Posts mit dem Label Beilage werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Beilage werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 7. Januar 2014

2014 - Neues Jahr, neue ...

... Vorsätze, Erfahrungen, Vorhaben, Menschen, Situationen, Erkenntnisse ... Im Prinzip schreitet die Zeit einfach voran und dennoch geht man immer wieder mit neuem Elan, neuer Motivation und neuen Ideen in ein neues Jahr. Manchmal braucht man eben ein besonderes Ereignis - wie zum Beispiel den Jahreswechsel -, um Veränderungen anzustoßen. Warum auch nicht?

Auf diesem Blog heißt es natürlich auch: neues Jahr, neue Rezepte! Und vielleicht wird sich auch ansonsten das ein oder andere ändern. Denn mit einer Ausbildung zum Gesundheits-, Ernährungs- und Lebensberater, die ich in diesem Jahr beginne, werde ich hier sicherlich einige Erkenntnisse und Gelerntes einfließen lassen und mit Euch teilen. Ich freue mich sehr auf 2014 und wünsche Euch von Herzen alles Liebe und Gute für dieses Jahr! Genießt es mit allen (Geschmacks)Sinnen!

Einkaufsliste für Kürbisschnitzen mit Wintersalatpesto (ca. 4 Vorspeiseportionen): 1/2 kleiner Hokkaido-Kürbis, 75g Wintersalat wie z.B. Feldsalat, Portulak oder Postelein (ich habe Postelein verwendet), 50 g Ricotta, 10 g Pinienkerne, 5 g frisch geriebener Parmesan, 4 EL Olivenöl, 2 EL Hanfsamenöl (Alternativ: 2 weitere EL Olivenöl), etwas abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone, Mersalz und Pfeffer

Was gibt's zu tun? Den Kürbis entkernen und in dünne Schnitzen schneiden. Mit zwei Esslöffel Olivenöl und etwas Meersalz in eine feuerfeste Form geben und alles miteinander vermengen. In den vorgeheizten Backofen geben und bei 180°C für 15 bis 20 Minuten backen. Die Kürbisschnitzen dabei mehrmals hin und her schieben, damit sie gleichmäßig gebacken werden.

In der Zwischenzeit die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten und danach zum Abkühlen beiseite stellen. 25 g Postelein mit der Hälfte der Pinienkernen, Parmesan, 2 EL Olivenöl, 2 EL Hanfsamenöl, abgeriebenen Zitronenschale, etwas Salz und Pfeffer in einem Mixer oder mithilfe eines Pürierstabs zu einem Pesto mixen.

Die Kürbisschnitzen aus dem Ofen nehmen und leicht abkühlen lassen. Dann mit dem restlichen Postelein vermengen und beides auf Tellern anrichten. Das Pesto darüber träufeln (falls es nicht flüssig genug ist mit etwas mehr Öl verdünnen), die restlichen Pinienkerne und den grob zerkleinerten Ricotta darüber verteilen.

Montag, 9. September 2013

In der Einfachheit liegt die Machbarkeit

Für viele Menschen ist das mit dem Kochen so eine Sache. Die Überlegungen, was man machen soll, das Einkaufen und dabei gegebenenfalls auch noch in mehr als einen Laden zu müssen und nicht zuletzt, schreckt viele das Kochen an sich ab. Vor allem, wenn man einen zeitaufwändigen, stressigen Job hat, möchte man sich nicht auch noch damit beschäftigen müssen. Dann wohnt der ein oder andere auch noch allein und sagt sich: Für mich selbst den Aufwand betreiben? Nein danke! In diesen Fällen wird es häufig das Gericht vom Asiaten, der auf dem Nachhauseweg liegt, die Pizza beim Lieblingslieferservice, dessen Nummer schon unter den Favoriten abgespeichert ist, oder das Fertiggericht aus dem Supermarkt. Wenn sich doch einmal dazu durchgerungen wird zu kochen, ist ein Teller mit Pasta mit Pesto oft schon das höchste der Gefühle. 

Ich kann solche Essgewohnheiten nur zu gut nachvollziehen: Bei den heutzutage vorherrschenden Leistungsansprüchen, dem Stress, mit dem viele zu kämpfen haben, und den langen Arbeitszeiten, bleibt einem doch oft gar nichts anderes übrig, als sich abends noch schnell etwas "reinzuschieben", um danach völlig ko ins Bett zu fallen und am nächsten Morgen wieder mit den erwarteten 150% Leistungsbereitschaft aufzuwachen. Auch mir - als Verfechter der gesunden und ausgewogenen Ernährung - ergeht es hin und wieder so. Allerdings stellt so ein Abend mittlerweile die Ausnahme dar und normalerweise bereite ich mir immer noch selbst eine Kleinigkeit zu, egal wie spät ich nach Hause komme. Die Devise lautet hier: In der Einfachheit liegt die Machbarkeit.

Meist hole ich mir auf dem Nachhauseweg beim Biosupermarkt einfach ein paar Gemüsesorten der Saison, dünste sie in einer Pfanne an, füge ein paar frische Kräutern und Gewürze hinzu und genieße das Ganze mit einem Pesto, Chutney, Mozzarella, Feta, gerösteten Kernen, Nüssen oder Ähnlichem. Der Aufwand ist hier minimiert und doch kann ich mir sicher sein, dass ich etwas gesundes zu mir genommen habe. Für diejenigen, die alleine wohnen habe ich außerdem den folgenden Tipp: Einfach zwei oder mehr Portionen auf einmal kochen und schon hat man für den nächsten Abend oder die nächste Mittagspause gleich mitgekocht.

