Donnerstag, 9. Juni 2011

Spargelzeit à la Italiana

Während der Spargelzeit, kann man eigentlich gar nicht oft genug Spargel essen! Schließlich muss man für die neun bis zehn spargelfreien Monate mitessen. Aber immer nur Spargel mit Kartoffeln, zerlassener Butter oder Sauce Hollandaise kann auf die Dauer langweilig werden. Daher sollte man sich ab und zu ein ein bisschen was einfallen lassen, damit die Spargelzeit nicht zur eintönigen Zeit wird!

Spargelsalat ist natürlich eine Idee oder zum Beispiel Spargelquiche. Spargelpizza, Spargelravioli, Spargelauflauf, Spargelcremesuppe, Spargel.... Eigentlich kann man alles mit Spargel machen! Da ich nun eine ganz persönliche Schwäche für Risotto habe, gibt es bei mir zur Spargelzeit Spargelrisotto! Mit getrockneten Tomaten und gerösteten Pinienkernen fühlt man sich dabei mit jeder Gabel ein bisschen wie in Italien.

Shopping-Liste (für 2 Personen): 200g Risottoreis, 6 Stangen weißen Spargel, 50g getrocknete Tomaten, 1 Zwiebel, 1 Handvoll Pinienkerne, 1 Handvoll glatte Petersilie, Weißwein, 1/4 l Gemüsebrühe, 1/4 l Spargelwasser, 2 EL Parmesan, Weißwein, Öl, Zucker, Salz und Pfeffer

To Do´s: Zunächst den Spargel schälen und in ca. 3cm große Stücke schneiden. Zusammen mit ein wenig Spargelschale und einer Prise Zucker in einen Topf mit kochendem Wasser geben und für 5 Minuten kochen. Dann den Herd abschalten und ca. 10 Minuten auf der Herdplatte ruhen lassen bis er weich ist. Das Spargelwasser in einen Topf gießen, sodass es für die Zubereitung des Risottos genutzt werden kann. Die Spargelstücke beiseite legen.

Die Zwiebel in Würfel schneiden. 2 EL Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebelwürfel darin andünsten bis sie glasig sind. Den gewaschenen Reis (einfach in einen Sieb geben und mit kalten Wasser abspülen) zu den Zwiebeln geben und ebenfalls glasig andünsten. Dann mit einem ordentlichen Schuss Weißwein ablöschen, sodass der gesamte Reis mit Wein bedeckt ist. Deckel drauf und den Wein bei mittlerer Hitze einziehen lassen. Dann nach und nach die Gemüsebrühe sowie das Spargelwasser hinzugeben und die Flüssigkeit immer wieder einziehen lassen (mit dem Deckel abdecken). Dieses Prozedere durchführen bis der Reis weich, aber noch bissfest ist (dauert ca. 20 Minuten).

Nebenbei die getrockneten Tomaten klein schneiden, die Petersilie fein hacken sowie den Parmesan reiben. Außerdem die Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne ohne Fett anrösten.

Kurz bevor der Reis die gewünschte Konsistenz erlangt hat (nach ca. 15 Minuten), die Tomaten, den Spargel, die Petersilie sowie den Parmesan untermengen. Vor dem Servieren noch einen guten Schuss Wein dazugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken, umrühren und auf einen Teller mit den Pinienkernen garnieren.

Sonntag, 5. Juni 2011

Seasonal Trends: Der Saisonkalender für Juni

Nachdem der Mai in erster Linie mit neuen Gemüsesorten gepunktet hat und an Obst noch wenig hervorgebracht hat, herrscht im Juni ein regelrechter Konkurrenzkampf zwischen den neusten Sommerfrüchten! Wollen Sie doch alle ihre frisch erworbene Farbenpracht präsentieren und den Käufer damit verführen!

Auch die letzte Erdbeere sollte sich im Juni in ihr sattes Rot gehüllt haben, um dem konkurrierendem Kirschrot gewachsen zu sein. Doch auch die Himbeere kommt pünktlich zum Sommerbeginn auf den Markt und steht ihren beiden Nebenbuhlerinnen farblich in nichts nach. Auf Abwechslung setzt dafür die Aprikose, die lieber mit einem dezenterem Apricot überzeugt. Der Rhababer steht dabei weiterhin außer Konkurrenz, ist es doch immer noch nicht 100%ig klar, ob er sich nun lieber zur Obst- oder zur Gemüsewelt zählen lässt. Während die Stachelbeere vielleicht sogar ihre Stachel ausfährt um sich gegen Kirsche & Co. im Juni durchzusetzen.

