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Montag, 28. Januar 2013

Fokus 2013: Saisonalität und Regionalität


2013 ist schon wieder fast einen Monat alt und die ersten werden ihre Neujahrsvorsätze mittlerweile über Bord geworfen haben (der eine leichtfertig, der andere mit einem schlechten Gewissen), andere ziehen vielleicht eine erste Bilanz, wie weit sie damit bisher gekommen sind und wieder andere zerbrechen sich den Kopf, was nochmal diese Vorhaben waren, die sie sich in der Silvesternacht, last-minute-mäßig und reichlich angesäuselt, aber dennoch oder gerade deswegen voller Überzeugung, gesetzt hatten.

Auch ich habe mir Neujahrsvorsätze vorgenommen, sie aber direkt wieder über den Haufen geworfen. Nicht etwa, weil ich sie schon nach zwei Wochen wieder aufgab, sondern weil  mir kurz nachdem ich sie ausformuliert hatte in den Sinn kam, dieses Jahr einfach einmal keine Vorsätze haben zu wollen. Eigentlich, so dachte ich mir, nehme ich mir doch das ganze Jahr Dinge vor und gehe sie an, da brauche ich doch nicht noch zusätzlich zu Neujahr irgendwelche halbherzigen Vorsätze, nur um sagen zu können, ich habe welche ...

Und so besinne ich mich in 2013 lieber weiter auf die Dinge, die ich mir sowieso schon vorher vorgenommen oder auch schon gelebt hatte. In kulinarischer Hinsicht sind das insbesondere: keine Fertiggerichte sondern lieber selbst kochen, auch mal auf gesündere Alternativen bei der Produktauswahl zurück greifen (z.B. Dinkel- anstatt Weizenmehl, Hafer- oder Mandelmilch anstatt Kuhmilch, Hirse oder Vollkornreis anstatt weißen Reis), jede Nahrung achtsam und wertschätzend zu mir nehmen und so gut es geht auf Regionalität und Saisonalität sowie auf das Ursprungsland von Lebensmitteln achten.

Dabei liegt mir gerade letzteres am Herzen, da ich das Gefühl habe, dass unsere guten deutschen Produkte und Lebensmittel immer mehr in Vergessenheit geraten. Im „normalen“ Supermarkt findet man selten Pastinaken, Topinambur, Schwarz- oder Petersilienwurzel. Obwohl diese Wurzelgemüsesorten im Januar in Deutschland Hochsaison haben! Aber auch der Masse wohl bekanntere Gemüsesorten aus deutschem Erzeugnis sind im Januar als Lagergemüse erhältlich, die Karotte und die Kartoffel zum Beispiel. An dieser Stelle ergeben die beiden zusammen mit Linsen und Kokosmilch die Basis für eine Kokos-Linsen-Suppe, die in diesen eisigen Tagen ganz wunderbar wärmt! Und wer sich doch einmal an die anderen Wurzelgemüsesorten trauen möchte, findet hier vielleicht Inspiration: Pastinaken-Kartoffel-Cremesuppe oder Schwarzwurzel-Petersilien-Cremesuppe. 

Einkaufsliste (für 2-3 Portionen): 125g rote Linsen, 150g Karotten, 150g Kartoffeln (hart kochend), 1 Zwiebel, 1 daumenbreites Stück Ingwer, 200 ml Kokosmilch, 300-400ml Gemüsebrühe, 1-2 EL Kokosfett, 1 TL Currypulver, ¼ TL Kurkuma (gemahlen), ¼ TL Kreuzkümmel (gemahlen), 1 MS Zimt, 2 EL Zitronensaft, etwas getrockneten oder frischen Koriander, Salz und Pfeffer

Was ist zu tun:  Karotten und Kartoffeln schälen und würfeln (ca. 0,5x0,5 cm). Zwiebel und Ingwer ebenfalls schälen. Zwiebel in kleine Würfel und Ingwer sehr klein schneiden. Linsen in einem Sieb abwaschen und abtropfen lassen. Gemüsebrühe in einem Topf vorbereiten.