An dieser Stelle gibt es daher natürlich ein ganz einfaches und unkompliziertes Rezept: Hirsepfanne mit Zucchini, Paprika und Feta.

Einkaufsliste: 125g Hirse (z.B. Feinkornhirse im Kochbeutel von Davert - diese ist in nur 10 Minuten fertig), ca. 350 ml Gemüsebrühe (für die Feinkornhirse von Davert 500 ml), 1 gelbe Zucchini, 1 gelbe Paprika, 10 Kirschtomaten, 1 Handvoll frische Minze, 100g Feta (für die laktosefreie/vegane Variante einfach den Feta weglassen), 1/2 TL Kurkuma, Kokosfett, eine Prise Zucker, Salz und Pfeffer

Was ist zu tun? 300ml Gemüsebrühe in einem Topf zum Kochen bringen. Die Hirse hinzugeben und ca. 25 Minuten zugedeckt bei mittlerer Hitze köcheln lassen, überflüssige Brühe abgießen und weitere 10 Minuten quellen lassen (bzw. gemäß Packungsanleitung zubereiten).

In der Zwischenzeit, die Zucchini, Paprika und Kirschtomaten waschen. Die Zucchini längs halbieren und in dünne Scheiben schneiden. Die Paprika vom Kerngehäuse entfernen und in Streifen schneiden. Die Kirschtomaten halbieren.

Kokosfett in einer Pfanne erhitzen. Die Zucchini und Paprika für ein paar Minuten darin andünsten. Mit Kurkuma, Salz und Pfeffer würzen und ca. 50 ml Gemüsebrühe hinzugeben, aufkochen und das Gemüse darin für ca. 5 Minuten köcheln lassen.

Die Tomaten gemeinsam mit der Prise Zucker und der Hirse hinzugeben und alles miteinander vermischen. Die Minzblätter grob zerkleinern und unterheben. Zum Schluss den Feta grob zerbröckelt darüber geben. 

Sonntag, 14. April 2013

Thailändische Küche: Exotische Saisonalität

Ananas, Kokosnuss, Mango, Durian, Jackfrucht, Papaya, Mangostane - was für uns exotisch klingt, ist für den Thai regional. Dies bedeutet aber keineswegs, dass in der thailändischen Küche das ganze Jahr über Mango & Co. verarbeitet werden. Denn genauso wie hier in Deutschland, haben auch in Thailand zu bestimmten Jahreszeiten bestimmte Früchte Saison.

Als ich während meiner ersten Thailandreise vor zwei Wochen in einem Restaurant, einen auf der Menükarte angegebenen Avocado-Shake bestellen wollte und mich der höfliche Kellner (Thai-Kellner sind immer höflich) darauf hinwies, dass er momentan keine Avocados da hat, war ich noch nicht verwundert. Als mir bei einem zweiten und dritten Versuch, solch einen Shake zu bestellen, genau das Gleiche mitgeteilt worden war, war ich jedoch etwas verwundert und hakte nach. "No season" wurde mir in einem gebrochenen Thai-Englisch mitgeteilt. Diese Aussage verwandelte meine ursprüngliche Enttäuschung umgehend in Begeisterung! Das ich in Thailand auf eine saisonale und somit regionale (wenn Avocados gerade keine Saison haben, wird scheinbar nicht mit Importen aus dem Ausland nachgeholfen) Küche stoßen würde, hätte ich in dieser Form nicht erwartet! Ehrlich gesagt hatte ich angenommen, dass in einem tropischen Land wie Thailand sämtliche Früchte zu sämtlichen Jahreszeiten gedeihen. Nun, das war wohl ein wenig naiv ...

Natürlich hat Thailand durch sein tropisches Klima einen sehr fruchtbaren Boden und bietet Pflanzen, Fürchten und Gemüse optimale Bedingungen zum gedeihen. Dabei haben bestimmte Früchte, wie zum Beispiel die Banane, die Kokosnuss oder die Papaya, tatsächlich das ganze Jahr über Saison. Dies gilt jedoch nicht für alle Obstsorten, denn auch in Thailand gibt es Jahreszeiten und es ist nicht immer und überall gleichzeitig 30°C und sonnig - so überraschend das nun klingen mag! :) Ananas, Mango und Durian haben beispielsweise von März bis Mai/Juni (den thailändischen Sommermonaten) Saison, während die Saison für Avocados leider erst im Mai beginnt, wie ich am eigenen Leib erfahren durfte. Anstelle des Avocado-Shakes kam ich dafür in den Genuss zahlreicher Mango-Shakes (denen man die Saison förmlich "anschmeckte"!) und einem persönlichen Gericht-Highlight: "Pineapple Fried Rice" meist in einer ganzen Ananas serviert - ein Gaumenschmaus!

Für mich ist die thailändische Küche somit ein wunderbares Beispiel, ja sogar Vorbild für eine saisonale und regionale Küche, an der wir uns sicherlich die ein oder andere Scheibe abschneiden können. Die Küche ist nicht zuletzt so aromatisch weil deren Zutaten dann geerntet und verarbeitet werden, wenn sie tatsächlich reif sind und somit den Höhepunkt ihres Geschmacks erreicht haben. Ein Erdbeerkuchen schmeckt im Januar, wenn die Erdbeeren hierfür um den halben Globus wandern mussten, schließlich auch nicht so intensiv und fruchtig, wie im Mai, wenn wir die Beeren hierfür frisch vom Feld pflücken und direkt verarbeiten. So schmeckt natürlich auch der gebratene Reis mit Ananas hier in Deutschland nicht genauso aromatisch wie in Thailand und auch die 35°C, die wärmende Sonne auf der Haut und das Meeresrauschen fehlen beim Verzehr ... Dennoch, das Rezept möchte ich an dieser Stelle nicht vorenthalten und damit die exotische Saisonalität der thailändischen Küche würdigen.

