... Vorsätze, Erfahrungen, Vorhaben, Menschen, Situationen, Erkenntnisse ... Im Prinzip schreitet die Zeit einfach voran und dennoch geht man immer wieder mit neuem Elan, neuer Motivation und neuen Ideen in ein neues Jahr. Manchmal braucht man eben ein besonderes Ereignis - wie zum Beispiel den Jahreswechsel -, um Veränderungen anzustoßen. Warum auch nicht?
Auf diesem Blog heißt es natürlich auch: neues Jahr, neue Rezepte! Und vielleicht wird sich auch ansonsten das ein oder andere ändern. Denn mit einer Ausbildung zum Gesundheits-, Ernährungs- und Lebensberater, die ich in diesem Jahr beginne, werde ich hier sicherlich einige Erkenntnisse und Gelerntes einfließen lassen und mit Euch teilen. Ich freue mich sehr auf 2014 und wünsche Euch von Herzen alles Liebe und Gute für dieses Jahr! Genießt es mit allen (Geschmacks)Sinnen!
Einkaufsliste für Kürbisschnitzen mit Wintersalatpesto (ca. 4 Vorspeiseportionen): 1/2 kleiner Hokkaido-Kürbis, 75g Wintersalat wie z.B. Feldsalat, Portulak oder Postelein (ich habe Postelein verwendet), 50 g Ricotta, 10 g Pinienkerne, 5 g frisch geriebener Parmesan, 4 EL Olivenöl, 2 EL Hanfsamenöl (Alternativ: 2 weitere EL Olivenöl), etwas abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone, Mersalz und Pfeffer
Was gibt's zu tun? Den Kürbis entkernen und in dünne Schnitzen schneiden. Mit zwei Esslöffel Olivenöl und etwas Meersalz in eine feuerfeste Form geben und alles miteinander vermengen. In den vorgeheizten Backofen geben und bei 180°C für 15 bis 20 Minuten backen. Die Kürbisschnitzen dabei mehrmals hin und her schieben, damit sie gleichmäßig gebacken werden.
In der Zwischenzeit die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten und danach zum Abkühlen beiseite stellen. 25 g Postelein mit der Hälfte der Pinienkernen, Parmesan, 2 EL Olivenöl, 2 EL Hanfsamenöl, abgeriebenen Zitronenschale, etwas Salz und Pfeffer in einem Mixer oder mithilfe eines Pürierstabs zu einem Pesto mixen.
Die Kürbisschnitzen aus dem Ofen nehmen und leicht abkühlen lassen. Dann mit dem restlichen Postelein vermengen und beides auf Tellern anrichten. Das Pesto darüber träufeln (falls es nicht flüssig genug ist mit etwas mehr Öl verdünnen), die restlichen Pinienkerne und den grob zerkleinerten Ricotta darüber verteilen.
Dienstag, 7. Januar 2014
Montag, 16. Dezember 2013
La dolce Weihnacht' - Süße Köstlichkeiten gesünder gemacht
Die Weihnachtszeit ist meist gespickt von Genuss und Völlerei. Hier ein Plätzchen, da ein Stück Stollen, gebrannte Mandeln auf dem Weihnachtsmarkt, heiße Schokolade vorm Kamin, Bratäpfel und Lebkuchen nicht zu vergessen - und das ist gerade einmal der süße Teil der Weihnachtszeit ...
Aber ich möchte an dieser Stelle gar kein schlechtes Gewissen verbreiten. Schließlich gehören die süßen Köstlichkeiten genauso zur Weihnachtszeit wie Adventskranz, Weihnachtsbaum und Kerzenschein! Es besteht jedoch die Möglichkeit, la dolce Weihnacht' inklusive Plätzchen, Lebkuchen & Co. mit ein paar kleinen Abweichungen in der Rezeptur weniger kalorienreich und leichter bekömmlich zu gestalten:
Dinkelmehl statt Weizenmehl: Dinkel ist aus ernärungsphysiologischer Sicht gesünder als Weizen, denn es enthält mehr Vitamine und Mineralstoffe sowie höherwertige Eiweiße als Weizen (siehe auch hier). Das Korn besitzt insgesamt eine besonders verträgliche Verteilungen von Nährstoffen und macht es somit leichter bekömmlich. Gemäß der Ernährungslehre nach Hildegard von Bingen stellt es sogar die Basis einer gesunden Ernährung dar (siehe auch hier) - also wenn das keine überzeugende Alternative zu Weizenmehl ist!