Das Kokosfett in einem ausreichend großen Topf erhitzen. Currypulver, Kurkuma, Kreuzkümmel, Zwiebelwürfel und Ingwer darin unter Rühren ca. 1 Minute andünsten.

Kartoffel-, Karottenwürfel und Linsen hinzufügen und ebenfalls unter Rühren ca. 1 Minute andünsten. Kokosmilch dazu gießen, kurz aufkochen und ca. 5 Minuten bei mittlerer bis niedriger Hitze zugedeckt einköcheln lassen. Dann Gemüsebrühe hinzugeben und für weitere 10-15 Minuten sanft köcheln lassen, bis die Linsen zerfallen sind und das Gemüse weich ist.

Zitronensaft und Zimt hinzugeben und die Suppe mit einem Pürierstab grob pürieren, sodass immernoch Kartoffel- und Karottenwürfel übrig bleiben. Ggf. etwas zusätzliche Gemüsebrühe hinzufügen und mit Salz, Pfeffer und ggf. noch etwas Zitronensaft abschmecken.

Die Suppe in Schälchen geben und getrockneten oder frischen Koriander darüber streuen.

Und so verbleibe ich  bis zum nächsten Post mit dem Motto: Essen ist Genuss!

Sonntag, 21. Oktober 2012

Was braucht man zum Glücklichsein?

Manche würden sagen eine Arbeit, die einem Spaß macht. Manche würden sagen, gute Freunde und eine liebende Familie. Manche würden sagen, hin und wieder Urlaub. Manche würden sagen, ein Hobby, das man mit Leidenschaft verfolgt. Manche würden sogar sagen, man braucht Geld, um glücklich zu sein.

Wir machen unser Glücklichsein von äußeren Umständen abhängig. Das Glücklichsein scheint gewisse Maßstäbe zu haben: Hat man dies und das, kann man glücklich sein oder werden. Hat man dies und das nicht, wird es wohl eher schwer mit dem glücklich sein. Das „dies und das“ zum Glücklichsein ist allerdings bei jedem anders. Es ist ganz davon abhängig, welche Prioritäten für einen Menschen gelten, welche Vorlieben er hat, was ihm wichtig ist usw.

Sicherlich gibt es einige Übereinkünfte  in Bezug darauf, was man zum Glücklichsein braucht. Eine Arbeit, die einem Spaß macht und einen erfüllt, ist sicherlich so eine Übereinkunft. (Diejenigen, die das Geldverdienen vor die Erfüllung stellen, schließe ich an dieser Stelle einfach einmal aus.) Also müsste jeder, der eine erfüllende Arbeit hat, glücklich sein. Dann aber frage ich einen Freund, der als Arzt tätig ist und somit eine erfüllende Arbeit haben muss, ob ihn das, was er tut glücklich macht. „Meine Arbeit macht mir Spaß und ich tue etwas Gutes, indem ich Menschen helfe – aber ob ich wirklich rundum glücklich bin, kann ich so nicht sagen.“ Das was man tut macht Spaß, aber man ist trotzdem nicht glücklich – wie geht das?

Vielleicht spielen beim Glücklichsein einfach noch andere Faktoren mit: ein liebender Partner, eine harmonische Familie und ähnliches. Dann wiederum gibt es Frauen, die einen Mann haben, der sie liebt, Kinder, die vorbildlich sind, ein gemütliches Heim und gute Freunde, die somit rein objektiv betrachtet glücklich sein müssten, es aber nicht sind. Wie kann das sein?

