Die Weihnachtszeit ist meist gespickt von Genuss und Völlerei. Hier ein Plätzchen, da ein Stück Stollen, gebrannte Mandeln auf dem Weihnachtsmarkt, heiße Schokolade vorm Kamin, Bratäpfel und Lebkuchen nicht zu vergessen - und das ist gerade einmal der süße Teil der Weihnachtszeit ...
Aber ich möchte an dieser Stelle gar kein schlechtes Gewissen verbreiten. Schließlich gehören die süßen Köstlichkeiten genauso zur Weihnachtszeit wie Adventskranz, Weihnachtsbaum und Kerzenschein! Es besteht jedoch die Möglichkeit, la dolce Weihnacht' inklusive Plätzchen, Lebkuchen & Co. mit ein paar kleinen Abweichungen in der Rezeptur weniger kalorienreich und leichter bekömmlich zu gestalten:
Dinkelmehl statt Weizenmehl: Dinkel ist aus ernärungsphysiologischer Sicht gesünder als Weizen, denn es enthält mehr Vitamine und Mineralstoffe sowie höherwertige Eiweiße als Weizen (siehe auch hier). Das Korn besitzt insgesamt eine besonders verträgliche Verteilungen von Nährstoffen und macht es somit leichter bekömmlich. Gemäß der Ernährungslehre nach Hildegard von Bingen stellt es sogar die Basis einer gesunden Ernährung dar (siehe auch hier) - also wenn das keine überzeugende Alternative zu Weizenmehl ist!
Birkenzucker oder Vollrohrzucker statt raffinierter weißer Zucker: Schon alleine vor dem Hintergrund, dass beim Raffinieren von weißem Zucker meist Chemikalien, Klär-, Bleich- und Reinigungsmittel (ja, Reinigungsmittel, Du hast richtig gelesen) verwendet werden, sollte auf Alternativen zurückgegriffen werden. Vollrohrzucker oder Rohrohrzucker wird wie weißer Zucker aus Zuckerrohr hergestellt, allerdings wird er nicht raffiniert und durch die schonendere Verarbeitung bleiben Mineralstoffe erhalten (die Kalorienmenge ist allerdings genauso hoch wie bei raffiniertem Zucker). Birkenzucker wiederum wird aus Birkenrinde gewonnen. Er ist weitaus kalorienärmer als Zucker aus Zuckerrohr, beeinflusst den Blutzuckerspiegel kaum und ist somit auch für Diabetiker geeignet und er ist sogar förderlich für die Mundpflege: er bekämpft Kariesbakterien und remineralisiert die Zähne (siehe auch hier).
Natürliche Färbemittel statt Lebensmittelfarbe: Dass chemisch hergestellte Lebensmittelfarbe nicht gesund ist, sollte an dieser Stelle eigentlich keine Erklärung benötigen. Trotzdem ist der Griff zu den knalligen Farben im Backregal schnell getan und so möchte ich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass Lebensmittelfarben meist E-Stoffe beinhalten. Diese wiederum können Allergien auslösen und zu Nebenwirkungen führen (siehe auch hier). Da greife ich doch lieber zu natürlichen Färbemitteln wie Rote-Bete-Saft, Safran oder Kurkuma.
Und mit diesen Alternativen im Gepäck, nun ein Rezept für weihnachtlich' Gebäck: Herrnhuter Herzen (gesünder gemacht).
Einkaufsliste (für ca. 30-40 Stück):
Teig: 280 g Dinkelmehl, 100 g gemahlene Mandeln, 250 g Butter, 120 g Birkenzucker (Alternativ: Rohrohrzucker), 1 Eigelb, 1 Prise Salz
Füllung/Verzierung: 200 g Himbeerkonfitüre (am besten selbst gemacht), 100 g Puderzucker aus Birkenzucker (Alternativ: Puderzucker aus Rohrohrzucker), Saft von 1 Zitrone, 30-40 ganze Mandeln ohne Haut, etwas Safran oder Kurkuma
Außerdem: Klarsichtfolie, Backpapier, Plätzchenausstechform als Herz oder Stern, Backpinsel
Was ist zu tun? Für den Teig Butter (in kleine Stücke geschnitten), Zucker, Eigelb und Salz mit dem Knethaken des Handrührers zu einer gleichmäßigen Masse verkneten. Mehl und Mandeln dazugeben und mit den Händen zu einem Teig verkneten. Den Teig in Klarsichtfolie wickeln und im Kühlschrank für ca. 1 Stunde kalt stellen.
Den Backofen auf 190°C vorheizen. Die Hälfte des Teigs aus dem Kühlschrank nehmen, kurz durchkneten und auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen (damit der Teig nicht am Nudelholz kleben bleibt, einfach Klarsichtfolie auf den Teig legen). Der Teig sollte ca. 3 mm hoch sein. Dann Herzen oder Sterne oder beides ausstechen und die Plätzchen auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Mit dem übrig gebliebenen Teig und dem aus dem Kühlschrank ebenso verfahren, bis der Teig komplett aufgebraucht ist. (Ich arbeite immer erst mit einer Teighälfte und lasse die andere Kühlschrank, damit der Teig nicht zu schnell zu weich wird.)
Die Plätzchen im vorgeheizten Backofen nacheinander auf der mittleren Schiene ca. 10 Minuten leicht braun backen. Dann aus dem Backofen nehmen und abkühlen lassen.
Für die Füllung die Konfitüre durch ein Sieb streichen, um die Himbeerkörnchen zu entfernen. Für die Verziehrung 1 Teelöffel Konfitüre beiseite stellen - in diesem Fall dient sie als natürliches Färbemittel. Jeweils die Unterseite eines Plätzchen (Herz oder Stern) mit etwas Konfitüre bestreichen und ein weiteres Plätzchen (Herz oder Stern) darauf legen und vorsichtig andrücken.