Bei den Gemüsesorten geht es dabei nicht ganz so heiß her, tut sich hier im Vergleich zum Mai doch eher wenig. Weiterhin Dauerbrenner ist dabei natuerlich der Spargel. Blumenkohl, Brokkoli, Bohnen sowie Spinat und Radieschen bereichern die Marktstände wie im Mai so auch im Juni. Neu auf dem Markt sind zum Beispiel Artischocken, Erbsen, Fenchel, Tomaten sowie Gurken.

Sommerzeit heißt Salatzeit! Von daher bietet auch der Juni ein breit gefächertes Angeboten an frischen Salatsorten, wie zum Beispiel Lollo Rosso, Löwenzahn, Endiviensalat und Eichblattsalat. Wobei in diesem Jahr natürlich fraglich ist, ob Salat, Gurke & Co. auf ihrer bisher ungebrochenen Beliebtheit aufbauen können...

Mittwoch, 11. Mai 2011

Spargelzeit!

Entweder man mag ihn oder man mag ihn nicht. Zugegeben, ich habe weißen Spargel früher überhaupt nicht leiden können und meine Mutter musste zur Spargelzeit andauernd eine "Extrawurst" für mich kochen. Jetzt allerdings liebe ich weißen Spargel umso mehr und freue mich ebenso wie alle anderen Liebhaber dieser weißen Stangen, wenn im Mai endlich die Erntezeit losgeht!

Bei grünem Spargel war das was anderes - diesen mochte ich auch schon als kleines Kind. Ich weiß nicht ob es an der Farbe liegt, die durch Sonnenlicht gebildetes Chlorophyll entsteht, da grüner Spargel über der Erde wächst. Vielleicht aber auch daran, dass man ihn vielseitiger verwenden kann. Und das habe ich an dieser Stelle auch getan: mit einem grünen Spargel-Chicorée-Salat mit marinierten Erdbeeren und einer Honig-Senf-Joghurt-Vinaigrette.

Shopping-Liste (für 3-4 Vorspeiseportionen): 300g grüner Spargel, 2 Chicorée Knollen, 200g Erdbeeren, 1/2 TL Crema di Balsamico

Und für die Vinaigrette: 2 EL Balsamico Bianco, 1 EL Soja Joghurt, 1 TL Orangensenf (oder mittelscharfen Senf), 1 TL flüssigen Honig, Salz, Pfeffer, 4 EL Olivenöl

To Do`s: Für die Vinaigrette, zunächst Balsamico, Joghurt, Senf, Honig, Salz und Pfeffer gründlich vermengen. Dann das Olivenöl ebenfalls gründlich untermengen.

Die Erdbeeren waschen, in kleine Stücke schneiden und mit der Crema di Balsamico vermengen. Die Erdbeeren während der restlichen Zubereitungszeit einfach ziehen lassen.

Die harten Enden vom Spargel entfernen und in ca. 3cm große Stücke schneiden. Wasser in einem Topf zum Kochen bringen, salzen und die Spargelstücke darin bei mittlerer Hitze ca. 5 bis 7 Minuten köcheln lassen. Probeweise einfach mit einer Gabel in die Spargelstücke pieksen, um zu sehen ob sie weich ist. Dann den Spargel herausnehmen und ein wenig abkühlen lassen.

Zuletzt die harten Enden der Chicorée-Knollen entfernen, die Blätter abzupfen und der Breite nach dritteln. Dann waschen und direkt mit dem Spargel, den Erdbeeren und der Vinaigrette vermischen. Fertig!

Donnerstag, 5. Mai 2011

Seasonal Trends: Der Saisonkalender für Mai

Mai, Maikäfer, Maibowle, Maibaum, Maiglöckchen, Maifeiertag, Mai Tai... Der Mai hat auf jeden Fall einiges zu bieten! Auch kulinarisch gesehen, denn im Mai beginnen einige Obst- und Gemüsesorten ihre Saison.

Nicht zu übersehen sind im Mai eindeutig die Unmengen an Spargelständen, die nach der knapp neun-monatigen Spargelpause aus dem Boden poppen, wie Krokusse nach einem langen Winter. Und mit der Spargelzeit beginnt natürlich auch die Erdbeerzeit! Erdbeeren lassen sich wiederrum gemeinsam mit Rhababer, der im Mai ebenfalls Saison hat, zu einem köstlichen Erdbeer-Rhababer-Kompott kombinieren.

