... Vorsätze, Erfahrungen, Vorhaben, Menschen, Situationen, Erkenntnisse ... Im Prinzip schreitet die Zeit einfach voran und dennoch geht man immer wieder mit neuem Elan, neuer Motivation und neuen Ideen in ein neues Jahr. Manchmal braucht man eben ein besonderes Ereignis - wie zum Beispiel den Jahreswechsel -, um Veränderungen anzustoßen. Warum auch nicht?
Auf diesem Blog heißt es natürlich auch: neues Jahr, neue Rezepte! Und vielleicht wird sich auch ansonsten das ein oder andere ändern. Denn mit einer Ausbildung zum Gesundheits-, Ernährungs- und Lebensberater, die ich in diesem Jahr beginne, werde ich hier sicherlich einige Erkenntnisse und Gelerntes einfließen lassen und mit Euch teilen. Ich freue mich sehr auf 2014 und wünsche Euch von Herzen alles Liebe und Gute für dieses Jahr! Genießt es mit allen (Geschmacks)Sinnen!
Einkaufsliste für Kürbisschnitzen mit Wintersalatpesto (ca. 4 Vorspeiseportionen): 1/2 kleiner Hokkaido-Kürbis, 75g Wintersalat wie z.B. Feldsalat, Portulak oder Postelein (ich habe Postelein verwendet), 50 g Ricotta, 10 g Pinienkerne, 5 g frisch geriebener Parmesan, 4 EL Olivenöl, 2 EL Hanfsamenöl (Alternativ: 2 weitere EL Olivenöl), etwas abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone, Mersalz und Pfeffer
Was gibt's zu tun? Den Kürbis entkernen und in dünne Schnitzen schneiden. Mit zwei Esslöffel Olivenöl und etwas Meersalz in eine feuerfeste Form geben und alles miteinander vermengen. In den vorgeheizten Backofen geben und bei 180°C für 15 bis 20 Minuten backen. Die Kürbisschnitzen dabei mehrmals hin und her schieben, damit sie gleichmäßig gebacken werden.
In der Zwischenzeit die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten und danach zum Abkühlen beiseite stellen. 25 g Postelein mit der Hälfte der Pinienkernen, Parmesan, 2 EL Olivenöl, 2 EL Hanfsamenöl, abgeriebenen Zitronenschale, etwas Salz und Pfeffer in einem Mixer oder mithilfe eines Pürierstabs zu einem Pesto mixen.
Die Kürbisschnitzen aus dem Ofen nehmen und leicht abkühlen lassen. Dann mit dem restlichen Postelein vermengen und beides auf Tellern anrichten. Das Pesto darüber träufeln (falls es nicht flüssig genug ist mit etwas mehr Öl verdünnen), die restlichen Pinienkerne und den grob zerkleinerten Ricotta darüber verteilen.
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Dienstag, 7. Januar 2014
Montag, 29. Juli 2013
Leichtigkeit durch leichtes Essen
Das leichte Kleid im Sommer. Die leichte Brise am Meer. Ein leichtes Leinentuch über dem Tisch, das sich sanft zur Brise bewegt. Darauf ein leichter Wein, ein leichtes Gericht.
Etwas Leichtes ist zugleich etwas Angenehmes, Einfaches, es hat etwas Befreiendes. Es ist das Gegenteil vom Belastbaren, von Schwere, von Druck. Und doch betitelt Milan Kundera seinen Roman mit der "unerträglichen Leichtigkeit des Seins". Aber wie kann etwas Leichtes unerträglich sein?
Vielleicht, weil es nicht so einfach ist, in den Zustand völliger Leichtigkeit zu gelangen. Vielleicht, weil man für die Leichtigkeit zunächst das Schwere loslassen muss - Ballast, Stress, Gedanken, Sorgen, Erinnerungen, die Vergangenheit. Aber das alles einfach ausblenden? So leicht scheint das mit der Leichtigkeit dann tatsächlich nicht zu sein ...
Nähern wir uns dem Thema vielleicht einmal von einer anderen Seite. Wenn ich mich schon nicht so einfach von meinen Gedanken und Sorgen oder dem mich umgebenden Stress befreien kann, kann ich zumindest dafür sorgen, dass kein weiterer Ballast hinzukommt. Dabei kann, wie ich finde, ein leichtes Gericht schon einmal ein Anfang sein! Etwas leicht verdauliches, etwas, das nicht so schwer im Magen liegt, wie ein frischer Salat, Fisch an gedünstetem Gemüse, ein Obstteller. Und am Ende fühlt man sich vielleicht tatsächlich etwas leichter, denn heißt es nicht so schön "Du bist, was Du isst"?
Leichtigkeit durch leichtes Essen? Schaden kann es auf jeden Fall nicht - gerade im Sommer, bei einer leichten Brise und zu einem Gläschen leichtem Wein.
Einkaufsliste für einen leichten Salat aus Babyspinat, Pfirsichen, Chèvre und Dinkelspirelli (Tipp: Ziegenmilchkäse und Dinkel sind jeweils leichter bekömmlich als ihre Pendants Kuhmilchkäse und Weizen): 125g Babyspinat, 2 Pfirsiche, 100g Chèvre, 200g Dinkelspirelli (oder eine glutenfreie Alternative), 2 TL Honig, 20g gehobelte Mandeln, 40 ml Olivenöl, 2 MS gemahlene Muskatnuss, Crema di Balsamico, Salz und Pfeffer
Was ist zu tun? Die Dinkelspirelli nach Packungsanleitung in Salzwasser al dente kochen. Die Pfirsiche achteln und mit etwas Olivenöl in eine ofenfeste Form legen. Den Honig über die Pfirsichscheiben träufeln und bei 180°C für 20 Minuten backen.
Die gehobelten Mandeln in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. Nebenbei 75 g Babyspinat, die 40 ml Olivenöl, 2 MS Muskatnuss, etwas Salz und Pfeffer mit dem Pürierstab zu einer glatten Masse vermengen.
Die abgekühlten Spirelli mit dem Spinatpesto vermengen. Dann die restlichen Babyspinatblätter und die Manedeln untermengen. Ggf. noch etwas Salz, Pfeffer und Olivenöl hinzufügen.
Den Spirelli-Spinat-Salat auf Tellern verteilen. Die Pfirsichscheiben und den grob zerbröselten Chèvre darüber geben und mit etwas Crema di Balsamico servieren.
Etwas Leichtes ist zugleich etwas Angenehmes, Einfaches, es hat etwas Befreiendes. Es ist das Gegenteil vom Belastbaren, von Schwere, von Druck. Und doch betitelt Milan Kundera seinen Roman mit der "unerträglichen Leichtigkeit des Seins". Aber wie kann etwas Leichtes unerträglich sein?
Vielleicht, weil es nicht so einfach ist, in den Zustand völliger Leichtigkeit zu gelangen. Vielleicht, weil man für die Leichtigkeit zunächst das Schwere loslassen muss - Ballast, Stress, Gedanken, Sorgen, Erinnerungen, die Vergangenheit. Aber das alles einfach ausblenden? So leicht scheint das mit der Leichtigkeit dann tatsächlich nicht zu sein ...
Nähern wir uns dem Thema vielleicht einmal von einer anderen Seite. Wenn ich mich schon nicht so einfach von meinen Gedanken und Sorgen oder dem mich umgebenden Stress befreien kann, kann ich zumindest dafür sorgen, dass kein weiterer Ballast hinzukommt. Dabei kann, wie ich finde, ein leichtes Gericht schon einmal ein Anfang sein! Etwas leicht verdauliches, etwas, das nicht so schwer im Magen liegt, wie ein frischer Salat, Fisch an gedünstetem Gemüse, ein Obstteller. Und am Ende fühlt man sich vielleicht tatsächlich etwas leichter, denn heißt es nicht so schön "Du bist, was Du isst"?
Leichtigkeit durch leichtes Essen? Schaden kann es auf jeden Fall nicht - gerade im Sommer, bei einer leichten Brise und zu einem Gläschen leichtem Wein.
Einkaufsliste für einen leichten Salat aus Babyspinat, Pfirsichen, Chèvre und Dinkelspirelli (Tipp: Ziegenmilchkäse und Dinkel sind jeweils leichter bekömmlich als ihre Pendants Kuhmilchkäse und Weizen): 125g Babyspinat, 2 Pfirsiche, 100g Chèvre, 200g Dinkelspirelli (oder eine glutenfreie Alternative), 2 TL Honig, 20g gehobelte Mandeln, 40 ml Olivenöl, 2 MS gemahlene Muskatnuss, Crema di Balsamico, Salz und Pfeffer
Was ist zu tun? Die Dinkelspirelli nach Packungsanleitung in Salzwasser al dente kochen. Die Pfirsiche achteln und mit etwas Olivenöl in eine ofenfeste Form legen. Den Honig über die Pfirsichscheiben träufeln und bei 180°C für 20 Minuten backen.
