Sonntag, 15. Januar 2012

Tolle Knolle

Insalata Caprese oder einfach Tomaten-Mozzarella ist definitiv ein Salatklassiker. Insbesondere im Sommer, wenn es draußen heiß ist, haben die knackige Tomaten und der leichter Mozzarella eine erfrischende Wirkung. Und im Winter?

Nun, im Winter sind die Tomaten nicht so knackig und Erfrischung ist bei den kühlen Temperaturen natürlich auch nicht gefragt. Wer aber dennoch nicht auf seinen Insalata Caprese verzichten möchte, der kann sich einfach einmal in der saisonalen Gemüsewelt, die der Winter zu bieten hat, umsehen. Dabei stößt man ganz schnell auf eine tolle Knolle, die nicht nur farblich an die sommerliche Tomate herankommt, sondern auch geschmacklich ganz wunderbar mit Mozzarella harmoniert. Hinzu kommt, dass sie wertvolle Vitamine (B1, B2, B6 und C) und Mineralstoffe (u.a. Kalium, Kalzium, Eisen, Magnesium, Zink) bietet, die den Körper gegen die eisigen Temperaturen schützen. Und gepaart mit Büffelmozzarella und Petersilienpesto ergibt sie einen sehr geschmackvollen und nährstoffreichen Wintersalat: die Rote Bete.

Shopping-Liste für winterlichen Caprese mit Rote Bete und Petersilienpesto (für 4 Vorspeise-Portionen): ca. 250g rote Beete (2-3 Knollen), 2 Päckchen Büffelmozzarella, 1 Bund glatte Petersilie, 3 EL Mandelstifte, 1/2 TL Rohrohrzucker, 1/4 TL frisch geriebene Zitronenschale, 2 EL frischer Zitronensaft, 2 EL Arganöl, 5 EL Olivenöl, 1 Prise Salz

To Do`s: Die Rote Bete (ungeschält) für 50-60 Minuten im Ofen bei 180°C backen.

Währenddessen das Pesto zubereiten. Dafür die Mandelstifte in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis sie goldbraun sind. Danach abkühlen lassen. Die Petersilie fein hacken und zusammen mit den Mandelstiften, Zitronenschale und -saft, Zucker, Salz und Arganöl mixen oder mit einem Zauberstab fein pürieren. Dann das Olivenöl hinzugeben und vermengen (je nach Konsistenz noch etwas mehr Olivenöl hinzugeben).

Die gebackenen Rote Bete-Knollen abkühlen lassen, schälen und dann in dünne Scheiben schneiden. Den Mozzarella ebenfalls in dünne Scheiben schneiden und abwechselnd mit den Rote Bete-Scheiben auf einen Tellern drapieren. Das Pesto darüber verteilen und noch einen Schuß mehr Olivenöl auf jeden Teller geben. Fertig!

Dienstag, 3. Januar 2012

Ein bewusstes neues Jahr - Oder: Der Saisonkalender für Januar

Wieder ist ein Jahr vergangen und wieder machen sich Menschen auf der ganzen Welt Gedanken, was das neue Jahr und insbesondere dieses Jahr mit sich bringen wird. 2012 – ein viel diskutiertes und beleuchtetes Jahr! Was bedeutet das Ende des Maya Kalenders wirklich? Was wollen uns die vermehrten Schlagzeilen, wie Naturkatastrophen, Lebensmittelskandale oder gesellschaftliche Unruhen, der letzten Jahre sagen? Wird sich unser Bewusstsein verändern?

Ich werde an dieser Stelle keine Szenarien beleuchten und auch nicht versuchen Theorien zu be- oder entkräftigen. Was das nächste Jahr, die nächste Woche, der nächste Tag, ja sogar die nächste Minute bringen wird, das weiß keiner. Und trotzdem sind wir diejenigen, die die Zukunft aktiv und vor allem positiv mitgestalten können!

Unsere eigene Zukunft: Indem wir mehr auf unseren Körper achten, seine Signale hören und ihn pflegen – mit ausreichend Bewegung und gesunden Lebensmitteln. Die Zukunft unserer Umgebung: Indem wir unseren Lieben die gebührende Aufmerksamkeit schenken, liebevoller mit der Natur umgehen und Lebensmittel mit mehr Achtsamkeit behandeln und sie nicht wahllos verschwenden.