Sobald alle Plätzchen mit Füllung versehen wurden, einen Teil des Puderzucker mit etwas Zitronensaft und dem Teelöffel Konfitüre vermengen, sodass es einen zartrosa Guss ergibt. Für sternförmige Plätzchen eignet sich ein gelber Guss - hierfür den anderen Teil der Puderzuckers mit Zitronensaft und Safran oder Kurkuma zu einem hellgelben Guss vermengen. Eine Seite der Herzen und/oder Sterne mit dem jeweiligen Zuckerguss bepinseln und je eine Mandel darauf setzen. Das Ganze über Nacht trockenen lassen und die Plätzchen am nächsten Tag in eine Blechdose geben, damit sie länger haltbar sind.
Posts mit dem Label Weihnachten werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Weihnachten werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Montag, 16. Dezember 2013
Montag, 9. Dezember 2013
Platt, Platz, Plätzchen
"Wieso heißen Plätzchen in Deutschland eigentlich Plätzchen?" Diese Frage wurde mir vor kurzem von einem österreichischen Kollegen gestellt. "Wie meinst Du das?", fragt ich zurück. "Also bei uns heißen sie Kekse." Nun war ich diejenige, der Fragezeichen durch den Kopf schwebten: Die Österreicher - die Könige der Süßspeisen - nennen Ihr Weihnachtsgebäck nicht Plätzchen, sondern gänzlich unglamourös "Kekse"? Nun, die Frage sprach ich so lieber nicht aus - sie sind ja doch recht eitel, unsere Nachbarn - und besann mich lieber zurück auf die Ursprungsfrage, warum Plätzchen Plätzchen heißen. Ehrlich gesagt hatte ich keine Ahnung.
Aber wie auf alles, weiß das Internet auch hier die Antwort: Der Namensgeber ist eine weitere Süßspeise, nämlich ein platt geformter Kuchen namens "Platz". Und da die traditionellen Weihnachtskekse bekanntliche süß und klein sind, wurde aus dem platten Platz ein Plätzchen. Hättet Ihr's gewusst?
An Plätzchen gibt es bei mir in diesem Jahr neben Lebkuchen, Kokomakronen und Vanillekipferln, neu ausprobierte Herrnhuter Herzen, Orangen-Florentiner und weihnachtliches Shortbread. Hier bekommt Ihr zunächst das Rezept für Orangen-Florentiner.
Einkaufsliste für Orangen-Florentiner (glutenfrei) (ca. 20-24 Stück): 200g Mandelblättchen, 75g Orangeat, 90 g Birkenzucker (Alternativ: Rohrohrzucker), 40 g Honig, 60 g Butter, 70 ml Schlagsahne, 1/2 TL Zimt, abgeriebene Schale einer Orange, 100g Schokoladenkuvertüre, Backpapier
Was ist zu tun? Zucker, Honig, Butter, Sahne und Zimt in einem Topf aufkochen. Hitze reduzieren und 10 Minuten köcheln lassen. Die Masse dabei hin und wieder verrühren. Orangeat und Mandelblättchen dazu geben und für ca. 8-10 Minuten unter Rühren weiter köcheln lassen. Den Topf vom Herd nehmen und die abgeriebene Orangenschale unterrühren.
Die Florentiner-Masse auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und glatt streichen (an den Rändern etwas Platz lassen). In den vorgeheitzten Backofen (180°C) geben (2. Schiene von unten) und für ca. 15 Minuten goldbraun backen.
Die Florentinerplatte mit dem Backpapier vom Blech nehmen und etwas abkühlen lassen. Mit einem großen Messer, die Platte in kleine Rechtecke schneiden (ca. 20-24 Stück).
Die Schokoladenkuvertüre gemäß Beschreibung in einem Wasserbad schmelzen. Die Unterseite der Florentiner in die Schokolade tunken und zum Trocknen auf ein Gitterblech geben. Entweder direkt vernaschen oder zum Aufbewahren in eine Blechdose geben.
Aber wie auf alles, weiß das Internet auch hier die Antwort: Der Namensgeber ist eine weitere Süßspeise, nämlich ein platt geformter Kuchen namens "Platz". Und da die traditionellen Weihnachtskekse bekanntliche süß und klein sind, wurde aus dem platten Platz ein Plätzchen. Hättet Ihr's gewusst?
An Plätzchen gibt es bei mir in diesem Jahr neben Lebkuchen, Kokomakronen und Vanillekipferln, neu ausprobierte Herrnhuter Herzen, Orangen-Florentiner und weihnachtliches Shortbread. Hier bekommt Ihr zunächst das Rezept für Orangen-Florentiner.
Einkaufsliste für Orangen-Florentiner (glutenfrei) (ca. 20-24 Stück): 200g Mandelblättchen, 75g Orangeat, 90 g Birkenzucker (Alternativ: Rohrohrzucker), 40 g Honig, 60 g Butter, 70 ml Schlagsahne, 1/2 TL Zimt, abgeriebene Schale einer Orange, 100g Schokoladenkuvertüre, Backpapier
Was ist zu tun? Zucker, Honig, Butter, Sahne und Zimt in einem Topf aufkochen. Hitze reduzieren und 10 Minuten köcheln lassen. Die Masse dabei hin und wieder verrühren. Orangeat und Mandelblättchen dazu geben und für ca. 8-10 Minuten unter Rühren weiter köcheln lassen. Den Topf vom Herd nehmen und die abgeriebene Orangenschale unterrühren.
Die Florentiner-Masse auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und glatt streichen (an den Rändern etwas Platz lassen). In den vorgeheitzten Backofen (180°C) geben (2. Schiene von unten) und für ca. 15 Minuten goldbraun backen.
Die Florentinerplatte mit dem Backpapier vom Blech nehmen und etwas abkühlen lassen. Mit einem großen Messer, die Platte in kleine Rechtecke schneiden (ca. 20-24 Stück).
Die Schokoladenkuvertüre gemäß Beschreibung in einem Wasserbad schmelzen. Die Unterseite der Florentiner in die Schokolade tunken und zum Trocknen auf ein Gitterblech geben. Entweder direkt vernaschen oder zum Aufbewahren in eine Blechdose geben.