Birkenzucker oder Vollrohrzucker statt raffinierter weißer Zucker: Schon alleine vor dem Hintergrund, dass beim Raffinieren von weißem Zucker meist Chemikalien, Klär-, Bleich- und Reinigungsmittel (ja, Reinigungsmittel, Du hast richtig gelesen) verwendet werden, sollte auf Alternativen zurückgegriffen werden. Vollrohrzucker oder Rohrohrzucker wird wie weißer Zucker aus Zuckerrohr hergestellt, allerdings wird er nicht raffiniert und durch die schonendere Verarbeitung bleiben Mineralstoffe erhalten (die Kalorienmenge ist allerdings genauso hoch wie bei raffiniertem Zucker). Birkenzucker wiederum wird aus Birkenrinde gewonnen. Er ist weitaus kalorienärmer als Zucker aus Zuckerrohr, beeinflusst den Blutzuckerspiegel kaum und ist somit auch für Diabetiker geeignet und er ist sogar förderlich für die Mundpflege: er bekämpft Kariesbakterien und remineralisiert die Zähne (siehe auch hier).
Natürliche Färbemittel statt Lebensmittelfarbe: Dass chemisch hergestellte Lebensmittelfarbe nicht gesund ist, sollte an dieser Stelle eigentlich keine Erklärung benötigen. Trotzdem ist der Griff zu den knalligen Farben im Backregal schnell getan und so möchte ich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass Lebensmittelfarben meist E-Stoffe beinhalten. Diese wiederum können Allergien auslösen und zu Nebenwirkungen führen (siehe auch hier). Da greife ich doch lieber zu natürlichen Färbemitteln wie Rote-Bete-Saft, Safran oder Kurkuma.
Und mit diesen Alternativen im Gepäck, nun ein Rezept für weihnachtlich' Gebäck: Herrnhuter Herzen (gesünder gemacht).
Einkaufsliste (für ca. 30-40 Stück):
Teig: 280 g Dinkelmehl, 100 g gemahlene Mandeln, 250 g Butter, 120 g Birkenzucker (Alternativ: Rohrohrzucker), 1 Eigelb, 1 Prise Salz
Füllung/Verzierung: 200 g Himbeerkonfitüre (am besten selbst gemacht), 100 g Puderzucker aus Birkenzucker (Alternativ: Puderzucker aus Rohrohrzucker), Saft von 1 Zitrone, 30-40 ganze Mandeln ohne Haut, etwas Safran oder Kurkuma
Außerdem: Klarsichtfolie, Backpapier, Plätzchenausstechform als Herz oder Stern, Backpinsel
Was ist zu tun? Für den Teig Butter (in kleine Stücke geschnitten), Zucker, Eigelb und Salz mit dem Knethaken des Handrührers zu einer gleichmäßigen Masse verkneten. Mehl und Mandeln dazugeben und mit den Händen zu einem Teig verkneten. Den Teig in Klarsichtfolie wickeln und im Kühlschrank für ca. 1 Stunde kalt stellen.
Den Backofen auf 190°C vorheizen. Die Hälfte des Teigs aus dem Kühlschrank nehmen, kurz durchkneten und auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen (damit der Teig nicht am Nudelholz kleben bleibt, einfach Klarsichtfolie auf den Teig legen). Der Teig sollte ca. 3 mm hoch sein. Dann Herzen oder Sterne oder beides ausstechen und die Plätzchen auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Mit dem übrig gebliebenen Teig und dem aus dem Kühlschrank ebenso verfahren, bis der Teig komplett aufgebraucht ist. (Ich arbeite immer erst mit einer Teighälfte und lasse die andere Kühlschrank, damit der Teig nicht zu schnell zu weich wird.)
