Meine Genussmomente: mit Freunden lachen, Sonnenuntergang am Meer, durch ein neues Kochbuch blättern, ausgelassen zu spanischer Musik tanzen, durch frisch gefallenen Schnee stapfen, wenn man beim flüssigen Kern eines Schokoladenfondants ankommt, ein Live-Konzert, Menschen um mich haben, die ich liebe, an einem kalten Tag in die Sauna gehen, frische Bergluft einatmen, eine heiße Suppe, wenn ich friere, Samstagmorgen ohne Wecker aufwachen und einfach liegen bleiben, einen Löffel Pflaumencrumble mit selbstgemachter Vanillesauce mit geschlossenen Augen auf der Zunge zergehen lassen, ...
Was sind Deine Genussmomente?
Einkaufsliste für Pflaumencrumble mit selbstgemachter Vanilesauce (4-6 Portionen):
Crumble: 150g Dinkelmehl, 100g Butter (kalt und in Würfel geschnitten), 50g Birkenzucker (z.B. Xucker), 50g Pecannüsse, 750g Pflaumen, Saft einer Orange, 1/4 TL Zimt
Vanillesauce: 500 ml frische Vollmilch (nicht homgenisiert/Demeter-Qualität), 100g Birkenzucker, 6 frische Eigelb, 1 Vanilleschote
Was ist zu tun? Für die Vanillesauce, die Milch in einen Topf geben, die Vanilleschote längs einschneiden, das Vanillemark herauskratzen und gemeinsam mit der Schote zur Milch geben. Die Vanillemilch aufkochen und währenddessen, die Eigelbe und den Birkenzucker mit einem Schneebesen in einer Schüssel cremig rühren.
Die kochende Milch langsam unter die Eigelb-Zucker-Masse rühren. Dann die Sauce wieder zurück in den Topf geben und unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen erhitzen, jedoch nicht kochen (!), bis sie leicht angedickt ist. Die Vanillesauce vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
Für den Crumble, den Backofen auf 200°C vorheizen. Die Pflaumen je nach Größe vierteln oder achteln und in eine Schüssel geben. Den Orangensaft und das Zimtpulver hinzugeben, alles miteinander vermengen und zugedeckt ziehen lassen.
In der Zwischenzeit, die Pecannüsse grob zerkleinern. Mehl, Butter und Zucker dazu geben und alles mit den Händen zu Streuseln zerkrümeln (es sollten keine Butterstücke mehr zu sehen sein).
Dann die marinierten Pflaumen in eine Auflaufform (oder in mehrere kleine Auflaufformen) geben, die Streusel gleichmäßig darüber verteilen und den Crumble für ca. 30 Minuten auf der mittleren Schiene backen (sodass die Streusel leicht gebräunt sind).
Den Crumble in der Auflaufform servieren und am Tisch auf Teller verteilen, die Vanillesauce darüber geben, die Augen schließen und genießen. Einfach himmlisch!!
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Sonntag, 3. November 2013
Sonntag, 12. Mai 2013
Für eine beeindruckende Frau
Ihr hast Du Dein Leben zu verdanken, sie hat Dich genährt und versorgt - und tut es teilweise heute noch. Sie tröstet Dich, wenn Du traurig bist, sie pflegt Dich, wenn Du krank bist, sie lacht mit Dir, wenn Du glücklich bist, sie freut sich, wenn Du Dich freust, sie liebt Dich und stellt sich bei all dem oft in den Hintergrund. Diese beeindruckende Frau ist Deine Mutter.
Zu Recht gehört Ihr dieser eine Tag im Jahr - der Muttertag. Und zu Recht dürfen wir ihr an diesem Tag für all die Dinge, die sie für uns getan hat, dankbar sein. Auch wenn, der ein oder andere vielleicht kein so gutes Verhältnis oder sogar gar keinen Kontakt mehr zu seiner Mutter hat. Diese beeindruckende Frau hat Dich auf diese Welt gebracht und hat Dir immer die Liebe und Fürsorge geschenkt, die sie in diesem Moment geben konnte. Ganz egal, wie Du ihr daher heute dankst - ob mit einem Strauß Blumen, mit einem Anruf, mit einem Verwöhntag, einem Kuchen oder einfach nur in Gedanken -, sie wird es zu schätzen wissen!
Liebe Mama, ich habe heute diesen Mandel-Blaubeer-Kuchen für Dich gebacken, auch wenn ich nicht bei Dir sein kann. Danke für alles, was Du für mich getan hast!
Einkaufsliste: 200 g Butter (zimmerwarm), 160 g Muscovado-Zucker, 200 g gemahlene Mandeln, 60g Dinkelmehl (glutenfreie Alternative: Teffmehl), 4 Eier, 1 1/2 TL Backpulver, 1 Zitrone, 125g Blaubeeren, Meersalz, etwas Puderzucker
Was ist zu tun? Zur Vorbereitung, den Backofen auf 160°C (Umluft) vorheizen. Eine Springform mit etwas Butter fetten und ca. 2 EL der gemahlenen Mandeln auf den Boden der Springform verteilen. Außerdem die Zitrone gründlich waschen, die Schale fein abreiben und den Saft auspressen. Die Blaubeeren waschen und abtropfen lassen.
Die Butter, 120 g Zucker und eine Prise Salz ca. 5 Minuten mit einem Handrührer cremig rühren (bis der Zucker sich vollständig aufgelöst hat). Die Eier trennen und das Eigelb der Butter-Zucker-Masse hinzufügen. Das Eiweiß in ein separates Gefäß geben.
Die restlichen Mandeln, Mehl, die Zitronenschale und das Backpulver mischen. Zusammen mit dem Zitronensaft nach und nach unter die Butter-Zucker-Masse rühren.
Den Eiweißen eine Prise Salz hinzufügen und mit einem Handrührer halb steif schlagen. Dann die restlichen 40g Zucker unter weiterem Schlagen nach und nach hinzufügen, bis dieser komplett aufgelöst ist. Den Eiweißschnee nach und nach vorsichtig unter den Teig heben.