Ich wünsche mir für 2012, dass der Mensch wieder mit mehr Bewusstsein durch das Leben geht! In erster Linie mehr Bewusstsein für sich selbst, aber auch für seine Mitmenschen, seine Umwelt und nicht zuletzt mehr Bewusstsein für unsere Lebensmittel.

Ein erster und sehr einfacherer Schritt zu mehr Bewusstsein für unsere Nahrung, ist die Nutzung von regionalen und saisonalen Lebensmitteln. Und damit dieser Schritt noch einfacher wird, hier eine Übersicht der saisonalen Obst- und Gemüsesorten im Januar:

Obst: Mandarinen, Orangen sowie gelagerte Äpfel und Birnen

Gemüse: Chicorée, Feldsalat, Champignons, Grünkohl, Rosenkohl, Rotkohl, Rote Bete, Schwarzwurzel, Steckrüben, Pastinaken, Petersilienwurzel, Wirsing und gelagerte Nüsse

Und damit wünsche ich Euch ein bewusstes, gesundes und glückliches Jahr 2012!

Samstag, 24. Dezember 2011

Frohe Weihnachten!

Das Fest der Liebe verbringt man traditionell im Kreise seiner Liebsten. Der Weihnachtsbaum wird gemeinsam ausgesucht und geschmückt, Geschenke werden ausgepackt, es wird angestoßen und nicht zuletzt wird gemeinsam gegessen.

Die Mahlzeiten haben während der Weihnachtszeit einen großen Stellenwert! Das meist einfache, schnelle Gericht am Heiligen Abend, der Weihnachtsbrunch an den Weihnachtsfeiertagen und das Festmenü am Abend werden traditionell mit den Menschen verbracht, die einem am nächsten stehen. Und ich nehme an, dass mir die meisten zustimmen werden, wenn ich sage, dass das Essen umrahmt von den Menschen, die man liebt, gleich noch einmal besser schmeckt!

Beim Essen geht es nicht nur darum, dem Körper Nahrung zuzuführen. Es geht auch darum, wertvolle Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen, einen schönen Abend zu haben, Spaß zu haben, gemeinsam zu lachen, zu genießen. Das gilt nicht nur für Weihnachten! Und trotzdem: Der weihnachtlich geschmückte Tisch, die brennenden Kerzen und der Weihnachtsbaum schaffen hierfür natürlich einen ganz besonderen Rahmen!

Und somit wünsche ich Euch ein wundervolles Weihnachtsfest, zahlreichen schöne Momente mit Euren Liebsten und ein genussreiches Festtagsmenü!

Sonntag, 18. Dezember 2011

Glückseligkeit

Bei der Recherche für mein Kokosmakronenrezept, stieß ich auf einen Beitrag, der besagte, dass sich der Name "Makronen" aus dem griechischen Wort "makarios" ableitet, was Glückseligkeit bedeutet. Eine frisch gebackene, noch lauwarme Kokosmakrone, die auf der Zunge zergeht - ja, das ist tatsächlich Glückseligkeit!

Gerade die Feiertage und die damit verbundene Ruhe und Stille bieten, wie ich finde, eine wundervolle Möglichkeit das Jahr Revue passieren und sich dabei insbesondere der Momente zu erinnern, in denen man Glück, Seligkeit oder vielleicht sogar Glückseligkeit verspürt hat. Bei mir sind es meistens die kleinen, unerwarteten Momente gewesen, die zu diesem Gefühl geführt haben: Die Entdeckung des ersten Krokosses im Frühjahr, der Sommertag am Stand, der durch einen vollkommenen Sonnenuntergang gekrönt wurde, im Herbst durch den Wald voll goldener Blätter laufen, am Adventssonntag vor dem Kamin sitzen, Tee trinken und Kokosmakronen genießen...