Die gehobelten Mandeln in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. Nebenbei 75 g Babyspinat, die 40 ml Olivenöl, 2 MS Muskatnuss, etwas Salz und Pfeffer mit dem Pürierstab zu einer glatten Masse vermengen.
Die abgekühlten Spirelli mit dem Spinatpesto vermengen. Dann die restlichen Babyspinatblätter und die Manedeln untermengen. Ggf. noch etwas Salz, Pfeffer und Olivenöl hinzufügen.
Den Spirelli-Spinat-Salat auf Tellern verteilen. Die Pfirsichscheiben und den grob zerbröselten Chèvre darüber geben und mit etwas Crema di Balsamico servieren.
Sonntag, 17. Februar 2013
Übers Bloggen (und über Pastinaken)
In letzter Zeit blogge ich nicht mehr so häufig wie früher und so habe ich mich gefragt, woran das liegen könnte ...
Vor ca. 2 1/2 Jahren habe ich diesen Blog ins Leben gerufen. Damals war ich nicht sehr glücklich in meinem Job, was unter anderem daran lag, dass ich meine Kreativität nicht ausleben konnte und mir meine Aufgaben wenig Spaß bereiteten (ich arbeitete damals als Unternehmensberaterin). Ich war daher auf der Suche nach etwas, was meine Leidenschaft erwecken, mir Freude bereiten und mich erfüllen würde und bin so über meinen Spaß am Kochen und Schreiben auf das Bloggen gekommen.
Ungefähr ein Jahr später, im Sommer 2011, wechselte ich dann meinen Job, der sich über das letzte Jahr von einem bloßen Job zu einer Tätigkeit entwickelt hatte, der ich jeden Tag von neuem mit großer Freude nachging. Ende letzten Jahres war ich dann endlich soweit ehrlichen Herzens sagen zu können, dass ich in meiner Arbeit richtig glücklich bin.
Und hier liegt auch - zumindest zum Teil - die Antwort zu der Frage, warum ich weniger blogge wie früher: Den Ausgleich, den ich in meinem vorherigen Job so nötig hatte, benötigte ich in diesem Ausmaß nicht mehr. Ich durfte kreativ sein, hatte viel Freiraum meine Ideen zu entfalten, ich hatte Spaß und Freude und hatte sogar als Teil meines Jobs die Möglichkeit viele Texte zu verfassen. Zusammengefasst: Meine Arbeit erfüllte mich in einem Ausmaß, das weniger Ausgleich bedurfte.
Aber wieso schreibe ich das in der Vergangenheitsform? Nun, das Leben steht scheinbar nie still und alles kann sich jeden Tag von heute auf morgen verändern. Mir selbst erging es vor ca. 2 1/2 Wochen so, als sich jobtechnisch plötzlich alles auf den Kopf stellte und ich mich momentan wieder in die Zeit meines vorherigen Jobs zurück versetzt fühle. Mal sehen, wie es jetzt weiter geht, vielleicht blogge ich demnächst wieder häufiger ... :)
Wenigstens gibt es ein paar Dinge, die im Leben immer konstant bleiben, wie zum Beispiel, dass wir jeden Tag etwas essen müssen, was mich auf das heutige Rezept bringt: Pastinaken an getrockneten Tomaten und Ziegenfrischkäse. (Bei Pastinaken handelt es sich um ein Wurzelgemüse, mit einem leicht süßlichen Geschmack, das in Deutschland in den Wintermonaten Saison hat.)
Einkaufsliste (ca. 4 Vorspeisen): 4 Pastinaken, 100g getrocknete Tomaten, 200g Ziegenfrischkäse, 2 EL Kokosfett, 400 ml Gemüsebrühe, 4 TL Petersielie (TK), feinstes Olivenöl, Salz und Pfeffer
Was ist zu tun: Pastinaken schälen und mit dem Gemüsehobel oder einem Messer schräg in dünne Scheiben schneiden (sehr breite Scheiben halbieren). Kokosfett in einem Topf erhitzen und die Pastinakenscheiben darin ca. 5 Minuten unter regelmäßigen umrühren dünsten. Dann mit Gemüsebrühe ablöschen und ca. 5-7 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen, bis die Scheiben weich sind.
In der Zwischenzeit die getrockneten Tomaten der Länge nach in schmale Streifen schneiden.
Das Wasser abgießen und die Pastinaken abtropfen und ein wenig abkühlen lassen. Die Pastinaken, getrockneten Tomaten, Petersilie und etwas Olivenöl in einer Schale vermengen und ggf. mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken.
Den Pastinakensalat gleichmäßig auf Teller verteilen. Den Ziegenkäse grob zerbröseln und darüber streuen und noch etwas Olivenöl darüber träufeln.
Den Salat kann man ganz wunderbar mit etwas Quinoa, Hirse oder Couscous zu einer sättigenden Hauptspeise machen. Außerdem passen geröstete Sonnenblumenkerne ganz wunderbar dazu.
Vor ca. 2 1/2 Jahren habe ich diesen Blog ins Leben gerufen. Damals war ich nicht sehr glücklich in meinem Job, was unter anderem daran lag, dass ich meine Kreativität nicht ausleben konnte und mir meine Aufgaben wenig Spaß bereiteten (ich arbeitete damals als Unternehmensberaterin). Ich war daher auf der Suche nach etwas, was meine Leidenschaft erwecken, mir Freude bereiten und mich erfüllen würde und bin so über meinen Spaß am Kochen und Schreiben auf das Bloggen gekommen.
Ungefähr ein Jahr später, im Sommer 2011, wechselte ich dann meinen Job, der sich über das letzte Jahr von einem bloßen Job zu einer Tätigkeit entwickelt hatte, der ich jeden Tag von neuem mit großer Freude nachging. Ende letzten Jahres war ich dann endlich soweit ehrlichen Herzens sagen zu können, dass ich in meiner Arbeit richtig glücklich bin.
Und hier liegt auch - zumindest zum Teil - die Antwort zu der Frage, warum ich weniger blogge wie früher: Den Ausgleich, den ich in meinem vorherigen Job so nötig hatte, benötigte ich in diesem Ausmaß nicht mehr. Ich durfte kreativ sein, hatte viel Freiraum meine Ideen zu entfalten, ich hatte Spaß und Freude und hatte sogar als Teil meines Jobs die Möglichkeit viele Texte zu verfassen. Zusammengefasst: Meine Arbeit erfüllte mich in einem Ausmaß, das weniger Ausgleich bedurfte.
Aber wieso schreibe ich das in der Vergangenheitsform? Nun, das Leben steht scheinbar nie still und alles kann sich jeden Tag von heute auf morgen verändern. Mir selbst erging es vor ca. 2 1/2 Wochen so, als sich jobtechnisch plötzlich alles auf den Kopf stellte und ich mich momentan wieder in die Zeit meines vorherigen Jobs zurück versetzt fühle. Mal sehen, wie es jetzt weiter geht, vielleicht blogge ich demnächst wieder häufiger ... :)
Wenigstens gibt es ein paar Dinge, die im Leben immer konstant bleiben, wie zum Beispiel, dass wir jeden Tag etwas essen müssen, was mich auf das heutige Rezept bringt: Pastinaken an getrockneten Tomaten und Ziegenfrischkäse. (Bei Pastinaken handelt es sich um ein Wurzelgemüse, mit einem leicht süßlichen Geschmack, das in Deutschland in den Wintermonaten Saison hat.)
Einkaufsliste (ca. 4 Vorspeisen): 4 Pastinaken, 100g getrocknete Tomaten, 200g Ziegenfrischkäse, 2 EL Kokosfett, 400 ml Gemüsebrühe, 4 TL Petersielie (TK), feinstes Olivenöl, Salz und Pfeffer
Was ist zu tun: Pastinaken schälen und mit dem Gemüsehobel oder einem Messer schräg in dünne Scheiben schneiden (sehr breite Scheiben halbieren). Kokosfett in einem Topf erhitzen und die Pastinakenscheiben darin ca. 5 Minuten unter regelmäßigen umrühren dünsten. Dann mit Gemüsebrühe ablöschen und ca. 5-7 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen, bis die Scheiben weich sind.