Mittwoch, 12. Dezember 2012
Kochen oder Backen?
Es gibt diese gewisse Einteilung von Menschen in eine von zwei Interessengruppen. Zum Beispiel gibt es die Menschen, die Hunde lieber mögen und die, die Katzen lieber mögen. Es gibt solche, die lieber in den Sommerurlaub und solche, die lieber in den Winterurlaub fahren. Dann gibt es jene die lieber Skifahren und jene, die das Snowboarden bevorzugen. Manche trinken lieber Bier und manche lieber Wein. Und es gibt diejenigen Menschen, denen es mehr Freude bereitet zu kochen und diejenigen, die lieber backen.
Über die letzten Jahre habe ich viel gekocht und gebacken. Insbesondere natürlich für diesen Blog, aber auch einfach so. Mir bereitet beides Freude. Und trotzdem: Backen gibt mir eine ganz besondere Erfüllung ...
Backen beinhaltet jedes Mal auch einen gewisse Überraschungseffekt: Wird das Gemisch, das man zu einem Teig rührt oder knetet, zu dem Belag oder Boden mit der richtigen Konsistenz? Ist der Kuchen, das Gebäck, der Keks oder das Plätzchen am Ende so süß, saftig oder sahnig, wie es sein soll? Der rohe Teig vermag diese Sicherheit nicht zu geben und daher hat man auch kaum noch die Möglichkeit etwas zu ändern, wenn der Teig erst einmal in den Backofen gewandert ist. Beim Kochen ist das anders: Hier kann noch eine Prise Salz hinzugegeben werden, dort noch etwas Sahne oder Kräuter, vielleicht etwas Zucker, wenn etwas zu scharf oder salzig ist oder Soßenbinder, wenn die Soße zu flüssig ist. Beim Kochen kann man ein Gericht, wenn man möchte, bis zur Vollkommenheit verfeinern!
Vielleicht ist es genau dieser Überraschungseffekt, der sich hinter meiner Begeisterung für das Backen verbirgt. Vielleicht ist es aber auch der Prozess des Backens an sich, der meine Faszination ausmacht. Schon als Kind habe ich dem Kuchen beim Aufgehen gerne zugesehen und auch heute hat sich daran nichts geändert: Ist der Teig einmal im Ofen, schaue ich mindestens alle fünf Minuten vorbei, um zu sehen was passiert. Für mich ist das Backen der Inbegriff des Erschaffens! In kaum einer anderen Tätigkeit wird so schnell evident, wie man aus der Zusammenführung von Materialien (hier Zutaten) ein ganz neues Material erschaffen kann (den gebackenen, festgewordenen Kuchen). Dann noch bei dem Prozess der Entstehung zusehen zu können - das ist für mich wie Magie!
Diese Magie erreicht in der Weihnachtszeit ihren Höhepunkt, wenn die Küche vom Backen der Kipferl, Spekulatius, Butterplätzchen, Zimtsternen und nicht zuletzt Lebkuchen mit winterlichen Gewürzdüften und weihnachtlichen Aromen erfüllt wird. Bei letzteren saß ich am 2. Adventssonntag einmal mehr kniend vor meinem Backofen und beobachte, wie die runden Lebkuchen langsam fest wurden. Das Abkühlen konnte ich dann kaum noch erwarten, um endlich den Überraschungseffekt auf meiner Zunge zergehen zu lassen: mmmmmhhhmmm …
Wie ist das bei Dir? Kochst Du lieber oder backst lieber? Wenn Du Dir noch nicht sicher bist, findest Du es vielleicht mit diesem Ingwer-Lebkuchen-Rezept (ohne Mehl) heraus!
Einkaufsliste (für ca. 16-20 Stück): 100g Marzipanrohmasse, 100g gemahlene Mandeln, 100g gemahlene Haselnüsse, 90g Xucker (oder Rohrohrzucker), 40g Orangeat, 40g kandierte Ingwerstäbchen, 3 Eiweiß, 2 TL Lebkuchengewürz, 1 TL Zimt, 2 MS gemahlenen Ingwer, 1 Prise Meersalz, 20 Oblaten (70mm) (glutenfreie Oblaten gibt es z.B. hier), 20 St. geschälte Mandeln, ca. 200g Zartbitterkuvertüre (optional), Backpapier, ggf. Spritzbeutel
Was gibt's zu tun: Den Backofen auf 170°C Umluft vorheizen Ingwerstäbchen in kleine Würfel schneiden. Die Marzipanrohmasse grob raspeln. Marzipan, Mandeln, Haselnüsse, Zucker, Orangeat, Ingwerwürfel, Eiweiß, Lebkuchengewürz, Zimt, gemahlenen Ingwer und Salz in eine Schüssel geben und mit Hilfe der Knethaken des Rührgeräts ca. 5 Minuten zu einer gleichmäßigen Masse verrühren. Dabei darauf achten, dass sich keine größeren Marzipanstücke bilden.
Die Oblaten auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen. Die Lebkuchenmasse mithilfe eines Spritzbeutels oder eines Löffels gleichmäßig auf den Oblaten verteilen. Die Finger mit Wasser befeuchten und die Lebkuchenoberfläche glatt streichen. Wenn die Lebkuchen nicht mit Schokolade überzogen werden sollen, an dieser Stelle je eine geschälte Mandel auf der Mitte eines jeden Lebkuchens platzieren.
Das Blech auf die mittlere Schiene schieben und ca. 15 Minuten backen (die Lebkuchen sollten an den Rändern und zur Mitte hin leicht angebräunt sein). Die Lebkuchen danach auf einem Gitterblech komplett abkühlen lassen.