Die Plätzchen im vorgeheizten Backofen nacheinander auf der mittleren Schiene ca. 10 Minuten leicht braun backen. Dann aus dem Backofen nehmen und abkühlen lassen.
Für die Füllung die Konfitüre durch ein Sieb streichen, um die Himbeerkörnchen zu entfernen. Für die Verziehrung 1 Teelöffel Konfitüre beiseite stellen - in diesem Fall dient sie als natürliches Färbemittel. Jeweils die Unterseite eines Plätzchen (Herz oder Stern) mit etwas Konfitüre bestreichen und ein weiteres Plätzchen (Herz oder Stern) darauf legen und vorsichtig andrücken.
Sobald alle Plätzchen mit Füllung versehen wurden, einen Teil des Puderzucker mit etwas Zitronensaft und dem Teelöffel Konfitüre vermengen, sodass es einen zartrosa Guss ergibt. Für sternförmige Plätzchen eignet sich ein gelber Guss - hierfür den anderen Teil der Puderzuckers mit Zitronensaft und Safran oder Kurkuma zu einem hellgelben Guss vermengen. Eine Seite der Herzen und/oder Sterne mit dem jeweiligen Zuckerguss bepinseln und je eine Mandel darauf setzen. Das Ganze über Nacht trockenen lassen und die Plätzchen am nächsten Tag in eine Blechdose geben, damit sie länger haltbar sind.
Aber ich möchte an dieser Stelle gar kein schlechtes Gewissen verbreiten. Schließlich gehören die süßen Köstlichkeiten genauso zur Weihnachtszeit wie Adventskranz, Weihnachtsbaum und Kerzenschein! Es besteht jedoch die Möglichkeit, la dolce Weihnacht' inklusive Plätzchen, Lebkuchen & Co. mit ein paar kleinen Abweichungen in der Rezeptur weniger kalorienreich und leichter bekömmlich zu gestalten:
Dinkelmehl statt Weizenmehl: Dinkel ist aus ernärungsphysiologischer Sicht gesünder als Weizen, denn es enthält mehr Vitamine und Mineralstoffe sowie höherwertige Eiweiße als Weizen (siehe auch hier). Das Korn besitzt insgesamt eine besonders verträgliche Verteilungen von Nährstoffen und macht es somit leichter bekömmlich. Gemäß der Ernährungslehre nach Hildegard von Bingen stellt es sogar die Basis einer gesunden Ernährung dar (siehe auch hier) - also wenn das keine überzeugende Alternative zu Weizenmehl ist!
Birkenzucker oder Vollrohrzucker statt raffinierter weißer Zucker: Schon alleine vor dem Hintergrund, dass beim Raffinieren von weißem Zucker meist Chemikalien, Klär-, Bleich- und Reinigungsmittel (ja, Reinigungsmittel, Du hast richtig gelesen) verwendet werden, sollte auf Alternativen zurückgegriffen werden. Vollrohrzucker oder Rohrohrzucker wird wie weißer Zucker aus Zuckerrohr hergestellt, allerdings wird er nicht raffiniert und durch die schonendere Verarbeitung bleiben Mineralstoffe erhalten (die Kalorienmenge ist allerdings genauso hoch wie bei raffiniertem Zucker). Birkenzucker wiederum wird aus Birkenrinde gewonnen. Er ist weitaus kalorienärmer als Zucker aus Zuckerrohr, beeinflusst den Blutzuckerspiegel kaum und ist somit auch für Diabetiker geeignet und er ist sogar förderlich für die Mundpflege: er bekämpft Kariesbakterien und remineralisiert die Zähne (siehe auch hier).