In der Zwischenzeit die getrockneten Tomaten der Länge nach in schmale Streifen schneiden.
Das Wasser abgießen und die Pastinaken abtropfen und ein wenig abkühlen lassen. Die Pastinaken, getrockneten Tomaten, Petersilie und etwas Olivenöl in einer Schale vermengen und ggf. mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken.
Den Pastinakensalat gleichmäßig auf Teller verteilen. Den Ziegenkäse grob zerbröseln und darüber streuen und noch etwas Olivenöl darüber träufeln.
Den Salat kann man ganz wunderbar mit etwas Quinoa, Hirse oder Couscous zu einer sättigenden Hauptspeise machen. Außerdem passen geröstete Sonnenblumenkerne ganz wunderbar dazu.
Mittwoch, 12. September 2012
Eine Prise Herbst
Die Einen schwelgen in diesen ersten Herbsttagen noch in Sommererinnerungen und hätten es am liebsten, dass die milden Temperaturen ewig währen. Die Anderen freuen sich über die erste herbstliche Brise, die erste Goldfärbung der Blätter und die rauer werdenden Temperaturen. Auch ich zähle zu letzterer Gruppe ...
Für mich wohnt dem Herbst ein ganz eigener, ganz besonderer Zauber inne. Ist es nicht ein Wunder, wie sich die Farbe der Blätter wie auf Knopfdruck von einem satten Grün in ein leuchtendes Gold verwandelt? Oder wie Kürbisse, Rüben und Kartoffeln sich zu ihrer vollen Reife entfalten? Wie die Nüsse einfach vom Baum fallen - loslassen -, weil sie wissen, dass sie jetzt reif sind? Wie die Tiere im Herbst instinktiv den Vorrat für den Winter sammeln? Wie urplötzlich eine Brise aufkommt und man sich wundert, wo diese herkommt?
Ich habe die erste herbstliche Brise mit einer Prise herbstlicher Zutaten in der Küche begrüßt: mit Birnen und Walnüssen. Diese werden auf einem leichten Blätterteigboden von würzigem Stilton, feinem Thymianaroma und süßem Honig untermalt. Für mich ein geschmackliches Wunder des Herbstes!
Shopping-Liste für herbstlichen Birnen-Stilton-Flammkuchen (ergibt 4 Mini-Flammkuchen): 4 Scheiben Dinkelblätterteig (gibt es von moin, ansonsten genug Blätterteig für 4 Blätterteigkreise mit einem Durchmesser von ca. 10 cm), 2 Birnen (eher kleine und sie sollten nicht zu weich sein), 75g Stilton, 20g Walnüsse, 8 Zweige frischer Thymian, 2 TL flüssiger Honig (alle Produkte wie immer bevorzugt in Bio-Qualität bzw. aus regionalem Anbau)
To Do's: Den Backofen auf 200°C vorheizen. Blätterteig antauen lassen. Wenn die Blätterteigscheiben von moin verwendet werden, haben diese bereits die richtige Größe (wer möchte kann die Ecken rund abschneiden, sodass ein kreisförmiger Flammkuchen entsteht). Ansonsten Kreise mit 10 cm Durchmesser aus dem alternativ verwendeten Teig ausschneiden, z.B. mit einer Suppenschale.
Die Birnen vierteln, Kerne und Stunk entfernen und mit einem Gemüsehobel in feine Scheiben schneiden (daher sollten die Birnen nicht zu weich sein). Die Blätterteigscheiben auf ein Blech mit Backpapier geben, mit den Birnen belegen und dabei einen Rand von 1/2-1 cm lassen (ca. 1/2 Birne pro Flammkuchen). Den Stilton grob zerkrümeln und auf den Birnen verteilen. Die Walnüsse grob zerkleinern und ebenfalls über den Birnen verteilen. Die Blättchen von den Thymianzweigen zupfen und über die anderen Zutaten streuen (ca. 2 Thymianzweige pro Flammkuchen). Zuletzt den Honig obenauf verteilen (ca. 1/2 Teelöffel pro Flammkuchen).
Das Blech in den Ofen schieben und für ca. 12-15 Minuten backen, bis sich die Blätterteigränder leicht braun färben.
Normalerweise gebe ich keine gesonderte Empfehlung zu einem meiner Rezepte, aber dieses muss ich nun doch ausdrücklich empfehlen! Ich habe die Kombination einfach auf gut Glück getestet und war umso mehr überrascht von deren Stimmigkeit und Intensität: Von der ersten Gabel an wurde der Genuss der Flammkuchen von einem "mmmmmmmh" begleitet ...
Montag, 11. Juni 2012
Essen ist ein Fest!
Spanische Tapas, italienische Antipasti oder venezianische Cicchetti, griechische, arabische oder türkische Meze. Zu Deutsch: Kleinigkeiten, Häppchen, Appetitanreger. Allerdings versinnbildlicht keine dieser Bezeichnungen die große Kultur der kleinen Speisen in den südländischen Küchen richtig. Klar, in der deutschen oder auch anderen nördlicheren Küchen sind sie in dieser Form auch nicht verankert. Aber wieso eigentlich?
Bei meinen Recherchen dazu habe ich unter anderem herausgefunden, dass die griechischen Meze oder Mezedes ursprünglich in Kaffeehäusern als Form der Gastfreundschaft serviert wurden. Auch die italienischen Antipasti werden in einer Menüabfolge nicht unbedingt als Vorspeise serviert, sondern eher vor dem richtigen Abendessen in einer Bar zu Prosecco oder Vino Bianco gereicht. Als Symbol der Gastfreundschaft kann man sie ebenfalls verstehen, denn wenn man zum Aperitivo in eine Bar geht, zahlt man nur für das Getränk, das Antipastibuffet gibt es sozusagen umsonst dazu. In beiden Fällen spielt also ein gastfeundschaftlicher Aspekt eine wichtige Rolle, wenn gefüllte Weinblätter, Grillgemüse, Prosciutto und weitere Köstlichkeiten serviert werden.
Bei Antipasti, Tapas & Co. geht es aber auch und im Besonderen um Gesellschaft! In Spanien, genauso wie in Italien, werden Tapas oder Pinchos in erster Linie in Bars verspeist und zwar mit der Familie, Freunden oder Bekannten. Dazu gibt es ein Caña (ein kleines Bier) und man unterhält sich. Welchen Stellenwert das soziale Zusammenkommen in Spanien hat, zeigt der Fakt, dass Spanien als Land mit den meisten Bars pro Kopf bekannt ist!
In der Türkei können die landestypischen Meze einen Teil der Hauptmahlzeit am Mittag oder Abend darstellen. Gerade beim Abendessen begleiten die Meze dabei das Essen bis über die Hauptspeise hinweg den ganzen Abend. Generell werden in der Türkei nie nur Getränke serviert! Immer gibt es Meze oder Salat dazu, wie ich von einem Bekannten weiß. Es geht bei dem Verzehr der türkischen Appetitanreger also ebenfalls um Gesellschaft und Geselligkeit!
Die Schlussfolgerung, die ich aus der hier genannten Esskulturen ziehe, ist, dass die südländischen Häppchen auf dem Stellenwert des Essens sowie der Freude am gesellschaftlichen Zusammenkommen beruhen. Speisen bedeutet hier nicht einfach nur das Aufnehmen von Nahrung und sich treffen bedeutet nicht einfach nur zusammen sitzen. Vielmehr ergänzt das eine das andere! Man kommt zusammen, tauscht sich aus, lacht, trinkt und dabei genießt, speist oder nascht man gemeinsam. Besonders praktisch und kommunikativ sind dabei natürlich kleine Häppchen! Aber egal ob nun kleine Portionen oder die vollumfängliche Mahlzeit, in den südlichen Ländern wird aus dem Essen generell immer eis Fest, ein Fest der Geselligkeit!
Ich finde wir können uns öfters ein Beispiel an Italien, Spanien, der Türkei und Griechenland nehmen und die Mahlzeit zu einem gesellschaftlichen Fest machen! Denn essen sollte nicht nur gleich essen sein, es sollte vielmehr ein Genuss sein und wie kann man besser genießen als mit den Menschen, die man gern hat?