Wenn die Lebkuchen mit Schokolade überzogen werden sollen, die Kuvertüre nach Anleitung schmelzen (ist sie nicht flüssig genug, ggf. ein wenig Pflanzenfett hinzugeben). Die Lebkuchen kopfüber in die flüssige Schokolade tunken, je eine geschälte Mandel auf der Mitte eines jeden Lebkuchens platzieren und auf dem Gitterblech oder Backpapier vollständig fest werden lassen. Dann mit Genuss verzehren oder in einer Blechdose lagern.
Über die letzten Jahre habe ich viel gekocht und gebacken. Insbesondere natürlich für diesen Blog, aber auch einfach so. Mir bereitet beides Freude. Und trotzdem: Backen gibt mir eine ganz besondere Erfüllung ...
Backen beinhaltet jedes Mal auch einen gewisse Überraschungseffekt: Wird das Gemisch, das man zu einem Teig rührt oder knetet, zu dem Belag oder Boden mit der richtigen Konsistenz? Ist der Kuchen, das Gebäck, der Keks oder das Plätzchen am Ende so süß, saftig oder sahnig, wie es sein soll? Der rohe Teig vermag diese Sicherheit nicht zu geben und daher hat man auch kaum noch die Möglichkeit etwas zu ändern, wenn der Teig erst einmal in den Backofen gewandert ist. Beim Kochen ist das anders: Hier kann noch eine Prise Salz hinzugegeben werden, dort noch etwas Sahne oder Kräuter, vielleicht etwas Zucker, wenn etwas zu scharf oder salzig ist oder Soßenbinder, wenn die Soße zu flüssig ist. Beim Kochen kann man ein Gericht, wenn man möchte, bis zur Vollkommenheit verfeinern!
Vielleicht ist es genau dieser Überraschungseffekt, der sich hinter meiner Begeisterung für das Backen verbirgt. Vielleicht ist es aber auch der Prozess des Backens an sich, der meine Faszination ausmacht. Schon als Kind habe ich dem Kuchen beim Aufgehen gerne zugesehen und auch heute hat sich daran nichts geändert: Ist der Teig einmal im Ofen, schaue ich mindestens alle fünf Minuten vorbei, um zu sehen was passiert. Für mich ist das Backen der Inbegriff des Erschaffens! In kaum einer anderen Tätigkeit wird so schnell evident, wie man aus der Zusammenführung von Materialien (hier Zutaten) ein ganz neues Material erschaffen kann (den gebackenen, festgewordenen Kuchen). Dann noch bei dem Prozess der Entstehung zusehen zu können - das ist für mich wie Magie!
Diese Magie erreicht in der Weihnachtszeit ihren Höhepunkt, wenn die Küche vom Backen der Kipferl, Spekulatius, Butterplätzchen, Zimtsternen und nicht zuletzt Lebkuchen mit winterlichen Gewürzdüften und weihnachtlichen Aromen erfüllt wird. Bei letzteren saß ich am 2. Adventssonntag einmal mehr kniend vor meinem Backofen und beobachte, wie die runden Lebkuchen langsam fest wurden. Das Abkühlen konnte ich dann kaum noch erwarten, um endlich den Überraschungseffekt auf meiner Zunge zergehen zu lassen: mmmmmhhhmmm …
Wie ist das bei Dir? Kochst Du lieber oder backst lieber? Wenn Du Dir noch nicht sicher bist, findest Du es vielleicht mit diesem Ingwer-Lebkuchen-Rezept (ohne Mehl) heraus!
Einkaufsliste (für ca. 16-20 Stück): 100g Marzipanrohmasse, 100g gemahlene Mandeln, 100g gemahlene Haselnüsse, 90g Xucker (oder Rohrohrzucker), 40g Orangeat, 40g kandierte Ingwerstäbchen, 3 Eiweiß, 2 TL Lebkuchengewürz, 1 TL Zimt, 2 MS gemahlenen Ingwer, 1 Prise Meersalz, 20 Oblaten (70mm) (glutenfreie Oblaten gibt es z.B. hier), 20 St. geschälte Mandeln, ca. 200g Zartbitterkuvertüre (optional), Backpapier, ggf. Spritzbeutel
Was gibt's zu tun: Den Backofen auf 170°C Umluft vorheizen Ingwerstäbchen in kleine Würfel schneiden. Die Marzipanrohmasse grob raspeln. Marzipan, Mandeln, Haselnüsse, Zucker, Orangeat, Ingwerwürfel, Eiweiß, Lebkuchengewürz, Zimt, gemahlenen Ingwer und Salz in eine Schüssel geben und mit Hilfe der Knethaken des Rührgeräts ca. 5 Minuten zu einer gleichmäßigen Masse verrühren. Dabei darauf achten, dass sich keine größeren Marzipanstücke bilden.
Die Oblaten auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen. Die Lebkuchenmasse mithilfe eines Spritzbeutels oder eines Löffels gleichmäßig auf den Oblaten verteilen. Die Finger mit Wasser befeuchten und die Lebkuchenoberfläche glatt streichen. Wenn die Lebkuchen nicht mit Schokolade überzogen werden sollen, an dieser Stelle je eine geschälte Mandel auf der Mitte eines jeden Lebkuchens platzieren.
Das Blech auf die mittlere Schiene schieben und ca. 15 Minuten backen (die Lebkuchen sollten an den Rändern und zur Mitte hin leicht angebräunt sein). Die Lebkuchen danach auf einem Gitterblech komplett abkühlen lassen.
Wenn die Lebkuchen mit Schokolade überzogen werden sollen, die Kuvertüre nach Anleitung schmelzen (ist sie nicht flüssig genug, ggf. ein wenig Pflanzenfett hinzugeben). Die Lebkuchen kopfüber in die flüssige Schokolade tunken, je eine geschälte Mandel auf der Mitte eines jeden Lebkuchens platzieren und auf dem Gitterblech oder Backpapier vollständig fest werden lassen. Dann mit Genuss verzehren oder in einer Blechdose lagern.
Samstag, 24. Dezember 2011
Frohe Weihnachten!