Einkaufsliste: 125g Parboiled- bzw. Langkornreis vom Vortag (damit er nicht mehr nicht mehr so feucht ist; ich mag z.B. den Parboiled Reis im Kochbeutel von Davert gerne), 1/4-1/2 Ananas (je nach Größe), 100g TK-Erbsen, 50g Karotte (geraspelt), 1 Ei, 2 EL Cranberries, 50g Cashewnüsse,1 Schalotte, 2 Knoblauchzehen, 1 daumengroßes Stück Ingwer, 1/4 TL Chiliflocken (getrocknet),  Sojasauce, 2 TL Currypulver, 1/4 TL Kurkuma, 1/4 TL Rohrohrzucker, 2 TL Limettensaft, Sonnenblümenöl

Was ist zu tun? Zur Vorbereitung, dem Reis 1 EL Sonnenblumenöl hinzufügen und ihn sorgsam damit vermengen. Die Schale und den Stunk der Ananas entfernen, dann in kleine Stücke schneiden. Die Karotte raspeln. Schalotte, Ingwer und Knoblauch fein würfeln. 3 EL Sojasauce mit Currypulver, Kurkuma und Zucker in einer Tasse vermischen.

Die Cashewnüsse in einem Wok oder einer großen Pfanne ohne Fett goldbraun rösten und dann beiseite stellen. Das Ei mit etwas Fett und etwas Sojasauce ebenfalls in den Wok geben und durch ständigen rühren wie ein Rührei zubereiten und beiseite stellen. Dann 2 EL Öl im Wok erhitzen und die Zwiebeln darin glasig dünsten. Knoblauch, Ingwer und Chili dazu geben und ca. 1 Minute mit dünsten. Karottenraspeln und Erbsen ebenfalls dazu geben und ca. 2 Minuten mit dünsten.

Im nächsten Schritt, den Reis, die Ananasstücke, die Cashewnüsse, das Ei und die Cranberries in den Wok geben und alles vermengen. Die Sojasauce-Currypulver-Mischung darüber geben und sorgsam unterrühren. Den Reis auf mittlerer bis hoher Hitze für ca. 5 bis 7 Minuten unter regelmäßigem Rühren braten (die Reiskörner sollten dabei durch die Hitze im Wok leicht "hüpfen"). Kurz bevor der Wok vom Herd genommen wird, die Herdplatte auf das Maximum erhitzen, damit sich alle Aromen nochmal richtig entfalten können. Den Reis dabei ständig rühren. Den Wok vom Herd nehmen.

Den Reis mit Limettensaft und ggf. zusätzlicher Sojasauce abschmecken.

Sonntag, 17. Februar 2013

Übers Bloggen (und über Pastinaken)

In letzter Zeit blogge ich nicht mehr so häufig wie früher und so habe ich mich gefragt, woran das liegen könnte ...

Vor ca. 2 1/2 Jahren habe ich diesen Blog ins Leben gerufen. Damals war ich nicht sehr glücklich in meinem Job, was unter anderem daran lag, dass ich meine Kreativität nicht ausleben konnte und mir meine Aufgaben wenig Spaß bereiteten (ich arbeitete damals als Unternehmensberaterin). Ich war daher auf der Suche nach etwas, was meine Leidenschaft erwecken, mir Freude bereiten und mich erfüllen würde und bin so über meinen Spaß am Kochen und Schreiben auf das Bloggen gekommen.

Ungefähr ein Jahr später, im Sommer 2011, wechselte ich dann meinen Job, der sich über das letzte Jahr von einem bloßen Job zu einer Tätigkeit entwickelt hatte, der ich jeden Tag von neuem mit großer Freude nachging. Ende letzten Jahres war ich dann endlich soweit ehrlichen Herzens sagen zu können, dass ich in meiner Arbeit richtig glücklich bin.

Und hier liegt auch - zumindest zum Teil - die Antwort zu der Frage, warum ich weniger blogge wie früher: Den Ausgleich, den ich in meinem vorherigen Job so nötig hatte, benötigte ich in diesem Ausmaß nicht mehr. Ich durfte kreativ sein, hatte viel Freiraum meine Ideen zu entfalten, ich hatte Spaß und Freude und hatte sogar als Teil meines Jobs die Möglichkeit viele Texte zu verfassen. Zusammengefasst: Meine Arbeit erfüllte mich in einem Ausmaß, das weniger Ausgleich bedurfte.

Aber wieso schreibe ich das in der Vergangenheitsform? Nun, das Leben steht scheinbar nie still und alles kann sich jeden Tag von heute auf morgen verändern. Mir selbst erging es vor ca. 2 1/2 Wochen so, als sich jobtechnisch plötzlich alles auf den Kopf stellte und ich mich momentan wieder in die Zeit meines vorherigen Jobs zurück versetzt fühle. Mal sehen, wie es jetzt weiter geht, vielleicht blogge ich demnächst wieder häufiger ... :)

Wenigstens gibt es ein paar Dinge, die im Leben immer konstant bleiben, wie zum Beispiel, dass wir jeden Tag etwas essen müssen, was mich auf das heutige Rezept bringt: Pastinaken an getrockneten Tomaten und Ziegenfrischkäse. (Bei Pastinaken handelt es sich um ein Wurzelgemüse, mit einem leicht süßlichen Geschmack, das in Deutschland in den Wintermonaten Saison hat.)