Shopping-Liste für Auberginen-Röllchen mit einer Ricotta-Feigen-Füllung (eine italienische Kleinigkeit): 2 mittelgroße Auberginen (ca. 400g), 200g Ricotta, 3 getrocknete Feigen (ca. 50g), 3 TL Pinienkerne, 1-2 Knoblauchzehen (zerdrückt), abgeriebene Schale 1 Bio-Zitrone, Chiliflocken, 50ml Olivenöl, Salz, Pfeffer
To Do's: Den Backofen auf 200°C vorheizen. Olivenöl mit Knoblauch, Zitronenschale, Salz und Pfeffer vermengen. Auberginen in ca. 3mm breite Scheiben schneiden und mit der Olivenöl-Marinade von beiden Seiten bepinseln und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Die Auberginenscheiben ca. 5-7 Minuten im Ofen auf oberster Schiene backen (die Ränder sollten leicht bräunlich sein).
In der Zwischenzeit, die Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. Danach grob zerkleinern. Die Feigen in kleine Stücke schneiden. Ca. 4-6 EL Wasser erhitzen, die Feigenstücke hinzugeben und kurz aufkochen lassen. Dann beiseite stellen und ca. 5 Minuten quellen lassen. Den Ricotta in ein Schüsselchen geben und Pinienkerne, Feigen und etwas Chiliflocken hinzugeben und gründlich verrühren. Je nach Geschmack etwas mehr Chiliflocken hinzugeben.
Pro Auberginenscheibe ca. 1 TL der Ricottafüllung nehmen und vorsichtig einrollen. Ggf. mit Zahnstochern befestigen. Und zum Schluss in Gesellschaft genießen.
Wer möchte kann die Auberginenröllchen mit Rucola und einer leichten Vinaigrette aus Olivenöl, Zitronensaft, Salz und Pfeffer servieren.
Bei meinen Recherchen dazu habe ich unter anderem herausgefunden, dass die griechischen Meze oder Mezedes ursprünglich in Kaffeehäusern als Form der Gastfreundschaft serviert wurden. Auch die italienischen Antipasti werden in einer Menüabfolge nicht unbedingt als Vorspeise serviert, sondern eher vor dem richtigen Abendessen in einer Bar zu Prosecco oder Vino Bianco gereicht. Als Symbol der Gastfreundschaft kann man sie ebenfalls verstehen, denn wenn man zum Aperitivo in eine Bar geht, zahlt man nur für das Getränk, das Antipastibuffet gibt es sozusagen umsonst dazu. In beiden Fällen spielt also ein gastfeundschaftlicher Aspekt eine wichtige Rolle, wenn gefüllte Weinblätter, Grillgemüse, Prosciutto und weitere Köstlichkeiten serviert werden.
Bei Antipasti, Tapas & Co. geht es aber auch und im Besonderen um Gesellschaft! In Spanien, genauso wie in Italien, werden Tapas oder Pinchos in erster Linie in Bars verspeist und zwar mit der Familie, Freunden oder Bekannten. Dazu gibt es ein Caña (ein kleines Bier) und man unterhält sich. Welchen Stellenwert das soziale Zusammenkommen in Spanien hat, zeigt der Fakt, dass Spanien als Land mit den meisten Bars pro Kopf bekannt ist!
In der Türkei können die landestypischen Meze einen Teil der Hauptmahlzeit am Mittag oder Abend darstellen. Gerade beim Abendessen begleiten die Meze dabei das Essen bis über die Hauptspeise hinweg den ganzen Abend. Generell werden in der Türkei nie nur Getränke serviert! Immer gibt es Meze oder Salat dazu, wie ich von einem Bekannten weiß. Es geht bei dem Verzehr der türkischen Appetitanreger also ebenfalls um Gesellschaft und Geselligkeit!
Die Schlussfolgerung, die ich aus der hier genannten Esskulturen ziehe, ist, dass die südländischen Häppchen auf dem Stellenwert des Essens sowie der Freude am gesellschaftlichen Zusammenkommen beruhen. Speisen bedeutet hier nicht einfach nur das Aufnehmen von Nahrung und sich treffen bedeutet nicht einfach nur zusammen sitzen. Vielmehr ergänzt das eine das andere! Man kommt zusammen, tauscht sich aus, lacht, trinkt und dabei genießt, speist oder nascht man gemeinsam. Besonders praktisch und kommunikativ sind dabei natürlich kleine Häppchen! Aber egal ob nun kleine Portionen oder die vollumfängliche Mahlzeit, in den südlichen Ländern wird aus dem Essen generell immer eis Fest, ein Fest der Geselligkeit!
Ich finde wir können uns öfters ein Beispiel an Italien, Spanien, der Türkei und Griechenland nehmen und die Mahlzeit zu einem gesellschaftlichen Fest machen! Denn essen sollte nicht nur gleich essen sein, es sollte vielmehr ein Genuss sein und wie kann man besser genießen als mit den Menschen, die man gern hat?
Shopping-Liste für Auberginen-Röllchen mit einer Ricotta-Feigen-Füllung (eine italienische Kleinigkeit): 2 mittelgroße Auberginen (ca. 400g), 200g Ricotta, 3 getrocknete Feigen (ca. 50g), 3 TL Pinienkerne, 1-2 Knoblauchzehen (zerdrückt), abgeriebene Schale 1 Bio-Zitrone, Chiliflocken, 50ml Olivenöl, Salz, Pfeffer
To Do's: Den Backofen auf 200°C vorheizen. Olivenöl mit Knoblauch, Zitronenschale, Salz und Pfeffer vermengen. Auberginen in ca. 3mm breite Scheiben schneiden und mit der Olivenöl-Marinade von beiden Seiten bepinseln und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Die Auberginenscheiben ca. 5-7 Minuten im Ofen auf oberster Schiene backen (die Ränder sollten leicht bräunlich sein).
In der Zwischenzeit, die Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. Danach grob zerkleinern. Die Feigen in kleine Stücke schneiden. Ca. 4-6 EL Wasser erhitzen, die Feigenstücke hinzugeben und kurz aufkochen lassen. Dann beiseite stellen und ca. 5 Minuten quellen lassen. Den Ricotta in ein Schüsselchen geben und Pinienkerne, Feigen und etwas Chiliflocken hinzugeben und gründlich verrühren. Je nach Geschmack etwas mehr Chiliflocken hinzugeben.
Pro Auberginenscheibe ca. 1 TL der Ricottafüllung nehmen und vorsichtig einrollen. Ggf. mit Zahnstochern befestigen. Und zum Schluss in Gesellschaft genießen.
Wer möchte kann die Auberginenröllchen mit Rucola und einer leichten Vinaigrette aus Olivenöl, Zitronensaft, Salz und Pfeffer servieren.
Sonntag, 19. Februar 2012
Vegetarische Vielfalt
Normalerweise bin ich in der Küche sehr schöpferisch unterwegs: probiere
aus, ändere ab, experimentiere und kreiere. Kochbücher sind für mich eher eine
Quelle der Inspiration und nicht eine strikte Anweisung, die es zu befolgen
gilt. Ab und an überzeugt mich eine Rezeptvorlage jedoch so sehr, dass ich ihn
nachkochen muss.
"Gemüse satt!" hat in dieser Hinsicht einiges zu bieten! Das vegetarische Kochbuch trifft an so vielen Stellen genau meinen Geschmack, dass ich sogar mehr als nur ein Rezept nach Plan kochte.
Mit raffinierten Gerichten und puristischen Fotoaufnahmen ebendieser, hat es meiner Meinung nach das Potential auch noch so überzeugte Fleischliebhaber zu einer vegetarischen Mahlzeit zu verleiten. „Mini-Crêpe mit Kerbel, Auberginenkaviar und Granatapfelkernen“, „Kartoffelpuffer mit Oliven und pochierten Eiern“, „Gratinierte Gnocchi mit Ricotta und Petersilienbutter“ oder „Schokoladentarte mit Salzkaramell“ zeigen die Vielfalt und Kreativität der vegetarischen Küche, die von Fleischessern doch noch oft als langweilig und einseitig bezeichnet wird.
Ich habe mich an dieser Stelle entschieden, die pikanten Kürbistartellets aus der Rubrik „Vorspeisen & kleine Gerichte“, die mir besonders gut geschmeckt haben, vorzustellen. Hier fügen sich würzige Harissa-Paste, salziger Feta mit süßlichem Kürbis und mildem Frischkäse zu einem vielseitigem Geschmackserlebnis zusammen! Bei den „400g Kürbis“ habe ich mich für Butternusskürbis entschieden, der „Blätterteig“ wurde bei mir zu Vollkornblätterteig und der „Frischkäse“ zu Ziegenfrischkäse. Was ansonsten in das Gericht gehört:
400g Butternusskürbis (Kerne entfernt und in Halbmonde geschnitten, ca. 5cm lang), 300g Vollkornblätterteig (z.B. von Moin), 100g Feta, 2 EL Ziegenfrischkäse, 1 EL Harissa, 1 Ei, 1-2 TL Thymian, 1 EL Olivenöl, Fleur de Sel, Pfeffer, Backpapier
To Do’s: Den Backofen auf 200°C vorheizen. Kürbismonde auf einem mit Backpapier belegten Blech verteilen, Olivenöl mit einem Pinsel darauf verteilen, mit Salz und Pfeffer bestreuen und ca. 15 Minuten im Backofen backen. Danach das Blech aus dem Backofen nehmen und beiseite stellen. Backofen nicht abschalten.