Natürliche Färbemittel statt Lebensmittelfarbe: Dass chemisch hergestellte Lebensmittelfarbe nicht gesund ist, sollte an dieser Stelle eigentlich keine Erklärung benötigen. Trotzdem ist der Griff zu den knalligen Farben im Backregal schnell getan und so möchte ich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass Lebensmittelfarben meist E-Stoffe beinhalten. Diese wiederum können Allergien auslösen und zu Nebenwirkungen führen (siehe auch hier). Da greife ich doch lieber zu natürlichen Färbemitteln wie Rote-Bete-Saft, Safran oder Kurkuma.
Und mit diesen Alternativen im Gepäck, nun ein Rezept für weihnachtlich' Gebäck: Herrnhuter Herzen (gesünder gemacht).
Einkaufsliste (für ca. 30-40 Stück):
Teig: 280 g Dinkelmehl, 100 g gemahlene Mandeln, 250 g Butter, 120 g Birkenzucker (Alternativ: Rohrohrzucker), 1 Eigelb, 1 Prise Salz
Füllung/Verzierung: 200 g Himbeerkonfitüre (am besten selbst gemacht), 100 g Puderzucker aus Birkenzucker (Alternativ: Puderzucker aus Rohrohrzucker), Saft von 1 Zitrone, 30-40 ganze Mandeln ohne Haut, etwas Safran oder Kurkuma
Außerdem: Klarsichtfolie, Backpapier, Plätzchenausstechform als Herz oder Stern, Backpinsel
Was ist zu tun? Für den Teig Butter (in kleine Stücke geschnitten), Zucker, Eigelb und Salz mit dem Knethaken des Handrührers zu einer gleichmäßigen Masse verkneten. Mehl und Mandeln dazugeben und mit den Händen zu einem Teig verkneten. Den Teig in Klarsichtfolie wickeln und im Kühlschrank für ca. 1 Stunde kalt stellen.
Den Backofen auf 190°C vorheizen. Die Hälfte des Teigs aus dem Kühlschrank nehmen, kurz durchkneten und auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen (damit der Teig nicht am Nudelholz kleben bleibt, einfach Klarsichtfolie auf den Teig legen). Der Teig sollte ca. 3 mm hoch sein. Dann Herzen oder Sterne oder beides ausstechen und die Plätzchen auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Mit dem übrig gebliebenen Teig und dem aus dem Kühlschrank ebenso verfahren, bis der Teig komplett aufgebraucht ist. (Ich arbeite immer erst mit einer Teighälfte und lasse die andere Kühlschrank, damit der Teig nicht zu schnell zu weich wird.)
Die Plätzchen im vorgeheizten Backofen nacheinander auf der mittleren Schiene ca. 10 Minuten leicht braun backen. Dann aus dem Backofen nehmen und abkühlen lassen.
Für die Füllung die Konfitüre durch ein Sieb streichen, um die Himbeerkörnchen zu entfernen. Für die Verziehrung 1 Teelöffel Konfitüre beiseite stellen - in diesem Fall dient sie als natürliches Färbemittel. Jeweils die Unterseite eines Plätzchen (Herz oder Stern) mit etwas Konfitüre bestreichen und ein weiteres Plätzchen (Herz oder Stern) darauf legen und vorsichtig andrücken.
Sobald alle Plätzchen mit Füllung versehen wurden, einen Teil des Puderzucker mit etwas Zitronensaft und dem Teelöffel Konfitüre vermengen, sodass es einen zartrosa Guss ergibt. Für sternförmige Plätzchen eignet sich ein gelber Guss - hierfür den anderen Teil der Puderzuckers mit Zitronensaft und Safran oder Kurkuma zu einem hellgelben Guss vermengen. Eine Seite der Herzen und/oder Sterne mit dem jeweiligen Zuckerguss bepinseln und je eine Mandel darauf setzen. Das Ganze über Nacht trockenen lassen und die Plätzchen am nächsten Tag in eine Blechdose geben, damit sie länger haltbar sind.