Ich versuche einmal zu erklären, wie das sein kann: Wir Menschen denken, dass wir etwas haben müssen oder etwas tun müssen, um etwas zu sein. Zum Beispiel: Wir denken, dass wir Geld haben müssen, um uns einen gewissen Lebensmittelstandard leisten zu können, was uns dann wiederrum glücklich macht. Komischerweise verfliegt das Glücklichsein nach einer neuen Anschaffung oder einem Geldsegen, wie einem Lottogewinn, aber häufig schnell wieder. Der Grund ist, dass äußere Umstände nichts mit unserem inneren Befinden zu tun haben und ihn auch nicht nachhaltig beeinflussen können. Nur wir selbst können unser inneres Befinden beeinflussen. Nur wir selbst entscheiden, was wir sind und wie wir uns fühlen. Dies tun wir allerdings oft unbewusst und so denken wir, dass unser Befinden von Äußerlichkeiten abhängt. Holen wir die Entscheidung über unser Sein und Befinden aber in unser volles Bewusstsein, können wir es beeinflussen. Man sollte sich daher in jeder Situation bewusst zu Gemüte führen, wie man sich gerade fühlt und dann sollte man sich fragen, ob man sich in diesem Moment tatsächlich so fühlen möchte oder nicht.

Auch zum Glücklichsein bedarf es daher nicht viel mehr als unsere eigene bewusste Entscheidung glücklich zu sein – aber auch, wenn es nicht viel mehr bedarf, sage ich nicht, dass das Ganze einfach ist! Wie alles im Leben, zum Beispiel auch das Kochen, bedarf es der Übung. Ich übe täglich: Bewusst über mein Sein zu entscheiden und zu kochen. Die letzte Übung ergab die unten beschriebene herbstliche Gemüsesuppe mit Räuchertofu und ich habe mich bei deren Verzehr bewusst dafür entschieden, glücklich zu sein!

Shopping-Liste (4-6 Portionen): 700g Hokkaido-Kürbis, 400g Kartoffeln, 400g Rosenkohl, 2 Zwiebeln, 250g Räuchertofu, 900ml Gemüsebrühe, 1 EL Ghee (vegan: 1EL Pflanzen- oder Kokosfett), 4 Stiele Thymian oder ca. ¾ TL getrockneten Thymian, 3 MS gemahlene Muskatnuss, 2 MS Zimt, 1 TL Zitonensaft, Salz, Pfeffer, 4-6 TL Basilikumpesto (siehe auch dieses Rezept) (vegan: Veganes Pesto oder einfach weglassen)

To Do’s: Als Vorbereitung, die Kartoffeln schälen und in ca. 2cm große Würfel schneiden. Den Rosenkohl gründlich waschen, Stunk entfernen und halbieren. Den Kürbis ebenfalls gründlich waschen, entkernen und in ca. 2 cm große Würfel schneiden. Die Zwiebeln schälen und fein würfeln. Die Gemüsebrühe aufsetzen.

In einem großen Topf, das Ghee zerlassen und die Zwiebeln kurz darin dünsten, bis sie glasig sind. Die Kartoffeln und die abgezupften Thymianblättchen oder den getrockneten Thymian in den Topf geben und ebenfalls kurz dünsten (Tipp: Den Thymian ein wenig zwischen den Fingern reiben, damit er sein volles Aroma entfalten kann). Mit der Gemüsebrühe ablöschen und das Wasser kurz aufkochen lassen, dann auf niedrige Temperatur reduzieren. Den Rosenkohl hinzugeben und ca. 5 Minuten zugedeckt garen. Danach die Kürbiswürfel hinzugeben, umrühren und für weitere ca. 10 Minuten garen.

In der Zwischenzeit den Tofu in ca. 1 cm große Würfel schneiden, zur Suppe hinzugeben und alles verrühren. Mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Zimt und Zitronensaft abschmecken. Zum Schluss, die Suppe auf Schalen verteilen, je einen TL Pesto oben drauf geben und glücklich sein.