In der Zwischenzeit den Blätterteig auftauen lassen und die Harissamischung vorbereiten. Hierfür Harissa, Ei, Frischkäse und die Hälfte des Fetas (zerbröselt) mit einer Gabel verquirlen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Außerdem die andere Hälfte des Fetas in kleine Würfel schneiden.
Den Blätterteig von moin (6 Scheiben) jeweils halbieren oder falls ein anderer Blätterteig verwendet wird, diesen ggf. ausrollen und in 12 gleichgroße Rechtecke schneiden. Diese auf ein mit Backpapier belegtem Blech legen und jeweils mit der Harissamischung bestreichen, sodass ein fingerbreiter Rand bleibt. Kürbismonde und Fetawürfel darauf legen und mit Thymian bestreuen. In den Backofen geben und 15-20 Minuten backen, bis der Blätterteig aufgegangen ist und die Fetawürfel leicht angebräunt sind.
Auf den Geschmack gekommen? „Gemüse Satt!“ von Alice Hart gibt es hier.
Wo es Moin-Blätterteig zu kaufen gibt, erfahrt Ihr hier.
"Gemüse satt!" hat in dieser Hinsicht einiges zu bieten! Das vegetarische Kochbuch trifft an so vielen Stellen genau meinen Geschmack, dass ich sogar mehr als nur ein Rezept nach Plan kochte.
Mit raffinierten Gerichten und puristischen Fotoaufnahmen ebendieser, hat es meiner Meinung nach das Potential auch noch so überzeugte Fleischliebhaber zu einer vegetarischen Mahlzeit zu verleiten. „Mini-Crêpe mit Kerbel, Auberginenkaviar und Granatapfelkernen“, „Kartoffelpuffer mit Oliven und pochierten Eiern“, „Gratinierte Gnocchi mit Ricotta und Petersilienbutter“ oder „Schokoladentarte mit Salzkaramell“ zeigen die Vielfalt und Kreativität der vegetarischen Küche, die von Fleischessern doch noch oft als langweilig und einseitig bezeichnet wird.
Ich habe mich an dieser Stelle entschieden, die pikanten Kürbistartellets aus der Rubrik „Vorspeisen & kleine Gerichte“, die mir besonders gut geschmeckt haben, vorzustellen. Hier fügen sich würzige Harissa-Paste, salziger Feta mit süßlichem Kürbis und mildem Frischkäse zu einem vielseitigem Geschmackserlebnis zusammen! Bei den „400g Kürbis“ habe ich mich für Butternusskürbis entschieden, der „Blätterteig“ wurde bei mir zu Vollkornblätterteig und der „Frischkäse“ zu Ziegenfrischkäse. Was ansonsten in das Gericht gehört:
400g Butternusskürbis (Kerne entfernt und in Halbmonde geschnitten, ca. 5cm lang), 300g Vollkornblätterteig (z.B. von Moin), 100g Feta, 2 EL Ziegenfrischkäse, 1 EL Harissa, 1 Ei, 1-2 TL Thymian, 1 EL Olivenöl, Fleur de Sel, Pfeffer, Backpapier
To Do’s: Den Backofen auf 200°C vorheizen. Kürbismonde auf einem mit Backpapier belegten Blech verteilen, Olivenöl mit einem Pinsel darauf verteilen, mit Salz und Pfeffer bestreuen und ca. 15 Minuten im Backofen backen. Danach das Blech aus dem Backofen nehmen und beiseite stellen. Backofen nicht abschalten.
In der Zwischenzeit den Blätterteig auftauen lassen und die Harissamischung vorbereiten. Hierfür Harissa, Ei, Frischkäse und die Hälfte des Fetas (zerbröselt) mit einer Gabel verquirlen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Außerdem die andere Hälfte des Fetas in kleine Würfel schneiden.
Den Blätterteig von moin (6 Scheiben) jeweils halbieren oder falls ein anderer Blätterteig verwendet wird, diesen ggf. ausrollen und in 12 gleichgroße Rechtecke schneiden. Diese auf ein mit Backpapier belegtem Blech legen und jeweils mit der Harissamischung bestreichen, sodass ein fingerbreiter Rand bleibt. Kürbismonde und Fetawürfel darauf legen und mit Thymian bestreuen. In den Backofen geben und 15-20 Minuten backen, bis der Blätterteig aufgegangen ist und die Fetawürfel leicht angebräunt sind.
Auf den Geschmack gekommen? „Gemüse Satt!“ von Alice Hart gibt es hier.
Wo es Moin-Blätterteig zu kaufen gibt, erfahrt Ihr hier.
Donnerstag, 17. November 2011
Kürbissüchtig
Es ist soweit! Mit dem mittlerweile 6ten Kürbisrezept auf dieser Seite, komme ich an dieser Stelle nun nicht mehr darum herum, eine meiner großen Schwächen preiszugeben: Ich bin kürbissüchtig!
Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass der Kürbis mit seinen goldgelben und orangen Farbnuancen als Inbegriff für den Herbst steht oder dass man auf den Wochenmärkten sowieso an keinem Gemüsestand vorbeikommt, ohne von der großen Auswahl an Muskat, Hokkaido, Bischofsmütze und Butternuss verführt zu werden. Ein weiterer Grund könnten auch die wertvollen Inhaltsstoffe, mit denen der Kürbis prall gefüllt ist, sein. Oder aber es liegt schlichtweg daran, dass Kürbisse einfach unglaublich wandelbar sind, sodass einem bei den unzähligen Zubereitungsmöglichkeiten einfach nicht langweilig werden kann!
Auch wenn der ein oder andere nun meint, sich in dieser Kürbissaison bereits an dem orangenen Gemüse übergessen zu haben, bin ich überzeugt, dass das Kürbisrezept, das ich an dieser Stelle vorstelle, ihn eines Besseren belehren wird! Denn hier vermischen sich die Aromen von Hokkaido, Kürbiskernen und Kürbiskernöl zu einem geschmacklich vielfältigem Kürbispesto, das wundervoll auf ein knuspriges Ciabatta oder zu Spaghetti, Orecchiette & Co. passt.
Shopping-Liste (hier für ca. 3 Hauptspeisen mit Pasta): 150g Hokkaidokürbis (das Fleisch), 50g Kürbiskerne, 75ml Olivenöl, 25ml Kürbiskernöl, 3 EL frisch geriebener Parmesan, 1 TL frisch geriebene Zitronenschale, 1 Handvoll frische glatte Petersilie, ca. 50ml Nudelwasser, 300g Orecchiette (Alternative: glutenfreie Penne), Salz und Pfeffer
To Do`s: Den Backofen auf 200°C vorheizen. Den Kürbis waschen, Kerne entfernen und in Würfel schneiden (wichtig: die Kürbiswürfel sollten die 150g ergeben). Die Würfel auf einem mit Backpapier belegten Blech verteilen und für ca. 25 Minuten backen (der Kürbis sollte danach schön weich sein).
In der Zwischenzeit die Kürbiskerne in einer beschichteten Pfanne ohne fett rösten sowie die Nudeln gemäß Verpackung zubereiten (wichtig: das Nudelwasser ausreichend salzen und mindestens 50ml davon für das Pesto auffangen).
Kürbiswürfel, Kürbiskerne, Kürbiskernöl, Olivenöl, Zitronenschale sowie Petersilie in einem Mixer oder mit einem Zauberstab nicht zu fein pürieren. Den Parmesan mit einem Löffel unterheben. Nudelwasser hinzugeben - je nach Konsistenz ggf. mehr als 50ml -, und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Schluss mit den al dente gekochten Orecchiette vermengen und servieren.
Sonntag, 17. Juli 2011
Eieiei - Kleine Eierspeisenkunde
Ob Omelette, Tortilla oder Frittata, die Zutaten sind die gleichen. Und trotzdem liegen zwischen diesen Eierspeisen aus Frankreich, Spanien und Italien einige Unterschiede!