Den Teig zur Hälfte in die Springform geben. Die Blaubeeren gleichmäßig darauf verteilen und den restlichen Teig darüber geben, sodass man die Blaubeeren nicht mehr sieht. Im Backofen auf der 2. Schiene von unten ca. 35 Minuten backen. Den Kuchen danach für ca. 15 Minuten in der Form abkühlen lassen und danach herausnehmen. Zum Servieren etwas Puderzucker darüber streuen.
Zu Recht gehört Ihr dieser eine Tag im Jahr - der Muttertag. Und zu Recht dürfen wir ihr an diesem Tag für all die Dinge, die sie für uns getan hat, dankbar sein. Auch wenn, der ein oder andere vielleicht kein so gutes Verhältnis oder sogar gar keinen Kontakt mehr zu seiner Mutter hat. Diese beeindruckende Frau hat Dich auf diese Welt gebracht und hat Dir immer die Liebe und Fürsorge geschenkt, die sie in diesem Moment geben konnte. Ganz egal, wie Du ihr daher heute dankst - ob mit einem Strauß Blumen, mit einem Anruf, mit einem Verwöhntag, einem Kuchen oder einfach nur in Gedanken -, sie wird es zu schätzen wissen!
Liebe Mama, ich habe heute diesen Mandel-Blaubeer-Kuchen für Dich gebacken, auch wenn ich nicht bei Dir sein kann. Danke für alles, was Du für mich getan hast!
Einkaufsliste: 200 g Butter (zimmerwarm), 160 g Muscovado-Zucker, 200 g gemahlene Mandeln, 60g Dinkelmehl (glutenfreie Alternative: Teffmehl), 4 Eier, 1 1/2 TL Backpulver, 1 Zitrone, 125g Blaubeeren, Meersalz, etwas Puderzucker
Was ist zu tun? Zur Vorbereitung, den Backofen auf 160°C (Umluft) vorheizen. Eine Springform mit etwas Butter fetten und ca. 2 EL der gemahlenen Mandeln auf den Boden der Springform verteilen. Außerdem die Zitrone gründlich waschen, die Schale fein abreiben und den Saft auspressen. Die Blaubeeren waschen und abtropfen lassen.
Die Butter, 120 g Zucker und eine Prise Salz ca. 5 Minuten mit einem Handrührer cremig rühren (bis der Zucker sich vollständig aufgelöst hat). Die Eier trennen und das Eigelb der Butter-Zucker-Masse hinzufügen. Das Eiweiß in ein separates Gefäß geben.
Die restlichen Mandeln, Mehl, die Zitronenschale und das Backpulver mischen. Zusammen mit dem Zitronensaft nach und nach unter die Butter-Zucker-Masse rühren.
Den Eiweißen eine Prise Salz hinzufügen und mit einem Handrührer halb steif schlagen. Dann die restlichen 40g Zucker unter weiterem Schlagen nach und nach hinzufügen, bis dieser komplett aufgelöst ist. Den Eiweißschnee nach und nach vorsichtig unter den Teig heben.
Den Teig zur Hälfte in die Springform geben. Die Blaubeeren gleichmäßig darauf verteilen und den restlichen Teig darüber geben, sodass man die Blaubeeren nicht mehr sieht. Im Backofen auf der 2. Schiene von unten ca. 35 Minuten backen. Den Kuchen danach für ca. 15 Minuten in der Form abkühlen lassen und danach herausnehmen. Zum Servieren etwas Puderzucker darüber streuen.
Mittwoch, 12. Dezember 2012
Kochen oder Backen?
Es gibt diese gewisse Einteilung von Menschen in eine von zwei Interessengruppen. Zum Beispiel gibt es die Menschen, die Hunde lieber mögen und die, die Katzen lieber mögen. Es gibt solche, die lieber in den Sommerurlaub und solche, die lieber in den Winterurlaub fahren. Dann gibt es jene die lieber Skifahren und jene, die das Snowboarden bevorzugen. Manche trinken lieber Bier und manche lieber Wein. Und es gibt diejenigen Menschen, denen es mehr Freude bereitet zu kochen und diejenigen, die lieber backen.
Über die letzten Jahre habe ich viel gekocht und gebacken. Insbesondere natürlich für diesen Blog, aber auch einfach so. Mir bereitet beides Freude. Und trotzdem: Backen gibt mir eine ganz besondere Erfüllung ...
Backen beinhaltet jedes Mal auch einen gewisse Überraschungseffekt: Wird das Gemisch, das man zu einem Teig rührt oder knetet, zu dem Belag oder Boden mit der richtigen Konsistenz? Ist der Kuchen, das Gebäck, der Keks oder das Plätzchen am Ende so süß, saftig oder sahnig, wie es sein soll? Der rohe Teig vermag diese Sicherheit nicht zu geben und daher hat man auch kaum noch die Möglichkeit etwas zu ändern, wenn der Teig erst einmal in den Backofen gewandert ist. Beim Kochen ist das anders: Hier kann noch eine Prise Salz hinzugegeben werden, dort noch etwas Sahne oder Kräuter, vielleicht etwas Zucker, wenn etwas zu scharf oder salzig ist oder Soßenbinder, wenn die Soße zu flüssig ist. Beim Kochen kann man ein Gericht, wenn man möchte, bis zur Vollkommenheit verfeinern!
Vielleicht ist es genau dieser Überraschungseffekt, der sich hinter meiner Begeisterung für das Backen verbirgt. Vielleicht ist es aber auch der Prozess des Backens an sich, der meine Faszination ausmacht. Schon als Kind habe ich dem Kuchen beim Aufgehen gerne zugesehen und auch heute hat sich daran nichts geändert: Ist der Teig einmal im Ofen, schaue ich mindestens alle fünf Minuten vorbei, um zu sehen was passiert. Für mich ist das Backen der Inbegriff des Erschaffens! In kaum einer anderen Tätigkeit wird so schnell evident, wie man aus der Zusammenführung von Materialien (hier Zutaten) ein ganz neues Material erschaffen kann (den gebackenen, festgewordenen Kuchen). Dann noch bei dem Prozess der Entstehung zusehen zu können - das ist für mich wie Magie!