Das Fest der Liebe verbringt man traditionell im Kreise seiner Liebsten. Der Weihnachtsbaum wird gemeinsam ausgesucht und geschmückt, Geschenke werden ausgepackt, es wird angestoßen und nicht zuletzt wird gemeinsam gegessen.
Die Mahlzeiten haben während der Weihnachtszeit einen großen Stellenwert! Das meist einfache, schnelle Gericht am Heiligen Abend, der Weihnachtsbrunch an den Weihnachtsfeiertagen und das Festmenü am Abend werden traditionell mit den Menschen verbracht, die einem am nächsten stehen. Und ich nehme an, dass mir die meisten zustimmen werden, wenn ich sage, dass das Essen umrahmt von den Menschen, die man liebt, gleich noch einmal besser schmeckt!
Beim Essen geht es nicht nur darum, dem Körper Nahrung zuzuführen. Es geht auch darum, wertvolle Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen, einen schönen Abend zu haben, Spaß zu haben, gemeinsam zu lachen, zu genießen. Das gilt nicht nur für Weihnachten! Und trotzdem: Der weihnachtlich geschmückte Tisch, die brennenden Kerzen und der Weihnachtsbaum schaffen hierfür natürlich einen ganz besonderen Rahmen!
Und somit wünsche ich Euch ein wundervolles Weihnachtsfest, zahlreichen schöne Momente mit Euren Liebsten und ein genussreiches Festtagsmenü!
Die Mahlzeiten haben während der Weihnachtszeit einen großen Stellenwert! Das meist einfache, schnelle Gericht am Heiligen Abend, der Weihnachtsbrunch an den Weihnachtsfeiertagen und das Festmenü am Abend werden traditionell mit den Menschen verbracht, die einem am nächsten stehen. Und ich nehme an, dass mir die meisten zustimmen werden, wenn ich sage, dass das Essen umrahmt von den Menschen, die man liebt, gleich noch einmal besser schmeckt!
Beim Essen geht es nicht nur darum, dem Körper Nahrung zuzuführen. Es geht auch darum, wertvolle Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen, einen schönen Abend zu haben, Spaß zu haben, gemeinsam zu lachen, zu genießen. Das gilt nicht nur für Weihnachten! Und trotzdem: Der weihnachtlich geschmückte Tisch, die brennenden Kerzen und der Weihnachtsbaum schaffen hierfür natürlich einen ganz besonderen Rahmen!
Und somit wünsche ich Euch ein wundervolles Weihnachtsfest, zahlreichen schöne Momente mit Euren Liebsten und ein genussreiches Festtagsmenü!
Sonntag, 18. Dezember 2011
Glückseligkeit
Bei der Recherche für mein Kokosmakronenrezept, stieß ich auf einen Beitrag, der besagte, dass sich der Name "Makronen" aus dem griechischen Wort "makarios" ableitet, was Glückseligkeit bedeutet. Eine frisch gebackene, noch lauwarme Kokosmakrone, die auf der Zunge zergeht - ja, das ist tatsächlich Glückseligkeit!
Gerade die Feiertage und die damit verbundene Ruhe und Stille bieten, wie ich finde, eine wundervolle Möglichkeit das Jahr Revue passieren und sich dabei insbesondere der Momente zu erinnern, in denen man Glück, Seligkeit oder vielleicht sogar Glückseligkeit verspürt hat. Bei mir sind es meistens die kleinen, unerwarteten Momente gewesen, die zu diesem Gefühl geführt haben: Die Entdeckung des ersten Krokosses im Frühjahr, der Sommertag am Stand, der durch einen vollkommenen Sonnenuntergang gekrönt wurde, im Herbst durch den Wald voll goldener Blätter laufen, am Adventssonntag vor dem Kamin sitzen, Tee trinken und Kokosmakronen genießen...
Shopping-Liste für Orangen-Kokosmakronen, Zimt-Kokosmakronen und Schoko-Chili-Kokosmakronen (ca. 60 Stück): 400g Kokosraspeln, 350g Rohrohrzucker, 6 Eiweiß, 2 Prisen Salz, Schale von 2 Orangen, 1TL Zimt, 100g Zartbitterkuvertüre, 1/8-1/4 TL Chilipulver (je nach Geschmack), ca. 60 Vollkornoblaten (für die glutenfreie Version, die Oblaten einfach weglassen, dafür jedoch ein Silikonmatte verwenden, damit die Makronen nicht festkleben)
To Do's: Kokosraspeln, Rohrohrzucker, Salz und Eiweiß in einem Topf geben vermengen. Ggf. noch 3-5 EL Wasser hinzugeben, falls die Masse nicht cremig genug ist. Bei geringer Hitze unter ständigem Rühren bis auf ca. 50°C erwärmen (dies einfach mit dem Finger testen - die Masse muss sich heiß anfühlen). Dann vom Herd nehmen und kurz abkühlen lasse. Eine hilfreiche Videoaufnahme bietet hierzu Essen&Trinken: E&T Grundrezept Makronenmasse
Die Masse dritteln (dabei sollten jeweils ca. 20 Walnuss-große Makronen herauskommen). Das erste Drittel so wie es ist, mit Hilfe von zwei Teelöffeln auf die Oblaten verteilen. Zum zweiten Drittel Zimt hinzugeben, gründlich vermengen und ebenfalls auf die Oblaten verteilen. Unter das letzte Drittel die abgeriebene Schale zweier Orangen mengen und die Masse auf die Oblaten verteilen.
Die Makronen in den auf 190°C vorgeheizten Backofen geben und 12-14 Minuten goldbraun backen. Herausnehmen und abkühlen lassen (oder auch schon einmal naschen).
Für die Schoko-Chili-Variante, die Zartbitterkuvertüre vorsichtig schmelzen, Chili je nach gewünschter Schärfe untermengen und die Unterseite der Makrone hinein tunken. Auf einem Gitterrost abkühlen lassen, bis die Schokolade fest ist. So, und nun darf auch diese Variante gekostet werden! Und, ist hierbei ein wenig Glück zu verspüren? Oder Seligkeit? Oder vielleicht sogar beides?