Zunächst nach Frankreich: hier werden für das Omelette die Eier locker verquirlt, in eine heiße, gefettete Pfanne gegeben und dann ohne sie zu wenden zu Ende gegart. Dabei entsteht eine Art Pfannkuchen. Und so wird auch das Omelette meist wie ein Pfannkuchen mit allen möglichen Zutaten gefüllt, um dann gefaltet oder gerollt serviert zu werden.
Die Tortilla Espanola kann als eines der spanischen Nationalgerichte gesehen werden und wird neben Eiern, aus Kartoffeln und Zwiebeln zubereitet. Dabei gleicht sie eher einer Art Kuchen im Vergleich zum hauchzarten Omelette. Aufgrund dieses Unterschieds wird sie entweder im Backofen zum Stocken gebracht oder aber in der Pfanne gewendet.
Auch die Frittata muss in der Pfanne gewendet werden und wird wie die Tortilla als "Kuchenstück" serviert. Hier werden die Zutaten, wie Gemüse, Käse, Fisch, Fleisch oder sogar Pasta gemeinsam mit den Eiern verquirlt und in die Pfanne gegeben. Die Masse lässt man dann bei mittlerer Hitze stocken, bevor sie zum Schluss ein Mal gewendet wird.
Ich habe mich an dieser Stelle für die Frittata entschieden, um sie gemeinsam mit Zucchini, getrockneten Tomaten und würzigem Feta in ein leichtes Sommergericht zu verwandeln, das herrlich zum Aperitivo bei Sonnenuntergang oder als Beilage zu Gegrilltem unter freiem Himmel passt.
Shopping-Liste für die Zucchini-Frittata mit getrockneten Tomaten und Feta: 5 Eier, 1/2 Zucchini (oder 1 kleine Zucchini), 6-8 getrocknete Tomaten (je nach Größe), 80g Feta, 1 handvoll Basilikumblätter, etwas Salz und Pfeffer, 20g Butter
To Do`s: Die Zucchini in feine Scheiben schneiden und diese halbieren. Die Tomaten in kleine Stücke schneiden, den Feta würfeln und die Basilikumblätter klein zupfen.
Die Eier verquirlen und die zerkleinerten Zutaten unterrühren. Salzen und pfeffern.
Die Butter in einer antihaft Pfanne schmelzen. Die Eiermischung zugießen, mit einem Deckel zudecken und bei mittlerer Hitze 10 bis 12 Minuten stocken lassen. Wenn die Masse fest ist, vorsichtig wenden und zugedeckt noch einmal für ca. 5 Minuten anbraten.
Zum Servieren die Frittata wieder auf die andere Seite wenden, da diese optisch schöner aussieht, und entweder als Kuchenstück oder als Würfel zum Aperitivo servieren.
Sonntag, 6. März 2011
Fake-Frikadellen
Natürlich wird die klassische Frikadelle aus Fleisch gemacht. Meiner Meinung nach, schmeckt die Tofu-Variante mit getrockneten Tomaten aber mindestens genauso gut! Also, warum die Gäste nicht einfach mal mit der fleischlosen Variante überraschen? Und wer weiß, vielleicht fällt die Fake-Frikadelle noch nicht mal auf...
Shopping-Liste (für ca. 15 Mini-Frikadellen, die sind handlicher und somit für die Party besser geeignet): 20g Reisflocken, 30g Sesamsaat, 1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, 200g Tofu (Natur), 50g getrocknete Tomaten, 75g glutenfreies Paniermehl, 2 Eier, 4 EL Öl, 1 EL Orangensenf (oder alternativ Dijon-Senf), 1 handvoll frische Petersilie (glatt), Salz und Pfeffer
To Do`s: Reisflocken und Sesam in einer Pfanne ohne Fett rösten. Zwiebel und Knoblauch fein hacken und in 1 EL Öl andünsten.
Den Tofu mit einer Gabel zerdrücken, die Tomaten kleinschneiden und beides mit Zwiebel und Knoblauch pürieren. Senf, Paniermehl und Eier unterheben und anschließend mit Sesam, Reisflocken und der klein gehackten Petersilie zu einer glatten Masse kneten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Aus der Frikadellenmasse ca. 15 Mini-Frikadellen formen. Diese in 3 EL Olivenöl von beiden Seiten goldbraun anbraten. Mit Senf servieren (den Orangensenf kann ich hier wirklich empfehlen).
Zu anderen Anlässen passt ein einfacher Salat auch ganz hervorragend zu diesen Fake-Frikadellen!
Inspired by Schrot&Korn
Donnerstag, 17. Februar 2011
Tramezzino Tricolore di Polenta
Dieser Variation gebührt ein Rahmen, dachte ich mir. Und so habe ich der italienischen Farbkombination ein sattes Gelb in Form von Polenta hinzugefügt. Heraus kam dabei das Polentasandwich Tricolore bzw. die viel melodischer klingende italienische Version: Tramezzino Tricolore di Polenta.
Shopping-Liste (für 4 Tramezzini): 125g Maisgries, 300ml Gemüsebrühe, 100ml Sojamilch, 1 Packung Büffelmozzarella, 8-12 getrocknete Tomaten (je nach Größe), 8 große Basilikumblätter, 2 EL Pinienkerne, 4 TL Basilikumpesto (für die selbstgemachte Version, siehe Blogeintrag „Italienische Brotzeit“), Salz
To Do’s: Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne ohne Fett anrösten. Gemüsebrühe zum Kochen bringen, die Milch hinzugeben und den Maisgries unter Rühren ebenso hinzugeben. Kurz aufkochen lassen, die Pinienkerne und etwas Salz untermischen und die Polenta für ca. 10 Minuten bei niedriger Hitze quellen lassen. Hin und wieder umrühren.
Die Polenta auf einem Brett oder in einer flachen Pfanne ca. 1 cm hoch glatt streichen und komplett abkühlen lassen. In der Zwischenzeit, die getrockneten Tomaten abtropfen lassen und den Büffelmozzarella in dünne Scheiben schneiden (ca. 2-3 Scheiben pro Tramezzino). Die Mozzarellascheiben sollte man ebenfalls abtropfen lassen, sodass sie die Polenta nicht zu sehr durchweichen.
Wenn die Polenta komplett abgekühlt ist, vorsichtig in 8 Vierecke schneiden. Die Vierecke in einer beschichteten Pfanne ohne Fett ca. 5 Minuten je Seite anrösten, sodass eine leichte Bräune entsteht. Kurz abkühlen lassen.
Die Polentavierecke je mit einem halben TL Basilikumpesto bestreichen. Auf ein Viereck ca. 2 getrocknete Tomaten (je nach Größe, ggf. auch mehr), 2 Scheiben Mozzarella und 2 Basilkumblätter legen und mit einem weiteren Viereck bedecken.
Die Tramezzini passen besonders gut als Snack zum Aperitivo! Alla salute!
Mittwoch, 19. Januar 2011
Italienische Brotzeit
Ein ähnliches Phänomen sehe ich beim Pesto. Da die Italiener mit einer Vielzahl von Pestosorten den deutschen Markt überfluten, kommt kaum jemand auf die Idee sein Pesto selbst zuzubereiten.
Dabei ist sowohl die Zubereitung von Brot, als auch die von Pesto kinderleicht und auch nicht sehr zeitaufwändig. Vor allem aber weiß man ganz genau, was eigentlich in seinem Produkt drin ist! Denn gerade bei Pesto wird das teure Olivenöl oft mit billigem Sonnenblumenöl gestreckt. Daher mein Tipp: Öfter einen kritschen Blick auf die Zutaten werfen. Oder noch viel besser: Pesto und Brot selbst zubereiten! Und wie das geht zeigt folgendes Rezept für eine italienische Brotzeit.
Shopping-Liste...
...für das Dinkel-Buchweizen-Brot mit getrockneten Tomaten: 300g Dinkelmehl, 150g Buchweizenmehl, 50g Kartoffelmehl, ½ Päckchen Trockenhefe, ca. 300ml Wasser, 1 EL Fleur de Sel, etwas Rohrohrzucker, 100g getrocknete Tomaten, Frischhaltefolie, Backpapier und 12 Stunden Ruhezeit
…für das Basilikumpesto: 50g Basilikumblätter, 30g Pinienkerne, 20g Parmesan, 60ml Olivenöl, ½ Knoblauchzehe, etwas Salz und Pfeffer
To Do´s:
Für das Brot, die Mehlsorten sowie die Trockenhefe miteinander vermengen. Das Wasser und ein wenig Zucker (ca. ½ TL) hinzugeben und zu einem Teig kneten. Ggf. etwas mehr Wasser hinzufügen, falls der Teig zu trocken wirkt. Den Teig mit einem Küchentuch bedeckt ca. 20 Minuten an einem warmen Ort (z.B. über der Heizung) gehen lassen.