Diese Magie erreicht in der Weihnachtszeit ihren Höhepunkt, wenn die Küche vom Backen der Kipferl, Spekulatius, Butterplätzchen, Zimtsternen und nicht zuletzt Lebkuchen mit winterlichen Gewürzdüften und weihnachtlichen Aromen erfüllt wird. Bei letzteren saß ich am 2. Adventssonntag einmal mehr kniend vor meinem Backofen und beobachte, wie die runden Lebkuchen langsam fest wurden. Das Abkühlen konnte ich dann kaum noch erwarten, um endlich den Überraschungseffekt auf meiner Zunge zergehen zu lassen: mmmmmhhhmmm …
Wie ist das bei Dir? Kochst Du lieber oder backst lieber? Wenn Du Dir noch nicht sicher bist, findest Du es vielleicht mit diesem Ingwer-Lebkuchen-Rezept (ohne Mehl) heraus!
Einkaufsliste (für ca. 16-20 Stück): 100g Marzipanrohmasse, 100g gemahlene Mandeln, 100g gemahlene Haselnüsse, 90g Xucker (oder Rohrohrzucker), 40g Orangeat, 40g kandierte Ingwerstäbchen, 3 Eiweiß, 2 TL Lebkuchengewürz, 1 TL Zimt, 2 MS gemahlenen Ingwer, 1 Prise Meersalz, 20 Oblaten (70mm) (glutenfreie Oblaten gibt es z.B. hier), 20 St. geschälte Mandeln, ca. 200g Zartbitterkuvertüre (optional), Backpapier, ggf. Spritzbeutel
Was gibt's zu tun: Den Backofen auf 170°C Umluft vorheizen Ingwerstäbchen in kleine Würfel schneiden. Die Marzipanrohmasse grob raspeln. Marzipan, Mandeln, Haselnüsse, Zucker, Orangeat, Ingwerwürfel, Eiweiß, Lebkuchengewürz, Zimt, gemahlenen Ingwer und Salz in eine Schüssel geben und mit Hilfe der Knethaken des Rührgeräts ca. 5 Minuten zu einer gleichmäßigen Masse verrühren. Dabei darauf achten, dass sich keine größeren Marzipanstücke bilden.
Die Oblaten auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen. Die Lebkuchenmasse mithilfe eines Spritzbeutels oder eines Löffels gleichmäßig auf den Oblaten verteilen. Die Finger mit Wasser befeuchten und die Lebkuchenoberfläche glatt streichen. Wenn die Lebkuchen nicht mit Schokolade überzogen werden sollen, an dieser Stelle je eine geschälte Mandel auf der Mitte eines jeden Lebkuchens platzieren.
Das Blech auf die mittlere Schiene schieben und ca. 15 Minuten backen (die Lebkuchen sollten an den Rändern und zur Mitte hin leicht angebräunt sein). Die Lebkuchen danach auf einem Gitterblech komplett abkühlen lassen.
Wenn die Lebkuchen mit Schokolade überzogen werden sollen, die Kuvertüre nach Anleitung schmelzen (ist sie nicht flüssig genug, ggf. ein wenig Pflanzenfett hinzugeben). Die Lebkuchen kopfüber in die flüssige Schokolade tunken, je eine geschälte Mandel auf der Mitte eines jeden Lebkuchens platzieren und auf dem Gitterblech oder Backpapier vollständig fest werden lassen. Dann mit Genuss verzehren oder in einer Blechdose lagern.
Über die letzten Jahre habe ich viel gekocht und gebacken. Insbesondere natürlich für diesen Blog, aber auch einfach so. Mir bereitet beides Freude. Und trotzdem: Backen gibt mir eine ganz besondere Erfüllung ...
Backen beinhaltet jedes Mal auch einen gewisse Überraschungseffekt: Wird das Gemisch, das man zu einem Teig rührt oder knetet, zu dem Belag oder Boden mit der richtigen Konsistenz? Ist der Kuchen, das Gebäck, der Keks oder das Plätzchen am Ende so süß, saftig oder sahnig, wie es sein soll? Der rohe Teig vermag diese Sicherheit nicht zu geben und daher hat man auch kaum noch die Möglichkeit etwas zu ändern, wenn der Teig erst einmal in den Backofen gewandert ist. Beim Kochen ist das anders: Hier kann noch eine Prise Salz hinzugegeben werden, dort noch etwas Sahne oder Kräuter, vielleicht etwas Zucker, wenn etwas zu scharf oder salzig ist oder Soßenbinder, wenn die Soße zu flüssig ist. Beim Kochen kann man ein Gericht, wenn man möchte, bis zur Vollkommenheit verfeinern!
Vielleicht ist es genau dieser Überraschungseffekt, der sich hinter meiner Begeisterung für das Backen verbirgt. Vielleicht ist es aber auch der Prozess des Backens an sich, der meine Faszination ausmacht. Schon als Kind habe ich dem Kuchen beim Aufgehen gerne zugesehen und auch heute hat sich daran nichts geändert: Ist der Teig einmal im Ofen, schaue ich mindestens alle fünf Minuten vorbei, um zu sehen was passiert. Für mich ist das Backen der Inbegriff des Erschaffens! In kaum einer anderen Tätigkeit wird so schnell evident, wie man aus der Zusammenführung von Materialien (hier Zutaten) ein ganz neues Material erschaffen kann (den gebackenen, festgewordenen Kuchen). Dann noch bei dem Prozess der Entstehung zusehen zu können - das ist für mich wie Magie!