Gerade die Feiertage und die damit verbundene Ruhe und Stille bieten, wie ich finde, eine wundervolle Möglichkeit das Jahr Revue passieren und sich dabei insbesondere der Momente zu erinnern, in denen man Glück, Seligkeit oder vielleicht sogar Glückseligkeit verspürt hat. Bei mir sind es meistens die kleinen, unerwarteten Momente gewesen, die zu diesem Gefühl geführt haben: Die Entdeckung des ersten Krokosses im Frühjahr, der Sommertag am Stand, der durch einen vollkommenen Sonnenuntergang gekrönt wurde, im Herbst durch den Wald voll goldener Blätter laufen, am Adventssonntag vor dem Kamin sitzen, Tee trinken und Kokosmakronen genießen...
Shopping-Liste für Orangen-Kokosmakronen, Zimt-Kokosmakronen und Schoko-Chili-Kokosmakronen (ca. 60 Stück): 400g Kokosraspeln, 350g Rohrohrzucker, 6 Eiweiß, 2 Prisen Salz, Schale von 2 Orangen, 1TL Zimt, 100g Zartbitterkuvertüre, 1/8-1/4 TL Chilipulver (je nach Geschmack), ca. 60 Vollkornoblaten (für die glutenfreie Version, die Oblaten einfach weglassen, dafür jedoch ein Silikonmatte verwenden, damit die Makronen nicht festkleben)
To Do's: Kokosraspeln, Rohrohrzucker, Salz und Eiweiß in einem Topf geben vermengen. Ggf. noch 3-5 EL Wasser hinzugeben, falls die Masse nicht cremig genug ist. Bei geringer Hitze unter ständigem Rühren bis auf ca. 50°C erwärmen (dies einfach mit dem Finger testen - die Masse muss sich heiß anfühlen). Dann vom Herd nehmen und kurz abkühlen lasse. Eine hilfreiche Videoaufnahme bietet hierzu Essen&Trinken: E&T Grundrezept Makronenmasse
Die Masse dritteln (dabei sollten jeweils ca. 20 Walnuss-große Makronen herauskommen). Das erste Drittel so wie es ist, mit Hilfe von zwei Teelöffeln auf die Oblaten verteilen. Zum zweiten Drittel Zimt hinzugeben, gründlich vermengen und ebenfalls auf die Oblaten verteilen. Unter das letzte Drittel die abgeriebene Schale zweier Orangen mengen und die Masse auf die Oblaten verteilen.
Die Makronen in den auf 190°C vorgeheizten Backofen geben und 12-14 Minuten goldbraun backen. Herausnehmen und abkühlen lassen (oder auch schon einmal naschen).
Für die Schoko-Chili-Variante, die Zartbitterkuvertüre vorsichtig schmelzen, Chili je nach gewünschter Schärfe untermengen und die Unterseite der Makrone hinein tunken. Auf einem Gitterrost abkühlen lassen, bis die Schokolade fest ist. So, und nun darf auch diese Variante gekostet werden! Und, ist hierbei ein wenig Glück zu verspüren? Oder Seligkeit? Oder vielleicht sogar beides?
Mittwoch, 22. Dezember 2010
Entspannte Weihnacht
Dabei sollten die Feiertage doch gerade dazu genutzt werden, um mal wieder so richtig zu sich kommen zu können und für das neue Jahr aufzutanken! Deswegen empfehle ich einfach mal ein weniger aufwändiges Menü zu gestalten. Das Menü muss ja nicht gleich auf Wienerwürstchen mit Kartoffelsalat reduziert werden, aber ein leichter Feldsalat mit Mandarinenschnitzen und Walnusskernen als Vorspeise, ein einfaches Risotto als Hauptspeise und Vanilleeis mit heißen Himbeeren und Amarettoschuss zum Nachtisch machen doch auch schon was her.
Und dem einfachen Birnen-Salbei-Risotto mit weihnachtlichem Touch möchte ich mich hier widmen. Das natürlich auch hervorragend als Vor- oder Zwischenspeise für ein aufwändigeres Weihnachts- oder Silvestermenü oder ganz wunderbar als Untermalung zu Fisch oder Fleisch passt.
Shopping-Liste (für ca. 2-3 Hauptspeisen oder 4-6 Vorspeisen/Beilagen): 200g Risottoreis, 1 große Birne, 1 Handvoll frische Salbeiblätter (ca. 15-20 Blätter), 1 Sternanis, 5 Nelken, 1 Zwiebel, 0,5-1l Gemüsebrühe, 2 EL Öl, 2 EL Butter, ½ EL Puderzucker, Weißwein, 1-2 EL Sojasahne, Salz und Pfeffer
To Do´s: Gemüsebrühe in einem kleinen Topf vorbereiten und warm stellen. Die Zwiebel in Würfel schneiden und in Öl anbraten. Den vorher gewaschenen Reis dazugeben und anbraten bis er glasig ist.
Den Reis und die Zwiebeln mit einem guten Schuss Weißwein ablöschen, sodass der Reis gerade mit der Flüssigkeit bedeckt ist. Warten bis der Wein fast aufgesogen wurde und dann nach und nach die Gemüsebrühe unterrühren (hierbei ebenfalls jeweils warten bis die Flüssigkeit fast aufgesogen ist und dann neue hinzugeben). Der Reis sollte am Schluss sämig aber immer noch bissfest sein (dauert ca. 20 Minuten).
Die Birne in dünne Scheiben schneiden. In einer separaten Pfanne 1 EL Butter erhitzen, die Birnenscheiben hinzugeben und kurz darin schwenken. Dann den Puderzucker hinzugeben und karamellisieren lassen. Die Birnenscheiben dann unter das Risotto rühren (ca. 5 Minuten bevor der Reis seine gewünschte Konsistenz erreicht hat).
In einer weiteren Pfanne die restliche Butter erhitzen und den Salbei, Sternanis und Nelken darin für ein paar Minuten schwenken. Dann lediglich die Salbeiblätter und die flüssige Butter unter den Reis mischen und die Gewürze beiseite legen.