Das Öl der getrockneten Tomaten abtropfen lassen und die Tomaten dritteln. Die Tomatenstücke sowie das Salz unter den Teig kneten. Den Teig dann zu einem länglichen Laib formen, Frischhaltefolie mit etwas Mehl bestäuben und den Teig darin einwickeln. Für 12
Den Backofen auf 230°C vorheizen, den Teig aus der Folie nehmen, auf ein mit Backpapier belegtes Blech drapieren und für 15 Minuten backen. Dann die Hitze auf 200°C reduzieren und für weiter 15-20 Minuten backen. Das Brot herausnehmen und auf einem Gitterblech abkühlen lassen.
Für das Pesto, die Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. Die Basilikumblätter vorsichtig waschen, abtropfen lassen und grob kleinschneiden. Den Knoblauch kleinhacken.
Die drei Zutaten und das Öl entweder in einem Mixer grob mixen oder in ein hohes Gefäß geben und mit einem Zauberstab grob pürieren. Den Parmesan fein reiben und mit einem Löffel unter das Pesto mengen. Zum Schluss ggf. noch mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Für die italienische Brotzeit, Pesto in eine Schüssel geben, das Brot in Scheiben schneiden und auf einem schönen Holzbrett servieren sowie noch ein Tellerchen feinstes Olivenöl mit etwas Fleur de Sel und einem Spritzer Crema di Balsamico reichen, in das das Brot genüsslich getunkt werden kann. Buon appetito!
Montag, 20. September 2010
Ein Multitalent namens Kürbis
Zum einen ist er ein absolutes Mimiktalent! An Halloween zeigt er sich hierzu von seiner kreativsten Seite: vom lachenden, über den grimmigen, bis hin zum bösen Blick hat er ein durchaus zu erwähnendes Mimik-Repertoir.
Auch sein Verwandlungstalent ist nicht zu verachten. Was man vorher aus dem Kürbiskopf geholt hat, kann nun zur Suppe, zum Kuchen, zum Salat, zum Püree, zum Auflauf oder zur Marmelade (und noch vielem mehr) verwandelt werden.
Außerdem ist er mit seinem Kernen, seinem Öl und seinen Blättern auch noch ein Mutlifunktionstalent! Denn alles was da an einem Kürbis dran oder drin ist, kann verwendet werden! Und genau diesen multiplen Funktionen habe ich mich bei diesem Rezept angenommen.
Kürbis-Shopping-Liste: 150g Kürbis (z.B. Hokaido), 1 handvoll Kürbiskerne, 1 TL Kürbiskernöl
Und was sonst noch gebracht wird: 150g Graupen, Olivenöl, Thymian, Fleur de Sel
To Do´s: Wasser in einem Topf zum kochen bringen, reichlich Salz hinzugeben und die Graupen für ca. 25 Minuten köchlen lassen bis sie aufgeweicht sind aber noch Biss haben.
Zeitgleich den Backofen auf 200g vorheizen. Den Kürbis in kleine Würfel schneiden, ein Blech mit reichlich Olivenöl bedecken und die Würfel darauf verteilen. Das Ganze ca. 20 Minuten backen. Dann ca. 1/3 der Menge herausnehmen und zur Seite stellen, die restlichen Würfel mit reichlich Thymian und Fleur de Sel bestreuen und für weitere 5-10 Minuten backen.
Die zur Seite gestellten Kürbiswürfel nun ebenfalls mit Fleur de Sel und etwas Thymian würzen, 2 EL Wasser hinzugeben und pürieren. Außerdem sollten nebenbei eine handvoll Kürbiskerne angeröstet werden.
Zuguterletzt, die Graupen, die Kürbiswürfel, das Kürbispüree und den Kürbiskernen vermengen, das Kürbiskernöl untermengen und auf einem Teller mit weiteren Kürbsikernen als Dekoration servieren.
Mittwoch, 8. September 2010
Ricott'n'Roll
So habe ich für 200g Ricotta, noch zwei Zucchinis und ein wenig Thymian hinzugenommen und heraus kamen diese kleinen Ricotta-Röllchen, die warm aber auch kalt ganz wunderbar als Beilage oder zum Aperitivo passen!
Dafür den Ricotta in ca. 1cm breite und 2cm lange Stücke schneiden, die Zucchini der Länge nach mit einem Kartoffelschäler in dünne Scheiben schneiden, um die Ricottastücke rollen und mit einem Zahnstocher befestigen. In einer Pfanne den Thymian in ein wenig Öl erhitzen und die Ricotta-Röllchen so lange darin anbraten bis sie auf beiden Seiten eine leichte goldene Farbe annehmen. Wenn man die Röllchen als Beilage nutzt, empfehle ich noch ein paar geröstete Pinienkerne darüber zu streuen.
Dienstag, 31. August 2010
Antiker Salat
Während das Gold der Inka (Quinoa) bereits vor 6.000 Jahren in den Anden von besagtem Volk sowie den Aztken angebaut wurde und eine ihrer Grundnahrungsmittel darstellte, wurden Tomaten immerhin ab 200 v. Chr. aber ebenfalls von den Inkas und Azteken in Mittel- und Südamerika kultiviert. Noch älter sind Oliven! Denn der Olivenbaum war schon Teil der griechischen Göttermythen und dessen Kultivierung begann bereits im 4. Jahrtausend v. Chr. Auch Baslikum steht mit Gottheiten in Verbindung. So wurde es schon vor 3.000 Jahren in Indien dem Gott Vishnu geweiht.
Wer Geschichte also nicht immer nur in Büchern lesen, in Dokumentationen sehen und an Monumenten fühlen möchte, der wird sich freuen mit diesem antiken Salat ein wenig Geschichte schmecken zu können!
Shopping Liste (für 3-4 Portionen):
Salat: 200g Quinoa, 50g getrocknete Tomaten, 50g Oliven (schwarz und kernlos), 1 handvoll frische Basilikumblätter, 100g Schafsricotta, 1 Würfel Gemüsebrühe (für 1/2 Litter Wasser)
Süße Tomatensalsa: 2 faustgroße Ochsenherztomaten, 2TL Fruktose oder Rohrohrzucker, 2 Messerspitzen Salz, 1 mandelgroßer Tropfen Crema di Balsamico
To Do´s:
Für den Salat müssen die Quinoasamen zunächst gewaschen werden. Die Gemüsebrühe in 1/2 Liter Wasser aufkochen, den Quinoa hinzugeben und bei niederiger Hitze ca. 20 Minuten köcheln lassen, bis das Wasser aufgesogen wurde. Ungefähr zeitgleich sollten die gewürfelten Ochsenherztomaten mit dem Zucker, Salz und Crema di Balsamico bei niedriger Hitze für ca. 15-20 Minuten einkochen. Danach beides abkühlen lassen.
Nebenbei kann man dann die getrockneten Tomaten und die Oliven kleinschneiden, die Basilikumblätter kleinzupfen und den Ricotta zerbröseln. Die Zutaten werden dann unter den abgekühlten Quinoa gemengt und ggf. noch gesalzen.
Den Salat dann auf einem Teller geben, die Tomatensalsa drum herum verteilen und mit einem Basilikumblatt dekorieren. Oder aber einpacken und in antiker Atmosphäre genießen, z.B. bei einem Picknick auf dem Königsplatz in München.
(Quellen: wikipedia.de, orodiparma.de, janus-oliventum.de, kraeuterkunde.suite101.de)
Sonntag, 22. August 2010
Kichererbsensalat Méditerranée - Ein kulinarisches Theaterstück
Der Sommer ist die Zeit der Freilufttheater, der Amphitheater und der Theaterfestspiele. Deswegen nun auch an dieser Stelle ein kleines kulinarisches Theaterstück!