Diese Magie erreicht in der Weihnachtszeit ihren Höhepunkt, wenn die Küche vom Backen der Kipferl, Spekulatius, Butterplätzchen, Zimtsternen und nicht zuletzt Lebkuchen mit winterlichen Gewürzdüften und weihnachtlichen Aromen erfüllt wird. Bei letzteren saß ich am 2. Adventssonntag einmal mehr kniend vor meinem Backofen und beobachte, wie die runden Lebkuchen langsam fest wurden. Das Abkühlen konnte ich dann kaum noch erwarten, um endlich den Überraschungseffekt auf meiner Zunge zergehen zu lassen: mmmmmhhhmmm …
Wie ist das bei Dir? Kochst Du lieber oder backst lieber? Wenn Du Dir noch nicht sicher bist, findest Du es vielleicht mit diesem Ingwer-Lebkuchen-Rezept (ohne Mehl) heraus!
Einkaufsliste (für ca. 16-20 Stück): 100g Marzipanrohmasse, 100g gemahlene Mandeln, 100g gemahlene Haselnüsse, 90g Xucker (oder Rohrohrzucker), 40g Orangeat, 40g kandierte Ingwerstäbchen, 3 Eiweiß, 2 TL Lebkuchengewürz, 1 TL Zimt, 2 MS gemahlenen Ingwer, 1 Prise Meersalz, 20 Oblaten (70mm) (glutenfreie Oblaten gibt es z.B. hier), 20 St. geschälte Mandeln, ca. 200g Zartbitterkuvertüre (optional), Backpapier, ggf. Spritzbeutel
Was gibt's zu tun: Den Backofen auf 170°C Umluft vorheizen Ingwerstäbchen in kleine Würfel schneiden. Die Marzipanrohmasse grob raspeln. Marzipan, Mandeln, Haselnüsse, Zucker, Orangeat, Ingwerwürfel, Eiweiß, Lebkuchengewürz, Zimt, gemahlenen Ingwer und Salz in eine Schüssel geben und mit Hilfe der Knethaken des Rührgeräts ca. 5 Minuten zu einer gleichmäßigen Masse verrühren. Dabei darauf achten, dass sich keine größeren Marzipanstücke bilden.
Die Oblaten auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen. Die Lebkuchenmasse mithilfe eines Spritzbeutels oder eines Löffels gleichmäßig auf den Oblaten verteilen. Die Finger mit Wasser befeuchten und die Lebkuchenoberfläche glatt streichen. Wenn die Lebkuchen nicht mit Schokolade überzogen werden sollen, an dieser Stelle je eine geschälte Mandel auf der Mitte eines jeden Lebkuchens platzieren.
Das Blech auf die mittlere Schiene schieben und ca. 15 Minuten backen (die Lebkuchen sollten an den Rändern und zur Mitte hin leicht angebräunt sein). Die Lebkuchen danach auf einem Gitterblech komplett abkühlen lassen.
Wenn die Lebkuchen mit Schokolade überzogen werden sollen, die Kuvertüre nach Anleitung schmelzen (ist sie nicht flüssig genug, ggf. ein wenig Pflanzenfett hinzugeben). Die Lebkuchen kopfüber in die flüssige Schokolade tunken, je eine geschälte Mandel auf der Mitte eines jeden Lebkuchens platzieren und auf dem Gitterblech oder Backpapier vollständig fest werden lassen. Dann mit Genuss verzehren oder in einer Blechdose lagern.
Samstag, 30. Juni 2012
Sommer, Sommerabende & Blaubeerkuchen
Was heißt für Dich Sommer? Meer, Sonne, Strand, Palmen? Grüne Wiesen, Sonnenblumen, ein laues Lüftchen? Ein erfrischender Cocktail, kurze Nächte, Festivals? Bikini, Badehose, der Sprung ins erfrischende Wasser? Wassermelonen, Pfirsiche, Aprikosen? Erdbeeren, Johannisbeeren, Blaubeeren? All das?
Sommer heißt für mich Sonne, Sonnenuntergänge, lange Tage, warme Abende, im Freien sitzen, im Freien essen, Sonnenbrillen, Sonnenhüte, saftiges Obst, frisches Gemüse, kühle Drinks, erfrischendes Eis, ... Aber ich habe auch ein ganz bestimmtest Bild vor Augen, wenn ich an den Sommer denke. Das Bild eines Sommerabends:
Sommer heißt für mich Sonne, Sonnenuntergänge, lange Tage, warme Abende, im Freien sitzen, im Freien essen, Sonnenbrillen, Sonnenhüte, saftiges Obst, frisches Gemüse, kühle Drinks, erfrischendes Eis, ... Aber ich habe auch ein ganz bestimmtest Bild vor Augen, wenn ich an den Sommer denke. Das Bild eines Sommerabends:
Eine lange, weiß gedeckte Tafel auf einem Hügel, die von ein paar Bäumen umrahmt wird. Bunte Lampions hängen zwischen den Ästen, die durch eine feine Brise sanft hin und her schaukeln. Fröhlich lachende Menschen decken die Tafel mit sommerlichen Köstlichkeiten: bunte Salate, Feines vom Grill, saftige Gemüsebeilagen, geschmackvolle Soßen, raffinierte Dips, knuspriges Brot. Die üppig gefüllten Schüsseln werden rumgereicht, von allem wird gekostet, dabei wird geredet, erzählt, gelacht. Die Sonne geht langsam am Horizont unter und die letzten Sonnenstrahlen werden von sanften Gitarrenklänge untermalt. Der Himmel färbt sich zuerst orange, dann rot, lila und zuletzt blau und bevor die Nacht hereinbricht, wird der Nachtisch gereicht: frisch gebackener Blaubeerkuchen.
Shopping Liste für Blaubeerkuchen vom Blech ...