Montag, 9. Dezember 2013
Platt, Platz, Plätzchen
"Wieso heißen Plätzchen in Deutschland eigentlich Plätzchen?" Diese Frage wurde mir vor kurzem von einem österreichischen Kollegen gestellt. "Wie meinst Du das?", fragt ich zurück. "Also bei uns heißen sie Kekse." Nun war ich diejenige, der Fragezeichen durch den Kopf schwebten: Die Österreicher - die Könige der Süßspeisen - nennen Ihr Weihnachtsgebäck nicht Plätzchen, sondern gänzlich unglamourös "Kekse"? Nun, die Frage sprach ich so lieber nicht aus - sie sind ja doch recht eitel, unsere Nachbarn - und besann mich lieber zurück auf die Ursprungsfrage, warum Plätzchen Plätzchen heißen. Ehrlich gesagt hatte ich keine Ahnung.
Aber wie auf alles, weiß das Internet auch hier die Antwort: Der Namensgeber ist eine weitere Süßspeise, nämlich ein platt geformter Kuchen namens "Platz". Und da die traditionellen Weihnachtskekse bekanntliche süß und klein sind, wurde aus dem platten Platz ein Plätzchen. Hättet Ihr's gewusst?
An Plätzchen gibt es bei mir in diesem Jahr neben Lebkuchen, Kokomakronen und Vanillekipferln, neu ausprobierte Herrnhuter Herzen, Orangen-Florentiner und weihnachtliches Shortbread. Hier bekommt Ihr zunächst das Rezept für Orangen-Florentiner.
Einkaufsliste für Orangen-Florentiner (glutenfrei) (ca. 20-24 Stück): 200g Mandelblättchen, 75g Orangeat, 90 g Birkenzucker (Alternativ: Rohrohrzucker), 40 g Honig, 60 g Butter, 70 ml Schlagsahne, 1/2 TL Zimt, abgeriebene Schale einer Orange, 100g Schokoladenkuvertüre, Backpapier
Was ist zu tun? Zucker, Honig, Butter, Sahne und Zimt in einem Topf aufkochen. Hitze reduzieren und 10 Minuten köcheln lassen. Die Masse dabei hin und wieder verrühren. Orangeat und Mandelblättchen dazu geben und für ca. 8-10 Minuten unter Rühren weiter köcheln lassen. Den Topf vom Herd nehmen und die abgeriebene Orangenschale unterrühren.
Die Florentiner-Masse auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und glatt streichen (an den Rändern etwas Platz lassen). In den vorgeheitzten Backofen (180°C) geben (2. Schiene von unten) und für ca. 15 Minuten goldbraun backen.
Die Florentinerplatte mit dem Backpapier vom Blech nehmen und etwas abkühlen lassen. Mit einem großen Messer, die Platte in kleine Rechtecke schneiden (ca. 20-24 Stück).
Die Schokoladenkuvertüre gemäß Beschreibung in einem Wasserbad schmelzen. Die Unterseite der Florentiner in die Schokolade tunken und zum Trocknen auf ein Gitterblech geben. Entweder direkt vernaschen oder zum Aufbewahren in eine Blechdose geben.
Aber wie auf alles, weiß das Internet auch hier die Antwort: Der Namensgeber ist eine weitere Süßspeise, nämlich ein platt geformter Kuchen namens "Platz". Und da die traditionellen Weihnachtskekse bekanntliche süß und klein sind, wurde aus dem platten Platz ein Plätzchen. Hättet Ihr's gewusst?
An Plätzchen gibt es bei mir in diesem Jahr neben Lebkuchen, Kokomakronen und Vanillekipferln, neu ausprobierte Herrnhuter Herzen, Orangen-Florentiner und weihnachtliches Shortbread. Hier bekommt Ihr zunächst das Rezept für Orangen-Florentiner.