Das Risotto zum Schluss mit Sahne verfeinern und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die übrig gebliebenen Gewürze können als Dekoration verwendet werden.
Entspannte Weihnachtsfeiertage!
Sonntag, 19. Dezember 2010
In der Weihnachtsbäckerei...
Vorbei an Zimt und Nelken, Anis und Apfelstücken, Marzipan und Mandelsplittern drängelten und zwängten sie sich, bis sie plötzlich gegen etwas rundes stießen, an dem sie einfach nicht vorbei kamen. „Wer weckt mich da?!“, grummelte das runde Ding. „Wir sind zwei Vanilleschoten, die so gerne endlich ihrer Bestimmung als Plätzchenzutat nachkommen möchten. Lässt Du uns vorbei?“ erwiderten die beiden. Die Orange, die insgeheim wusste, dass auch ein Teil von Ihr dieser Bestimmung nachsehnte, lies die Vanilleschoten gewähren. Dies aber nur unter der Bedingung, dass die beiden in Form der Orangenschale einen außergewöhnlichen Geschmack in die Plätzchen brachten.
Und so setzten die beiden Vanilleschoten ihren Weg fort, im Gepäck, 2 TL der vorher vorsichtig abgeraspelten Orangenschale. So kamen sie vorbei an Schneebesen, scharfen Messerklingen und Rührlöffeln und sie dachten schon sie wären auf dem falschen Weg, als sie plötzlich lauten Gesang und Geschrei vernahmen. Vor ihnen war eine riesige Schüssel aufgetaucht, in der es allerlei Spaß zu geben schien. Vorsichtig wurde über den Schüsselrand geblickt und den beiden Gefährten eröffnete sich eine fröhliche Gesellschaft aus 200g Butter, 100g Rohrohrzucker und 2 Eigelb, die sich schon ordentlich untereinander vermischt hatte. „Kommt, feiert mit!“ bot das Gemisch an, „aber bitte erst die Mäntel ablegen, nachher wird’s noch heiß!“. Und so entledigten sich die Vanilleschoten Ihrer Schale und ließen lediglich Ihr Vanillemark, sowie die mitgebrachte Orangenschale Teil der bunten Gesellschaft werden.
Zu Beginn fühlte sich die Vanille nicht so richtig aufgenommen, da sich das Ganze noch um eine recht flüssige Angelegenheit handelte. Aber als sich noch 60g Reismehl, 140g Maismehl, 50g Maisstärke und 100g gemahlene Mandeln unter die Menge mischten, war jedes Unwohlsein vergessen.
1TL Agar Agar verlieh der Gruppe schließlich den nötigen Zusammenhalt, sodass sich aus den Zutaten, ein gleichmäßiger Teig knetete. Nach dem ganzen Vermengen und Vermischen, wurden die Zutaten jedoch ganz müde und wurden erstmal zu zwei gleich großen Rollen geformt (ca. 5 cm hoch), die jeweils in Klarsichtfolie eingepackt wurden. 1 Stunden lagen sie so im Kühlschrank.
Wie häufig bei großen Gesellschaften, bildeten sich dann auch hier kleine Grüppchen, die sich langsam von der Rolle absonderten (ca. 0,5-1cm breit), um sich zu kleinen Kipferln
Und so schafften es die Vanilleschoten in einem mit 200°C vorgeheizten Ofen, innerhalb von ca. 15 Minuten Teil von weihnachtlichen Vanille-Orangen-Kipferln zu werden. Die, bevor sie schließlich auf den feierlich dekorierten Weihnachtstisch kamen, noch mit einem Päckchen Vanillezucker und ausreichend Puderzucker ummantelt wurden.
Und wenn man ganz still ist, kann man vielleicht sogar ein leises und sanftes "Fröhliche Weihnacht" aus der Plätzchenbox vernehmen. Einen schönen 4. Advent!
Montag, 6. Dezember 2010
Light Christmas
Allerdings finde ich, dass es auch während den Weihnachtstagen ruhig mal etwas Leichtes geben darf! Und dabei muss ja gar nicht auf den weihnachtlichen Geschmack verzichtet werden, denn dieser lauwarme Orangen-Fenchel-Salat duftet nach Zimt und Sternanis!
Shopping-Liste (2-4 Portionen)...
...für den Salat: 1 Fenchelknolle, 1 Orangen (unbehandelt), 1 Schalotte, 2 EL Olivenöl, 1 TL Zucker, 1 Sternanis, 1 Zimtstange, 2-3 Handvoll Sprossen
...für die Vinaigrette: 1 Orange (unbehandelt), 1/2 Zitrone (unbehandelt), 1 TL Orangensenf (gibts z.B. im Bio-Supermarkt), 1 TL Honig, 1/2 TL Zimt, 2 EL Olivenöl, Salz, Pfeffer
To Do´s: Für die Vinaigrette, die Schale der Orange und der Zitrone fein abreiben und mit dem Saft der jeweils halben Orange und Zitrone in ein Schüsselchen geben. Den Senf, Honig, Zimt und ein wenig Salz und Pfeffer hinzugeben und gründlich vermengen. Zum Schluss das Olivenöl untermengen.
Für den Salat, zunächst die Fenchelknolle putzen, das Grün und den harten Stunck entfernen und in feine Scheiben schneiden. Die Schalotte ebenfalls in Scheiben schneiden. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die Fenchel- und Schalottenscheiben darin anschwitzen. Den Zucker hinzugeben, karamellisieren und mit dem Saft der von der Vinaigrette übrig gebliebenen Orangenhälfte ablöschen. Den Sternanis und die Zimtstange hinzugeben und bei mittlerer Hitze weich garen.