Einkaufsliste (ca. 4 Vorspeisen): 4 Pastinaken, 100g getrocknete Tomaten, 200g Ziegenfrischkäse, 2 EL Kokosfett, 400 ml Gemüsebrühe, 4 TL Petersielie (TK), feinstes Olivenöl, Salz und Pfeffer

Was ist zu tun: Pastinaken schälen und mit dem Gemüsehobel oder einem Messer schräg in dünne Scheiben schneiden (sehr breite Scheiben halbieren). Kokosfett in einem Topf erhitzen und die Pastinakenscheiben darin ca. 5 Minuten unter regelmäßigen umrühren dünsten. Dann mit Gemüsebrühe ablöschen und ca. 5-7 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen, bis die Scheiben weich sind.

In der Zwischenzeit die getrockneten Tomaten der Länge nach in schmale Streifen schneiden.

Das Wasser abgießen und die Pastinaken abtropfen und ein wenig abkühlen lassen. Die Pastinaken, getrockneten Tomaten, Petersilie und etwas Olivenöl in einer Schale vermengen und ggf. mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Pastinakensalat gleichmäßig auf Teller verteilen. Den Ziegenkäse grob zerbröseln und darüber streuen und noch etwas Olivenöl darüber träufeln.

Den Salat kann man ganz wunderbar mit etwas Quinoa, Hirse oder Couscous zu einer sättigenden Hauptspeise machen. Außerdem passen geröstete Sonnenblumenkerne ganz wunderbar dazu.

Sonntag, 1. April 2012

Mein Lieblingsrezept: Bärlauchknödel an Mandelbutter

Es heißt "Eigenlob stinkt". Aber wieso eigentlich? Wieso sollten wir uns selbst nicht loben? Oder besser: Wieso loben wir uns selbst nicht viel öfter?

Wir selbst sind doch unser größter Kritiker: "Wieso habe ich dies und das nicht schneller, besser und toller hinbekommen?" "Das hätte ich aber wirklich eine Nummer besser machen können." "Hier habe ich aber nicht wirklich meine höchste Leistung gezeigt." "Na, das habe ich ja mal wieder gründlich verbockt!" Solche und ähnliche Gedanken, möchte ich behaupten, kreisen von Zeit zu Zeit in den Köpfen fast aller Menschen. Wenn wir uns schon so wunderschön kritisieren können, wieso können wir uns dann nicht ebenso gebührend loben?

Ich finde nicht das Eigenlob stinkt! Ich finde, dass Eigenlob von Zeit zu Zeit sogar ganz wunderbar duftet! Wie zum Beispiel die Bärlauchknödel, die mit ihrer feinen Knoblauchnote heute meine Küche mit einem wunderbaren frühlingshaften Duft erfüllt haben. Und an dieser Stelle möchte ich mich dafür loben: Ich habe mit diesen Bärlauchknödeln an Mandelbutter eine ganz wundervolle Aromakombination erschaffen, die einfach köstlich schmeckt. Meiner Meinung nach, habe ich damit sogar das beste Rezept auf dieser Seite kreiert! Natürlich liegt das auch daran, dass mein Lieblingsgericht seit Kindheitstagen die Semmelknödel mit Pilzrahm meiner Mutter darstellen. Aber gut, Geschmack liegt bekanntlicherweise im Auge des Betrachters oder - in diesem Fall - auf der Zunge des Genießers. Ob Ihr das auch so seht, könnt Ihr anhand der folgenden Zutaten und Zubereitungsschritte herausfinden:

Shopping-Liste: 200g Baguette oder Semmeln vom Vortag, die bereits hart geworden sind, 50g frischer Bärlauch, 120 ml Sojamilch (oder normale Milch), 2 Eier, 1 Zwiebel, 2 EL Butter, 1MS Muskat, Salz, Pfeffer, ggf. Semmelbrösel, 4 EL Mandelstifte, 6-8 EL Butter

To Do's: Baguette in kleine Würfel schneiden oder alternativ mit der Brotmaschine in dünne Scheiben schneiden und in eine Schüssel geben. Zwiebel fein würfeln, 2 EL Butter in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin glasig dünsten. Die Zwiebelwürfel mit der Milch ablöschen, kurz verrühren und über die Baguettewürfel geben. Gut vermengen und ca. 15 Minuten ruhen lassen.

In der Zwischenzeit den Bärlauch waschen, abtropfen lassen und trocken tupfen. Die harten Stiele entfernen und grob hacken. Die Eier mit Muskat, Salz und Pfeffer verquirlen und gemeinsam mit dem Bärlauch zu der Baguettemasse geben. Dann zu einem Teig verkneten und weitere 15 Minuten ruhen lassen.

Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen und reichlich salzen. Die Hände befeuchten und aus dem Teig 6-8 Knödel formen. (Ggf. ist der Teig zu feucht. Das kann man herausfinden, indem man zunächst einen kleinen Probeknödel in das Wasser gibt. Zerfällt dieser helfen Semmelbrösel. Diese esslöffelweise hinzugeben, bis der Teig fester ist.) Die Knödel in das Wasser geben und bei geringer Hitze ca. 20 Minuten ziehen lassen.

In der Zwischenzeit 2 EL Butter in einem Töpfchen zum Schmelzen bringen. Mandelstifte hinzugeben und rösten, bis diese goldbraun sind. Die restliche Butter hinzugeben und zum Schmelzen bringen.