Montag, 27. Februar 2012

Urlecker: Urkarotte

Wenn man sich die Urkarotte so ansieht, ist das erste Wort, das einem einfällt sicherlich nicht "lecker". Ihre dunkle Farbe und ihr dreckig erscheinendes Auftreten, lassen einen wahrscheinlich zur altbekannten Möhre, deren sattes Orange einfach überzeugender ist, greifen. Die Bezeichnung "altbekannt" trifft jedoch viel eher auf die Urkarotte zu: Es war das 17. Jahrhundert, als die Holländer die schwarze mit der gelben Karotte kreuzten und daraus die uns vertraute orangene Karotte entstand.

Wie allerdings bei so vielen Dingen in ihrer reinen Ursprungsform, hat auch die Urkarotte mehr zu bieten als ihre Nachfolgerin, die durch die Kreuzung an Eigenschaften und Inhaltsstoffen verlor. Die Urkarotte weist einen höheren Gehalt an Vitaminen, Antioxidantien und Karotin auf, ihr Geschmack ist intensiver und sie ist robuster! Wer sich dennoch von ihrem äußerlichen Erscheinen abschrecken lässt, dem soll gesagt sein, dass diese ursprüngliche Karotte ein herrliches Farbenspiel aus Violett und Orange offenbart, sobald sie geschält ist!

Einsetzen kann man die Urmöhre genau so wie die bekanntere Schwester auch! Ich habe mich an dieser Stelle entschieden, dies in Form einer Urkarotten-Kokos-Suppe zu tun. Urlecker!

Shopping-Liste: 300g Urkarotten, 2 Schalotten, 10g frischer Ingwer, 300 ml Kokosmilch, 350-400 ml Gemüsefond (alternativ Gemüsebrühe), 2 EL Rapsöl, 1 EL Currypulver, Salz und Pfeffer, Optional: Gemüsechips oder Kokosraspeln

To Do's: Die Urkarotten schälen und grob zerkleinern, die Schalotten und den Ingwer fein würfeln. Das Öl in einem Topf erhitzen und die Schalotten kurz glasig andünsten. Den Ingwer und die Urkarottenscheiben hinzugeben und für ca. 2 Minuten ebenfalls andünsten. Das Currypulver zufügen und  kurz anrösten. Mit 350 ml Gemüsebrühe ablöschen, aufkochen und dann bei geschlossenem Deckel ca. 15 Minuten bei niedriger Hitze garen (bis die Karotten weich sind).

Die Suppe mit einem Pürierstab fein pürieren. Das Kokosmilch hinzufügen und abhängig von der Konsistenz ggf. noch etwas mehr Gemüsebrühe hinzufügen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und vor dem Servieren noch einmal aufkochen und mit dem Pürierstab aufschäumen. Mit Gemüsechips oder Kokosraspeln servieren.

Dienstag, 25. Oktober 2011

Heiße Süßkartoffelsuppe

Im Herbst und Winter gibt es für mich nichts besseres als eine heiße Suppe! In dieser Zeit würde ih am liebsten jedes Gemüse in eine heiße Brühe verwandeln, denn obwohl ich ein Herbstkind bin, muss ich mich jedes Jahr wieder aufs Neue an das raue Wetter gewöhnen!

Besonders erfreue ich mich an Suppen, die vor Vitaminen und Mineralien nur so überquellen. Wie kann man das erreichen? Nun, die einfachste Variante ist, sich ein Gemüse heraus zu suchen, das an sich schon reich Nährstoffen ist.

Der Kürbis ist schonmal nicht schlecht oder auch Topinambur - wenn wir mal beim Wintergemüse bleiben wollen -, die Süßkartoffel ist vom Nährstoffgehalt jedoch schlichtweg unschlagbar. Von Antioxidantien, über Kalium und Zink bis hin zu Vitamin C, B und E bietet sie Inhaltsstoffe, die gerade bei den kalten Herbsttemperaturen das Immunsystem stärken! Perfekt für dieses Suppenrezept: Süßkartoffelsuppe mit Limettenschmand.