... Kuchenboden: 150g Butter, 150g Zucker (oder Xucker), 3 Eier, 225g Dinkelmehl, 1 TL Backpulver, 2 EL Milch (Soja- oder Dinkelmilch auch möglich)
... Kuchenbelag: 700-750g frische Blaubeeren, 500g Creme fraîche (oder alternativ laktosefreier Schmand), 25 Zucker (oder Xucker), 3 Eigelb, 1 MS Zimt
To Do's: Den Backofen auf 190°C vorheizen. Für den Kuchenboden, Butter und Zucker schaumig rühren, bis der Zucker aufgelöst ist. Eier hinzugeben und gut vermengen. Dinkelmehl, Backpulver und Milch dazugeben und gründlich vermengen, bis ein glatter Teig entsteht. Ein Backblech ausreichend fetten und den Teig gleichmäßig darauf verteilen. Das Blech in den Ofen schieben und den Kuchenboden 10-12 Minuten backen.
Für den Belag, die Blaubeeren waschen und abtropfen lassen. Creme fraîche, Zucker, Eigelb und Zimt in eine Schüssel geben und gründlich verrühren.
Den Kuchenboden aus dem Ofen nehmen und die Blaubeeren gleichmäßig darauf verteilen. Dann den cremigen Belag gleichmäßig über die Beeren geben und ebenfalls gleichmäßig verteilen. Den Kuchen für weitere 15 Minuten im Backofen backen.
Mittwoch, 2. November 2011
"So gesund, wie Brownies überhaupt sein können..."
Ja, auch ich dachte mir zunächst "Gwyneth Paltrow hat ein Kochbuch geschrieben?"! Wenn Stars in eine neue Richtung vordrängen, bin auch ich immer erstmal skeptisch. Immerhin wurde man von Beispielen wie einer schauspielernden Britney Spears und einer singenden Paris Hilton nicht unbedingt positiv überrascht.
Als ich das Kochbuch dann zum ersten Mal grob durchblätterte, schien sich meine Skepsis zunächst zu bestätigen. Denn über die teilweise einfache Küche, bestehend aus Pasta mit „einfacher Tomatensauce“, verschiedener Burger- und Sandwichvariationen und „amerikanischem Hähnchen“ haben schon andere geschrieben. Dann jedoch las ich die liebevoll verfasste Einleitung... Mit diesen Worten beschreibe ich auf Valentinas-Kochbuch.de meine ersten Eindrücke zum Kochbuch der Oskarpreisträgerin.
Valentinas-Kochbuch.de, das ist eine mit viel Liebe gestaltete Webseite, die sich in erster Linie auf die Rezension von Kochbüchern fokussiert und die daraus beliebtesten Rezepte veröffentlicht. Ich stöbere hier wahnsinnig gern durch die unterschiedlichen Meinungen der Rezensenten und lasse mich von Rezepten inspirieren. Umso mehr habe ich mich gefreut, selbst als Gast-Rezensent für Valentinas-Kochbuch.de zu schreiben und dann auch noch über eine Kochbuchautorin, die sich eingehend mit Lebensmitteln und Ernährung beschäftigt, sich zeitweise sogar makrobiotisch ernährt hat und den Leser für gesündere Lebensmittel wie Dinkelmehl, Ahornsirup oder Sojamilch sensibilisieren möchte.
Meine vollständige Rezension ("Foodbloggerin Nadine aus Berlin"), die Meinung zweier weiterer Gast-Rezensenten zu "Meine Rezepte für Familie & Freunde" sowie das Rezept zu den saftigen (veganen) Schoko-Brownies findet ihr hier: http://www.valentinas-kochbuch.de/index.php?article_id=917
Mittwoch, 3. August 2011
Teffmehl - Ein äthiopischer Schatz wird entdeckt
Was die Äthiopier also schon seit Jahren als eines ihrer Grundnahrungsmittel zu Brot und Brei verarbeiten, findet nun auch in Europa immer mehr Aufmerksamkeit und Interesse. Denn seine weitreichenden Inhaltsstoffe wie Eisen, Kalzium, Kalium, Zink, Magnesium, Fasern und Glukose sind sowohl für Athleten und Diabetiker als auch für Vegetarier und Veganer von Vorteil!
Teff darf bei uns nur als Mehl importiert werden. Das ist jedoch nicht weiter schlimm, denn in genau dieser Form soll es ja auch zu leckerem Gebäck und Kuchen verarbeitet werden - beziehungsweise, um ein bisschen genauer zu werden, zu einem sommerlichen Johannisbeer-Tarte.
Shopping-Liste...
...für den Boden: 100g Teffmehl, 40g Maismehl, 40g Buchweizenmehl, 100g Butter (Zimmertemperatur), 50g Rohrohrzucker, 1 Ei, 1 TL Agar Agar, 1 Prise Salz
...für den Belag: 250g Johannisbeeren, 100g gemahlene Erdmandeln, 100g Butter (Zimmertemperatur), 80g Rohrohrzucker, 1 Ei und 1 Tarte- oder Springform mit 25 cm Durchmesser
To Do´s: Die Zutaten für den Tarteboden gründlich zu einem Teig verkneten und ca. 1 Stunde im Kühlschrank kalt stellen.
Den Backofen auf 160°C vorheizen. Den Teig auf etwas (glutenfreiem) Mehl zu ca. 27 bis 30 cm Durchmesser ausrollen. Die Form gründlich fetten und mit etwas (glutenfreiem) Paniermehl bestreuen (nicht unbedingt nötig bzw. gemahlene Mandeln als Alternative nutzen). Die Form vorsichtig mit dem Teig auskleiden, ungleichmäßig überstehende Teigreste abschneiden und den Teig mehrmals mit einer Gabel einstechen. Am besten den Teig mit Hülsenfrüchten beschweren, um das Blindbacken des Bodens zu verhindern. Für 20 Minuten auf der untersten Stufe des Backofens backen.
In der Zwischenzeit die Johannisbeeren vorsichtig vom Stiel entfernen und mit Wasser abwaschen. Butter und Zucker für mehrere Minuten schaumig schlagen. Das Ei hinzugeben und für weitere 1-2 Minuten schaumig schlagen. Danach die Erdmandeln unterheben.
Den Tarteboden aus dem Ofen nehmen, Hülsenfrüchte entfernen und den Belag darauf streichen. Zum Schluss die einzelnen Johannisbeeren gleichmäßig auf dem Belag verteilen.