Wenn sich der Orangensaft fast aufgelöst hat, die Pfanne vom Herd nehmen. Die verbleibende Orange gründlich schälen (auch die weiße Haut entfernen), halbieren und Filetstücke herausschneiden. Die Orangenfilets zum Fenchel geben und damit vermengen. Den Sternanis und die Zimtstange entfernen und den Salat auf Tellern verteilen. Je eine Handvoll Sproßen auf den Salat drapieren, Vinaigrette hinzugeben und mit einer Zimtstange oder einem Sternanis dekorieren.
Und falls auf die üppige Hauptspeise nicht verzichtet werden soll, passt dieser Salat auch gut als Vorspeise zum Weihnachtsmenü!
Mittwoch, 1. Dezember 2010
Noch 24 Tage...
Dann leuchten Kerzen, beginnen Kinderaugen zu strahlen, Geschenke glänzen und glitzern unter dem Weihnachtsbaum, ein weihnachtlicher Duft schwebt durch warme Räume, klangvolle Weihnachtslieder erfüllen das Haus und draußen rieselt leise der Schnee.
Für mich ist die Weihnachtszeit magisch, sinnlich, beruhigend. In dieser Zeit bin ich in einer angenehm melancholischen und romantischen Stimmung, genieße jeden Tag und freue mich stündlich ein bisschen mehr auf die festlichen Tage.
In Weihnachtsstimmung komme ich am besten beim Plätzchenbacken. Dieses Jahr sind aus meiner Stimmung diese glutenfreien Mandel-Marzipan-Apfel-Kipferl entstanden, die hier nicht vorenthalten werden sollen! Viel Spaß beim Einstimmen auf Weihnachten und eine besinnliche Adventszeit!
Weihnachtliche Shopping-Liste (für ca. 15 Kipferl): 400g Honig-Marzipan, 100g Rohrohrzucker, 2 Eiweiß, 50g Apfelringe, 1TL Zimt, 5 Tropfen Bittermandelöl, 1 EL frisch geriebene Schale einer unbehandelten Zitrone, 50g Mandelblättchen, je 50g weiße und schwarze Schokoglasur, Backpapier
To Do´s: "White Chrsitmas" als musikalische Untermalung einschalten.
Den Marzipan grob raspeln. Zucker und Eiweiß hinzugeben und die Zutaten mit dem Handrührgerät miteinander vermengen. Die Apfelringe in kleine Stücke schneiden und mit dem Zimt, Bittermandelöl und der Zitronenschale zum Teig geben. Alles gründlich miteinander vermengen und für ca. 1 Stunde im Kühlschrank kalt stellen.
Den Ofen auf 180°C vorheizen. Hände leicht befeuchten und den Teig in handbreite und ca. 3cm hohe Röllchen rollen und zu Kipferln formen. Die Kipferl auf ein mit Backpapier bedecktes Blech legen. Die Hände ruhig immer wieder mal befeuchten, da der Marzipan sehr klebrig werden kann.
Die auf dem Blech drapierten Kipferl mit den Mandelblättchen verzieren und für 12 bis 15 Minuten im Ofen backen. Danach die Kipferl abkühlen lassen und in der Zwischenzeit die Schokoglasuren vorsichtig schmelzen.
Die beiden Enden der Kipferl jeweils abwechselnd in die dunkle oder weiße Schokolade tunken und vorsichtig mit dem Boden nach oben zeigend auf das Backpapier oder ein Gitterblech legen. Dann mit einem Pinsel noch den Kipferlboden mit der jeweiligen Schokoglasur bestreichen, wiederrum abkühlen lassen und am Schluß einfach genießen.
Samstag, 27. November 2010
Last Christmas...
Diese Zeilen begleiten mich Jahr für Jahr, ab dem ersten Mal wenn Wahm Ihren Ohrwurm im Radio trällern, bis mindestens zum 2. Weihnachtsfeiertag. Dabei habe ich die Regel aufgestellt, dass ich mir das Lied nicht durch eigenes Handeln zum ersten Mal anhören darf. Allerdings ist auf das Radio meist Verlass, sodass ich auch dieses Jahr frühzeitig zu dem Genuss kam!
Und so hat mich George Micheal`s vergebenes Herz dieses Jahr direkt zu diesen würzigen Spekulatiusherzen inspiriert. Die können auch getrost am nächsten Tag weitergegeben werden, ohne dass eine Träne kullert!
Shopping-Liste (für ca. 2 Bleche): 100g Honigmarzipan, 150g Butter, 150g Rohrohrzucker, 1 Ei, 180g Dinkelvollkornmehl, 10g Kastanienmehl (oder einfach 10g mehr Dinkelmehl), 100g gemahlene Mandeln, 1/2 TL Backpulver, 1 EL Zimt, je 1/2 TL Piment, Nelken, Kardamon (alles gemahlen) und Vanillezucker, 1 Messerspitze Muskat, 1/2 TL geriebene Zitronenschale, 1 Prise Salz, 1 Eigelb, ca. 50g Mandelblättchen, Backpapier, Herzausstecher
To Do´s: Zu allererst "Last Christmas" in der Dauerschleife auflegen!
Den Marzipan grob in eine Schüssel raspeln. Butter, Zucker und Vanillezucker hinzugeben und schaumig schlagen. Das Ei unterrühren.
Mehl, gemahlene Mandeln, Backpulver, Gewürze, Salz und Zitronenschale vermengen und zum Teig hinzugeben. Die Mischung gründlich zu einer gleichmäßigen Masse verkneten. Danach im Kühlschrank bedeckt für eine Stunde kalt stellen.
Den Backofen auf 180°C vorheizen. Auf einer Arbeitsfläche etwas Mehl verteilen, darauf den Teig portionsweise ca. 3-4 Millimeter dick ausrollen und dann ausstechen.
Backpapier auf die Bleche geben und die Plätzchen darauf verteilen. Die Plätzchen mit Eigelb bestreichen und mit Mandelblättchen bestreuen. Danach für ca. 15 Minuten im Ofen backen, bis das Eigelb goldbraun ist.
Zu "Last Christmas" servieren.
Abonnieren
Posts (Atom)