Shopping-Liste (3-4 Portionen): 400g Süßkartoffeln, 1 Zwiebel, 2 Tomaten, 1 kleine Knoblauchzehe, 1 daumengroßes Stück Ingwer (wärmt auch sehr von innen!), 2 EL Rapsöl, 1/2 l Gemüsebrühe, 2 Handvoll frischer Koriander, 100g Schmand oder Creme fraiche (alternativ auch die laktosefreie Version oder Sojajoghurt), Schale und Saft einer Limette, Salz und Pfeffer

To Do's: Süßkartoffeln waschen, schälen und in Würfel schneiden. Die Zwiebel ebenfalls würfeln (nur viel feiner) sowie Knoblauch und Ingwer fein hacken. Die Tomaten häuten (kreuzförmig einschneiden, kurz in kochendes Wasser geben, abschrecken und Haut abziehen), den Strunk großzügig entfernen und grob zerkleinern.

Rapsöl in einem Topf erhitzen. Zwiebeln und Ingwer darin andünsten, bis die Zwiebeln glasig sind. Die Süßkartoffelwürfel hinzugeben und ebenfalls für ein paar Minuten andünsten. Ebenso die Tomaten dazugeben und das Ganze für ein paar weitere Minuten andünsten. Dann mit der Gemüsebrühe ablöschen. Die Suppe kurz aufkochen lassen und die Temperatur danach auf mittlere Hitze reduzieren. Eine Handvoll Koriander unterrühren und für ca. 15 bis 20 Minuten köcheln lassen, bis die Süßkartoffeln weich sind.

In der Zwischenzeit die Schale der Limette abreiben, den Saft auspressen und beides mit dem Schmand vermengen.

Die Suppe fein pürieren. Je nach Konsistenz noch etwas Gemüsebrühe hinzugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit einem Klecks Limettenschmand sowie den restlichen Korianderblättern servieren.

Sonntag, 20. März 2011

Winter ade!

Der letzte Wintertag ist gezählt, denn morgen ist Frühlingsanfang! Auch das Wetter scheint den Winter bereits hinter sich gelassen zu haben und verwöhnt uns mit strahlendem Sonnenschein und milden Temperaturen.

So unscheinbar und nebenbei möchte ich den Winter allerdings nicht gehen lassen. Und somit verabschiede ich die dunkle Jahreszeit mit einem letzten winterlichen Rezept: einer Schwarzwurzel-Petersilien-Cremesuppe.

Shopping-Liste: 300g Schwarzwurzeln, 1 Zwiebel, 1 Zitrone, 250ml Gemüsebrühe, 100ml Soja-Sahne, 100ml Sojamilch, 1/2 Bund glatte Petersielie, 1 handvoll klein gehackte Walnüsse, 1/2 EL Ghee (das ist Butterreinfett, alternativ kann auch Butter zur Hand genommen werden), 1 MS Muskatnuss, Salz und Pfeffer

To Do´s: In einer Schüssel Wasser (ca. 1/2l) mit dem Saft 1/2 Zitrone mischen. Die Schwarzwurzeln gründlich waschen, schälen und klein schneiden. Dann sofort in das Zitronenwasserbad legen, damit sie sich nicht verfärben.

Die Zwiebeln fein hacken. Ghee (oder Butter) in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln darin glasig dünsten. Die Schwarwurzeln (ohne das Zitronenwasser) hinzugeben und für ein paar Minuten ebenfalls andünsten. Dann mit der Gemüsebrühe ablöschen und für ca. 15 bis 20 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Schwarzwurzeln weich sind.

Den Topf vom Herd nehmen und mit einem Zauberstab pürrieren. Die Sojamilch und -sahne unterrühren und ggf. noch etwa Gemüsebrühe hinzufügen, bis die Suppe die gewünschte Konsistenz erhalten hat. Mit dem Saft der übrig gebliebenen Zitrone sowie Muskat, Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Schluss die fein gehackte Petersilie unterrühren. Mit Walnüssen servieren.