Den Tarte für weitere 20 bis 25 Minuten bei 160°C und auf der mittleren Stufe des Backofens backen.
Hier gibt`s Bio-Teffmehl zu kaufen: http://www.teff-brot-shop.de/product_info.php?info=p159_Bio-Teffmehl-hell---glutenfrei---von-Bauckhof.html
Hier gibt`s Bio-Teffmehl zu kaufen: http://www.teff-brot-shop.de/product_info.php?info=p159_Bio-Teffmehl-hell---glutenfrei---von-Bauckhof.html
Sonntag, 26. Juni 2011
Kleine Wunder
Das Bild eines Wunders ist bei der heutigen Masse an Obst und Gemüse in den Supermärkten leider kaum noch sichtbar. Die einzelne Frucht ist nicht mehr ein Wunder der Entwicklung, sondern vielmehr eine Selbstverständlichkeit. Dass aufgrund der Masse allerdings auch Geschmack und Qualität leiden müssen, ist vielen nicht bewusst. Oder kehrt dieses Bewusstsein doch langsam in die Käufer zurück? Macht Dioxin und EHEC den Verbraucher langsam wieder darauf aufmerksam, dass die Herkunft der Lebensmittel zählt?
Ich kann es nur hoffen, denn der Genuss der ersten reifen Kirsche aus dem eigenen Garten und deren Aroma, das auf der Zunge zergeht, ist einfach einmalig. Kann er übertroffen werden? Vielleicht... Wenn man die roten Früchte mit einer extra Portion Liebe zu einem Kirsch-Mandel-Kuchen verarbeitet (am besten natürlich mit eigens geernteten Kirschen).
Shopping-Liste...
... für den Teig: 100g kalte Butter, 50g gemahlene Mandeln, 50g Maismehl, 50g Weizenvollkornmehl, 1/2 TL Backpulver, 40g Ursüße (Sucanat), 1 Eiweiß, 1/2 Vanilleschote
...für den Belag: 400g Kirschen, 1 Eigelb, 70g Ursüße (Sucanat), 100g gehobelte Mandeln (=Mandelstiftchen), 3 EL Sojasahne, 15g Speisestärke (z.B. Maisstärke), 1/2 Vanilleschote
Außerdem: 1 Springform, etwas Butter für die Form, etwas Semmelbrösel bzw. glutenfreies/laktosefreies Paniermehl, einen Kirschentkerner
To Do´s: Die Kirschen waschen und entkernen. Dies sollte sehr sorgfältig getan werden, da der ein oder andere Kern gerne mal in der Kirsche stecken bleibt.
Für den Teig, alle oben genannten Zutaten sorgfältig miteinander verkneten. Dann den Teig für ca. 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
Den Backofen auf 180°C vorheizen. Die Springform mit etwas Butter fetten, den Teig darin gleichmäßig auslegen und mit einer Gabel ein paar Mal einstechen. Ein wenig Semmelbrösel bzw. Paniermehl darauf verteilen. Die Kirschen ebenfalls gleichmäßig darauf verteilen.
Für den Belag, die oben genannten Zutaten schaumig rühren und über die Kirschen verteilen. Den Kuchen für ca. 35 bis 40 Minuten backen, bis er goldbraun gebacken ist und die Ränder etwas dunkler sind.
Samstag, 16. April 2011
Zu Ostern darf auch mal gesündigt werden
Ich möchte behaupten, dass man Paris mit mindestens einer Schachtel Macarons verlässt -ganz egal ob sie nun von Ladurée oder Pierre Hermé ist. Um ein Mitbringsel für Freund oder Freundin muss es sich dabei gar nicht unbedingt handeln. Denn wenn man die Schachtel Macarons zurück zu Hause in den Händen hält, einen Spalt öffnet und das verführerische Duftpotpourri vernimmt, kann man durchaus egoistische Züge entwickeln. Ein schlechtes Gewissen braucht man fast nicht zu haben, denn jedem Anderen würde es genauso ergehen. Falls man sich nach dem Verzehr, der frisch mitgebrachten Macarons nun doch schuldig fühlt, dann können die kleinen Amuse-Bouche auch einfach nachgebacken werden: zum Beispiel mit meinem Zitronen-Kurkuma-Macarons-Rezept.
Ich gebe zu, Macarons gelten nicht unbedingt zur Gruppe der gesunden Lebensmittel, aber gerade nach der langen Durststrecke der Fastenzeit kann man sich so einen Leckerbissen ruhig mal gönnen. Ausserdem passen sie einfach hervorragend zu den bunten Eiern in das Osternest. Einzig auf die Farbenpracht der Pariser Vorbilder müssen die Macarons im Bio-Format verzichten, denn Lebensmittelfarben erreichen die biologischen Standards nicht.
Shopping-Liste (für 20-25 Stück):
Für die Baiser-Stücke: 120g gemahlene Mandeln, 2 Eiweiss, 150g Puderzucker, 1 Prise Salz, 1 TL Kurkuma (erzeugt einen Hauch von Gelb), Einweg Spritzbeutel
Für die Füllung: 100g Butter, 80g Puderzucker, 1 Zitrone
To Do`s: Eiweiss und Salz mit dem Rührgerät anschlagen. Den zuvor durch einen Sieb passierten Puderzucker nach und nach hinzugeben und sehr steif schlagen. Die Mandeln und Kurkuma mit einem Schneebesen oder Löffel unterheben und gut vermengen.
Die Baiser-Mischung in einen Spritzbeutel geben. Backpapier auf ein Backblech geben und gleich grosse Baiser-Tupfen darauf spritzen (ca. 40-50 Stück). Dann für ca. 30 Minuten ruhen lassen.
In der Zwischenzeit den Backofen auf 150°C vorheizen und die Füllung vorbereiten. Dazu die Schale der Zitrone vorsichtig abreiben und den Saft auspressen. Die Butter (auf Zimmertemperatur) mit dem Puderzucker und der Zitronenschale mit einem Rührgerät schaumig schlagen. 4 EL des ausgepressten Zitronensaftes untermengen.