Titel: Sommerlicher Kichererbsensalat Méditerranée
In der Hauptrolle: Kichererbsen (600g, bereits vorgekocht und abgetropft)
In den Nebenrollen: 1 Minigurke, 1 Paprika, 100g Oliven, 200g Schafsricotta und frisch aus Italien: 1 Cuore di Bue
Geschmackliche Untermahlung: 1 handvoll Minze, 1 handvoll Koriander, 1 Zitrone, 5 EL Olivenöl, 2 EL Balsamico Bianco, 1 TL Fleur de Sel
Drehbuch, Regie und Produktion: Organic Cottage by Nadine
Charaktere und Zusammenspiel: Wenn die Hauptdarstellerinnen die Schüssel betreten, mag ihr etwas runzeliges Äußeres zunächst ein wenig ablenken, doch bereits die erste Gabel überzeugt durch ihren Geschmack, der durch den Saft einer Zitrone und den klein gehackten Kräutern untermahlt wird. Während die mit Zitronensaft und Kräutern vermengten Kichererbsen die Bühne verlassen, kommen die Nebendarsteller in die Maske.
Das Ochsenherz (Cuore di Bue) - das in seiner ursprüglichen Form tatsächlich wie das Herz eines Ochsen aussieht, oder zumindest so wie ich es mir vorstellen würde (wessen Vorstellungskraft an dieser Stelle bedingt ist, oder wer das Wort Ochsenherz zum ersten Mal in Bezug auf einen Salat hört, dem hilft beigefügtes Darstellerportrait) - wird in der Maske zu kleinen Würfeln verarbeitet. Genauso geschieht es mit der Paprika und der Minigurke. Die Oliven werden je nach Größe halbiert oder geviertelt und der Schafsricotta in kleine Stücke zerbröselt. An dieser Stelle gesellen sich nun auch die Nebendarsteller (bis auf eine handvoll des Ricottas) in die Schüssel und bilden zusammen mit den Haupdarstellerinnen ein buntes Durcheinander.
Nun da das gesammte Darstellerensemble die Bühne betreten hat, fehlt nur noch die letzte geschmackliche Untermahlung des Vinaigretteorchesters: Olivenöl, Balsamico Bianco, Fleur de Sel und ein wenig Zitronenschale. Final wird das Bühnenbild mit dem restlichen Ricotta und ein paar Korianderblättern vollendet.
Der Umfang des Stückes verträgt ein Publikum von ca. 6-8 Personen und passt insbesondere in den Rahmen eines Grillabends oder als Zugabe während eines Freilufttheaters, z.B. dem Münchner Sommertheater im Englischen Garten. Und nun, Vorhang auf!
Titel: Sommerlicher Kichererbsensalat Méditerranée
In der Hauptrolle: Kichererbsen (600g, bereits vorgekocht und abgetropft)
In den Nebenrollen: 1 Minigurke, 1 Paprika, 100g Oliven, 200g Schafsricotta und frisch aus Italien: 1 Cuore di Bue
Geschmackliche Untermahlung: 1 handvoll Minze, 1 handvoll Koriander, 1 Zitrone, 5 EL Olivenöl, 2 EL Balsamico Bianco, 1 TL Fleur de Sel
Drehbuch, Regie und Produktion: Organic Cottage by Nadine
Charaktere und Zusammenspiel: Wenn die Hauptdarstellerinnen die Schüssel betreten, mag ihr etwas runzeliges Äußeres zunächst ein wenig ablenken, doch bereits die erste Gabel überzeugt durch ihren Geschmack, der durch den Saft einer Zitrone und den klein gehackten Kräutern untermahlt wird. Während die mit Zitronensaft und Kräutern vermengten Kichererbsen die Bühne verlassen, kommen die Nebendarsteller in die Maske.
Nun da das gesammte Darstellerensemble die Bühne betreten hat, fehlt nur noch die letzte geschmackliche Untermahlung des Vinaigretteorchesters: Olivenöl, Balsamico Bianco, Fleur de Sel und ein wenig Zitronenschale. Final wird das Bühnenbild mit dem restlichen Ricotta und ein paar Korianderblättern vollendet.
Der Umfang des Stückes verträgt ein Publikum von ca. 6-8 Personen und passt insbesondere in den Rahmen eines Grillabends oder als Zugabe während eines Freilufttheaters, z.B. dem Münchner Sommertheater im Englischen Garten. Und nun, Vorhang auf!
Sonntag, 8. August 2010
Grüne Graupen
Von Neapel über Rom, hoch bis nach Mailand und Florenz erhält man in Bars und Cafés zum Preis eines Getränks ein ganzes Buffet hinzu. Bei Salaten, Risotto, Spießen, Focaccia und Tramezzini bleibt der Gang zum Buffet bestimmt nicht einmalig. Auch ich konnte bei einem Aperitivo in Florenz einem ganz bestimmten Salat nicht widerstehen und machte mich für den Insalata di Farro gleich mehrmals zum Buffet auf. Und da meine Inspiration ständig auf Empfangsmodus ist, dachte ich mir gleich bei der ersten Gabel, "Hierfür kann ich doch bestimmt auch ein gutes Rezept kreieren.. ".
Das deutsche Pendant zu Insalata di Farro klingt zwar nicht mehr ganz so schön - Graupensalat -, schmeckt aber genauso gut. Und durch die saftgrünen Weinhügel des Chianti rund um Florenz inspiriert, schmeckt dieser grüne Graupensalat vielleicht sogar noch besser.
Input (für ca. 4 Vorspeiseportionen oder 2 Hauptspeiseportionen): 150g Graupen, 3 Frühlingszwiebeln, 1 Zucchini, 200g Erbsen (z.B. tiefgefroren), 1/2 Kaffeetasse Gemüsebrühe, 2 Messerspitzen frischen Knoblauch, 1 TL frischen Thymian, 1 Handvoll frisches Basilikum, Öl, Salz, Pfeffer
To Do´s: Zunächst die Graupen in reichlich Salzwasser geben und für ca. 25 Minuten garen lassen (sodass sie noch einen leichten Biss haben). Während die Graupen gemütlich vor sich hinziehen, kann man sich um alle anderen Zutaten kümmern.
Dafür als erstes den Knoblauch und den Thymian in einer Pfanne mit Öl leicht anbraten, sodass sich das Aroma entfalten kann. Die klein geschnittenen Frühlingszwiebeln dazu geben und diese ebenfalls eine Weile anbraten bis die geschnittene Zucchini dazu gegeben wird. Das Ganze sollte so lange angebraten werden bis die Zucchini durch ist (leicht bräunlich wird) und mit ein wenig Salz und Pfeffer gewürzt werden. In der Zwischenzeit 100g der Erbsen (falls tiefgefroren, bitte erst auftauen lassen) mit der Gemüsebrühe und ein wenig Salz mischen und mit einem Zauberstab pürieren. Das Püree erstmal zur Seite stellen.
Wenn nun die 25 Minuten um sind, die Graupen abtropfen lassen und zusammen mit den restlichen 100g Erbsen, dem Basilikum, sowie dem Frühlungszwiebel-Zucchini-Gemisch in den Topf (ohne Wasser) zurückgeben und bei niedriger Hitze noch ein wenig vermengen. Zu guter letzt die Hälfte des Erbsenpürees untermengen, ggf. noch mal salzen und pfeffern und abkühlen lassen. Das restliche Erbsenpüree wird am Schluss rund um den Salat auf dem Teller verteilt. Buon appetito!
Montag, 28. Juni 2010
Lieblingstasche.... (aus Oliventofu, getrockneten Tomaten und Spinat)
Aus feinstem Blätterteig gefertigt und mit einem Hauch von Eigelb überzogen ist diese Tasche sehr robust und kann allerlei beherbergen (empfehlenswert ist sie insbesondere von biologischer Herkunft, z.B. der Marke moin).
Für den Inhalt ist der Kreativität kein Ende gesetzt! Ich habe mich an dieser Stelle für eine Kombination aus Oliventofu (gibt es von der Firma Taifun), getrockneten Tomaten und Babyspinat entschieden.
Für vier Blätterteigtaschen vier Blätterteigscheiben auftauen. 100g Tofu in kleine Würfel schneiden und kurz anbraten. Ca. 300g Babyspinat andünsten bis er in sich zusammenfällt. Den Tofu und den Spinat mit den getrockneten Tomaten (auch in kleine Stücke schneiden) sowie etwas Salz und Pfeffer mischen und eine Scheibenhälfte damit bedecken (etwas Rand dabei lassen). Den Blätterteigrand mit Eigelb bestreichen, zusammenfalten und festdrücken. Zu guter Letzt die Taschen mit Eigelb bestreichen (damit sie eine schöne goldene Farbe erhalten) und für ca. 20 Minuten in den vorgeheizten Backofen schieben (200°C).
Diese geschmackvollen Taschen sind vielseitig einsetzbar und passen besonders gut zum Vorspeisenteller oder als Snack zum Aperitivo.
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