Die Knödel vorsichtig aus dem Wasser nehmen und abtropfen lassen. Je 2 Knödel auf einen Teller geben und die Mandelbutter gleichmäßig auf die Knödel verteilen.

Tipp: Ich habe es nicht ausprobiert, kann mir aber gut vorstellen, dass das Rezept genauso gut mit glutenfreien Semmeln funktioniert.

Und nicht vergessen: Eigenlob kann duften!

Donnerstag, 17. November 2011

Kürbissüchtig

Es ist soweit! Mit dem mittlerweile 6ten Kürbisrezept auf dieser Seite, komme ich an dieser Stelle nun nicht mehr darum herum, eine meiner großen Schwächen preiszugeben: Ich bin kürbissüchtig!

Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass der Kürbis mit seinen goldgelben und orangen Farbnuancen als Inbegriff für den Herbst steht oder dass man auf den Wochenmärkten sowieso an keinem Gemüsestand vorbeikommt, ohne von der großen Auswahl an Muskat, Hokkaido, Bischofsmütze und Butternuss verführt zu werden. Ein weiterer Grund könnten auch die wertvollen Inhaltsstoffe, mit denen der Kürbis prall gefüllt ist, sein. Oder aber es liegt schlichtweg daran, dass Kürbisse einfach unglaublich wandelbar sind, sodass einem bei den unzähligen Zubereitungsmöglichkeiten einfach nicht langweilig werden kann!

Auch wenn der ein oder andere nun meint, sich in dieser Kürbissaison bereits an dem orangenen Gemüse übergessen zu haben, bin ich überzeugt, dass das Kürbisrezept, das ich an dieser Stelle vorstelle, ihn eines Besseren belehren wird! Denn hier vermischen sich die Aromen von Hokkaido, Kürbiskernen und Kürbiskernöl zu einem geschmacklich vielfältigem Kürbispesto, das wundervoll auf ein knuspriges Ciabatta oder zu Spaghetti, Orecchiette & Co. passt. 

Shopping-Liste (hier für ca. 3 Hauptspeisen mit Pasta): 150g Hokkaidokürbis (das Fleisch), 50g Kürbiskerne, 75ml Olivenöl, 25ml Kürbiskernöl, 3 EL frisch geriebener Parmesan, 1 TL frisch geriebene Zitronenschale, 1 Handvoll frische glatte Petersilie, ca. 50ml Nudelwasser, 300g Orecchiette (Alternative: glutenfreie Penne), Salz und Pfeffer 

To Do`s: Den Backofen auf 200°C vorheizen. Den Kürbis waschen, Kerne entfernen und in Würfel schneiden (wichtig: die Kürbiswürfel sollten die 150g ergeben). Die Würfel auf einem mit Backpapier belegten Blech verteilen und für ca. 25 Minuten backen (der Kürbis sollte danach schön weich sein).

In der Zwischenzeit die Kürbiskerne in einer beschichteten Pfanne ohne fett rösten sowie die Nudeln gemäß Verpackung zubereiten (wichtig: das Nudelwasser ausreichend salzen und mindestens 50ml davon für das Pesto auffangen).

Kürbiswürfel, Kürbiskerne, Kürbiskernöl, Olivenöl, Zitronenschale sowie Petersilie in einem Mixer oder mit einem Zauberstab nicht zu fein pürieren. Den Parmesan mit einem Löffel unterheben. Nudelwasser hinzugeben - je nach Konsistenz ggf. mehr als 50ml -, und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Schluss mit den al dente gekochten Orecchiette vermengen und servieren. 

Dienstag, 13. September 2011

Bewusst genießen... Oder: Gebackene Fetawürfel auf Romatomaten

Bei der Verarbeitung der goldgelben Romatomaten zu dem unten beschriebenen Rezept und auch dem späteren Verzehr, sann ich darüber nach, wie diese Tomaten den Weg in meine Küche und letztendlich auf meinen Teller geschafft haben…

…Wo ist der Tomatenstrauch gewachsen, der diese saftigen Tomaten hervorgebracht hat? Wie viele heiße Sonnentage und wie viel strömende Regentage haben die Tomaten miterlebt? Wer hat sie von ihrem Strauch gepflückt und in die Transportkiste gelegt? An welchen Wiesen und Feldern sind sie vorbei gefahren, bis sie am Stand des Wochenmarktes, an dem ich sie erworben habe, angekommen sind? Wer hat sie dort ausgepackt und behutsam platziert? 

Mit der Reflektion über diese Fragen, hat sich der Verzehr der Tomaten plötzlich geändert – er wurde intensiver, bewusster und wertschätzender. Manchmal sollte man sich Gedanken über die Herkunft der Lebensmittel, die man tagtäglich einkauft und zu sich nimmt, machen und sie bewusster genießen. Versuche Dir doch auch einmal vorzustellen welchen Weg die Kartoffel, die Milch oder der Käse hinter sich gebracht hat, um auf Deinen Teller oder in Dein Glas zu gelangen und wer darin alles involviert war – vielleicht schmeckst Du ja den Unterschied! 