Einkaufsliste für Orangen-Florentiner (glutenfrei) (ca. 20-24 Stück): 200g Mandelblättchen, 75g Orangeat, 90 g Birkenzucker (Alternativ: Rohrohrzucker), 40 g Honig, 60 g Butter, 70 ml Schlagsahne, 1/2 TL Zimt, abgeriebene Schale einer Orange, 100g Schokoladenkuvertüre, Backpapier
Was ist zu tun? Zucker, Honig, Butter, Sahne und Zimt in einem Topf aufkochen. Hitze reduzieren und 10 Minuten köcheln lassen. Die Masse dabei hin und wieder verrühren. Orangeat und Mandelblättchen dazu geben und für ca. 8-10 Minuten unter Rühren weiter köcheln lassen. Den Topf vom Herd nehmen und die abgeriebene Orangenschale unterrühren.
Die Florentiner-Masse auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und glatt streichen (an den Rändern etwas Platz lassen). In den vorgeheitzten Backofen (180°C) geben (2. Schiene von unten) und für ca. 15 Minuten goldbraun backen.
Die Florentinerplatte mit dem Backpapier vom Blech nehmen und etwas abkühlen lassen. Mit einem großen Messer, die Platte in kleine Rechtecke schneiden (ca. 20-24 Stück).
Die Schokoladenkuvertüre gemäß Beschreibung in einem Wasserbad schmelzen. Die Unterseite der Florentiner in die Schokolade tunken und zum Trocknen auf ein Gitterblech geben. Entweder direkt vernaschen oder zum Aufbewahren in eine Blechdose geben.
Sonntag, 24. November 2013
Brunch auf Nordafrikanisch: mit Shakshuka
Die nordafrikanische Küche ist nicht unbedingt bekannt für ihre Frühstücksrezepte und doch versteckt sich genau hier ein kleines Juwel: eine Soße aus Paprika, Tomaten und Zwiebeln, angereichert um Gewürze und Kräuter, die durch pochierte Eier abgerundet wird und sich Shakshuka nennt.
Streng genommen handelt es sich dabei auch eigentlich nicht um ein reines Frühstücksrezept, denn in Tunesien, Ägypten oder Marokko wird Shakshuka durchaus auch zum Mittag- oder Abendessen serviert. Aber gerade da Eier einen Hauptbestandteil des Gerichtes ausmachen, finde ich es eine ganz wunderbare und geschmacksintensivere Alternative zu den klassischen Eierspeisen, die ansonsten zum Frühstück oder Brunch genossen werden. Also: Warum nicht einmal direkt zum Start in den Tag in eine fremde Küche eintauchen und sich von deren Würze und Farbintensität gleich doppelt beleben lassen?
Einkaufsliste (für ca. 2 Portionen): 1 rote Paprikaschote, 1 gelbe Paprikaschote, 3 Tomaten, 1 Zwiebel, 1 TL Cumin (Kreuzkümmel), 2 TL Rohrohrzucker (bzw. Xucker), 3 Zweige Thymian (die Blätter abgezupft), 1 TL frische Oreganoblättchen (oder 1/2 TL getrockneter Oregano), 1 Lorbeerblatt, 1/2 TL Safranfäden, 1 Prise Cayennepfeffer, 2 EL gehackte Petersilie, 2 bis 4 Eier, Olivenöl, Salz und Pfeffer
Was ist zu tun? Die Paprikaschoten entkernen und in Streifen schneiden (ca. 2 cm breit), die Tomaten grob zerkleinern und die Zwiebeln in Ringe schneiden.
Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Cumin und Zwiebelringe hinzugeben und für ca. 5 Minuten anbraten. Die Paprikastreifen sowie den Zucker, Thymian, Oregano und Lorbeerblatt hinzugeben und für ca. 10 Minuten bei mittlerer Hitze weiter anbraten und dabei regelmäßig rühren. Dann die Tomatenstücke, Safran und Cayennepfeffer hinzugeben und nochmals 15 Minuten bei niedriger Hitze garen - dabei immer wieder etwas Wasser hinzufügen (ca. 150-200 ml), verrühren und die Soße eindicken lassen. Zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Danach den Pfanneninhalt so auseinander schieben, dass kleine Kulen für die Eier entstehen (2-4 Stück). Die Eier langsam in die Kulen gleiten lassen, mit etwas Salz bestreuen, einen Deckel auf die Pfanne geben und die Eier bei sehr niedriger Temperatur ca. 10 Minuten garen, sodass die Eier gerade eben gestockt sind. Die gehackte Petersilie darüber streuen und das Gericht in der Pfanne servieren.