Wie wär es ansonsten mit einem Blumenkohl- oder Brokkoligratin? Zu schwer? Dann wäre einer der zahlreichen Salatsorten, die der Mai mitbringt, eher zu empfehlen: Babyblattspinat (sowie Spinat im Allgemeinen), Rucola, Lollo Rosso oder Endiviensalat. Dazu ein paar Radieschen und grüne Bohnen und schon hat man ein locker, leicht, erfrischendes Gericht für den Wonnemonat Mai!

Samstag, 16. April 2011

Zu Ostern darf auch mal gesündigt werden

Sie sind klein, sie sind bunt, sie sind rund und sie sind uuuunglaublich köstlich. Sie schmecken nach Zitrone, nach Vanille, nach Pistazie, nach Schokolade, nach Orange und sogar nach Rose. Es gibt sie in grün, in rot, in gelb, in pink, in lila, in braun oder auch türkis: LES MACARONS

Ich möchte behaupten, dass man Paris mit mindestens einer Schachtel Macarons verlässt -ganz egal ob sie nun von Ladurée oder Pierre Hermé ist. Um ein Mitbringsel für Freund oder Freundin muss es sich dabei gar nicht unbedingt handeln. Denn wenn man die Schachtel Macarons zurück zu Hause in den Händen hält, einen Spalt öffnet und das verführerische Duftpotpourri vernimmt, kann man durchaus egoistische Züge entwickeln. Ein schlechtes Gewissen braucht man fast nicht zu haben, denn jedem Anderen würde es genauso ergehen. Falls man sich nach dem Verzehr, der frisch mitgebrachten Macarons nun doch schuldig fühlt, dann können die kleinen Amuse-Bouche auch einfach nachgebacken werden: zum Beispiel mit meinem Zitronen-Kurkuma-Macarons-Rezept.

Ich gebe zu, Macarons gelten nicht unbedingt zur Gruppe der gesunden Lebensmittel, aber gerade nach der langen Durststrecke der Fastenzeit kann man sich so einen Leckerbissen ruhig mal gönnen. Ausserdem passen sie einfach hervorragend zu den bunten Eiern in das Osternest. Einzig auf die Farbenpracht der Pariser Vorbilder müssen die Macarons im Bio-Format verzichten, denn Lebensmittelfarben erreichen die biologischen Standards nicht.

Shopping-Liste (für 20-25 Stück):
Für die Baiser-Stücke: 120g gemahlene Mandeln, 2 Eiweiss, 150g Puderzucker, 1 Prise Salz, 1 TL Kurkuma (erzeugt einen Hauch von Gelb), Einweg Spritzbeutel
Für die Füllung: 100g Butter, 80g Puderzucker, 1 Zitrone

To Do`s: Eiweiss und Salz mit dem Rührgerät anschlagen. Den zuvor durch einen Sieb passierten Puderzucker nach und nach hinzugeben und sehr steif schlagen. Die Mandeln und Kurkuma mit einem Schneebesen oder Löffel unterheben und gut vermengen.

Die Baiser-Mischung in einen Spritzbeutel geben. Backpapier auf ein Backblech geben und gleich grosse Baiser-Tupfen darauf spritzen (ca. 40-50 Stück). Dann für ca. 30 Minuten ruhen lassen.

In der Zwischenzeit den Backofen auf 150°C vorheizen und die Füllung vorbereiten. Dazu die Schale der Zitrone vorsichtig abreiben und den Saft auspressen. Die Butter (auf Zimmertemperatur) mit dem Puderzucker und der Zitronenschale mit einem Rührgerät schaumig schlagen. 4 EL des ausgepressten Zitronensaftes untermengen.

Das Backblech mit den Baiser-Tupfen nun für ca. 12 bis 15 Minuten backen (siehe Bild). Danach abkühlen lassen und dann vorsichtig vom Backpapier nehmen. Mit einem Messer die Füllung vorsichtig auf die Unterseite eines Baiser-Tupfen streichen und einen weiteren Baiser-Tupfen darauf pressen - dabei bitte ebenfalls sehr vorsichtig sein!

Die Macarons vor dem Servieren im Kühlschrank kalt stellen und dann im Osternest zum Osterbrunch servieren. Frohe Ostern!