Shopping-Liste für gebackene Fetawürfel auf Romatomaten (3-4 Vorspeiseportionen): 4 gelbe Romatomaten (ca. 300-350g), 1 Zwiebel, 100g griechischer Fetakäse, 1 handvoll frische Basilikumblätter, 1 TL getrockneter Thymian, ca. 1 EL flüssiger Thymian-Honig (oder alternativ Wildblütenhonig), 1/2 TL Kurkuma, 2-3 EL Rapsöl, 1 großzügiger EL Pinienkerne, Fleur de Sel, Crema di Balsamico, Backpapier

To Do`s: Den Ofen auf 180°C vorheizen. Feta in würfelgroße Stücke schneiden und auf einem, mit Backpapier belegten, Blech verteilen. Je einen Tropfen Honig auf die obere Seite des Würfels geben und den Thymian gleichmäßig darauf verteilen. Den Thymian vorher ruhig ein wenig zwischen den Fingerspitzen verreiben, damit sich das Aroma stärker entfaltet. Fetawürfel 10 bis 15 Minuten im Ofen backen, bis sie leicht zu bräunen beginnen.

In der Zwischenzeit, die Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne ohne fett goldbraun rösten und beiseite stellen. Die Zwiebel in kleine Würfel schneiden, die Tomaten längs halbieren und in dünne Scheiben schneiden, Basilikum in Streifen schneiden.

In einer Pfanne Öl erhitzen, Kurkuma darin auflösen und die Zwiebelwürfel darin glasig andünsten. Die Tomatenscheiben hinzugeben und bedeckt ca. 5 Minuten köcheln. Ggf. noch etwas Wasser hinzugeben, wenn die Tomaten nicht saftig genug waren, sodass etwas Soße entsteht. Das Basilikum unterrühren und mit Fleur de Sel abschmecken.

Die gedünsteten Tomaten auf zwei Teller verteilen und die Fetawürfel darauf drapieren. Mit Pinienkernen und Crema di Balsamico garnieren und bewusst genießen.

Sonntag, 17. Juli 2011

Eieiei - Kleine Eierspeisenkunde


Ob Omelette, Tortilla oder Frittata, die Zutaten sind die gleichen. Und trotzdem liegen zwischen diesen Eierspeisen aus Frankreich, Spanien und Italien einige Unterschiede!

Zunächst nach Frankreich: hier werden für das Omelette die Eier locker verquirlt, in eine heiße, gefettete Pfanne gegeben und dann ohne sie zu wenden zu Ende gegart. Dabei entsteht eine Art Pfannkuchen. Und so wird auch das Omelette meist wie ein Pfannkuchen mit allen möglichen Zutaten gefüllt, um dann gefaltet oder gerollt serviert zu werden.

Die Tortilla Espanola kann als eines der spanischen Nationalgerichte gesehen werden und wird neben Eiern, aus Kartoffeln und Zwiebeln zubereitet. Dabei gleicht sie eher einer Art Kuchen im Vergleich zum hauchzarten Omelette. Aufgrund dieses Unterschieds wird sie entweder im Backofen zum Stocken gebracht oder aber in der Pfanne gewendet.

Auch die Frittata muss in der Pfanne gewendet werden und wird wie die Tortilla als "Kuchenstück" serviert. Hier werden die Zutaten, wie Gemüse, Käse, Fisch, Fleisch oder sogar Pasta gemeinsam mit den Eiern verquirlt und in die Pfanne gegeben. Die Masse lässt man dann bei mittlerer Hitze stocken, bevor sie zum Schluss ein Mal gewendet wird.

Ich habe mich an dieser Stelle für die Frittata entschieden, um sie gemeinsam mit Zucchini, getrockneten Tomaten und würzigem Feta in ein leichtes Sommergericht zu verwandeln, das herrlich zum Aperitivo bei Sonnenuntergang oder als Beilage zu Gegrilltem unter freiem Himmel passt.

Shopping-Liste für die Zucchini-Frittata mit getrockneten Tomaten und Feta: 5 Eier, 1/2 Zucchini (oder 1 kleine Zucchini), 6-8 getrocknete Tomaten (je nach Größe), 80g Feta, 1 handvoll Basilikumblätter, etwas Salz und Pfeffer, 20g Butter

To Do`s: Die Zucchini in feine Scheiben schneiden und diese halbieren. Die Tomaten in kleine Stücke schneiden, den Feta würfeln und die Basilikumblätter klein zupfen.

Die Eier verquirlen und die zerkleinerten Zutaten unterrühren. Salzen und pfeffern.

Die Butter in einer antihaft Pfanne schmelzen. Die Eiermischung zugießen, mit einem Deckel zudecken und bei mittlerer Hitze 10 bis 12 Minuten stocken lassen. Wenn die Masse fest ist, vorsichtig wenden und zugedeckt noch einmal für ca. 5 Minuten anbraten.

Zum Servieren die Frittata wieder auf die andere Seite wenden, da diese optisch schöner aussieht, und entweder als Kuchenstück oder als Würfel zum Aperitivo servieren.

Dienstag, 8. Februar 2011

Rot ist die Liebe

Valentinstag steht vor der Tür und die Einzelhändler präsentieren Herzen, Rosen, Kussmünder und sonstige Liebessymbole in allen Rot-, Rosa- und Pinktönen und in sämtlichen Arten und Weisen. Von der Seife über das Plüschtier, vom Bild zur Skulptur bis hin zur Praline kann man fast alles haben, das dem Liebsten oder der Liebsten seine Zuneigung vermittelt.

Auch Restaurants haben zu Valentinstag Hochkonjunktur und suggerieren Ihren Gästen zum Tag der Liebenden die ausgefallensten Menüs. Denn Liebe geht bekanntlich durch den Magen. Aber auch Kochen ist Liebe! Und ein selbstgemachtes Menü (mag es noch so einfach sein) kann oft viel mehr beweisen als ein gut gewähltes Restaurant.