Übrigens, die Schwarzwurzel (auch als Winterspargel bekannt) hat einen sehr hohen Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen, wirkt entspannend und schlaffördernd, entgiftet die Leber und enthält Inulin, ein Zucker, der für Diabetiker besonders geeignet ist. Sie hat Saison von November bis Mitte April.

Sonntag, 21. November 2010

Pastinake und Kartoffel - Ein unschlagbares Team

Im 18. Jahrhundert noch als eines der Grundnahrungsmittel in Deutschland gefeiert, wurde die Pastinake nach und nach von der Kartoffel und der Karotte vom Speiseplan verdrängt. Und so fristet sie heute noch immer ein vergleichlich unauffälliges Dasein in Kochbüchern und Küchen und wird im Gemüseregal neben ihren Doppelgängern namens Petersilienwurzel oder Rettich auch gerne mal übersehen.

Während sie der Karotte und der Petersilienwurzel äußerlich ähnelt, wird Sie in der Küche ähnlich wie die Kartoffel verarbeitet. So findet man zum Beispiel auf Englands Speisekarten neben "mashed potatoes" auch oft "mashed parsnips". Den Unterschied entdeckt man dann im Geschmack, denn die Pastinake ist aromatischer und schmeckt leicht süßlich.

Den geschmacklichen Unterschied mal beiseite geschoben, geben Pastinake und Kartoffel durch ihre vielen Gemeinsamkeiten ein unschlagbares Team ab. Und das läuft in dieser Pastinaken-Kartoffel-Cremesuppe mit karamellisiertem Kürbis zur Hochform auf!

Teammitglieder (für ca. 3-4 Spielrunden): 400g Pastinaken, 200g Kartoffeln (mehlig kochend), 2 Schalotten, ca. 600ml Gemüsebrühe, 100ml Sojasahne, 2 EL Öl, 1/2 TL Rosmarin, 1 Messerspitze gemahlenen Muskat, Salz, Pfeffer, 200g Kürbisfleisch gewürfelt (z.B. Hokkaido), 15g Butter, 1 1/2 EL Puderzucker

Spielplan: Öl in einem Topf erwärmen und die klein gewürfelten Schalotten, sowie den gehackten Rosmarin darin anbraten, bis die Schalotten glasig werden. Die geschälten und klein geschnittenen Pastinaken und Kartoffeln dazugeben und für ein paar Minuten anbraten, dann mit 500ml Gemüsebrühe ablöschen und für ca. 20 Minuten weich garen.

In der Zwischenzeit den gewürfelten Kürbis für ca. 10 Minuten in Butter anbraten, bis er leicht bräunlich wird. Dann den Puderzucker dazugeben und ordentlich mit dem Kürbis vermengen, bis er sich ganz aufgelöst hat. Den karamellisierten Kürbis warm stellen.

Sojasahne zur Suppe geben und mit einem Zauberstab oder im Mixer pürieren. Gegebenenfalls Gemüsebrühe ergänzen, bis die Suppe die gewünschte Konsistenz hat. Zum Schluss mit Muskat, Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Suppe mit dem karamellisiertem Kürbis auf das Spielfeld schicken.

Sonntag, 24. Oktober 2010

The Pumpkin Trilogy (Part I) - Meet the Pumpkin

Spaghetti, Blaue Banane, Bischofsmütze, Sweet Mama und Baby Boo. Wie bitte - wird sich nun mancher fragen - was sind das denn für Bezeichnungen und vorallem, was haben die mit Kürbissen zu tun??

Nun, diese skurrilen Namen gehören alle zu Kürbisarten! Der Kürbis ist nämlich nicht nur sehr vielseitig verwendbar, sondern ist schon an sich sehr vielseitig. Zu den skurrilen Namen gehören nämlich auch noch die skurrilsten Formen. Von ellipsen- über tropenförmig, von genoppter bis zu gerippter Schale und von kugelrund bis zu flachrund ist in der Kürbisfamilie alles vertreten.