Das Backblech mit den Baiser-Tupfen nun für ca. 12 bis 15 Minuten backen (siehe Bild). Danach abkühlen lassen und dann vorsichtig vom Backpapier nehmen. Mit einem Messer die Füllung vorsichtig auf die Unterseite eines Baiser-Tupfen streichen und einen weiteren Baiser-Tupfen darauf pressen - dabei bitte ebenfalls sehr vorsichtig sein!
Die Macarons vor dem Servieren im Kühlschrank kalt stellen und dann im Osternest zum Osterbrunch servieren. Frohe Ostern!
Samstag, 9. April 2011
Obst sein, oder nicht sein?
"Ein Obst hat immer einen Kern, deswegen ist auch die Avocado ein Obst", bekam ich als Antwort als ich bei einer Afrikareise eine Avocado, genauso wie Orangen und Bananen, als Nachtisch gereicht bekam und mich darüber wunderte. Habe ich die Avocado doch bisher nur als "Gemüse" zu meinem Salat oder auch gerne pur mit Balsamico und Öl genossen....
Als ich diese Erklärung nach meiner Rückkher nach Deutschland genauso wieder gab, wurde erwiedert, was dann eine Erdbeere oder eine Banane sei. Und schon war ich wieder am Anfang der Frage, wie sich nun ein Obst von einem Gemüse differenziert. Etwas Recherche bringt die Aufklärung. Es muss allerdings zunächst unterstrichen werden, dass die Zuordnung zu Obst oder Gemüse tatsächlich nicht immer eindeutig ist!
Per Lebensmitteldefinition, stammt Obst grundsätzlich von mehrjährigen Pflanzen (z.B. einem Baum oder Strauch) und Gemüse von einjährigen Pflanzen ab. Von der botansichen Seite her gesehen, entsteht Obst aus einer befruchteten Blüte, während Gemüse aus anderen Pflanzenteilen besteht. Das würde bedeuten, dass Auberginen, Zucchinis und Kürbisse als Obst einzustufen sind. Allerdings macht sie Ihre Zugehörigkeit zu einjährigen Pflanzen sowie die fehlende Süße nun doch eher zu Fruchtgemüse. Wen das nun komplett verwirrt, dem kann ich versichern, dass zumindest der Rhababer, als Blattstil, eindeutig der Gemüsefamilie zugeordnet werden kann!
Aber da Rhababer nun trotzdem wie ein Obst verwendet wird, findet er auch in meinem sommerlichen (glutenfreien) Rhababerkuchen, auf glutenfreier und laktosefreier Basis, eine süße Verwendung.
Shopping-Liste:
Für den Kuchenboden: 150g Maismehl, 50 g Maisgries, 50g gemahlene Mandeln, 1TL Agar Agar (oder als Alternative zur glutenfreien Version, einfach 250g Mehl und 50g gemahlene Mandeln), 75g Rohrohrzucker, 125g Butter, 1 Ei, 1 Prise Salz, 1 Springform (ca. 25cm Durchmesser)
Für den Kuchenbelag: 500g Rhababer, 3 EL gemahlene Mandeln, 250ml Soja-Sahne, 125g Rohrohrzucker, 3 Eier, 1 Vanilleschote, 1TL frisch geriebener Ingwer
To Do`s: Die trockenen Zutaten für den Kuchenteig vermengen und auf eine Arbeitsfläche geben. Eine Mulde formen und das Ei hineingeben. Die Butter in kleine Flocken schneiden und darauf verteilen. Alles gründlich zu einem glatten Teig verkneten, in eine Frischhaltefolie packen und für ca. 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
Den Backofen auf 175°C vorheizen und die Springform mit ausreichend Butter fetten. Den Teig ausrollen (ca. 30cm) durchmesser und die Springform damit auskleiden. Dabei sollte der Rand ca. 3cm hoch sein. Den Teigboden mit einer Gabel mehrmals einstechen (das ist sehr wichtig!!). Ca. 20 Minuten im Backofen backen. Der Teig sollte unbedingt beobachtet werden, da er in dieser Form ganz gerne blind backt (sich aufwölbt)! Dann einfach nochmal mit der Gabel nachstechen, sodass die Luft entschwinden kann.
In der Zwischenzeit den Rhababer gründlich waschen, ggf. von Fäden befreien und in ca. 2cm große Stücke schneiden. Die Sahne, Eier, Zucker, Mark der Vanilleschote sowie den geriebenen Ingwer mit einem Rührgerät verquirlen.
Den Kuchenboden aus dem Ofen holen, die gemahlenen Mandeln darauf verteilen und mit Rhababerstücke bedecken. Das Sahne-Gemisch darüber gießen und für ca. 30-35 Minuten backen, bis der Kuchen eine goldgelbe Farbe erreicht hat.
Freitag, 28. Januar 2011
Guten Freunden backt man einen Kuchen
Dabei hat Chakall – wohl gänzlich unbewusst – die Grundlage für einen köstlichen glutenfreien Kuchen geliefert. Unter dem Kapitel „Rezepte für gute Freunde“ versteckt sich der „Polentakuchen mit karamellisierten Birnen“, der in erster Linie aus Maisgries und gemahlenen Mandeln besteht. Das Mehl habe ich einfach durch Maismehl ersetzt und das Backpulver muss natürlich auch glutenfrei sein.
Und das braucht man, um gute Freunde zu beglücken: 130g Maisgries, 130g gemahlene Mandeln, 40g Maismehl, 150g Butter, 250g Rohrohrzucker, 4 Eier, 1TL Backpulver (Weinstein), Schale von 2 unbehandelten Zitronen, 2 mittelgroß-große Birnen, 1 EL Butter, 2EL Honig, etwas Butter zum Fetten, 1 Springform
To Do‘s: Den Ofen auf 170°C vorheizen. Die Birnen schälen und in ca. 1 cm breite Scheiben schneiden. In einer Pfanne 1 EL Butter und den Honig zum Schmelzen bringen. Die Birnenscheiben bei mittlerer Hitze für ca. 5-10 Minuten darin karamellisieren und dabei immer mal wieder wenden. Zum Abkühlen beiseite stellen.