Dabei kann man sogar über die Menüfolge Botschaften senden! Denn Artischockenherzensalat an Tomaten und frischen Kräutern, Rote-Bete-Orangen-Risotto und Vanilleeis mit Passionsfrucht können für den aufmerksamen Leser mehr ausdrücken als ein Dutzend Plüschherzen.

Und da gerade das Rote-Bete-Orangen-Risotto so rot wie die Liebe ist und Rote Bete und Orangen in den Wintermonaten Saison haben, passt das Rezept an dieser Stelle besonders gut!

Shopping-Liste (natürlich für 2 Personen): 200g Risotto-Reis, 200g frische Rote Bete, 3 Orangen, 1 Schalotte, ½ Knoblauchzehe, 1 Flasche Prosecco Piccolo (ca. 200ml), ca. 1/2 L Gemüsebrühe, 20g Parmesan (oder 2-3EL Sojasahne für eine laktosefreie Version), 2EL Öl, 1TL Rosmarin, Salz, Pfeffer und Crema di Balsamico

To Do`s: Als Vorbereitung, die Gemüsebrühe in einem separatem Topf erhitzen, die Schale einer halben Orange abreiben und den Saft von 2 Orangen auspressen. Die Schalotte und den Knoblauch klein schneiden. Die Rote Bete in Würfel schneiden.

Dann das Öl in einem Topf erhitzen und die kleingeschnittenen Zutaten darin andünsten. Den gewaschenen Reis und den Rosmarin hinzugeben und ebenfalls andünsten (bis der Reis leicht glasig ist). Je mit der Hälfte des Proseccos und des Orangensaftes ablöschen. Wenn die Flüssigkeit aufgesogen wurde, die Gemüsebrühe für ca. 20-30 Minuten immer wieder so hinzugeben, dass der Reis gerade damit bedeckt ist und nachschütten, sobald die Flüssigkeit aufgesogen wurde. Am Schluss sollte der Reis eine cremige Konsistenz haben, die Reiskörner aber noch bissfest sein.

In der Zwischenzeit die übrig gebliebene Orange schälen, mit einem scharfen Messer Filets herausschneiden und diese halbieren. Außerdem den Parmesan fein reiben.

Nach ca. 20 Minuten (kurz bevor der Reis die gewünschte Konsistenz hat) den Parmesan, die Orangenschale sowie den restlichen Prosecco und Orangensaft unterheben. Vorm Servieren die Orangenstücke hinzugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit einem Schuss Crema di Balsamico dekorieren und zu zweit genießen.

Bildquelle "Kochen ist Liebe": www.homesticker.de

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Entspannte Weihnacht

Viele Menschen klagen in der Weihnachtszeit über viel zu wenig Zeit und viel zu viel zu tun. Da müssen Plätzchen und Christstollen gebacken, Karten geschrieben, Geschenke gekauft und Verwandte besucht werden. Ganz zu Schweigen vom Aufwand, den die üppigen Weihnachtsmenüs mit sich bringen. Zu Entspannung und Besinnlichkeit kommen manche gar nicht...

Dabei sollten die Feiertage doch gerade dazu genutzt werden, um mal wieder so richtig zu sich kommen zu können und für das neue Jahr aufzutanken! Deswegen empfehle ich einfach mal ein weniger aufwändiges Menü zu gestalten. Das Menü muss ja nicht gleich auf Wienerwürstchen mit Kartoffelsalat reduziert werden, aber ein leichter Feldsalat mit Mandarinenschnitzen und Walnusskernen als Vorspeise, ein einfaches Risotto als Hauptspeise und Vanilleeis mit heißen Himbeeren und Amarettoschuss zum Nachtisch machen doch auch schon was her.

Und dem einfachen Birnen-Salbei-Risotto mit weihnachtlichem Touch möchte ich mich hier widmen. Das natürlich auch hervorragend als Vor- oder Zwischenspeise für ein aufwändigeres Weihnachts- oder Silvestermenü oder ganz wunderbar als Untermalung zu Fisch oder Fleisch passt.

Shopping-Liste (für ca. 2-3 Hauptspeisen oder 4-6 Vorspeisen/Beilagen): 200g Risottoreis, 1 große Birne, 1 Handvoll frische Salbeiblätter (ca. 15-20 Blätter), 1 Sternanis, 5 Nelken, 1 Zwiebel, 0,5-1l Gemüsebrühe, 2 EL Öl, 2 EL Butter, ½ EL Puderzucker, Weißwein, 1-2 EL Sojasahne, Salz und Pfeffer

To Do´s: Gemüsebrühe in einem kleinen Topf vorbereiten und warm stellen. Die Zwiebel in Würfel schneiden und in Öl anbraten. Den vorher gewaschenen Reis dazugeben und anbraten bis er glasig ist.

Den Reis und die Zwiebeln mit einem guten Schuss Weißwein ablöschen, sodass der Reis gerade mit der Flüssigkeit bedeckt ist. Warten bis der Wein fast aufgesogen wurde und dann nach und nach die Gemüsebrühe unterrühren (hierbei ebenfalls jeweils warten bis die Flüssigkeit fast aufgesogen ist und dann neue hinzugeben). Der Reis sollte am Schluss sämig aber immer noch bissfest sein (dauert ca. 20 Minuten).

Die Birne in dünne Scheiben schneiden. In einer separaten Pfanne 1 EL Butter erhitzen, die Birnenscheiben hinzugeben und kurz darin schwenken. Dann den Puderzucker hinzugeben und karamellisieren lassen. Die Birnenscheiben dann unter das Risotto rühren (ca. 5 Minuten bevor der Reis seine gewünschte Konsistenz erreicht hat).