Streng genommen handelt es sich dabei auch eigentlich nicht um ein reines Frühstücksrezept, denn in Tunesien, Ägypten oder Marokko wird Shakshuka durchaus auch zum Mittag- oder Abendessen serviert. Aber gerade da Eier einen Hauptbestandteil des Gerichtes ausmachen, finde ich es eine ganz wunderbare und geschmacksintensivere Alternative zu den klassischen Eierspeisen, die ansonsten zum Frühstück oder Brunch genossen werden. Also: Warum nicht einmal direkt zum Start in den Tag in eine fremde Küche eintauchen und sich von deren Würze und Farbintensität gleich doppelt beleben lassen?
Einkaufsliste (für ca. 2 Portionen): 1 rote Paprikaschote, 1 gelbe Paprikaschote, 3 Tomaten, 1 Zwiebel, 1 TL Cumin (Kreuzkümmel), 2 TL Rohrohrzucker (bzw. Xucker), 3 Zweige Thymian (die Blätter abgezupft), 1 TL frische Oreganoblättchen (oder 1/2 TL getrockneter Oregano), 1 Lorbeerblatt, 1/2 TL Safranfäden, 1 Prise Cayennepfeffer, 2 EL gehackte Petersilie, 2 bis 4 Eier, Olivenöl, Salz und Pfeffer
Was ist zu tun? Die Paprikaschoten entkernen und in Streifen schneiden (ca. 2 cm breit), die Tomaten grob zerkleinern und die Zwiebeln in Ringe schneiden.
Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Cumin und Zwiebelringe hinzugeben und für ca. 5 Minuten anbraten. Die Paprikastreifen sowie den Zucker, Thymian, Oregano und Lorbeerblatt hinzugeben und für ca. 10 Minuten bei mittlerer Hitze weiter anbraten und dabei regelmäßig rühren. Dann die Tomatenstücke, Safran und Cayennepfeffer hinzugeben und nochmals 15 Minuten bei niedriger Hitze garen - dabei immer wieder etwas Wasser hinzufügen (ca. 150-200 ml), verrühren und die Soße eindicken lassen. Zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Danach den Pfanneninhalt so auseinander schieben, dass kleine Kulen für die Eier entstehen (2-4 Stück). Die Eier langsam in die Kulen gleiten lassen, mit etwas Salz bestreuen, einen Deckel auf die Pfanne geben und die Eier bei sehr niedriger Temperatur ca. 10 Minuten garen, sodass die Eier gerade eben gestockt sind. Die gehackte Petersilie darüber streuen und das Gericht in der Pfanne servieren.
Sonntag, 3. November 2013
Genussmoment: Pflaumencrumble mit selbstgemachter Vanillesauce
Meine Genussmomente: mit Freunden lachen, Sonnenuntergang am Meer, durch ein neues Kochbuch blättern, ausgelassen zu spanischer Musik tanzen, durch frisch gefallenen Schnee stapfen, wenn man beim flüssigen Kern eines Schokoladenfondants ankommt, ein Live-Konzert, Menschen um mich haben, die ich liebe, an einem kalten Tag in die Sauna gehen, frische Bergluft einatmen, eine heiße Suppe, wenn ich friere, Samstagmorgen ohne Wecker aufwachen und einfach liegen bleiben, einen Löffel Pflaumencrumble mit selbstgemachter Vanillesauce mit geschlossenen Augen auf der Zunge zergehen lassen, ...
Was sind Deine Genussmomente?