Da mein Auge jedoch bereits beim Einkauf im Supermarkt beginnt mitzuessen, habe ich es bei der Kürbisform ganz gerne hübsch, rund und ohne Noppen. Dazu noch ein schön sattes Orange und meine Wahl fällt meistens auf den Hokkaido-Kürbis. Und genau dieser spielt auch die Hauptrolle in meiner Kürbis-Trilogie!

Hinzu kommt der Klassiker in der Kürbisverarbeitung - die Kürbissuppe - und schon sind wir mittendrin im ersten Teil der Pumpkin Trilogy, die auch hervorragend als 3-Gänge-Kürbis-Menü dienen kann.

Und auch diese Geschichte beginnt zunächst einmal mit einer Shopping-Liste (für ca. 4 Vorspeisen oder 2-3 Hauptspeisen): 350g Kürbis (z.B. Hokkaido), 80g Kartoffeln, 1 Schalotte, 1/2 Knoblauchzehe, 5g Ingwer, eine Prise gemahlenen Muskat, 500ml Gemüsebrühe, 100ml Sojasahne, 2 EL Öl, Salz, Pfeffer, etwas Kürbiskernöl und eine Handvoll Kürbiskerne

Darauf folgt die Verarbeitung: Als Vorbereitung die Kartoffeln und den Kürbis würfeln. Die Schalotten, Knoblauch und Ingwer ebenfalls in kleine Würfel schneiden und in einem Topf mit Öl anbraten bis die Schalotten glasig sind. Die Kartoffel- und Kürbiswürfel hinzugeben und kurz anschwitzen. Danach mit der Gemüsebrühe ablöschen und das Ganze ca. 20 Minuten bei niedriger Hitze garen.

Die Sojasahne und den Muskat zur Suppe geben und mit einem Zauberstab pürieren. Die Suppe dann noch mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zum Schluss mit ein paar Kürbiskernen und etwas Kürbiskernöl dekoriert servieren.

To be continued...

Freitag, 8. Oktober 2010

I love Fall

Eeeeeendlich wird es wieder kälter und ungemütlicher vor der Tür!

Jetzt versteht mich bitte nicht falsch, auch ich liebe den Sommer, die Sonne und den Sonnenschein! Aber da ich ein Herbstkind bin, habe ich einfach eine ganz besondere Affinität zu goldenen Blättern, kühlen Tagen, die man im Warmen genießen kann, dicker und kuscheliger Kleidung und vor allem zu Essen, das einen von innen heraus so richtig schön erwärmt. Und welches Gericht könnte das besser als eine Suppe!

Also stelle ich an dieser Stelle meine erste Suppe vor: Liebe Leser, das ist meine Karotten-Ingwer-Suppe.

Shopping-Liste (für ca. 4-5 Vorspeiseportionen oder 2-3 Hauptspeiseportionen): 700g Karotten, 1 Zwiebel, 5-10g frischen Ingwer, 1 Orange, 1 mittelgroße Kartoffel, 1/2-3/4 Liter Gemüsebrühe, 1 EL Fruktose, Öl, Salz und Pfeffer

To Do´s: Die Karotten, die Kartoffel und Zwiebeln kleinschneiden. Dann zunächst die Zwiebeln in etwas Öl glasig braten. Die Karotten und die Fruktose hinzugeben (ggf. auch noch etwas Öl) und für ca. 5 Minuten anbraten und danach mit 1/4 Liter Gemüsebrühe ablöschen. Das Gemüse und ca. 5g Ingwer kleingehackt für ca. 15 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln bis es weich ist.

Die Zutaten dann mit einem Zauberstab pürieren und nach und nach die restliche Gemüsebrühe hinzugeben, bis die gewünschte Suppenkonsistenz erreicht ist. Zwischendurch außerdem den Saft der Orange ergänzen und je nach Belieben mit weiterem Ingwer schärfen. Zum Schluss wird die Suppe noch mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt.

Und dann kann auch der Herbst getrost beginnen!