In einer weiteren Pfanne die restliche Butter erhitzen und den Salbei, Sternanis und Nelken darin für ein paar Minuten schwenken. Dann lediglich die Salbeiblätter und die flüssige Butter unter den Reis mischen und die Gewürze beiseite legen.

Das Risotto zum Schluss mit Sahne verfeinern und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die übrig gebliebenen Gewürze können als Dekoration verwendet werden.

Entspannte Weihnachtsfeiertage!

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Pumpkin Trilogy (Part II) - Meet the Pumpkin-Dumpling

Ja, der Kürbis ist ein Wunderling was Formen angeht. Und ja, in kugelrund gibt es ihn auch. Was aber ist mit knödelrund?

In dieser Form habe ich ihn in der Natur noch nicht entdecken können... Dafür aber auf meinem Teller! Und so heißt es im zweiten Teil der Pumpkin Trilogy: Meet the Pumpkin-Dumpling!

Shopping-Liste (für 8 Kartoffel-Kürbis-Knödel): 500g Kartoffeln (mehligkochend), 300g Kürbisfleisch (z.B. Hokkaido), 40g Butter (flüssig), 60g Speisestärke, 3 Eigelb, 1TL Salz, 1 Prise gemahlenen Muskat, ca. 15g Parmesan

To Do´s: Kartoffeln waschen, Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und die Kartoffeln darin weich kochen. Den Backofen auf ca. 150°C vorheizen.

Die weich gekochten Kartoffeln pellen und für ca. 10 bis 15 Minuten in den Backofen legen damit sie ausdämpfen (nach Johan Lafer). In der Zwischenzeit den Kürbis würfeln und dann ebenfalls weich kochen. Danach die Kürbiswürfel in einem Tuch von überschüssigem Wasser befreien und zusammen mit den Kartoffeln durch die Kartoffelpresse schicken und in einer Schüssel auffangen.

Die Eigelbe und die Speisestärke zu der Kartoffel-Kürbisse-Masse geben, gründlich vermischen und nach und nach die flüssige Butter untermengen. Dann noch das Salz und Muskat hinzugeben.

Den Teig auf eine einer Arbeitsfläche mit etwas Mehl (Achtung, wenn es hier glutenfrei bleiben soll, entsprechendes Mehl, z.B. Maismehl, nutzen) zu einer Rolle formen und in ca. 8 gleich große Stücke teilen (siehe Bild). Die Stücke mit den Händen zu einem Knödel formen und mit dem Daumen eine kleine Kuhle in die Mitte des Knödels formen. Diese Kuhle mit 1/8 des Parmesans füllen und den Knödel wieder zum Knödel formen.

Die Knödel dann in ausreichend Salzwasser bei mittlerer Hitze ziehen lassen bis sie oben schwimmen (ca. 10 Minuten).

So alleine schmecken die Knödel natürlich etwas trocken... Deswegen hier noch ein kurzes Rezept für eine Pilz-Sahne-Soße (auch ein Tomaten-Zucchini-Ragout würde hier gut passen):

Ca. 4 Handvoll Pilze (z.B. Champignons oder Shiitake) putzen und von den harten Enden befreien. In einer Pfanne 2 EL Öl erhitzen und
darin eine Zwiebel und eine Knoblauchzehe anbraten. Die Pilze zerkleinern, dazugeben und kurz anschwitzen.

Mit 200ml Soja-Sahne und 50ml Gemüsebrühe ablöschen und bei niedriger Hitze ziehen lassen. Frische Kräuter, z.B. Petersilie oder Rosmarin, hinzugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Falls nach dieser üppigen Hauptspeise noch der ein oder andere Knödel übrig bleibt, den Knödel einfach in Scheiben schneiden und in einer Pfanne anbraten. Dazu z.B. Kürbiswürfel und Thymian geben und mit Kürbiskernöl und Kürbiskernen verfeienern. Und schon hat man ein zweites Gericht!

Aber bitte noch ein wenig Platz für die Süßspeise lassen! To be continued...

Mittwoch, 8. September 2010

Ricott'n'Roll

Da ich es bei einem meiner Ausflüge zum Viktualienmarkt in München mit 500g Schafsricotta ein wenig zu gut gemeint habe, musste ich mir für die Verwertung etwas einfallen lassen. In zweien meiner unten stehenden Rezepte (Kichererbsensalat Méditerranée und Antiker Salat) hat der Ricotta zum Teil schon seine Berufung gefunden. Aber da das Ricotta-Stück in meinem Kühlschrank irgendwie nicht weniger werden wollte, musste er in diesem simplen Rezept zum Mittelpunkt werden!

So habe ich für 200g Ricotta, noch zwei Zucchinis und ein wenig Thymian hinzugenommen und heraus kamen diese kleinen Ricotta-Röllchen, die warm aber auch kalt ganz wunderbar als Beilage oder zum Aperitivo passen!

Dafür den Ricotta in ca. 1cm breite und 2cm lange Stücke schneiden, die Zucchini der Länge nach mit einem Kartoffelschäler in dünne Scheiben schneiden, um die Ricottastücke rollen und mit einem Zahnstocher befestigen. In einer Pfanne den Thymian in ein wenig Öl erhitzen und die Ricotta-Röllchen so lange darin anbraten bis sie auf beiden Seiten eine leichte goldene Farbe annehmen. Wenn man die Röllchen als Beilage nutzt, empfehle ich noch ein paar geröstete Pinienkerne darüber zu streuen.