Einkaufsliste für Pflaumencrumble mit selbstgemachter Vanilesauce (4-6 Portionen):
Crumble: 150g Dinkelmehl, 100g Butter (kalt und in Würfel geschnitten), 50g Birkenzucker (z.B. Xucker), 50g Pecannüsse, 750g Pflaumen, Saft einer Orange, 1/4 TL Zimt
Vanillesauce: 500 ml frische Vollmilch (nicht homgenisiert/Demeter-Qualität), 100g Birkenzucker, 6 frische Eigelb, 1 Vanilleschote
Was ist zu tun? Für die Vanillesauce, die Milch in einen Topf geben, die Vanilleschote längs einschneiden, das Vanillemark herauskratzen und gemeinsam mit der Schote zur Milch geben. Die Vanillemilch aufkochen und währenddessen, die Eigelbe und den Birkenzucker mit einem Schneebesen in einer Schüssel cremig rühren.
Die kochende Milch langsam unter die Eigelb-Zucker-Masse rühren. Dann die Sauce wieder zurück in den Topf geben und unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen erhitzen, jedoch nicht kochen (!), bis sie leicht angedickt ist. Die Vanillesauce vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
Für den Crumble, den Backofen auf 200°C vorheizen. Die Pflaumen je nach Größe vierteln oder achteln und in eine Schüssel geben. Den Orangensaft und das Zimtpulver hinzugeben, alles miteinander vermengen und zugedeckt ziehen lassen.
In der Zwischenzeit, die Pecannüsse grob zerkleinern. Mehl, Butter und Zucker dazu geben und alles mit den Händen zu Streuseln zerkrümeln (es sollten keine Butterstücke mehr zu sehen sein).
Dann die marinierten Pflaumen in eine Auflaufform (oder in mehrere kleine Auflaufformen) geben, die Streusel gleichmäßig darüber verteilen und den Crumble für ca. 30 Minuten auf der mittleren Schiene backen (sodass die Streusel leicht gebräunt sind).
Den Crumble in der Auflaufform servieren und am Tisch auf Teller verteilen, die Vanillesauce darüber geben, die Augen schließen und genießen. Einfach himmlisch!!
Was sind Deine Genussmomente?
Einkaufsliste für Pflaumencrumble mit selbstgemachter Vanilesauce (4-6 Portionen):
Crumble: 150g Dinkelmehl, 100g Butter (kalt und in Würfel geschnitten), 50g Birkenzucker (z.B. Xucker), 50g Pecannüsse, 750g Pflaumen, Saft einer Orange, 1/4 TL Zimt
Vanillesauce: 500 ml frische Vollmilch (nicht homgenisiert/Demeter-Qualität), 100g Birkenzucker, 6 frische Eigelb, 1 Vanilleschote
Was ist zu tun? Für die Vanillesauce, die Milch in einen Topf geben, die Vanilleschote längs einschneiden, das Vanillemark herauskratzen und gemeinsam mit der Schote zur Milch geben. Die Vanillemilch aufkochen und währenddessen, die Eigelbe und den Birkenzucker mit einem Schneebesen in einer Schüssel cremig rühren.
Die kochende Milch langsam unter die Eigelb-Zucker-Masse rühren. Dann die Sauce wieder zurück in den Topf geben und unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen erhitzen, jedoch nicht kochen (!), bis sie leicht angedickt ist. Die Vanillesauce vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
Für den Crumble, den Backofen auf 200°C vorheizen. Die Pflaumen je nach Größe vierteln oder achteln und in eine Schüssel geben. Den Orangensaft und das Zimtpulver hinzugeben, alles miteinander vermengen und zugedeckt ziehen lassen.
In der Zwischenzeit, die Pecannüsse grob zerkleinern. Mehl, Butter und Zucker dazu geben und alles mit den Händen zu Streuseln zerkrümeln (es sollten keine Butterstücke mehr zu sehen sein).
Dann die marinierten Pflaumen in eine Auflaufform (oder in mehrere kleine Auflaufformen) geben, die Streusel gleichmäßig darüber verteilen und den Crumble für ca. 30 Minuten auf der mittleren Schiene backen (sodass die Streusel leicht gebräunt sind).
Den Crumble in der Auflaufform servieren und am Tisch auf Teller verteilen, die Vanillesauce darüber geben, die Augen schließen und genießen. Einfach himmlisch!!
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