Die Butter und den Zucker schaumig schlagen. Dann nach und nach die Eier hinzugeben und gründlich vermengen. Die gemahlenen Mandeln, das Mehl und Backpulver mischen und unterrühren. Zum Schluss den Maisgries hinzugeben und gemeinsam mit der abgeriebenen Zitronenschale gründlich mit dem restlichen Teig vermischen.
Die Springform mit Butter fetten und mit der Hälfte des Teigs füllen. Den Teig mit den Birnenscheiben fächerartig bedecken und den Rest des Teigs darüber geben. Den Kuchen für ca. 60 Minuten im Ofen backen und dann einfach genießen.
Dazu empfiehlt Chakall, wie zu jedem Kapitel seines Buches, Musik! Den Abend mit guten Freunden untermalt gerne er mit Amália Rodrigues‘ „Uma Casa Portuguesa“ und Toumani Diabaté’s „Jarabi“.
Auf Chakall´s Geschmack gekommen? „Chakall kocht – Schnelle Rezepte für gute Laune“ gibt`s hier: http://www.amazon.de/Chakall-kocht-Schnelle-Rezepte-Laune/dp/3831017506
Mittwoch, 3. November 2010
Pumpkin Trilogy (Part III) - Meet the sweet Pumpkin
Ja, auch wenn Süßspeisen nicht unbedingt dazu tendieren das Gesündeste auf der Speisekarte zu sein, kann ich einem leckeren Nachtisch einfach nicht wiederstehen! Aber um nun den weniger gesunden Aspekt dieser Kürbis-Muffins zu mildern, hier noch ein paar gesunde Fakten über den Kürbis.
Der Kürbis enthält zum einen Antioxidantien, die die Abwehrkräfte stärken und freie Radikale abwehren. Zum anderen ist er reich an Vitamin B, C und E und enthält wertvolle Mineralien wie Kalzium, Magnesium, Eisen und Zink. Somit rüstet er optimal für die kalte Winterzeit! Außerdem muss noch erwähnt werden, dass er zu ca. 85% aus Wasser besteht und kein Fett enthält!
Den Wasser- und Fettanteil kann ich für die Kürbis-Muffins leider nicht bestätigen. Dafür schmecken sie aber auch besonders gut!
Shopping-Liste (für ungefähr 12 Muffins): 200g Kürbisfleisch (z.B. Hokkaido), 100g Butter, 120g Zucker, 100g Chufas-Nüssli, 80g Maismehl, 3 Eier, 1 TL Vanillezucker, 1 TL Zimt, 2 TL Backpulver (glutenfrei), 1 TL Agar Agar (natürliches Geliermittel, das das Gluten ersetzt), 3 EL Sojamilch, je 1 Prise Salz und Muskat, 12 Muffinförmchen
To Do`s: Den Ofen auf 200°C vorheizen. In einem Topf Wasser zum Kochen bringen und das gewürfelte Kürbisfleisch dazugeben, sodass es gerade mit Wasser bedeckt ist. Für ca. 20 Minuten weich garen.
In der Zwischenzeit Butter, Zucker, Vanillezucker, Zimt, Salz und Muskat schaumig rühren. Die Eier verquirlen und dazugeben.
Maismehl, Nüssli, Backpulver und Agar Agar vermengen und mit der Sojamilch zu den restlichen Zutaten geben.
Sobald das Kürbisfleisch weich ist gut abtropfen lassen oder in ein Tuch geben und das Wasser auspressen. Dann zum Teig dazugeben und nochmal gut vermengen.
Den Teig auf die Muffinförmchen verteilen und ca. 15 bis 20 Minuten backen und lauwarm servieren.
The End.
Freitag, 27. August 2010
Büffelmilch und Rhododendron
Wenn man es mit Laktoseunverträglichkeit zu tun hat, hat man es mit Eis ja nicht immer ganz so einfach. Zugegeben, es gibt durchaus köstliche Sorbets und mittlerweile auch immer öfter Eis aus laktosefreier Milch. Aber die Italiener setzen mal wieder einen drauf: Büffelmilcheis. Ob nun aus Sympathie zu Allergikern oder einfach weil es eine Delikatesse ist, liebe Italiener, das finde ich eine ganz wundervolle Idee!
Und diese Idee habe ich direkt in meine Küche importiert und zwar zusammen mit einer weiteren italiensichen Außergewöhnlichkeit: Bio-Honig aus Rhododendronblüten (gibt es in der Officina Profumo-Farmaceutica di Santa Maria Novella in Florenz). Aber, da ich es nicht mit den Erfindern des Eisherstellens aufnehmen möchte, habe ich mich nicht für ein Eis aus Büffelmilch entschieden, sondern für Büffelmilch-Basilikum-Honig-Joghurt.
Dafür 400g Büffelmilchjoghurt nehmen und zusammen mit 2-3EL des Rhododendron-Honigs (hier tut es natürlich auch jeder andere Honig) und zwei handvoll frischen Basilikumblättern (klein geschnitten) gründlich vermengen und kalt stellen. So alleine wollte ich den Joghurt aber nicht lassen. Deswegen kommt zu diesem Dessert für ca. 4 Personen noch ein Pfirsichkompott hinzu!
Dafür 2 weiße und 2 gelbe Pfirsiche in dünne Scheiben schneiden. 40g Rohrohrzucker mit 3 EL Amaretton in einer Pfanne erhitzen und verühren bis sich der Zucker einigermaßen aufgelöst hat. Dann die Pfirsichscheiben hinzugeben und für ca. 10 Minuten bei niederiger Hitze ziehen lassen. Das Kompott danach abkühlen lassen.
Der Joghurt kann entweder direkt auf das Kompott gegeben werden, oder die beiden Dessertkomponente werden getrennt von einander in Gläsern serviert (siehe Bild).
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