Den Teig dann zu einem länglichen Laib formen, Frischhaltefolie mit etwas Mehl bestäuben und den Teig darin einwickeln. Für 12 Stunden in den Kühlschrank legen. Achtung, wegen der Hefe macht sich so ein Teig im Kühlschrank ganz gerne selbständig. Daher sollte er gut verpackt werden!

Den Backofen auf 230°C vorheizen, den Teig aus der Folie nehmen, auf ein mit Backpapier belegtes Blech drapieren und für 15 Minuten backen. Dann die Hitze auf 200°C reduzieren und für weiter 15-20 Minuten backen. Das Brot herausnehmen und auf einem Gitterblech abkühlen lassen.

Für das Pesto, die Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. Die Basilikumblätter vorsichtig waschen, abtropfen lassen und grob kleinschneiden. Den Knoblauch kleinhacken.

Die drei Zutaten und das Öl entweder in einem Mixer grob mixen oder in ein hohes Gefäß geben und mit einem Zauberstab grob pürieren. Den Parmesan fein reiben und mit einem Löffel unter das Pesto mengen. Zum Schluss ggf. noch mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Für die italienische Brotzeit, Pesto in eine Schüssel geben, das Brot in Scheiben schneiden und auf einem schönen Holzbrett servieren sowie noch ein Tellerchen feinstes Olivenöl mit etwas Fleur de Sel und einem Spritzer Crema di Balsamico reichen, in das das Brot genüsslich getunkt werden kann. Buon appetito!

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Shake it, Baby! Oder: Genusstag im Bio-Supermarkt

Bei meinem letzten Besuch im Bio-Supermarkt meines Vertrauens wurde mein Vertrauen mal wieder bestätigt oder besser gesagt übertroffen! Da haben sich die Besitzer mal was ganz Besonderes einfallen lassen und acht Stände mit allerlei Köstlichkeiten zum Probieren aufgebaut.

Beim ersten Stand, der zum Probieren von Wildkaffee einlud, wurde ich erstmal korrigiert, dass es sich hier nicht um einen "Probiertag" handele sondern einen "Genusstag"! Das hört sich ja auch gleich viel schöner an und da ich ein absoluter Genuss-Mensch bin, habe ich dann auch an jedem Stand ganz viel genossen - von Bio-Eiern, die geschmacklich so gut waren, dass sie keinerlei Salz oder Pfeffer benötigten, Bärlauch-Tofu, Soja-Cerialien-Joghurt bis hin zu Pesto- und Bier-Käse. Am Käsestand durfte ich dann auch noch lernen, dass jeder Käse, der über 6 Monate gereift ist keine Laktose mehr enthält! Liebe Laktose-Intoleranzler, sind das nicht tolle Neuigkeiten!

Der Soja-Produkte-Genuss-Stand hat mich dann auch noch zu diesem laktosefreiem Himbeer-Vanille-Shake inspiriert…

Mini-Shopping-Liste: 100g Himbeern (frisch oder gefroren), 200ml Soja-Vanille-Joghurt (z.B. von Provamel), 100ml Sojamilch

Und dann shaken was das Zeug hält! Oder einfach ab damit in den Mixer...

Samstag, 9. Oktober 2010

Mein Müsli

Nachdem es mymuesli.com mittlerweile ermöglicht aus allerlei Zutaten sein ganz individuelles und persönliches Müsli zusammenzustellen, dachte ich mir, das geht auch noch persönlicher und zwar in meiner Küche.

Die Basis stellt bei mir ein Nut Crunch aus Mandeln, Haselnüssen, Cashewnüssen und Pecannüssen dar und wird mit Sonnenblumenkernen und Kürbiskernen verfeinert. Als Früchte kommen getrocknete Cranberries, frische Himbeeren und eine Banane hinzu. Serviert wird das ganze auf einem Cerialien-Soja-Joghurt, der bereits gemahlene Leinsamen und Buchweizen enthält (gibt's von Provamel).

Den Nut Crunch kann man übrigens ganz einfach und schnell herstellen. Für zwei Personen hierfür 1/2 TL Butter in einer Teflonpfanne erwärmen und ca. 50g der Nuss-/Kernemischung (die kann natürlich ganz nach eigenem Belieben zusammengestellt werden und z.B. auch noch mit Leinsamen ergänzt werden) kurz darin schwenken. 1EL flüssigen Honig (z.B. Waldhonig, aber auch hier ist dem eigenen Belieben keine Grenze gesetzt) und eine Messerspitze Zimt hinzugeben und für ca. 5-7 Minuten bei niedriger Hitze karamellisieren. Dabei die Nüsse immer wieder mit dem Honig verrühren. Das Ganze dann für weitere 5 Minuten auf einem Teller abkühlen lassen (bitte nicht wundern, der Crunch wird erst beim abkühlen crunchig!).

Im Zusammenspiel mit dem Cerialien-Joghurt kann das Müsli sehr süß werden. Wer es also nicht ganz so süß mag, kann zum Beispiel Natur-Joghurt nehmen oder bei dem Crunch den Zimt weglassen.

Übrigens bietet mymuesli ausschließlich biologische Produkte an! Wem es dann also doch zu mühsam ist sein eigenes Müsli herzustellen, der kann getrost bei mymuesli bestellen!