Shopping-Liste für Orangen-Kokosmakronen, Zimt-Kokosmakronen und Schoko-Chili-Kokosmakronen (ca. 60 Stück): 400g Kokosraspeln,  350g Rohrohrzucker, 6 Eiweiß, 2 Prisen Salz, Schale von 2 Orangen, 1TL Zimt, 100g Zartbitterkuvertüre, 1/8-1/4 TL Chilipulver (je nach Geschmack), ca. 60 Vollkornoblaten (für die glutenfreie Version, die Oblaten einfach weglassen, dafür jedoch ein Silikonmatte verwenden, damit die Makronen nicht festkleben)

To Do's: Kokosraspeln, Rohrohrzucker, Salz und Eiweiß in einem Topf geben vermengen. Ggf. noch 3-5 EL Wasser hinzugeben, falls die Masse nicht cremig genug ist. Bei geringer Hitze unter ständigem Rühren bis auf ca. 50°C erwärmen (dies einfach mit dem Finger testen - die Masse muss sich heiß anfühlen). Dann vom Herd nehmen und kurz abkühlen lasse. Eine hilfreiche Videoaufnahme bietet hierzu Essen&Trinken: E&T Grundrezept Makronenmasse

Die Masse dritteln (dabei sollten jeweils ca. 20 Walnuss-große Makronen herauskommen). Das erste Drittel so wie es ist, mit Hilfe von zwei Teelöffeln auf die Oblaten verteilen. Zum zweiten Drittel Zimt hinzugeben, gründlich vermengen und ebenfalls auf die Oblaten verteilen. Unter das letzte Drittel die abgeriebene Schale zweier Orangen mengen und die Masse auf die Oblaten verteilen.

Die Makronen in den auf 190°C vorgeheizten Backofen geben und 12-14 Minuten goldbraun backen. Herausnehmen und abkühlen lassen (oder auch schon einmal naschen).

Für die Schoko-Chili-Variante, die Zartbitterkuvertüre vorsichtig schmelzen, Chili je nach gewünschter Schärfe untermengen und die  Unterseite der Makrone hinein tunken. Auf einem Gitterrost abkühlen lassen, bis die Schokolade fest ist. So, und nun darf auch diese Variante gekostet werden! Und, ist hierbei ein wenig Glück zu verspüren? Oder Seligkeit? Oder vielleicht sogar beides?

Freitag, 16. Dezember 2011

Aufgewacht

Wie startest Du jeden Morgen in den Tag? Bestimmt hast Du ein allmorgendliches Ritual – aufstehen und erstmal unter die kalte Dusche springen? Oder wird als erstes das Wasser für den Tee aufgesetzt? Vielleicht startet Dein Tag auch mit ein paar Yogaübungen - wie das bei mir der Fall ist? 

Am Morgen verfolgen die Menschen die unterschiedlichsten Abläufe und genauso verhält es sich mit dem Frühstück. Der Eine braucht morgens etwas Salziges, der Andere etwas Süßes. Für den Einen ist das Frühstück die größte Mahlzeit am Tag, der Andere braucht vielleicht nur ein wenig Obst und der Dritte verzichtet komplett darauf. Dabei ist meiner Meinung nach sowohl der Start in den Tag als auch das damit verbundene Frühstück unglaublich wichtig und entscheidet darüber, wie der Rest des Tages verläuft – entspannt und gelassen oder gehetzt und gestresst? 

Nachdem ich meine Yogaübungen hinter mich gebracht habe, genieße ich in Ruhe mein Frühstück: Reisflocken mit Mandelmilch, Apfel und Gewürzen. Dazu einen grünen Tee und dann kann der Tag beginnen! 

Shopping-Liste (für 2 große Portionen): 100g Reisflocken, ca. 200ml Mandelmilch (ungesüßt), 100ml abgekochtes Wasser, 1 Apfel, 20g Mandelblättchen, 1/2 TL Zimt (gemahlen), 2 MS Kardamom (gemahlen), 1 MS Nelken (gemahlen), Honig oder Ahornsirup zum Süßen 

To Do's: Die Reisflocken über Nacht in 100ml Mandelmilch und 50ml Wasser einweichen.

Am nächsten Morgen die Reisflocken, die restliche Mandelmilch und das restliche Wasser, den in kleine Stücke geschnittenen Apfel sowie die Gewürze in einen Topf geben und bei geringer Hitze ca. 8-10 Minuten erhitzen. Dabei immer wieder umrühren und ggf. noch etwas Mandelmilch hinzufügen. Parallel dazu, in einer Pfanne ohne Fett die Mandelblättchen goldbraun rösten. 

Die Reisflocken auf Schalen verteilen, mit den Mandelblättchen bestreuen und je nach Bedarf mit Honig oder Ahornsirup beträufeln.

Wer mag, kann anstelle von oder zusätzlich zum Apfel auch getrocknete Aprikosen verwenden.