Sonntag, 15. August 2010

Sunday in Bed

Nach einer Woche harter Arbeit und frühem Aufstehen, nach den getätigten Erledigungen, die meistens auf den Samstag fallen, und vielleicht noch nach einer langen Nacht, hat man sich den Sonntag im Bett redlich verdient! Wenn es dann auch noch regnet, gibt es, zumindest für mich, kaum einen Grund unter den flauschigen Kissen und Decken hervorzukriechen. Oder vielleicht doch... Einen klitzekleinen... Frühstück... Aber das muss dann schon besonders fein sein und sättigend - ich möchte ja zum Mittagessen nicht schon wieder aufstehen müssen! Ach ja, und Semmeln (Brötchen oder Wecken...) holen möchte ich auch nicht müssen, schließlich beinhalten Sundays in Bed keinen Schritt vor die Tür!

Und wie wird man diesen SIB-Regeln nun gerecht? Meine Antwort heißt: Rührei mit getrockneten Tomaten, Büffelmozzarella und Basilikum auf Buchweizen-Blinis.

Shopping Liste (der Einkauf sollte Teil der Samstagserledigungen sein)...

...für die Blinis (6 Stück): 100g Buchweizenmehl, 150 ml Sojamilch, 1 Ei, 1/4 TL Backpulver, 1/2 TL Fleur de Sel, 1/4 TL Rohrohrzucker, Öl

...für das Rührei: 6 Eier, ca. 6 getrocknete Tomaten, 1 Packung Büffelmozzarella, 1 Handvoll frische Basilikumblätter, Fleur de Sel, Pfeffer, 1 Schuss Sojamilch, Öl oder Butter

To Do´s:

Für die Blinis das Mehl, Backpulver, Salz und Zucker in eine Schüssel geben. Das Eigelb zuerst mit der Milch vermengen, dann zu den anderen Zutaten hinzugeben und zu einem Teig vermischen. Das Eiweiß steif schlagen und mit einem Löffel unter den Teig mengen. In einer Pfanne ausreichend Öl erhitzen (sodass der gesamte Pfannenboden mit Öl bedeckt ist) und für ein Blini ca. einen Kochlöffel Teig in die Pfanne geben (es sollten ca. 3 Blinis in eine Pfanne passen). Die Blinis ca. 2-3 Minuten je Seite goldbraun anbraten und warm stellen.

Für das Rührei die getrockneten Tomaten und den Büffelmozzarella klein schneiden und zusammen mit den Eiern, den klein gezupften Basilikumblättern, etwas Salz und Pfeffer und dem Schuss Sojamilch vermischen. In einer Pfanne etwas Öl (oder Butter) erhitzen, das Gemisch hinzugeben und anbraten bis das Ei durch ist.

Zu guter letzt das Rührei auf den Blinis verteilen und ggf. noch etwas nachwürzen. (Die Menge ist für eine Person etwas viel, man sollte also noch ein bis zwei Gäste einladen, die gerade keinen Sunday in Bed verbringen.)

Mmmmh, das war lecker... So, und jetzt wieder ins Bett!

Dienstag, 6. Juli 2010

Organic Food, Organic Lifestyle: Daylesford Organic

- Update: Leider gibt es das Daylesford Organic in München nicht mehr. In der Pimlico Road in London ist es jedoch weiterhin zu finden und auch immernoch einen Besuch wert! (daylesfordorganic.com) -

„Mit Daylesford Organic engagieren wir uns für die Erzeugung und Verarbeitung von natürlichen, biologischen Lebensmitteln. Frisch und voller Geschmack, mit Vitaminen und Mineralien, die nur in natürlichen Lebensmitteln enthalten sein können und idealerweise saisonal genossen werden.“ (Bild und Zitat: daylesfordorganic.de)

In der Pimlico Road in London stolperte ich darüber, genoß einen leichten Quinoa-Hühnchensalat und einen frisch gepressten Karotten-Apfel-Ingwer-Saft und dachte mir „Ein Café mit so einer schönen Atmosphäre, dazu ein Shop, in dem man gleich die gegessenen Sachen noch mal kaufen und mitnehmen kann, und das ganze auch noch auf biologischer Basis, so was kann es nur in London geben! Wo finde ich das nur in Deutschland???“

Doch wirklich lange musste ich nicht warten. Ende 2009 las ich einen kleinen Artikel in der Elle… Und worüber handelte er? Über die neu eröffnete Daylesford Organic-Dependance in München! In der Ledererstraße 3, in einem historischen Gebäude und ein paar Stufen in den Keller, ist das Daylesford Organic Café & Store fast zu übersehen, wenn im Sommer nicht gerade die schöne Bestuhlung im Freien zum verweilen einlädt.

Nun sitze ich samstags gerne sowohl drinnen als auch draußen, genieße eine der köstlichen Salatvariationen, nach denen ich mich irgendwie immer energiereicher fühle (muss an den natürlichen Lebensmitteln liegen!), oder auch einen geschmackvollen Apple Crumble und denke mir „Endlich gibt es ein Café mit so einer schönen Atmosphäre, dazu ein Shop, in dem man gleich die gegessenen Sachen noch mal kaufen und mitnehmen kann, und das ganze auch noch auf biologischer Basis auch in Deutschland!“

Daylesford Organic Café & Store, Ledererstr. 3, 80331 München, Öffnungszeiten: Mo-Fr 8:30-20:00h, Sa 9:30-19:00h (www.daylesfordorganic.de)